Puma ist in unserer heutigen Zeit eine Kultmarke geworden, die vom Straßenbild nicht mehr hinwegzudenken ist. Längst ist Puma keine reine Sportmarke mehr, sondern eine Sportlifestylemarke. Dieses Unternehmen strahlt Innovation, Stärke und das richtige Gespür für Trends aus und gibt dem Träger die Möglichkeit seinen eigenen Style zu finden. Das Raubkatzenlogo des Unternehmens hat sich in die Lebensstile der Jugendlichen integriert und gleichzeitig durch Kooperationen mit Designern eine Nische für die gehobenen Szeneleute gefunden.
Ich möchte mich im Rahmen meiner Arbeit mit dem historischen Werdegang des Unternehmens Puma befassen, wobei ich meinen Schwerpunkt auf wichtige Eckdaten beschränke und nicht einzeln, auf beispielsweise jede errungene Medaille in Pumakleidung eingehen werde.
Anschließend werde ich auf die neue Unternehmensstrategie Pumas eingehen, um darzustellen, welche Fortschritte das Unternehmen die letzten zehn Jahre gemacht hat. Da die technologischen Erfolge und ganz besonders die unterschiedlichen Kooperationen mit Designern, einen sehr großen Stellenwert dabei einnehmen, werde ich darauf im Folgenden eingehen.
Im dem letzen Abschnitt der Arbeit befasse ich mich mit der Sneaker-Culture. Insbesondere mit ihrem Ursprung in den USA, ihrer Funktion in der Modekultur, neuen Trends und wie sie zum Ausdruck in der heutigen Zeit kommt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der historische Werdegang von dem Unternehmen Puma
2.1. Die neue Unternehmensstrategie
3. Technologische Erfolge und Kooperationen
4. Die Sneaker- Culture
5. Schlussbemerkung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Werdegang des Unternehmens Puma, die strategische Neuausrichtung unter Jochen Zeitz sowie die soziologische Bedeutung der Sneaker-Culture in der modernen Modewelt.
- Historische Entwicklung des Unternehmens Puma und der Dassler-Brüder.
- Analyse der dreiphasigen Unternehmensstrategie zur Marktführerschaft.
- Technologische Innovationen und einflussreiche Designer-Kooperationen.
- Der Aufstieg des Sneakers vom Sportartikel zum modischen Lifestyle-Objekt.
- Die soziologische Rolle von Sneakern als Identitätsmerkmal in Subkulturen.
Auszug aus dem Buch
4. Die Sneaker- Culture
Das ein Sportschuh längst nicht mehr nur auf dem Sportplatz oder in Turnhallen gehört, sondern auch auf den Catwalks der Welt, in Videoclips/Kinofilmen und auf der Straße zu sehen ist, zeigt wie wichtig er für unsere Modekultur geworden ist. Er hat im groben seine Funktionalität verloren und entwickelt sich zunehmend zum durchgestylten Turnschuh, zum trendigen Kleidungsstück, welches von jedem getragen werden kann und zu jedem Zeitpunkt angesagt ist. Längst ist sein Zweck vergessen und immer wichtiger werden das Design, die Farbgestaltung und das Logo.
Besonders unter Jugendlichen werden Sneaker gerne getragen, da der enorme Detailreichtum und die Vielzahl vorhandener Stilelemente es ihnen erlauben sich von anderen abzugrenzen und zu unterscheiden. Sie zeigen aber auch gleichzeitig die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Es wird eine Art Distinktionsgewinn durch den Turnschuh erreicht. Ein frühes Beispiel dafür, zeigte sich Mitte der 80er Jahre in der Hip Hop Szene und in den Straßen Amerikas, wo Gangs sich anhand von Sprache, Musik aber auch durch Kleidung voneinander unterschieden. Wenn jemand Nikes, Adidas oder Pumas trug, zeigte er damit seiner Umwelt, zu welcher Gruppe er gehörte und damit welchen Lebensstil er verfolgte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Transformation von Puma von einer reinen Sportmarke zu einer führenden Sportlifestylemarke ein und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Der historische Werdegang von dem Unternehmen Puma: Das Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte der Firma durch die Brüder Dassler, ihre anfänglichen Erfolge und die spätere Aufspaltung in die Unternehmen Adidas und Puma.
2.1. Die neue Unternehmensstrategie: Hier wird die Restrukturierung des Unternehmens durch Jochen Zeitz analysiert, die maßgeblich zum Wandel von der Krise zur globalen Trendmarke beigetragen hat.
3. Technologische Erfolge und Kooperationen: Dieses Kapitel beleuchtet die technologischen Meilensteine von Puma sowie die strategisch wichtigen Partnerschaften mit bekannten Designern wie Jil Sander und Philippe Starck.
4. Die Sneaker- Culture: Die soziokulturelle Bedeutung des Turnschuhs als Identifikationssymbol und modisches Kulturgut wird hier unter besonderer Berücksichtigung jugendlicher Lebensstile und Internet-Communities untersucht.
5. Schlussbemerkung: Die Autorin resümiert die Schwierigkeiten bei der Recherche zu stilistischen Details und reflektiert über die beeindruckende Wandlung Pumas vom Sanierungsfall zum Marktführer.
Schlüsselwörter
Puma, Sportlifestylemarke, Unternehmensstrategie, Jochen Zeitz, Jil Sander, Philippe Starck, Sneaker-Culture, Retro-Style, Modekultur, Branding, Design-Kooperationen, Subkultur, Distinktionsgewinn, Sportartikel, Trendforschung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Transformation der Marke Puma vom traditionellen Sportschuhhersteller zur globalen Sportlifestylemarke und beleuchtet die damit verbundene soziologische Bedeutung der Sneaker-Kultur.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den historischen Werdegang des Unternehmens nachzuzeichnen, die strategischen Erfolgsfaktoren unter Jochen Zeitz zu identifizieren und die Rolle des Sneakers als modisches Ausdrucksmittel zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt primär eine explorative Literatur- und Quellenanalyse, ergänzt durch eine Untersuchung zeitgenössischer Entwicklungen und medialer Diskurse zur Markenentwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Unternehmensgeschichte der Dassler-Brüder, die strategische Markenrepositionierung seit den 1990er Jahren, technologische Innovationen sowie die soziokulturellen Aspekte von Lifestyle-Produkten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Historie, die strategische Neuausrichtung, technologische Fortschritte und Designerkooperationen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Sneaker-Kultur und ihren Anhängern.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den prägenden Begriffen gehören Markenwandel, Sportlifestyle, Designer-Kooperationen, Trendsetter, Subkultur und Distinktionsgewinn durch Mode.
Warum war die Zusammenarbeit mit Jil Sander so entscheidend für Puma?
Die Kooperation mit Jil Sander markierte einen Meilenstein, da sie als eine der ersten Designerinnen "Fashion-Sneaker" auf den Laufsteg brachte und damit den Übergang vom reinen Sportartikel zum Lifestyle-Produkt einläutete.
Welche Rolle spielt das Internet für die Sneaker-Culture laut der Autorin?
Das Internet fungiert als zentrales Medium für die Community, in dem Sammlungen präsentiert, Trends ausgetauscht und fachliche Rezensionen zu Design und Ästhetik neuer Modelle geteilt werden.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Grotsch (Autor:in), 2005, Das Unternehmen Puma und die Sneaker- Culture, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54302