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Zur Shop-Startseite › Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte

Das amerikanische Verhältnis zum Völkerrecht

Titel: Das amerikanische Verhältnis zum Völkerrecht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Eric Sangar (Autor:in)

Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das amerikanische Verhältnis zum Völkerrecht steht mehr denn je zur Diskussion. Jenseits aller Polemik, die bestimmten US-Regierungen Tendenzen zum "Unilateralismus" nachsagt, kann festgestellt werden, dass sich die amerikanische Sichtweise auf das Völkerrecht ambivalenter Natur ist. Der prinzipiellen Unterstützung des Völkerrechts, das ein Pfeiler der internationalen Ordnung sein kann, steht in der amerikanischen Auffassung dessen moralische Zweckbindung und der unbedingte Vorrang der - demokratisch legitimierten - amerikanischen Verfassung gegenüber. Diese Ambivalenz, welche an der jeweiligen Anerkennung der unterschiedlichen Rechtsquellen des Völkerrechts nachweisbar ist, gründet vor allem auf den spezifischen kulturellen und institutionnellen Faktoren, die das historische Selbstverständnis der USA insgesamt prägen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das amerikanische Völkerrechtsverständnis

2.1 Definition des Begriffs „Völkerrecht“

2.2 Die Ambivalenz als Kernproblem der amerikanischen Völkerrechtsauffassung

2.3 Die Haltung der USA zu einzelnen Völkerrechtsquellen

2.3.1 Die amerikanische Position zum Völkergewohnheitsrecht

2.3.2 Die amerikanische Position zum Völkervertragsrecht

2.3.2 Die amerikanische Position zu den allgemein anerkannten Prinzipien des Völkerrechts

2.3.3 Die amerikanische Position gegenüber dem von internationalen Organisationen geschaffenen Sekundärrecht

2.4 Bestimmungsfaktoren des ambivalenten Verhältnisses der USA zum Völkerrecht

2.4.1 Einflüsse von Paradigmen der IB in der amerikanischen Politikwissenschaft

2.4.2 Institutionelle Faktoren: Einflüsse durch das politische System der USA

2.4.2.1 Auswirkungen des Föderalismus

2.4.2.2 Außenpolitische Kompetenzen des Kongresses

2.4.3 Demokratietheoretische Einwände gegen völkerrechtliche Einbindung

2.4.4 Zwischenfazit

2.4.5 Die spezifische amerikanische Rechtskultur

2.4.6 Das amerikanische Missionsbewusstsein

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe und ambivalente Verhältnis der USA zum Völkerrecht. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob der Eindruck eines tatsächlichen Bruchs in der außenpolitischen Tradition der USA haltbar ist oder ob spezifische institutionelle, theoretische und kulturelle Bestimmungsfaktoren eine selektive Völkerrechtsanwendung erklären können.

  • Analyse des amerikanischen Völkerrechtsverständnisses und dessen Ambivalenz.
  • Untersuchung der Position der USA zu verschiedenen Völkerrechtsquellen (Gewohnheitsrecht, Verträge).
  • Einfluss politikwissenschaftlicher Paradigmen der Internationalen Beziehungen auf die US-Außenpolitik.
  • Die Rolle institutioneller Faktoren wie Föderalismus und Gewaltenteilung.
  • Einfluss der amerikanischen Rechtskultur und des Missionsbewusstseins auf die Auslegung internationaler Normen.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Einflüsse von Paradigmen der IB in der amerikanischen Politikwissenschaft

Der Teilbereich der Internationalen Beziehungen in der amerikanischen Politikwissenschaft besitzt traditionell den Anspruch, praktische Handlungsempfehlungen für die amerikanische Außenpolitik zu formulieren. Wissenschaftler von außenpolitischen Forschungsinstituten, den so genannten, prägen neue außenpolitische Konzeptionen und gestalten diese nach einem Regierungswechsel sogar mitunter selbst aktiv mit.

Daher muss auch davon ausgegangen werden, dass die dominierenden Theorieströmungen in den IB die US-Politik geprägt haben, und damit auch deren Verhältnis zum Völkerrecht. Allerdings vertreten die Paradigmen der letzten Jahrzehnte eine durchwegs kritische Position zur Rolle des Völkerrechts – „within a short time of the creation of the discipline, international law had come to be regarded as, at best, a necessary evil”31.

