Die durch die vier „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“ (Besser unter dem Namen Hartz-Reformen bekannt) festgeschriebenen Reformen bringen auch für die Soziale Arbeit erhebliche Veränderungen mit sich. Diese Broschüre befasst sich daher mit der Frage ob Case Management- also eine Methode der Sozialen Arbeit- wirkungsvoll in der Beschäftigungsförderung eingesetzt werden kann. Nach einer knappen Erläuterung zum Ursprung und zum Wesen des Case Management (deutsch: Fallmanagement) wird das Menschenbild diskutiert, dass meines Ermessens der Gestaltung des zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGBII) zugrunde liegt. Anschließend wird ausgeführt in wie fern Case Management in die Job Center integrierbar ist bzw. bereits integriert wurde.
Inhaltsverzeichnis
- Zur Einleitung.
- Die Wurzeln des Case Management ......
- Case Management was ist das (überhaupt)?
- Ist Case Management in der Beschäftigungsförderung wirkungsvoll möglich?.
- Menschenbild...
- Kann Case Management unter diesen Bedingungen erfolgreich sein?.
- Case Management in der gegenwärtigen Praxis ...
- Für Case Management erforderliche Qualifikationen
- Schlussbemerkungen
- Literatur.......
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Referat befasst sich mit der Frage, ob Case Management als Methode der Sozialen Arbeit wirkungsvoll in der Beschäftigungsförderung eingesetzt werden kann. Dazu werden der Ursprung und das Wesen des Case Management erläutert, das Menschenbild des SGB II diskutiert und die Integration des Case Managements in die Jobcenter beleuchtet.
- Die Einsetzbarkeit von Case Management in der Beschäftigungsförderung
- Das Menschenbild des SGB II und seine Auswirkungen auf Case Management
- Die Integration des Case Managements in die Jobcenter
- Die Qualifikationen, die für Case Management erforderlich sind
- Die Ethischen Grundsätze des Case Managements im Spannungsfeld des SGB II
Zusammenfassung der Kapitel
In der Einleitung wird die Relevanz des Themas im Kontext der Reformen des Arbeitsmarktes hervorgehoben. Kapitel 2 beleuchtet den Ursprung des Case Managements in den USA und erläutert seine Grundprinzipien. Kapitel 2.1 geht genauer auf die Aufgaben und Funktionsweise des Case Managements ein, wobei die Bedeutung von Netzwerkkenntnissen und die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung des Klienten betont werden.
Schlüsselwörter
Case Management, Beschäftigungsförderung, SGB II, Menschenbild, Homo oeconomicus, Jobcenter, Sozialarbeit, Multiproblemlagen, Unterstützung, Vermittlung, Eingliederung, Qualifikationen, Netzwerk, Ethische Grundsätze.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Case Management im Kontext der Beschäftigungsförderung?
Case Management (Fallmanagement) ist eine koordinierte Methode der Sozialen Arbeit, um Menschen mit Multiproblemlagen individuell und ganzheitlich bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.
Welches Menschenbild liegt dem SGB II (Hartz IV) zugrunde?
Es wird oft das Modell des „Homo oeconomicus“ diskutiert, bei dem davon ausgegangen wird, dass Individuen primär durch ökonomische Anreize und Sanktionen steuerbar sind.
Kann Case Management in Jobcentern unter dem Prinzip „Fordern und Fördern“ funktionieren?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der helfenden Rolle der Sozialarbeit und der kontrollierenden Funktion der Jobcenter durch gesetzliche Vorgaben des SGB II.
Welche Qualifikationen benötigen Fallmanager in Jobcentern?
Erforderlich sind neben sozialrechtlichen Kenntnissen vor allem Netzwerkkenntnisse, Beratungskompetenz und die Fähigkeit zur multiprofessionellen Zusammenarbeit.
Was sind ethische Grundsätze des Case Managements?
Dazu gehören die Orientierung an der Selbstbestimmung des Klienten, Transparenz und eine Ressourcenorientierung, die oft im Konflikt mit starren Vermittlungsquoten stehen kann.
- Quote paper
- Thomas Schlenker (Author), 2005, Soziale Arbeit in der Beschäftigungsförderung. Case Management im Job Center, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54705