Um mit Jugendlichen arbeiten zu können ist es notwendig sich vorab einen Eindruck über diese Lebensphase zu verschaffen. Es ist hilfreich sich an seine eigene Jugend zu erinnern und diese „Revue“ passieren zu lassen.
Eines ist sicher, wie kaum eine andere Phase des Lebens lässt sich diese als turbulent und bisweilen belastend, aber auch als besonders anregend und voller neuer Perspektiven beschreiben. Es ist die Lebensphase der intensiven Auseinandersetzung mit sich, also mit inneren, psychischen und physischen Aspekten, und mit der umgebenden äußeren und sozialen Umwelt.
Inhaltsverzeichnis
1. Lebensphase Jugend
1.1. Einleitung, die Lebensphase Jugend
1.2. Identitätssuche in der heutigen Gesellschaft
1.3. Erwartungen Jugendlicher an die Zukunft
1.4. Definition von Identität
1.5. Allgemeine Lebenssituation Jugendlicher
1.5.1. Entwicklung der eigenen Geschlechterrolle
1.5.2. Die psychosoziale Ablösung von den Eltern:
1.5.3. Entwicklung einer intellektuellen und sozialen Kompetenz:
1.5.4. Entwicklung eigener Handlungsmuster für die Nutzung des Konsummarktes, für die Gestaltung der Freizeit und den Umgang mit den Medien
1.5.5. Entwicklung eines Werte- und Normsystems und eines ethischen und politischen Bewußtseins
2. Gestalttherapie
2.1. Therapeutisches Verfahren: Gestalttherapie (nach Frederick Perls/ Patricia Baumgardner)
2.2. Planung von Interventionsstrategien
2.3. „Tree of Sience“ ( nach Petzold)
2.4. Therapeutische Methode: Kunsttherapie
2.5. Kunsttherapeutische Techniken; zwei Praxisbeispiele
I. Partnerübung
II. Workshop Actionpainting
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Gestalttherapie als Methode zur Unterstützung Jugendlicher bei der Identitätssuche während der komplexen Adoleszenzphase. Ziel ist es, den Jugendlichen dabei zu helfen, Gestaltungskompetenz aufzubauen, ihre innere Balance zu finden und durch kreative kunsttherapeutische Prozesse eine bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst zu fördern.
- Identitätsbildung in modernen, pluralistischen Gesellschaftsstrukturen
- Entwicklungspsychologische Aufgaben und Herausforderungen im Jugendalter
- Grundlagen und Menschenbild der Gestalttherapie nach Perls und Baumgardner
- Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit und Selbstverantwortung
- Praktische Implementierung von kunsttherapeutischen Interventionen
Auszug aus dem Buch
2.1 Therapeutisches Verfahren: Gestalttherapie (nach Frederick Perls/ Patricia Baumgardner )
„Das Individuum kann seine Lebensprobleme mit Erfolg selbst angehen durch bewußte Wahrnehmung seines Fühlens und Erlebens im Hier und Jetzt. Es steht in der persönlichen Verantwortung für sein Leben, sein Wachstum und seine Entfaltung.“ (Gösken 2001)
Dieses Menschenbild betont die Souveränität des Individuums im Hier und Jetzt, das heißt die Gestalttherapie ist keine Analyse der Vergangenheit. Vielmehr soll der Klient sich in seinem Tun direkt wahrnehmen und dies in sein Bewußtsein heben.
„Die Gestalttherapie widmet sich dem Menschen in einer Weise, die es ihm ermöglichen soll, in der Kraft verankert zu sein, die ihn konstituiert.“, die eigene Kraft, die ihn bestimmend, die ihm etwas ermöglicht. (Kierkegaard, 1986)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Lebensphase Jugend: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen und psychologischen Rahmenbedingungen der Adoleszenz, die durch Pluralisierung, Werteveränderungen und Identitätsunsicherheiten geprägt ist.
2. Gestalttherapie: Hier wird das theoretische und methodische Fundament der Gestalttherapie dargelegt, wobei der Fokus auf dem "Hier und Jetzt", der Eigenverantwortung und der Arbeit mit Kontakt und Wahrnehmung liegt.
Schlüsselwörter
Adoleszenz, Identitätssuche, Gestalttherapie, Kunsttherapie, Selbstwahrnehmung, Hier und Jetzt, Gestaltungskompetenz, Wertewandel, Entwicklungsaufgaben, Selbstverantwortung, Kontakt und Rückzug, Bewusstwerdung, Identitätsbildung, Psychosoziale Ablösung, Lebensphase Jugend.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie gestalttherapeutische Ansätze und kunsttherapeutische Methoden gezielt eingesetzt werden können, um Jugendliche bei ihrer Identitätssuche während der Adoleszenz zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der gesellschaftliche Wandel der Lebensphase Jugend, die Herausforderungen der Identitätsbildung sowie die theoretischen Prinzipien der Gestalttherapie und deren praktische Anwendung durch Kunst.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Jugendlichen Werkzeuge an die Hand zu geben, um ein bewussteres Bild von ihrem Selbst zu entwickeln und die Kompetenz zur Lebensgestaltung in einer komplexen Umwelt zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch entwicklungspsychologische und gesellschaftstheoretische Ansätze, ergänzt durch die Methodik der Gestalt-Kunsttherapie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Lebenssituation Jugendlicher, führt in die Konzepte der Gestalttherapie ein und beschreibt konkrete kunsttherapeutische Praxisbeispiele zur Förderung der Selbstwahrnehmung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adoleszenz, Identitätssuche, Gestalttherapie, Wahrnehmung und Gestaltungskompetenz definiert.
Welche Rolle spielt die Kunst im Therapieprozess?
Die Kunst dient als Medium, um innere Prozesse sichtbar und kommunizierbar zu machen, wodurch der Klient sein Erleben strukturiert und ein "Gegenüber" für die eigene Identitätsarbeit schafft.
Was bedeutet das "Hier und Jetzt" in der Gestalttherapie laut Text?
Es bedeutet, dass die Therapie nicht die Vergangenheit analysiert, sondern das aktuelle Empfinden und Handeln des Klienten fokussiert, um Verantwortung für das eigene Wachstum zu übernehmen.
- Arbeit zitieren
- Anja Klein (Autor:in), 2003, Gestalttherapie zur Identitätssuche in der Adolesenz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/55651