In dieser Arbeit werden zuerst die Gründe und Folgen des Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen erläutert, um anschließend die Wichtigkeit des Schulsports hervorzuheben, indem dessen Rolle definiert und unterstrichen wird.
In unserer industrialisierten, postmodernen Gesellschaft lässt sich die Tatsache, dass ein bemerkenswerter Anteil der Kinder und Jugendlichen sich nicht genügend bewegt, nicht mehr abstreiten. Laut einer WHO-Studie liegt der Anteil an Menschen, die sich zu wenig bewegen, bei etwas über einem Viertel der Weltbevölkerung. Der Prozentsatz hat sich von 2001 hin zu 2016 nur sehr gering verändert, er ist von 28,5 auf 27,5 Prozent gesunken. (WHO, 2018)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gründe für den weltweiten Bewegungsmangel
2.1. GESELLSCHAFTLICHE GRÜNDE
2.2. GENERATIONALE GRÜNDE
2.3. GRÜNDE DER INDUSTRIALISIERUNG
2.4. KULTURELLE GRÜNDE
3. Folgen des Bewegungsmangels für die Kinder und Jugendlichen
3.1. GESUNDHEITLICHE FOLGEN
3.2. SOZIALE/ PSYCHISCHE FOLGEN
4. Schulsport als Mittel zur Bekämpfung von Bewegungsmangel
4.1. SCHULSPORT: EIN FACH UNTER ANDEREN?
4.2. KÖRPERLICHE ASPEKTE DER ROLLE DES SCHULSPORTS UND KOMPETENZFELDER
4.2.1. Grundmotorische Fertigkeiten entwickeln
4.2.2. Kleine Spiele – große Sportspiele gestalten
4.2.3. Sich mit Kleingeräten bewegen
4.2.4. Sich zu Musik bewegen
4.2.5. Spielerisch Kräfte messen
4.2.6. Erfahrungen im Bewegungsraum Wasser machen
4.3. SOZIALE UND PSYCHISCHE ROLLE DES SCHULSPORTS
4.3.1. Schulischer Einfluss
4.3.2. Sozialer Einfluss
5. Schlussfolgerung: Bewegungsmangel im Kindes und Jugendalter – die Rolle des Schulsports
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die Ursachen und Auswirkungen des zunehmenden Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen und analysiert die zentrale Rolle des Schulsports als Gegenmaßnahme zur Förderung eines aktiven Lebensstils.
- Analyse gesellschaftlicher, generationaler und kultureller Ursachen für Bewegungsmangel.
- Untersuchung der gesundheitlichen, sozialen und psychischen Konsequenzen bei Kindern und Jugendlichen.
- Bewertung des Schulsports als pädagogisches Instrument zur Gesundheitsprävention.
- Detaillierte Betrachtung verschiedener motorischer Kompetenzfelder im Schulsport.
- Erörterung des Einflusses von Schulsport auf schulische Leistung und soziale Inklusion.
Auszug aus dem Buch
3.2. Soziale/ psychische Folgen
Neben den gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Adipositas für Kinder und Jugendliche, gibt es auch gesellschaftliche Folgen, die das Leben der Betroffenen beeinträchtigt und somit auch zu psychischen Erkrankungen werden können.
Bereits in jungen Altersphasen vergleichen sich Kinder untereinander. Sie achten auf äußerliche Unterschiede und somit werden Kinder, die etwas mehr Pfunde auf die Waage bringen, zur Zielscheibe für Hänseleien und Mobbingangriffe.
Diese Mobbingattacken charakterisieren sich im jungen Alter eher durch verbale Akte, sowie das Ausschließen aus der Gemeinschaft. Man nehme beispielsweise eine Situation im Kindergarten, wo ein Schüler nicht mit den anderen Schülern mitspielen darf, weil er zum Beispiel weniger beweglich ist, oder durch seine körperliche Ausprägung weniger für das Spiel geeignet ist (z.B. Fangen oder Hindernislauf).
Jedoch bemerkt man, dass es mit dem Wachsen des Kindes nicht bei diesen verbalen Angriffen bleibt, sondern mit dem Eintreten des Schülers in die Pubertät wird mehr auf das äußerliche Erscheinungsbild geachtet und somit bietet eine größere Angriffsfläche für Provokationen und Verspottung. Dickleibigkeit wird von Jugendlichen manchmal als Grund für Minderwertigkeit angesehen und damit werden die Betroffenen konfrontiert.
