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Der Typus des Helden im klassischen amerikanischen Gangsterfilm dargestellt an dem Filmbeispiel 'Little Caesar'

Title: Der Typus des Helden im klassischen amerikanischen Gangsterfilm dargestellt an dem Filmbeispiel 'Little Caesar'

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 23 Pages , Grade: 2

Autor:in: Özlem Topcu (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

Das Gangstergenre etablierte sich in Amerika zu einer Zeit, in der die repressive Verordnung der Prohibition herrschte und die Wall Street zusammenbrach: Die Depressionszeit. Die amerikanische Gesellschaft war in einer extremen Transformationsphase: Immigration, Modernisierung, Arbeitslosigkeit, Verstädterung und Konsum waren charakterisierende Elemente dieses Wandels, die im Kontrast zur angelsächsischen Vorstellung einer amerikanischen, zivilisierten Kultur standen. Jeder war sich selbst der nächste, und der Gangster wurde schnell zum Symbol dieses Zustands. Die ersten Gangsterfilme artikulierten die Unzufriedenheit der Bürger nach dem Zusammenbruch der Wall Street. Mit dem Beginn des Tonfilms, der den Gangsterfilm richtig populär machte, wurden weitere gesellschaftliche Probleme wie wirtschaftliche und kulturelle Ghettoisierung thematisiert. Dabei war besonders bezeichnend, dass die Gangsterhelden der klassischen Periode, wie z.B. Enrico Caesar Bandello oder Tony Camonte1, amerikanische Immigranten waren. Diese und andere Umstände riefen die puritanischen Tugendwächter, vorwiegend protestantische Moralgruppen, auf den Plan, die den Gangsterfilm als etwas Aufrührerisches betrachteten. Der Gangsterfilm und seine Macher mussten sich bald dem sog. „Production Code Administration“ von 1935 unterordnen, die eine interne Selbstregulierung und -zensur vorsah. Dennoch schaffte es das Gangstergenre bis nach dem Zweiten Weltkrieg den Weg für die extremere Form seiner Art, den Film noir, zu ebnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2.1. Der Gangster und die amerikanische Gesellschaft

2.1.1. Exkurs: Der Gangster und die Transformation der Geschlechter

2.2. Der Gangster als Volksheld

2.3. Das Werte- und Moralsystem des Gangsters

3. Filmbeispiel: „Little Caesar“ als archetypischer Gangsterfilm

3.1. Synopsis des Films

4. Charakterisierung des Gangsters Caesar Enrico Bandello

4.1. Sozialer Background und Werdegang

4.2. Der Aufstieg als Gangster

4.3.3. Sexualität und Beziehung zu Frauen

4.3.1. Die latente Homoerotik in der Beziehung zu Joe

4.3.2. Die Mutterfigur „Ma Magdalena“

4.4. Der positive Gegenpart zum Gangster: Joe Massara

4.5. Die Bedeutung von Gewalt für den Gangster

4.6. Der Gangster als tragischer Held

5. Schlusswort

6. Filmdaten zu „Little Caesar“

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Heldentypus des klassischen amerikanischen Gangsterfilms sowie dessen konfiguratives Umfeld, unter besonderer Berücksichtigung des Films „Little Caesar“ aus dem Jahr 1930. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Ambivalenz der Gangsterfigur als Krimineller und gleichzeitiger Identifikationsfigur für ein Publikum der Depressionszeit sowie der Frage, inwiefern der Gangster trotz seiner Rücksichtslosigkeit und Machtbesessenheit als tragische Figur zu verstehen ist.

  • Historischer und gesellschaftlicher Kontext des Gangsterfilms in der Depressionszeit.
  • Die theoretische Figur des Gangsters als Volksheld und dessen spezifisches Werte- und Moralsystem.
  • Analyse von Charakteristika des Protagonisten Caesar Enrico Bandello, einschließlich Sexualität und Gewalt.
  • Die Rolle des „positiven Gegenparts“ und die Dynamik zwischenmenschlicher Beziehungen innerhalb der Gangsterwelt.
  • Vergleich der prototypischen Gangsterdarstellungen in "Little Caesar", "Public Enemy" und "Scarface".

Auszug aus dem Buch

4.5. Die Bedeutung von Gewalt für den Gangster

„Shoot first and argue afterward“ – mit diesem Satz beschreibt Rico seinen Standpunkt zur Gewalt sehr deutlich. Es gibt keinen Moment der Entscheidung oder des Überlegens, es wird erst geschossen, dann gefragt.

Gewalt ist für Rico ein Werkzeug, kein Ausdrucksmittel. Sie ist seine einzige Qualifizierung, auf der seine Karriere, zu einem gewissen Teil zumindest, basiert. Sie ist integraler Bestandteil seiner „Arbeit“. Rico sagt z.B. über seine Pistole: „That´s all i got between me and them, between me and the whole world!“

Seine Gewalt bringt Rico zu seinem persönlichen Glück. Durch den Mord an dem Comissioner McLure verschafft er sich Respekt bei den Gangmitgliedern, einen Respekt, der Angst als Ursache hat. Seine „trigger-happiness“ wird sogar von hohen Vertretern der Unterwelt kritisiert. Diamond Pete Montana sagt über Rico: „It´s guys like that torpedo of yours that cause all the trouble.“ Die Gewalt bzw. die Abhängigkeit Ricos von seiner Waffe ist wie seine Leidenschaft ein Mittel zur Kompensation seiner physischen Unzulänglichkeit.

