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Notlösung oder einzige Rettung? Die Berliner Herbert-Hoover Schule zeigt ein etwas anderes Konzept des Zweitspracherwerbs

Title: Notlösung oder einzige Rettung? Die Berliner Herbert-Hoover Schule zeigt ein etwas anderes Konzept des Zweitspracherwerbs

Seminar Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sandy Quartey (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language

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„Deutsch ist Pflicht!“, diese Regeln trafen Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam an der Herbert-Hoover-Schule in Berlin-Wedding.
Was sich zunächst eher nach einem Zwang für die Schüler, die mehrheitlich einen Migrationshintergrund haben, anhört, wurde von allen Parteien, die dem schulischen System an dieser Realschule angehören, einvernehmlich beschlossen. In der Öffentlichkeit trat diese „Selbstjustiz“ eine Welle des Protestes und der Entrüstung aus.
Politiker, Ministerien für Bildung, Eltern und Institute für Sprachen und Sprachforschung, wie das „Institut für deutsche Sprache“ meldeten sich zu Wort und kritisierten mit unterschiedlichsten Argumenten das Vorgehen an dieser Realschule. Mit meiner Arbeit möchte ich mich an dieser Diskussion beteiligen und nicht nur einen Blick auf den oben genannten Fall werfen, sondern auch auf die generelle Situation in Deutschland. Dafür ziehe ich Befunde der PISA-Studie heran und werfe einen Blick auf die Ergebnisse von ausländischen Schülern. Es wird interessant sein herauszufinden, in welchen Städten und Bezirken die schlechtesten Resultate erzielt worden sind und zu erklären, warum gerade an der Herbert-Hoover-Schule ein solches Konzept erstellt wurde.
Im zweiten Teil meiner Arbeit möchte ich den Fokus auf den linguistischen Aspekt solcher Regelungen wie in Berlin werfen. Hinsichtlich des Zweitspracherwerbs und der allgemeinen Sprachkompetenz muss hinterfragt werden, ob es überhaupt sinnvoll ist, Deutsch auch während der Pausen auf dem Schulhof verbindlich zu machen.
Abschließend wird auch zu klären sein, in welchem rechtlichen Rahmen dieses Projekt überhaupt stattfinden darf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziokulturelle Verhältnisse und Lernstandserhebungen in Deutschland

3. Reaktionen, Lösungsvorschläge und erhoffte Ziele zur aktuellen Lage

4. Gegenüberstellung von getroffenen Maßnahmen und Befunden der Forschung zum Zweitspracherwerb

5. Rechtliche Überprüfung der neuen Hausordnung an der Herbert-Hoover-Schule

6. Persönliche Einschätzung der getroffenen Maßnahmen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das kontroverse Konzept der "Deutschpflicht" an der Herbert-Hoover-Schule in Berlin-Wedding vor dem Hintergrund der allgemeinen Integrations- und Bildungssituation in Deutschland. Ziel ist es, die pädagogische Sinnhaftigkeit und rechtliche Zulässigkeit einer solchen Maßnahme kritisch unter Einbeziehung linguistischer Forschungsergebnisse und PISA-Daten zu hinterfragen.

  • Analyse der soziokulturellen Ausgangslage und Bildungsbenachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund.
  • Diskussion bildungspolitischer Reaktionen auf die PISA-Studienergebnisse.
  • Linguistische Bewertung des Zweitspracherwerbs und der Problematik der "doppelseitigen Halbsprachigkeit".
  • Prüfung der Vereinbarkeit einer schulischen Deutschpflicht mit dem Grundgesetz.
  • Kritische Reflexion der "Deutschpflicht" als politisches Instrument.

Auszug aus dem Buch

4. Gegenüberstellung von getroffenen Maßnahmen und Befunden der Forschung zum Zweitspracherwerb

Im Detail äußern sich die Regelungen an der Herbert-Hoover-Schule wie folgt: Deutsch ist während der Schulzeit Verkehrssprache. Der Deutschunterricht wurde von vier auf sechs Stunden pro Woche ausgeweitet und findet nur noch in kleinen Gruppen statt. Der eigentliche Grund dafür war es, den Jugendlichen später bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Eine überraschende Tatsache ist vielleicht, dass die Anmeldungen stark zugenommen haben. Dies erklärt die Rektorin damit, dass nicht das „Verbot“ die Schule so attraktiv mache, sondern die Möglichkeit überhaupt gut Deutsch zu lernen. Auch wenn alle Beteiligten gleichermaßen in die „Deutschpflicht“ eingewilligt haben mögen, so scheint es doch, dass das damit verbundene Sprachverbot aller anderen Sprachen, die bei dem Großteil der Schüler die Muttersprachen sind, aus pädagogischer Sicht auch kritisch gesehen werden muss.

