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Berufsbezogenes Studieren – im Spannungsfeld von gesellschaftlichem „Sollen", studentischem „Wollen“ und universitärem „Können“

Title: Berufsbezogenes Studieren – im Spannungsfeld von gesellschaftlichem „Sollen", studentischem „Wollen“ und universitärem „Können“

Diploma Thesis , 2000 , 159 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jörg Latuske (Author)

Sport - Sport Economics, Sport Management

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Summary Excerpt Details

Das Interesse zum vorliegenden Thema entsprang meinen Erfahrungen als Mitarbeiter in der Studienberatung im Studiengang Sportwissenschaft, in deren Rahmen ich Ansprechpartner für unterschiedliche Problematiken und Meinungen von Studierenden und Mitarbeitern zu Struktur und Inhalten des Studiengangs war. Aus den gesammelten Erfahrungen entstand die Idee der vorliegenden Arbeit, das „reale“ Tätigkeitsfeld Sport mit den „subjektiven Wirklichkeiten“ Studierender über dieses Tätigkeitsfeld zu vergleichen. Die vorhandenen Diskrepanzen zeigen Wege auf, die universitäre Ausbildung gehen kann, um eine höhere Konsistenz zwischen den Anforderungen des Tätigkeitsfeldes, den Vorstellungen Studierender und ihren eigenen, universitären Ansprüchen zu erreichen.
Die Arbeit basiert auf der systemischen, konstruktivistischen Pädagogik; der Grundannahme also, dass es kein „objektives“ Wissen gibt, sondern sich Wissen immer erst im Kopf des Lernenden selbst organisiert. In diesem Zusammenhang wird auf die derzeitige Diskussion um Wissensvermittlung eingegangen. Die Ausführungen ranken sich dabei weniger um die jeweiligen fachspezifischen Inhalte - die aufgrund rapide fortschreitender technischer Entwicklungen und der damit verbundenen immer kürzeren „Halbwertszeit des Wissens“ ständig neu bestimmt werden müssten - sondern um Prozessorientierung des Lernens und der Herauslösung des Lernens aus seinem Lernkontext. Dieser Prozess des Herauslösens ist letztendlich das, was einen Wissenstransfer ermöglicht und Wissen universell anwendbar macht.

Im ersten Teil der Arbeit wird ein relativ „objektives“ Bild gesellschaftlicher Anforderungen an universitäre Berufsausbildung (gesellschaftliches „Sollen“) gezeichnet, denen im zweiten Teil der Arbeit die subjektiven Sichtweisen Studierender (studentisches „Wollen“) des Diplomstudiengangs Sportwissenschaft gegenüber gestellt werden.
Auf Grundlage dieser Diskrepanzen wird im dritten Teil der Arbeit versucht Möglichkeiten universitärer Ausbildung zu skizzieren, mit denen (vor dem Hintergrund eigener eingeschränkter finanzieller und personeller Ressourcen) die Unterschiede zwischen den Anforderungen des Arbeitsmarktes und den Berufsvorstellungen Studierender angleichen und damit „Berufsbezogenes Studieren“ ermöglichen kann (universitäres „Können“).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Forschungsstand