Schwäche, als Gegenbild zur Gewalt, ist etwas, das Rico auf keinen Fall akzeptieren kann. Schwache, abzufallen drohende Mitlieder der Gang werden von ihm persönlich aus dem Weg geräumt, wie Tony Passa, der nach dem Mord an McLure mit seinem schlechten Gewissen nicht leben kann und zur Beichte in die Kirche gehen will. Auf den Treppen zur Kirche wird er von Rico erschossen. Ricos Lebensphilosophie, die zu seinem Wertesystem gehört, greift auch hier wieder: „You got so you can dish it out, but you can´t take it no more“, Tony Passa konnte nicht mehr einstecken. Psychische und physische Gewaltlosigkeit bedeuten für ihn Schwäche; eine Haltung, die Rico nicht akzeptieren kann. Es wird klar, dass die Gangsterwelt sozialdarwinistisch geprägt ist: Die stärksten und mächtigsten überleben, die schwachen sterben aus. Aber gerade dieses System wird Rico selbst zum Verhängnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Gangstergenre in den historischen Kontext der amerikanischen Depressionszeit ein und skizziert die Fragestellung nach der Popularität des Gangsters als Identifikationsfigur.

2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erörtert die soziologische Einbettung des Gangsterfilms, diskutiert die Transformation der Geschlechterrollen und definiert das Modell des Gangsters als Volksheld sowie dessen spezifischen Wertekodex.

3. Filmbeispiel: „Little Caesar“ als archetypischer Gangsterfilm: Hier erfolgt eine Einführung in den Film „Little Caesar“ von Mervyn LeRoy und eine erste Synopsis der Handlung als klassische Aufstiegs- und Fallgeschichte.

4. Charakterisierung des Gangsters Caesar Enrico Bandello: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert Ricos Biographie, seinen Aufstieg, sein gestörtes Verhältnis zu Sexualität und Frauen, die Rolle seiner Beziehungen sowie die zentrale Bedeutung von Gewalt und seine tragische Entwicklung.

5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt die Ausgangsthese, dass der Gangster trotz seiner moralischen Verfehlungen als einsame, tragische Figur zu betrachten ist.

6. Filmdaten zu „Little Caesar“: Dieses Kapitel liefert eine tabellarische Übersicht der technischen Daten, der Besetzung und der Crew des analysierten Films.

7. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen auf.

Schlüsselwörter

Gangsterfilm, Little Caesar, Amerika, Depressionszeit, Volksheld, Caesar Enrico Bandello, Gewalt, Sozialdarwinismus, Männlichkeit, Sexualität, Macht, Identifikationsfigur, Filmgeschichte, klassischer Gangsterfilm, Tragik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Typus des Helden im klassischen amerikanischen Gangsterfilm der 30er Jahre, wobei das Werk "Little Caesar" als primäres Fallbeispiel für eine detaillierte Charakter- und Umfeldanalyse dient.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Kontext der Prohibition und der Weltwirtschaftskrise, die Rolle des Gangsters als Volksheld, spezifische Verhaltensmuster wie Gewaltanwendung, sowie das gestörte Verhältnis zu Sexualität und familiären Strukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit möchte ergründen, warum der Gangster für das Publikum der Depressionszeit eine Identifikationsfigur darstellte und inwiefern der Protagonist – trotz seiner kriminellen Aggressivität – als eine tragische Figur innerhalb einer sozialdarwinistischen Gangsterwelt zu interpretieren ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Hausarbeit verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte (insbesondere von Georg Seeßlen) mit einer inhaltlichen Untersuchung des Filmbeispiels „Little Caesar“ verbindet und diese durch Literaturstudien untermauert.

Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung des Gangster-Genres sowie die konkrete Charakterisierung des Protagonisten Rico, wobei insbesondere seine Entwicklung, sein Wertesystem, seine Beziehung zu Joe Massara und die Funktion von Gewalt im Detail analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gangsterfilm, Volksheld, Depressionszeit, Machtbesessenheit, soziale Transformation, tragischer Held und das Wertesystem des Gangsters.

Warum wird im Film „Little Caesar“ die Figur der „Ma Magdalena“ eingeführt?

Die Figur dient als pragmatischer, fast mütterlicher Gegenpol in der Phase von Ricos Abstieg, verdeutlicht jedoch Ricos emotionale Isolation, da die Beziehung keinerlei echte familiäre Zuneigung, sondern nur eine finanzielle Zweckbindung widerspiegelt.

Welche Bedeutung hat das Verhältnis zwischen Rico und Joe Massara für den Handlungsverlauf?

Die Beziehung zu Joe ist der einzige emotionale Anker für Rico. Da Joe aus der Gang aussteigt, stellt er einen permanenten Konfliktherd dar, der Ricos Obsession schürt und letztlich durch seine Unfähigkeit, Joe zu töten, seinen emotionalen und physischen Zusammenbruch einleitet.

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Details

Title
Der Typus des Helden im klassischen amerikanischen Gangsterfilm dargestellt an dem Filmbeispiel 'Little Caesar'
College
University of Hamburg  (Institut für Germanistik II)
Course
Filmgenres - Der Gangsterfilm
Grade
2
Author
Özlem Topcu (Author)
Publication Year
2000
Pages
23
Catalog Number
V54241
ISBN (eBook)
9783638494939
ISBN (Book)
9783656782643
Language
German
Tags
Typus Helden Gangsterfilm Filmbeispiel Little Caesar Filmgenres Gangsterfilm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Özlem Topcu (Author), 2000, Der Typus des Helden im klassischen amerikanischen Gangsterfilm dargestellt an dem Filmbeispiel 'Little Caesar', Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54241
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