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Spiritualität im Fantasy-Genre

Titel: Spiritualität im Fantasy-Genre

Seminararbeit , 2006 , 13 Seiten , Note: 1,8

Autor:in: Thomas Brunner (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einführung: Das Genre der fantasy

Die Kinoerfolge der letzten Jahre sprechen eine deutliche Sprache. Die wirklich großen Erfolge lagen im Bereich der Fantasy. Dazu gehörten unter anderem: Der Herr der Ringe nach der Vorlage von J.R.R Tolkien, die Harry- Potter Verfilmungen nach J.K.Rowling, Die Chroniken von Narnia von C.S. Lewis und andere. Sie übertrafen dabei nicht nur die kommerziellen Erwartungen; ebenso überraschte die ungewöhnliche Resonanz auf das Fantasy- Genre. Scheinbar gibt es etwas, das die Menschen wieder mehr dazu bewegt phantastische Stoffe zu rezipieren. J.R.R Tolkien, der Autor von Der Herr der Ringe, sprach bei dieser Art von Faszination von applicability. Gemeint ist dabei nicht die zweckorientierte Anwendbarkeit, sondern das, „was den Leser an die Geschichte bindet, in der sich sein persönliches Erleben mit der Erzählung verknüpfen lässt.“1 Fantasy- Autoren lassen in ihren Texten eine völlig neue und eigenständige Umgebung entstehen. Sie tun dies auf unterschiedlichste Weise. Entwirft Tolkien eine ganz neue Welt (Mittelerde), neue Lebewesen und Sprachen, spielt Narnia vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges. Die Welt der Erwachsenen spielt in Narnia eine wichtige Rolle, wobei die Instanz der Autoritäten bei Tolkien gänzlich fehlt. Folglich spricht Lewis´ Werk Kinder, das Mittelerde- Epos eher Jugendliche und Erwachsene an. Thomas Binotto macht den Unterschied zwischen fantastischer Literatur für Kinder und Jugendlichen in seinem Artikel in der Neuen Züricher Zeitung folgendermaßen deutlich: „Dass hier [im Herr der Ringe] Gut und Böse aufeinander prallen und dass Entscheidungen gefordert sind, die kein Zurück mehr lassen- auch dieser unbedingte Idealismus macht das Epos für Jugendliche anwendbar.“2 Der Herr der Ringe sei eine Phantasie der Welteroberung und –gestaltung, die gleichzeitig den Abschied von der Elternwelt bedeute. Lewis erklärte das Bedürfnis nach fantastischer Literatur und deren Erfolg anders:

„Welcher vernünftige Mensch möchte nicht, wenn er könnte, jene unermüdliche Wissbegier, jene Intensität der Vorstellungskraft, jene Leichtigkeit, Unglauben zu überwinden, jenen unverdorbenen Appetit, jene Bereitschaft zum Staunen, zum Mitleid, zum Bewundern bewahren?“3

[...]

Leseprobe


Gliederung

1. Einführung: Das Genre der fantasy

2. Versuch einer Definition von Spiritualität

3. Der Begriff fantasy

3.1 Definition von fantasy

3.2 Arten der fantasy

3.3 Die Bedeutung des fantasy- Genres

4. Schnittstellen von Spiritualität und fantasy

5. Paradigmen von Spiritualität im fantasy- Genre

a) Romantische Märchen und Erzählungen

b) Conan

c) Pulp Fiction

6. Schlussreflexion

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Verbindung zwischen Spiritualität und dem Fantasy-Genre, um aufzuzeigen, wie moderne phantastische Stoffe als Ausdruck einer menschlichen Sehnsucht nach Sinnstiftung und transzendenten Dimensionen verstanden werden können.

  • Analyse des Fantasy-Begriffs und seiner verschiedenen Ausprägungen.
  • Erörterung von Spiritualität als existenzielle Grundhaltung des Menschen.
  • Untersuchung der Schnittstellen zwischen mythischen Narrativen und spiritueller Suche.
  • Fallbeispiele zur Veranschaulichung der spirituellen Dimension im Genre (Romantik, Conan, Pulp Fiction).
  • Reflektion über die Rolle christlicher Symbolik in einer zunehmend säkularisierten Unterhaltungskultur.

Auszug aus dem Buch

b) Conan

Conan der Barbar lebt in einer menschenfeindlichen Gegend hoch im eisigen Norden.12000 Jahre vor unserer Zeit, „als Barbarentum und Zivilisation erstmals aufeinander prallten.“ Conan vom Stamm der Cimmerier ist physisch ein Koloss, wie er im Buche steht, psychisch ein reiner Killer. Auf seiner Reise bekämpft er natürliche und übernatürliche Gegner wie Hexen, Vampire und Dämonen.