Bei meiner Recherche nach geeigneter Literatur zum Thema „Zweitspracherwerb“ stieß ich nun auf das Problem, dass meistens nur der Fremdsprachenerwerb von deutschen Lernern, die eine neue Sprache lernen wollen, untersucht wurde. Für die meisten Schüler ist aber Deutsch die L2-Sprache und dazu gibt es noch nicht viele Untersuchungen und Berichte. Vielleicht liegt es daran, dass sich zumindest die deutsche Sprachwissenschaft in diesem Teilgebiet eher auf den Spracherwerb deutscher Lerner konzentriert hat, weil das Fremdsprachenlernen der eigenen Bevölkerung einfach prominenter ist als der Zweitspracherwerb einer Minderheit in Deutschland. Andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass zu Beginn der ersten größeren Einwanderungswellen in den 60er Jahren, keine Möglichkeit bestand dieses Feld genauer zu untersuchen, da die Sprachwissenschaft von der Empirie lebt und man anfangs nur wenige Probanden für entsprechende Beobachtungen heranziehen konnte.

Bei meiner Literaturauswahl ist mir dann aufgefallen, dass jede Quelle, die für meine Diskussion geeignet schien, sich eher mit dem „fortgeschrittenen“ Zweitspracherwerb der zweiten und dritten Generation von Migranten beschäftigte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Falls Herbert-Hoover-Schule und der Zielsetzung der Arbeit, die sich kritisch mit der Deutschpflicht im Kontext der deutschen Bildungssituation auseinandersetzt.

2. Soziokulturelle Verhältnisse und Lernstandserhebungen in Deutschland: Darstellung der schwierigen Bildungslage für Jugendliche mit Migrationshintergrund anhand von PISA-Daten und soziokulturellen Rahmenbedingungen.

3. Reaktionen, Lösungsvorschläge und erhoffte Ziele zur aktuellen Lage: Überblick über bildungspolitische Reaktionen sowie die schulinterne Motivation zur Einführung der Deutschpflicht.

4. Gegenüberstellung von getroffenen Maßnahmen und Befunden der Forschung zum Zweitspracherwerb: Fachliche Einordnung der Deutschpflicht und Diskussion über die Herausforderungen des fortgeschrittenen Zweitspracherwerbs.

5. Rechtliche Überprüfung der neuen Hausordnung an der Herbert-Hoover-Schule: Erörterung der Vereinbarkeit des Sprachverbots mit den grundgesetzlich geschützten Freiheitsrechten der Schüler.

6. Persönliche Einschätzung der getroffenen Maßnahmen: Abschließende kritische Bewertung der Deutschpflicht als notwendiger Weckruf für die Politik, bei gleichzeitigem Vorbehalt hinsichtlich ihrer nachhaltigen pädagogischen Wirkung.

Schlüsselwörter

Deutschpflicht, Zweitspracherwerb, Herbert-Hoover-Schule, PISA-Studie, Integration, Migration, Sprachwissenschaft, doppelseitige Halbsprachigkeit, Schulpolitik, Bildungsbenachteiligung, Sprachunterricht, Grundgesetz, Fossilierung, Sprachkompetenz, Schulleistungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der kontrovers diskutierten Einführung einer „Deutschpflicht“ an der Herbert-Hoover-Realschule in Berlin-Wedding und prüft diese Maßnahme auf ihre pädagogische Sinnhaftigkeit und rechtliche Zulässigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Zweitspracherwerb bei Migranten, die PISA-Ergebnisse in Deutschland, die schulische Integration, der linguistische Hintergrund des Spracherwerbs sowie die verfassungsrechtliche Bewertung von Sprachverboten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob ein Sprachverbot auf dem Schulhof ein taugliches Instrument zur Verbesserung der Sprachkompetenz und Integration ist, oder ob es eher kontraproduktive Auswirkungen auf die Identität der Schüler hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die PISA-Daten auswertet, linguistische Theorien zum Zweitspracherwerb (z.B. von Gerd Antos) heranzieht und den Fall mit verfassungsrechtlichen Grundlagen abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziokulturelle Ausgangslage, die politischen Reaktionen auf Bildungsmängel, die linguistische Einordnung der Maßnahmen sowie die rechtliche Prüfung der Hausordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Deutschpflicht, Zweitspracherwerb, Integration, doppelseitige Halbsprachigkeit und Schulerfolg.

Warum wird der Begriff „doppelseitige Halbsprachigkeit“ verwendet?

Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Jugendliche nach dem Austritt aus dem Schulsystem oftmals weder ihre Herkunftssprache noch die deutsche Sprache auf einem vollumfänglichen Niveau beherrschen.

Wie steht die Autorin zur Deutschpflicht an der Hoover-Schule?

Die Autorin sieht die Maßnahme kritisch: Einerseits erkennt sie die Effizienz als „Weckruf“ für die Schulpolitik an, andererseits warnt sie vor einer nachhaltig fehlenden pädagogischen Wirkung, da eine reine Verbotskultur die Sprachkompetenz kaum fördere.

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Details

Title
Notlösung oder einzige Rettung? Die Berliner Herbert-Hoover Schule zeigt ein etwas anderes Konzept des Zweitspracherwerbs
College
University of Wuppertal
Course
Proseminar "Sprachkontakt"
Grade
1,7
Author
Sandy Quartey (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V54270
ISBN (eBook)
9783638495172
ISBN (Book)
9783656277392
Language
German
Tags
Notlösung Rettung Berliner Herbert-Hoover Schule Konzept Zweitspracherwerbs Proseminar Sprachkontakt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandy Quartey (Author), 2006, Notlösung oder einzige Rettung? Die Berliner Herbert-Hoover Schule zeigt ein etwas anderes Konzept des Zweitspracherwerbs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54270
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