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Gottlieb Judejahn als Repräsentant des deutschen Faschismus in Wolfgang Koeppens Roman 'Der Tod in Rom'

Titel: Gottlieb Judejahn als Repräsentant des deutschen Faschismus in Wolfgang Koeppens Roman 'Der Tod in Rom'

Seminararbeit , 2002 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Hanka Loos (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, auf welche Weise die Figur des Gottlieb Judejahn in Koeppens Roman "Der Tod in Rom" als Repräsentant des deutschen Faschismus erscheint, wobei sowohl auf psychoanalytische Kategorien als auch auf Adornos Konzept des 'autoritären Charakters' zurückgegriffen wird. Zunächst werden diejenigen Passagen untersucht, die Judejahns Kindheitserfahrungen innerhalb einer autoritären Familienstruktur thematisieren. Die autoritäre Erziehung erscheint hier als Ursache seiner Ichschwäche, die er durch Aggressivität und Machtausübung zu kompensieren versucht. Anschließend wird Judejahns Verhältnis zur Macht analysiert, wobei das Militärische, das Sexualverhalten und die Bedienung niederer Instinkte im Vordergrund stehen. Hier erweist sich die Figur Judejahn als musterhaftes Beispiel eines autoritären Charakters. Abschließend wird die Bedeutung von Judejahns Tod untersucht, wobei festgestellt wird, dass ihm im Sterben Merkmale des Teuflischen zugewiesen werden. Es lässt sich also abschließend feststellen, dass die Figur Judejahn nicht als realistisch gestaltetes Individuum konzipiert ist, sondern vielmehr als Typus, als Inkarnation der nationalsozialistischen Ideologie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Judejahn als kleiner Gottlieb

2.1 Autoritäre Erziehung

2.2 Ödipus-Komplex

2.3 Angst und Minderwertigkeitskomplex

3. Judejahns Verhältnis zur Macht

3.1 Existenz im Militärischen

3.1.1 Uniform

3.1.2 Kaserne

3.1.3 Kommunikation

3.1.4 Autoritätsdenken

3.1.5 Das Töten

3.2 Sexualverhalten

3.2.1 Eva

3.2.2 Laura

3.2.3 Ilse Kürenberg

3.3 Bedienung niederer Instinkte

4. Judejahns Tod

5. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und strukturellen Hintergründe der Figur Gottlieb Judejahn in Wolfgang Koeppens Roman „Der Tod in Rom“ und analysiert ihn als Repräsentanten des deutschen Faschismus, wobei der Fokus auf seiner kindlichen Prägung, seinem Machtstreben und seinem Verhältnis zur Ideologie liegt.

  • Psychoanalytische Betrachtung der Kindheit und des Ödipus-Komplexes
  • Analyse des autoritären Charakters nach Theodor W. Adorno
  • Die Rolle von Uniform und Kaserne für das militärische Selbstverständnis
  • Machtausübung durch Gewalt, Sexualität und die Bedienung niederer Instinkte

Auszug aus dem Buch

3.1.5 Das Töten

Als NSDAP- und SS-Größe gehört das Töten für Judejahn zu seinem Leben. Schon in seiner Jugendzeit war er beteiligt am Freikorpskrieg, an den Annabergschlachten, den Spartakuskämpfen, den Kapptagen, und er gehörte der Genickschußpatrouille im Femewald an. Für seine gesamten Kriegsverbrechen ist Judejahn während der Nürnberger Prozesse 1945 und 1946 in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden, doch man fand Judejahn nicht, um die Strafe zu vollstrecken, was „ein klug und glücklich vermiedener Fehler [war], denn Judejahn war als Scheusal zur Wiederverwendung vorgemerkt, und Krieg ist ein böses Handwerk.“ Hieran ist zum einen ersichtlich, daß die Entnazifizierung im Nachkriegsdeutschland nicht konsequent durchgeführt wurde, zum anderen aber auch, daß Judejahn zunächst nur darauf wartet, daß seine Zeit wieder kommen wird, in der er erneut der große und mächtige Judejahn sein kann. In der Zwischenzeit bildet er in der arabischen Wüste Soldaten aus und besitzt so weiterhin Geld, Ansehen und eine Stellung. Doch für Waffeneinkäufe kehrt er zurück nach Deutschland und nimmt seine alten Verbindungen wieder auf; ein Zeichen dafür, daß nationalsozialistisches Gedankengut noch immer latent vorhanden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Forschungsfrage und der methodischen Herangehensweise, um Judejahn als faschistische Figur zu analysieren.