Erschaffen wurde die Comicfigur in den 1920er Jahren von Robert Ervin Howard. Er galt unter seinen Zeitgenossen als Exzentriker und Sonderling. Schon in seiner Schulzeit begann er sich phantastische Geschichten auszudenken. Um nicht mehr von seinen Mitschülern gehänselt zu werden, machte er Bodybuilding. Sein Verhältnis zum Vater war angespannt, seine Mutter liebte er abgöttisch, so Giesen in seinem Artikel. Als Howards Mutter ins Koma fiel und nur noch geringe Hoffnung auf Besserung bestand, nahm er sich, gerade 30-jährig das Leben. Seine ersten Geschichten verkaufte er 1924 an das Horror und fantasy- Magazin „Weird Tales“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Genre der fantasy: Das Kapitel beleuchtet den Erfolg des Fantasy-Genres und verweist auf die Bedeutung der „Applicability“ nach Tolkien, die den Leser emotional an die Erzählung bindet.

2. Versuch einer Definition von Spiritualität: Hier wird Spiritualität als existenzielle Grundhaltung definiert, die als Antwort auf die Suche nach tieferen Dimensionen in einer säkularisierten Welt verstanden werden kann.

3. Der Begriff fantasy: Dieser Abschnitt bietet verschiedene Definitionsansätze für Fantasy und kategorisiert die vielfältigen Spielarten des Genres, von klassischer Literatur bis zu modernen PC-Spielen.

3.1 Definition von fantasy: Eine Zusammenstellung verschiedener theoretischer Ansätze zur Abgrenzung von Fantasy als phantastischer Literatur.

3.2 Arten der fantasy: Ein Überblick über die historische Entwicklung und die verschiedenen Subgenres wie Heroic Fantasy, Sword & Sorcery oder Anderswelt-Geschichten.

3.3 Die Bedeutung des fantasy- Genres: Das Kapitel erörtert die Relevanz der Fantasy-Literatur als moderne Form der Re-Mythologisierung in einer unübersichtlich gewordenen Gegenwart.

4. Schnittstellen von Spiritualität und fantasy: Die Autorin identifiziert Mythos und Logos als verbindende Elemente zwischen Spiritualität und Fantasy, welche menschliche Grunderfahrungen verhandeln.

5. Paradigmen von Spiritualität im fantasy- Genre: Anhand von Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie sich Spiritualität implizit in romantischen Erzählungen, heldenhaften Barbarenmythen und modernen Filmen manifestiert.

6. Schlussreflexion: Eine abschließende Betrachtung, die betont, dass Fantasy durch die Verarbeitung traditioneller Symbolik die fortbestehende menschliche Suche nach Antworten auf existentielle Grundfragen widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Spiritualität, Fantasy, Mythos, Literatur, Religion, Re-Mythologisierung, Heldenreise, Sinnstiftung, Phantastik, Symbolik, Kulturgeschichte, Weltanschauung, Genreanalyse, Pulp Fiction, Conan.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen dem Fantasy-Genre und spirituellen Grundbedürfnissen des Menschen im Kontext der modernen Unterhaltungskultur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Spiritualität, der literaturwissenschaftlichen Einordnung von Fantasy und der Analyse von impliziter Religion in verschiedenen populärkulturellen Medien.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Fantasy-Stoffe trotz ihres oft unterhaltenden Charakters als Medium fungieren, in dem sich existentielle Fragen und eine quasi-religiöse Weltsicht manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich primär um eine qualitative Analyse und Literaturrecherche, die verschiedene theoretische Konzepte zur Fantasy und zur Spiritualität miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die historische Einordnung des Genres sowie eine Fallstudienanalyse anhand von romantischen Werken, Conan und Pulp Fiction.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Spiritualität, Mythos, Phantastik, Sinnsuche, christliche Symbolik und die Dekonstruktion von Werten.

Warum wird Conan als Beispiel für Spiritualität herangezogen?

Conan dient als Paradebeispiel für eine Zivilisationskritik, die in der Barbarei den Naturzustand sieht und somit ein starkes, wenn auch eigenwilliges spirituelles Gegenmodell zur Moderne entwirft.

Inwiefern spielt Pulp Fiction in dieser Analyse eine Rolle?

Obwohl es kein klassischer Fantasy-Film ist, verdeutlicht er anhand der Figur Jules Winnfield, wie moderne Erzählungen religiöse Motive und Vorsehungsglauben in einem säkularen Kontext neu deuten.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spiritualität im Fantasy-Genre
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,8
Autor
Thomas Brunner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V55160
ISBN (eBook)
9783638501880
ISBN (Buch)
9783638938464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spiritualität Fantasy-Genre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Brunner (Autor:in), 2006, Spiritualität im Fantasy-Genre, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/55160
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Leseprobe aus  13  Seiten
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