I.2 Funktion und Bedeutung der Erwerbsarbeit für das Subjekt

I.3 Berufsbezogenes Studieren

I.4 Studierende und ihre Umwelt

I.5 Das Modell des Radikalen Konstruktivismus

II. Gesellschaftliches „Sollen“

II.1 Das Tätigkeitsfeld Sport

II.1.1 Systematisierung

II.1.1.1 Tätigkeitsstatus und Beschäftigungsformen

II.1.1.2 Ausbildungsträger

II.1.1.3 Qualifikationsanforderungen

II.2 Arbeitsmarktentwicklungen

II.3 Wirtschaftliche Entwicklungen

II.4 Gesellschaftliche Entwicklungen

II.4.1 Auswirkungen auf die Anforderungsstruktur

II.5 Zusammenfassung

III. Studentisches „Wollen“

III.1 Methodik

III.1.1 Qualitative Forschung

III.2 Untersuchungsdesign

III.2.1 Wahl der Untersuchungsgruppe

III.2.2 Untersuchungsdurchführung

III.3 Datenauswertung

III.4 Ergebnisse

III.4.1 Wahl des Studienschwerpunktes

III.4.2 Berufsvorstellungen

III.4.3 Entwicklung der Berufsvorstellungen

III.4.4 Probleme der Berufsverwirklichung

III.4.5 Aktivitäten zur Vorbereitung des Berufseinstiegs

IV. Universitäres „Können“

IV.1 Schlüsselqualifikationen

IV.2 Kognitionspsychologische Ansätze

IV.2.1 Anchored Instruction-Ansatz

IV.2.2 Cognitive Apprenticeship-Ansatz

IV.2.3 Cognitive Flexibility-Ansatz

IV.4 Didaktische Folgerungen

IV.5 Zusammenfassung

IV.6 Möglichkeiten des Diplomstudiengangs Sportwissenschaft

V. Kritik und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den gesellschaftlichen Anforderungen an ein universitäres Studium ("Sollen"), den subjektiven Berufsvorstellungen der Studierenden ("Wollen") und den Möglichkeiten der Ausbildung an der Universität ("Können"). Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie durch eine konstruktivistische Herangehensweise und eine stärkere Prozessorientierung die Diskrepanz zwischen universitärer Ausbildung und den Anforderungen des Arbeitsmarktes im Sportbereich verringert werden kann.

  • Analyse der Struktur und Anforderungen des Tätigkeitsfeldes Sport.
  • Empirische Untersuchung der Berufsvorstellungen und Strategien von Sportstudierenden.
  • Evaluation kognitionspsychologischer Ansätze für die universitäre Wissensvermittlung.
  • Diskussion über "Schlüsselqualifikationen" vs. prozessorientiertes Lernen.
  • Entwicklung von Strategien für ein berufsbezogenes Studium im Sportwissenschafts-Diplom.

Auszug aus dem Buch

I.5 Das Modell des Radikalen Konstruktivismus

Wie bereits dem letzten Zitat von BUCHMANN/KELL zu entnehmen ist, wird der Wahrnehmung eines Studiengangs eine „subjektive Sinnzuschreibung“ durch die Studierenden unterstellt. Damit wird dem Individuum eine „aktive“ Rolle bei der Wahrnehmung und Gestaltung seiner Wirklichkeit zugeschrieben: das Individuum konstruiert aus den einwirkenden Sinnesreizen seine Wirklichkeit und damit seine Bewertungs- und Handlungsgrundlage eigenständig. Dieses der Arbeit zugrundeliegende Modell des Radikalen Konstruktivismus (SCHMIDT 1992, 1996) sollen an dieser Stelle erläutert werden.

Die dem Radikalen Konstruktivismus vorausgegangenen Erkenntnistheorien basierten auf den Prämissen,

dass die Welt eine vom Menschen, seinem Denken und Handeln weithin unabhängige objektive Größe sei, der der Mensch als Subjekt gegenübersteht,

dass das Subjekt über seine Sinne und deren Qualität Zugang zu dieser Welt erhält,

dass Sprache die Welt deskriptiv abbildet und

dass empirische Erfahrung Sinneserfahrung ist, und nur empirische Erfahrung eine richtige Erkenntnis der Wirklichkeit liefert (vgl. SCHMIDT 1996).

Im Mittelpunkt der radikal-konstruktivistischen Perspektive steht hingegen die Auffassung, dass Wahrnehmung Konstruktion und Interpretation ist und Wirklichkeit immer durch das Individuum selbst konstruiert wird (SCHMIDT 1996). Das heißt, das zwar von der Existenz eine „realen Welt“ ausgegangen werden kann, aber keiner sagen kann, wie sie aussieht. Durch die Funktionsweise unseres Gehirns sind wir nicht in der Lage unsere Umwelt 1:1 abzubilden, wir können nur die durch Sinnesorgane und Nervensystem gefilterten Informationen im Gehirn mit Bedeutung zu versehen (siehe unten).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt den gesellschaftlichen Wandel und das damit verbundene Dilemma der Universitäten, Theorie und Praxis im Sportstudium zu vereinen.

