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Maria Theresia und Joseph II.: Ihre Haltung zu Russland

Title: Maria Theresia und Joseph II.: Ihre Haltung zu Russland

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Salome Ast (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

Unter der Zarin Katharina II. stieg Russland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur Grossmacht auf und gewann an Einfluss auf die europäische Politik. Das Habsburgerreich war von diesem Aufstieg besonders betroffen, denn auf Grund der geografischen Lage hatten beide Staaten Interessen in Mitteleuropa und Südosteuropa, was Anlass zu Konflikten, aber auch zu Zusammenarbeit beispielsweise in Polen und im Osmanischen Reich bot. Meine Arbeit zeigt, wie die damaligen Herrscher des Habsburger Reiches - Maria Theresia und ihr Sohn und Mitregent Kaiser Joseph II. - auf den neuen Rivalen Russland reagierten. Welche Haltung vertraten sie in Bezug auf Russland? Wie beurteilten sie die russische Zarin persönlich? Stimmten ihre Ansichten grösstenteils überein, oder vertraten sie oft ganz gegensätzliche Meinungen? Zur Frage steht lediglich die österreichische Sicht; die Geschichte Russlands und die Haltung Katharinas kommen deshalb nur zur Sprache, wenn sie für das Thema von Bedeutung sind. Zeitlich habe ich mich auf die Periode zwischen der Thronbesteigung Katharinas II. 1762 und dem Abschluss der österreichisch-russischen Allianz 1781 beschränkt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Quellen

3. Maria Theresia und Joseph II.: Ihre Haltung zu Russland

3.1. Die Thronbesteigung der Zarin Katharina II.

3.2. Die polnische Thronfolge und das preussisch-russische Bündnis

3.3. Maria Theresia und die Mitregentschaft Josephs II.

3.4. Das Osmanische Reich und die erste Teilung Polens

3.5. Die beginnende Annäherung Österreichs an Russland

3.6. Die Russlandreise Josephs II.

3.7. Maria Theresias Tod und das russisch-österreichische Bündnis

4. Schlussfolgerungen

5. Bibliografie

5.1. Literatur

5.2. Editierte Quellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die gegensätzlichen außenpolitischen Haltungen von Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. gegenüber dem aufstrebenden Russland im Zeitraum von 1762 bis 1781. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die persönliche Einschätzung der Zarin Katharina II. durch die Habsburger Herrscher sowie die Motivationen hinter der österreichischen Politik, die schließlich in der diplomatischen Revolution von 1781 mündete.

  • Analyse der persönlichen Korrespondenz von Maria Theresia und Joseph II.
  • Einfluss der russischen Machtpolitik auf die Habsburger Monarchie
  • Kontrastierung der moralisch-skeptischen Haltung Maria Theresias mit dem machtpolitischen Pragmatismus Josephs II.
  • Bedeutung der ersten Teilung Polens und der Kriege gegen das Osmanische Reich für die Annäherung an Russland
  • Auswertung der Russlandreise Josephs II. als Katalysator für das Bündnis von 1781

Auszug aus dem Buch

3.6. Die Russlandreise Josephs II.

Ohne Kaunitz zu informieren fragte der Kaiser um ein Treffen mit Katharina II. an. Diese ging gerne darauf ein, denn auch die Zarin befürwortete eine Annäherung zwischen den beiden Staaten. Maria Theresia hingegen war alles andere als begeistert von Josephs Reiseplanung. In einem Brief an Mercy d’Argenteau klagte sie: Sie können sich wohl vorstellen, wie wenig ein solcher Plan nach meinem Geschmack sein muss, ebenso sehr wegen des Eindrucks, den eine solche Zusammenkunft auf andere Mächte machen muss, als wegen der Abneigung und des Abscheus, den mir stets ein Charakter wie der der Kaiserin von Russland einflösst. […] Das ist wieder ein neuer Beweis, wie wenig ich imstande bin, die Pläne des Kaisers zu vereiteln, obwohl ich stets die unangenehmen Folgen mit ihm teilen muss. Der Kaiser bildet sich die schönste Vorstellung von allem Guten, das seine Begegnung mit der Kaiserin bewirken könne. Er freut sich im voraus über den Verdruss, den der König von Preussen darüber empfinden wird.

Für Maria Theresia gab es mehrere Einwände gegen ein Treffen Josephs mit der russischen Zarin. Erstens standen natürlich ihre persönliche Abneigung gegen Katharina und eine Annäherung Österreichs an Russland seiner Reise im Weg. Zweitens fürchtete sie die Reaktionen der anderen europäischen Mächte: Ich […] sehe mit Bedauern, dass man immer wieder Stoff liefert, um die Bitterkeit des Königs von Preussen zu vermehren und unsere Verbündeten zu beunruhigen. Josephs Hoffnung, die Bündnispartner Russland und Preussen entzweien zu können, teilte Maria Theresia nicht. Sie wollte weder Friedrich II. reizen noch Österreichs Verbündeten Frankreich vor den Kopf stossen.

