Diese Arbeit thematisiert die Auswirkung von Kultur auf den Handel zwischen Nationen. Die zentrale Frage in diesem Papier ist wie bilaterale kulturelle Unterschiede entstehen und wie diese gemessen werden können. Insbesondere wird untersucht inwieweit Kultur Einfluss auf den Handel nimmt oder nicht. Für die obige Frage ist es notwendig zu verstehen, wie Kultur bestimmt wird und welche bestimmten Attribute Sie aufweist. Deswegen bietet diese Arbeit Informationen darüber, wie Kultur bisher ermittelt wurde und wie es gemessen wird. Zum Beispiel wird aufgeführt, dass kulturelle Nähe zu einem Land die Anzahl an heimischen
Direktinvestitionen in das Ausland erhöhen. Der Effekt wurde anhand des Handels von kulturellen Gütern zwischen zwei Staaten gemessen. Außerdem wird gezeigt wie die Eurovision Song Contest (ESC) Ergebnisse dafür dienen, kulturelle Nähe zu bestimmen.
Das Gravitationsmodell ist Grundlage und spielt eine wichtige Rolle um Handelsvolumina zu messen. Anhand eines Beispiels des Handels zwischen der USA und europäischen Staaten wird das Modell verdeutlicht. Später in diesem Bericht wird der Einfluss von Kultur auf den Handel quantifiziert. Es wird auch der Effekt von ESC Ergebnissen und koethnischen Netzwerken auf den Handel analysiert. Darüber hinaus wird gezeigt, dass der Handel von diversifizierten Gütern abhängiger ist von kultureller Ähnlichkeit, als das es homogene Güter sind.
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung
1.1 Vertrauen zwischen Europäischen Managern
2.0 Das Gravitationsmodell
3.0 Kultur
3.1 Definition
3.2 Asymmetrie in kulturellen Beziehungen
4.0 Der Effekt von Kultur auf ausländische Direktinvestitionen
4.1 Wie Eurovision Song Contest Ergebnisse den bilateralen Handel beeinflussen
4.2 Der Einfluss von ethnischen Netzwerken auf den Handel
5.0 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen kultureller Unterschiede auf den internationalen Handel zwischen Nationen. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie kulturelle Nähe definiert, gemessen und als erklärende Variable in das Gravitationsmodell des bilateralen Handels integriert werden kann, um Handelsströme und ausländische Direktinvestitionen besser zu verstehen.
- Grundlagen des Gravitationsmodells im internationalen Handel
- Methodische Ansätze zur Messung kultureller Nähe
- Einfluss von Kultur auf ausländische Direktinvestitionen (FDI)
- Analyse kultureller Asymmetrien in internationalen Handelsbeziehungen
- Bedeutung ethnischer Netzwerke für den Güteraustausch
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition
“[…] we define culture as those customary beliefs and values that ethnic, religious, and social groups transmit fairly uncharged from generation to generation.” (Guiso et al., 2006, p.23)
Dieses Zitat ist eine kurze Zusammenfassung der Definition von Kultur. Kultur wird definiert als Gewohnheiten und Werte, welche von bestimmten ethnischen, religiösen und sozialen Gruppen, ohne größere Probleme, von Generation zu Generation weitergegeben werden (Guiso et al., 2006, p. 23). Es handelt sich bei der Definition nicht um eine umfassende Beschreibung von Kultur, sondern Sie fokussiert jene Aspekte, die den wirtschaftlichen Output beeinflussen können (Guiso et al., 2006, p.24). Verglichen mit sozialen Strukturen, haben Individuen relativ weniger Einfluss auf ihre Kultur. Man kann seine Ethnie, Rasse oder Familie nicht selbst bestimmen und nur mit Mühen kann man in eine andere Kultur wechseln oder seine Religion ändern. Da diese Mühen bestehen, ist Kultur zunächst als etwas “Gegebenes” zu sehen (vgl. Becker, 1996, p.16).
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, wie Kultur den Handel beeinflusst, und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Messbarkeit bilateraler kultureller Unterschiede.