2. Judejahn als kleiner Gottlieb: Untersuchung der Kindheit und Erziehung als Basis für Minderwertigkeitskomplexe und psychische Instabilität.

3. Judejahns Verhältnis zur Macht: Analyse der militärischen Existenz, des Autoritätsdenkens sowie der sexualisierten Gewalt als Mittel zur Machtausübung.

4. Judejahns Tod: Betrachtung der Konsequenzen aus der Machtlosigkeit und dem Scheitern Judejahns innerhalb seiner eigenen faschistischen Logik.

5. Schlußbemerkung: Zusammenfassung der Ergebnisse, die Judejahn als perfide Verkörperung des Faschismus bestätigen.

Schlüsselwörter

Gottlieb Judejahn, Wolfgang Koeppen, Der Tod in Rom, deutscher Faschismus, Autoritäre Erziehung, Ödipus-Komplex, Theodor W. Adorno, Machtausübung, Autoritätscharakter, Militär, Nationalsozialismus, Sexualverhalten, Gewalt, Identitätsverlust, psychologische Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Figur des Gottlieb Judejahn in Wolfgang Koeppens Roman „Der Tod in Rom“ und untersucht, wie dieser als Repräsentant des deutschen Faschismus charakterisiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die autoritäre Sozialisation, die militärische Existenz, das Sexualverhalten als Machtinstrument sowie die psychologische Verarbeitung von Ideologien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, nachzuweisen, dass Judejahns Handeln und seine Persönlichkeit tief in seiner Kindheit verwurzelt sind und er den idealtypischen „autoritären Charakter“ im Sinne von Adorno darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf psychoanalytische Ansätze (Sigmund Freud), die Faschismusanalyse von Theodor W. Adorno sowie soziologische und existenzielle Interpretationsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Kindheit (der „kleine Gottlieb“), die Rolle von Macht und Militär, das gewalttätige Sexualverhalten und die Bedienung niederer Instinkte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Faschismus, Autoritätsglaube, Minderwertigkeitskomplex, Machtausübung und nationalsozialistische Ideologie.

Welche Rolle spielt der Ödipus-Komplex für Judejahn?

Der Ödipus-Komplex erklärt die lebenslange Unterwürfigkeit gegenüber Autoritäten und die Unfähigkeit zur Ausbildung eines eigenen Über-Ichs bei Judejahn.

Warum ist das Töten für die Figur Judejahn so zentral?

Das Töten dient Judejahn als Ersatz für seine fehlende Identität und Machtlosigkeit; durch den Tod anderer versucht er, seiner eigenen Todesangst und existenziellen Bedeutungslosigkeit zu entkommen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gottlieb Judejahn als Repräsentant des deutschen Faschismus in Wolfgang Koeppens Roman 'Der Tod in Rom'
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Deutsche und Niederländische Philologie)
Veranstaltung
Koeppens Romane der fünfziger Jahre
Note
1,7
Autor
Hanka Loos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
25
Katalognummer
V54616
ISBN (eBook)
9783638497763
ISBN (Buch)
9783638683197
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gottlieb Judejahn Repräsentant Faschismus Wolfgang Koeppens Roman Koeppens Romane Jahre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hanka Loos (Autor:in), 2002, Gottlieb Judejahn als Repräsentant des deutschen Faschismus in Wolfgang Koeppens Roman 'Der Tod in Rom', München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54616
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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