Drei wichtige Denkrichtungen haben besonders zu diesem Resümee beigetragen: Der Realismus, der am prominentesten von Hans Morgenthau formuliert wurde, der von Kenneth Waltz ausgearbeitete Neorealismus sowie die gegenwärtig dominierende neokonservative Schule, die mit Robert Kagans Streitschrift „Macht und Ohnmacht“ ins Zentrum der transatlantischen Diskussion rückte. Allen drei gemeinsam ist ein extrem utilitaristisches Völkerrechtsverständnis, das völkerrechtliche Regelungen bestenfalls als eines (von vielen) Mitteln der Außenpolitik, aber keinesfalls als deren Ziel ansieht. Als Ursache hierfür ziehen diese Theorien jeweils unterschiedliche Strukturbedingungen der internationalen Beziehungen heran.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die kritische Wahrnehmung der US-Außenpolitik unter Präsident Bush dar und leitet die Forschungsfrage über die Bestimmungsfaktoren der ambivalenten amerikanischen Haltung zum Völkerrecht ein.

2. Das amerikanische Völkerrechtsverständnis: Dieses Kapitel definiert den Begriff Völkerrecht und identifiziert das Spannungsfeld zwischen Souveränitätsanspruch und internationaler Normbindung als Kernproblem.

2.1 Definition des Begriffs „Völkerrecht“: Hier wird der theoretische Rahmen für die Untersuchung durch die Definition des Völkerrechts als Normensystem zur Regelung zwischenstaatlicher Beziehungen abgesteckt.

2.2 Die Ambivalenz als Kernproblem der amerikanischen Völkerrechtsauffassung: Das Kapitel belegt die kritisch-distanzierte Haltung der USA anhand von Beispielen wie dem Austritt aus dem ABM-Vertrag und beleuchtet die ideologische Grundlage.

2.3 Die Haltung der USA zu einzelnen Völkerrechtsquellen: Dieser Abschnitt differenziert die Analyse nach den Rechtsquellen Gewohnheitsrecht, Verträge, Rechtsprinzipien und Sekundärrecht internationaler Organisationen.

2.3.1 Die amerikanische Position zum Völkergewohnheitsrecht: Es wird untersucht, wie die USA durch ihre Rolle als Akteur die Entstehung und Anerkennung von Gewohnheitsrecht beeinflussen und teils behindern.

2.3.2 Die amerikanische Position zum Völkervertragsrecht: Der Fokus liegt auf der Diskrepanz zwischen aktiver Verhandlungsbeteiligung und häufiger Ratifikationsverweigerung bei multilateralen Verträgen.

2.3.2 Die amerikanische Position zu den allgemein anerkannten Prinzipien des Völkerrechts: Das Kapitel erläutert die reservierte Haltung gegenüber diesen Prinzipien, da sie für die amerikanische Rechtsauffassung zu vage erscheinen.

2.3.3 Die amerikanische Position gegenüber dem von internationalen Organisationen geschaffenen Sekundärrecht: Hier wird das Misstrauen gegenüber nicht direkt demokratisch legitimierten internationalen Institutionen analysiert.

2.4 Bestimmungsfaktoren des ambivalenten Verhältnisses der USA zum Völkerrecht: Dieser umfangreiche Teil identifiziert politikwissenschaftliche, institutionelle und kulturelle Faktoren als Ursachen für die amerikanische Völkerrechtspolitik.

2.4.1 Einflüsse von Paradigmen der IB in der amerikanischen Politikwissenschaft: Es wird dargelegt, wie Realismus, Neorealismus und Neokonservatismus ein utilitaristisches Verständnis des Völkerrechts stützen.

2.4.2 Institutionelle Faktoren: Einflüsse durch das politische System der USA: Dieses Kapitel zeigt auf, wie interne Strukturen die Einhaltung internationaler Verpflichtungen erschweren.

2.4.2.1 Auswirkungen des Föderalismus: Die Justizautonomie der US-Bundesstaaten wird als Hindernis für die konsequente Umsetzung internationaler Verträge herausgearbeitet.