1.1 Vertrauen zwischen Europäischen Managern: Dieses Kapitel verdeutlicht anhand von Vertrauenswerten, wie kulturelle Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Nationen die Wahrnehmung von Managern untereinander prägen.
2.0 Das Gravitationsmodell: Hier wird das physikalisch inspirierte Gravitationsmodell vorgestellt, welches Handelsvolumina in Abhängigkeit von wirtschaftlicher Größe und geografischer Distanz erklärt.
3.0 Kultur: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Kultur für den Handel und bereitet die theoretischen Grundlagen für die spätere Messung kultureller Nähe vor.
3.1 Definition: Dieser Abschnitt definiert Kultur als wertebasierte Gewohnheiten, die über Generationen hinweg innerhalb sozialer Gruppen weitergegeben werden.
3.2 Asymmetrie in kulturellen Beziehungen: Es wird untersucht, dass kulturelle Nähe zwischen zwei Staaten nicht zwangsläufig symmetrisch sein muss, sondern einseitig unterschiedlich wahrgenommen werden kann.
4.0 Der Effekt von Kultur auf ausländische Direktinvestitionen: Dieses Kapitel analysiert quantitativ, wie kulturelle Ähnlichkeit als Determinante in ein erweitertes Gravitationsmodell für Investitionsprojekte einfließt.
4.1 Wie Eurovision Song Contest Ergebnisse den bilateralen Handel beeinflussen: Es wird dargelegt, inwieweit ESC-Ergebnisse als Proxy zur Messung kultureller Nähe dienen können und welche Auswirkungen dies auf den Handel mit differenzierten Gütern hat.
4.2 Der Einfluss von ethnischen Netzwerken auf den Handel: Hier wird erörtert, wie ethnische Netzwerke durch den erleichterten Informationsaustausch Handelshemmnisse reduzieren und den Export fördern.
5.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kultur eine essenzielle, messbare Variable für das Gravitationsmodell ist und plädiert für einen stärkeren Fokus auf kulturelle Daten in der ökonomischen Analyse.
Schlüsselwörter
Gravitationsmodell, kulturelle Nähe, internationaler Handel, ausländische Direktinvestitionen, FDI, kulturelle Ähnlichkeit, Handelsvolumen, ethnische Netzwerke, Vertrauen, Bilateraler Handel, ökonomische Literatur, Kulturdefinition, wirtschaftliche Größe, Diversifizierte Güter, Proxy.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Faktoren auf den internationalen Handel und wie diese Einflüsse ökonomisch messbar gemacht werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernbereichen gehören das Gravitationsmodell des Handels, die Definition und Quantifizierung von kultureller Nähe sowie die Auswirkungen ethnischer Netzwerke und kultureller Präferenzen auf Investitionen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, wie bilaterale kulturelle Unterschiede entstehen, wie sie gemessen werden können und in welchem Maße sie das Handelsvolumen zwischen Nationen beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Ansätze, die das Standard-Gravitationsmodell des Handels um kulturelle Variablen wie genetische Distanz, religiöse Gemeinsamkeiten oder kulturelle Güterströme erweitern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung des Gravitationsmodells, der Definition von Kultur, der Analyse asymmetrischer kultureller Beziehungen und der empirischen Untersuchung von Effekten auf FDI und Güterhandel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gravitationsmodell, kulturelle Nähe, ausländische Direktinvestitionen (FDI), bilateraler Handel und ethnische Netzwerke.
Wie kann der Eurovision Song Contest wissenschaftlich genutzt werden?
Die Autoren nutzen die Abstimmungsergebnisse des Wettbewerbs als Proxy für die Messung kultureller Nähe zwischen Ländern, um deren Einfluss auf den Handel mit differenzierten Gütern zu analysieren.
Warum spielt die Asymmetrie in kulturellen Beziehungen eine Rolle?
Die Asymmetrie verdeutlicht, dass die Attraktivität einer Kultur nicht wechselseitig gleich sein muss; ein Land kann die Kultur eines anderen als sehr attraktiv empfinden, während dies in umgekehrter Richtung nicht der Fall sein muss.
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- Anonym (Author), 2019, Der Einfluss von Kultur auf den bilateralen Handel, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/542822