Drittens machte sie sich wie gewöhnlich Sorgen um seine Gesundheit. Die Russlandreise hielt Maria Theresia für besonders gefährlich, weil sie durch unwegsames Gelände führte: L’empereur ne me dit rien sur son retour, et c’est celui-ci que je crains le plus, le voulant faire par la haute Lithuanie, pleine de forêts et de marais, d’ours et de brigands.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung (1762–1781) und erläutert die methodische Herangehensweise anhand von Briefquellen.

2. Die Quellen: Stellt die herangezogenen editierten Briefwechsel von Maria Theresia und Joseph II. sowie deren wichtigste Korrespondenzpartner vor.

3. Maria Theresia und Joseph II.: Ihre Haltung zu Russland: Analysiert chronologisch die Entwicklung der Beziehungen von der Thronbesteigung Katharinas II. bis zum Bündnisabschluss.

3.1. Die Thronbesteigung der Zarin Katharina II.: Erörtert die tiefe Abneigung Maria Theresias, geprägt durch die Herkunft der Zarin und den russischen Ausstieg aus dem Siebenjährigen Krieg.

3.2. Die polnische Thronfolge und das preussisch-russische Bündnis: Beschreibt den ersten Konflikt um den polnischen Thron und das daraus resultierende preußisch-russische Bündnis, das Österreich isolierte.

3.3. Maria Theresia und die Mitregentschaft Josephs II.: Beleuchtet die internen Spannungen zwischen Mutter und Sohn bezüglich Religion, Krieg und Außenpolitik.

3.4. Das Osmanische Reich und die erste Teilung Polens: Analysiert die außenpolitischen Zwänge, die trotz Maria Theresias moralischer Bedenken zur Teilung Polens führten.

3.5. Die beginnende Annäherung Österreichs an Russland: Dokumentiert das ab 1774 wachsende Bestreben Josephs II. und Kaunitz', eine Allianz mit Russland zu schmieden.

3.6. Die Russlandreise Josephs II.: Untersucht die Reise als strategischen Schritt Josephs, der trotz des Widerstands seiner Mutter das persönliche Vertrauen zu Katharina stärkte.

3.7. Maria Theresias Tod und das russisch-österreichische Bündnis: Beschreibt die finale diplomatische Wende nach dem Tod der Kaiserin und den Abschluss des Bündnisses 1781.

4. Schlussfolgerungen: Fasst die kontrastierenden Haltungen zusammen und unterstreicht den Wandel in der österreichischen Russlandpolitik.

5. Bibliografie: Listet die verwendete Literatur und die editierten Quellenwerke auf.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Joseph II., Katharina II., Russland, Habsburgermonarchie, Österreich, Außenpolitik, Siebenjähriger Krieg, Teilung Polens, Osmanisches Reich, Allianz, Diplomatie, Briefwechsel, Preußen, Friedrich II.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die unterschiedliche Außenpolitik von Maria Theresia und Joseph II. gegenüber dem Zarenreich unter Katharina II. im späten 18. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Habsburger Russlandpolitik, die interne Dynamik zwischen Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. sowie die wechselseitigen Beziehungen zu Preußen, Polen und dem Osmanischen Reich.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie die beiden habsburgischen Herrscher auf den Aufstieg Russlands reagierten und warum ein Bündnis erst nach dem Tod Maria Theresias realisiert werden konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine chronologische Analyse editierten Briefmaterials der beiden Herrscher, um deren persönliche Haltungen und politischen Strategien nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene historische Stationen, beginnend bei Katharinas Thronbesteigung bis zur Etablierung des russisch-österreichischen Bündnisses im Jahr 1781.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Maria Theresia, Joseph II., russisch-österreichische Allianz, Diplomatie, Außenpolitik, Briefquellen und europäisches Mächtesystem.

Warum stand Maria Theresia einem Bündnis mit Russland so skeptisch gegenüber?

Ihre Skepsis basierte auf einer tiefen persönlichen Abneigung gegenüber Katharinas Lebenswandel, moralischen Vorbehalten sowie dem traumatischen Erlebnis des russischen Seitenwechsels während des Siebenjährigen Krieges.

Welche Rolle spielte die Russlandreise Josephs II. für das spätere Bündnis?

Die Reise war entscheidend, da sie ein persönliches Vertrauensverhältnis zwischen Joseph II. und Katharina II. schuf und die diplomatischen Weichen für das Bündnis von 1781 stellte.

Wie unterschied sich die Sichtweise von Joseph II. von jener seiner Mutter?

Während Maria Theresia ihre Außenpolitik stark nach moralischen und gefühlsmäßigen Kriterien ausrichtete, handelte Joseph II. pragmatischer und erkannte die Notwendigkeit einer Allianz, um Preußens Einfluss zu brechen.

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Details

Title
Maria Theresia und Joseph II.: Ihre Haltung zu Russland
College
University of Bern
Grade
sehr gut
Author
Salome Ast (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V54177
ISBN (eBook)
9783638494397
ISBN (Book)
9783656796596
Language
German
Tags
Maria Theresia Joseph Ihre Haltung Russland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Salome Ast (Author), 2005, Maria Theresia und Joseph II.: Ihre Haltung zu Russland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54177
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