II. Gesellschaftliches „Sollen“: Dieses Kapitel systematisiert das Tätigkeitsfeld Sport, analysiert Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsentwicklungen und beleuchtet die Anforderungen an zukünftige Berufsbilder.

III. Studentisches „Wollen“: Hier werden die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung zu den Berufsvorstellungen, Problemen und Strategien der Studierenden im Diplom-Sportwissenschafts-Studium präsentiert.

IV. Universitäres „Können“: Dieser Abschnitt diskutiert kognitionspsychologische Ansätze und didaktische Konzepte, um ein berufsbezogenes Studium effizienter zu gestalten.

V. Kritik und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse kritisch zusammen und zeigt zukünftige Wege für eine praxisorientiertere universitäre Ausbildung auf.

Schlüsselwörter

Berufsbezogenes Studieren, Sportwissenschaft, Radikaler Konstruktivismus, Berufsvorstellungen, Schlüsselqualifikationen, Arbeitsmarktentwicklung, Sportmanagement, Prävention und Rehabilitation, Wissensvermittlung, qualitative Forschung, berufliche Sozialisation, kognitionspsychologische Ansätze, Prozessorientierung, Lebensunternehmer, Symbolanalytiker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der akademischen Ausbildung im Diplom-Studiengang Sportwissenschaft, den realen Anforderungen des Arbeitsmarktes und den persönlichen Berufsvorstellungen der Studierenden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das gesellschaftliche "Sollen" (Anforderungen an den Beruf), das studentische "Wollen" (Berufswünsche und subjektive Wirklichkeit) sowie das universitäre "Können" (didaktische Möglichkeiten der Wissensvermittlung).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie universitäre Ausbildung an die Anforderungen des Arbeitsmarktes angepasst werden kann, um eine höhere Konsistenz zwischen Berufsfeld, studentischen Erwartungen und eigenen Fähigkeiten zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt. Die Datenerhebung erfolgte durch schriftliche Niederschriften von Studierenden des 3. Semesters, die anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einbettung in den Konstruktivismus, die Analyse der Arbeitsmarktsituation im Sport, die empirische Auswertung der Befragung zu studentischen Berufsvorstellungen und die Diskussion didaktischer Ansätze wie den Cognitive Apprenticeship-Ansatz.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "Radikaler Konstruktivismus", "Schlüsselqualifikationen", "Berufsbezogenes Studieren" und die Typisierung des "Lebensunternehmers" bzw. "Symbol-Analytikers".

Wie unterscheiden sich die Berufsvorstellungen nach Studienschwerpunkt?

Während Studierende in "Prävention/Rehabilitation" stark durch das Motiv "mit Menschen arbeiten" und eigene Verletzungserfahrungen geprägt sind, dominieren im Bereich "Sportmanagement/-ökonomie" betriebswirtschaftliche Interessen und der Wunsch, berufliche Verantwortung in Vereinen oder Verbänden zu übernehmen.

Warum haben viele Studierende Schwierigkeiten bei der Berufsverwirklichung?

Studierende berichten vor allem über eine hohe Konkurrenzsituation, mangelnde Informationen über das Berufsfeld Sport, finanzielle Unsicherheiten und das Gefühl, dass ihr Studium zu theoretisch ist und nicht genügend auf die praktische Arbeitswelt vorbereitet.

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Details

Title
Berufsbezogenes Studieren – im Spannungsfeld von gesellschaftlichem „Sollen", studentischem „Wollen“ und universitärem „Können“
College
University of Potsdam  (Institut für Sportwissenschaft)
Grade
1,7
Author
Jörg Latuske (Author)
Publication Year
2000
Pages
159
Catalog Number
V54269
ISBN (eBook)
9783638495165
ISBN (Book)
9783638709019
Language
German
Tags
Berufsbezogenes Studieren Spannungsfeld
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Latuske (Author), 2000, Berufsbezogenes Studieren – im Spannungsfeld von gesellschaftlichem „Sollen", studentischem „Wollen“ und universitärem „Können“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54269
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