2.4.2.2 Außenpolitische Kompetenzen des Kongresses: Es wird analysiert, wie Ratifikationsprozeduren, Gesetzgebungsrechte und Budgethoheit den außenpolitischen Spielraum einschränken oder nutzen.

2.4.3 Demokratietheoretische Einwände gegen völkerrechtliche Einbindung: Das Kapitel thematisiert die Angst vor einem Souveränitätsverlust gegenüber einer "bürokratischen Weltregierung" und dem damit verbundenen Verlust demokratischer Selbstbestimmung.

2.4.4 Zwischenfazit: Das Zwischenfazit fasst die Ambivalenz zusammen und leitet über zu den kulturellen Faktoren.

2.4.5 Die spezifische amerikanische Rechtskultur: Der Fokus liegt hier auf dem "common law"-Verständnis, das Recht als instrumentelles Mittel für den Einzelfall statt als abstraktes Normsystem interpretiert.

2.4.6 Das amerikanische Missionsbewusstsein: Das letzte Unterkapitel erklärt das Sendungsbewusstsein der USA als Verteidiger eines universellen Rechts, das eine Sonderrolle gegenüber anderen Staaten rechtfertigt.

3. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für einen differenzierteren transatlantischen Dialog.

Schlüsselwörter

Völkerrecht, USA, Außenpolitik, Souveränität, Unilateralismus, Multilateralismus, Internationale Beziehungen, Neokonservatismus, Realismus, Rechtskultur, Missionsbewusstsein, Völkervertragsrecht, Völkergewohnheitsrecht, Institutionen, Nationale Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe und widersprüchliche Verhalten der Vereinigten Staaten gegenüber dem internationalen Völkerrecht und den dahinterliegenden Begründungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die US-Position zu verschiedenen Völkerrechtsquellen, der Einfluss außenpolitischer Theorien, die Wirkung des politischen Systems sowie kulturelle Prägungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum die USA trotz ihrer Führungsrolle bei der Entstehung von Institutionen eine häufig kritisch-distanzierte Haltung gegenüber der völkerrechtlichen Bindung einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor kombiniert politikwissenschaftliche Analysen (insb. Theorien der Internationalen Beziehungen) mit juristisch geprägten Überlegungen zum Verhältnis von nationalem und internationalem Recht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse einzelner Völkerrechtsquellen sowie eine Untersuchung der Bestimmungsfaktoren, unterteilt in politikwissenschaftliche, institutionelle und kulturelle Aspekte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern gehören Völkerrecht, Souveränität, amerikanische Außenpolitik, Unilateralismus, internationale Institutionen und Rechtskultur.

Inwiefern beeinflusst der Föderalismus die Einhaltung des Völkerrechts?

Der Föderalismus erschwert die Einhaltung, da die Justizautonomie der Einzelstaaten dazu führen kann, dass völkerrechtliche Verpflichtungen des Bundes durch einzelstaatliches Handeln (z.B. bei der Vollstreckung der Todesstrafe) konterkariert werden.

Wie prägt das amerikanische "Missionsbewusstsein" das Völkerrechtsverständnis?

Es führt zu der Überzeugung, dass die USA als Garant von Freiheit und Recht agieren und ihre Interessen daher mit denen der Menschheit identisch sind, was eine Ausnahme von universellen Völkerrechtsnormen legitimiert.

Warum betrachten die USA internationale Institutionen oft mit Misstrauen?

Dies beruht auf der Sorge vor einem schleichenden Souveränitätsverlust und einer Aushöhlung der demokratischen Selbstbestimmung durch nicht demokratisch legitimierte "gesichtslose" internationale Bürokraten.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das amerikanische Verhältnis zum Völkerrecht
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Amerikanische Außenpolitik
Note
1,0
Autor
Eric Sangar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
32
Katalognummer
V55966
ISBN (eBook)
9783638507837
ISBN (Buch)
9783638664233
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verhältnis Völkerrecht Amerikanische Außenpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Sangar (Autor:in), 2005, Das amerikanische Verhältnis zum Völkerrecht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/55966
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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