Hierbei bleibt es dann oft nicht bei den verbalen Handlungen, sondern es kommt zu Handgreiflichkeiten oder Zerstörung von persönlichen Gegenständen, sowie der Diskrimination in der sozialen Gruppe (z.B. Klasse, Freundschaftskreis, usw.).
Die übergewichtigen Jugendlichen werden also psychisch angegriffen, diskriminiert und ihr Selbstwertgefühl zerstört, was im schlimmsten Falle zum Suizid führen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des weltweiten Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen ein und legt den Fokus auf die Bedeutung des Schulsports.
2. Gründe für den weltweiten Bewegungsmangel: Das Kapitel erläutert verschiedene Ursachen, darunter gesellschaftliche Veränderungen, generationale Faktoren, Industrialisierung sowie kulturelle Einflüsse.
3. Folgen des Bewegungsmangels für die Kinder und Jugendlichen: Hier werden sowohl die gesundheitlichen Risiken wie Adipositas und deren Folgekrankheiten als auch die schwerwiegenden sozialen und psychischen Belastungen thematisiert.
4. Schulsport als Mittel zur Bekämpfung von Bewegungsmangel: Dieses umfangreiche Kapitel beleuchtet den Schulsport als entscheidendes Präventionsmittel, unterteilt in motorische Kompetenzfelder sowie soziale und psychische Aspekte.
5. Schlussfolgerung: Bewegungsmangel im Kindes und Jugendalter – die Rolle des Schulsports: Die Schlussfolgerung fasst zusammen, dass der Schulsport eine essenzielle Basis für ein gesundes Verhältnis zum Sport bildet und als positives Instrument gegen Bewegungsmangel fungieren sollte.
Schlüsselwörter
Bewegungsmangel, Schulsport, Kinder, Jugendliche, Gesundheit, Adipositas, Motorik, Bewegungsförderung, soziale Inklusion, psychische Gesundheit, Sportunterricht, Körpergewicht, Prävention, Grundmotorik, Sportpädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft und untersucht, wie der Schulsport aktiv dazu beitragen kann, diesem Trend entgegenzuwirken.
Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen des Bewegungsmangels, den gesundheitlichen und psychosozialen Folgen sowie der Rolle des Schulsports bei der Entwicklung motorischer Fähigkeiten und der Förderung sozialer Inklusion.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Wichtigkeit des Schulsports hervorzuheben und aufzuzeigen, wie ein attraktiver Sportunterricht das Verlangen nach körperlicher Aktivität nachhaltig steigern kann.
Welche wissenschaftlichen Aspekte werden für die Argumentation genutzt?
Die Arbeit stützt sich auf aktuelle Studien, wie etwa von der WHO oder HBSC, sowie auf sportpädagogische Konzepte und Analysen zur motorischen Entwicklung im Kindes- und Jugendalter.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert besprochen?
Im Hauptteil werden neben den Ursachen und Folgen vor allem die verschiedenen Kompetenzfelder des Schulsports detailliert beschrieben, von grundmotorischen Fertigkeiten bis hin zu Erfahrungen im Wasser.
Welche Keywords definieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bewegungsmangel, Schulsport, Gesundheitsprävention, Adipositas und soziale Inklusion charakterisiert.
Warum spielt die Pubertät in der Arbeit eine besondere Rolle?
Die Pubertät wird als kritische Phase hervorgehoben, in der das Selbstbild und die soziale Diskriminierung aufgrund von körperlichen Merkmalen, wie Übergewicht, zunehmen, was das psychische Wohlbefinden der Jugendlichen stark beeinträchtigen kann.
Welche Rolle spielt die "Spirale" der Leistungsfähigkeit?
Die Arbeit beschreibt eine positive Spirale: Durch körperliche Verausgabung im Sportunterricht steigern Schüler ihr Konzentrationsvermögen und ihre geistige Leistungsfähigkeit, was zu weniger häuslicher Belastung und letztlich zu mehr Freizeit für Bewegung führt.
- Arbeit zitieren
- Anne Thillmann (Autor:in), 2019, Bewegungsmangel im Kinder-/Jugendalter. Welche Rolle spielt der Sportunterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/542522