Der Bussinesplan der Mobillig GmbH beschreibt die Geschäftsidee zur Gründung eines eigenen Telekommunikationsunternehmens. Die Voraussetzungen hierfür, wurden durch die Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes Ende der 80er-Jahre geschaffen. Das Kundenpotential war enorm und wurde schnell neu aufgeteilt, wobei ein Großteil der Kunden weiterhin beim einstigen Monopolisten, der Deutschen Telekom AG, bis heute blieb. Dies lag unter anderem daran, dass der Aufbau eigener Netze in Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte sich als unrentabel herausstellte.
Das durch die RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) eingeführte Call by Call-Verfahren und Pre-Selection-Verfahren sorgte für einen Chancenausgleich zwischen den Anbietern. Dadurch war es jedem Kunden der Deutschen Telekom AG (DTAG) möglich, sich über eine Einwahlnummer einen anderen Anbieter auszusuchen bzw. die Einwahlnummer direkt bei der DTAG hinterlegen zu lassen.
Die Geschäftsidee der Mobillig GmbH ist genau darauf ausgerichtet - sie wird Telekommunikationsdienstleistungen unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung regional anbieten und sich auf mittlerer Sicht in diesem Markt etablieren. Im Telekommunikationsmarkt ist eine richtige Positionierung und Marketingstrategie überaus wichtig, daher orientiert sich die Zielgruppe der Mobillig GmbH an den Privatkunden im Großraum Braunschweig. Diesen Kunden wird eine Preisersparnis von 25% geboten im Vergleich zur DTAG. Das Umsatzpotential liegt dabei im Durchschnitt bei 30€ pro Privatkunde (siehe Liquiditätsplan).
Die Mobillig GmbH wird keine eigene Netzinfrastruktur aufbauen. Sie wird am Markt als Reseller (siehe Erläuterung Reseller) tätig sein. Dazu schließt sie mit einem Carrier (siehe Erläuterung Carrier) einen Resellervertrag ab, der es ermöglicht die gewonnen Kunden auf das Netz des Carriers zu schalten. Da kein Personal für die technische Abwicklung benötigt wird, kann der Personalbestand niedrig gehalten werden.
Durch diese zwei wesentlichen Vorteile können die Kosten auf einem niedrigen Niveau gehalten werden, dadurch ist es möglich die Niedrig-Preisstrategie umzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Unternehmenskonzept
2. Persönliche Qualifikation
3. Unternehmensdaten
4. Produkt bzw. Serviceidee
5. Marktchancen und Konkurrenzanalyse
1. Einführung
2. Anbieter
3. Nachfrage
4. Kundenstruktur
5. Marktchancen
6. Marketingstrategie
1. Produktstrategie
2. Preisstrategie
3. Vertriebsstrategie
4. Werbestrategie
7. Zukunftsaussichten
1. Einführung
2. Produktpalette
3. Wachstum
4. Voice-over-IP
8. Personalplanung
9. Finanzplanung
1. Investitionsplan
2. Liquiditätsplan
3. Resultierender Finanzierungsbedarf
10. Anhänge
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen detaillierten Businessplan für die Gründung der Mobillig GmbH zu erstellen, welche als regionaler Telekommunikationsanbieter im Großraum Braunschweig agiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie durch ein ressourcenschonendes Geschäftsmodell als Reseller ohne eigene Netzinfrastruktur eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit gegenüber etablierten Großanbietern erreicht werden kann.
- Entwicklung einer kostenorientierten Niedrig-Preisstrategie zur Marktpositionierung.
- Aufbau eines effizienten Vertriebs- und Servicekonzepts für Privat- und Geschäftskunden.
- Detaillierte Finanzplanung inklusive Investitionsbedarf und Liquiditätsplanung.
- Analyse der Marktchancen unter Berücksichtigung von Konkurrenz und technologischen Trends wie VoIP.
- Strategische Personalplanung zur Sicherung niedriger Betriebskosten.
Auszug aus dem Buch
1. Unternehmenskonzept
Nach der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes Ende der 80er-Jahre wurden viele Telekommunikationsfirmen gegründet. Das Kundenpotential war enorm und wurde schnell neu aufgeteilt, wobei ein Großteil der Kunden weiterhin beim einstigen Monopolisten, der Deutschen Telekom AG, bis heute blieb. Dies lag unter anderem daran, dass der Aufbau eigener Netze in Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte sich als unrentabel herausstellte.
Das durch die RegTP (Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) eingeführte Call by Call-Verfahren und Pre-Selection-Verfahren sorgte für einen Chancenausgleich zwischen den Anbietern. Dadurch war es jedem Kunden der Deutschen Telekom AG (DTAG) möglich, sich über eine Einwahlnummer einen anderen Anbieter auszusuchen bzw. die Einwahlnummer direkt bei der DTAG hinterlegen zu lassen.
Die Dienstleistung der Mobillig GmbH ist genau darauf ausgerichtet - sie wird Telekommunikationsdienstleistungen unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung regional anbieten und sich auf mittlerer Sicht in diesem Markt etablieren. Im Telekommunikationsmarkt ist eine richtige Positionierung und Marketingstrategie überaus wichtig, daher orientiert sich die Zielgruppe der Mobillig GmbH an den Privatkunden im Großraum Braunschweig. Diesen Kunden wird eine Preisersparnis von 25% geboten im Vergleich zur DTAG. Das Umsatzpotential liegt dabei im Durchschnitt bei 30€ pro Privatkunde (siehe Liquiditätsplan).
Die Mobillig GmbH wird keine eigene Netzinfrastruktur aufbauen. Sie wird am Markt als Reseller (siehe Erläuterung Reseller) tätig sein. Dazu schließt sie mit einem Carrier (siehe Erläuterung Carrier) einen Resellervertrag ab, der es ermöglicht die gewonnen Kunden auf das Netz des Carriers zu schalten. Da kein Personal für die technische Abwicklung benötigt wird, kann der Personalbestand niedrig gehalten werden.
Durch diese zwei wesentlichen Vorteile können die Kosten auf einem niedrigen Niveau gehalten werden, dadurch ist es möglich die Niedrig-Preisstrategie umzusetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unternehmenskonzept: Das Kapitel erläutert den strategischen Fokus der Mobillig GmbH als Reseller im regionalen Markt, um durch Kostenführerschaft eine Alternative zur Deutschen Telekom zu bieten.
2. Persönliche Qualifikation: Hier werden die beruflichen Erfahrungen und die akademische Ausbildung des Gründers dargelegt, die die Grundlage für die fachliche Eignung bilden.
3. Unternehmensdaten: Dieses Kapitel beschreibt die Rechtsformwahl einer GmbH sowie grundlegende Stammdaten und die geplante Kundenentwicklung der ersten fünf Geschäftsjahre.
4. Produkt bzw. Serviceidee: Es wird der Prozess der Pre-Selection-Dienstleistung sowie die kaufmännische und technische Abwicklung der Kundenaufschaltung detailliert skizziert.
5. Marktchancen und Konkurrenzanalyse: Eine fundierte Marktanalyse beleuchtet die aktuelle Konsolidierung der Branche und identifiziert regionale Chancen für die Mobillig GmbH.
6. Marketingstrategie: Das Kapitel definiert die Preis- und Vertriebspolitik, einschließlich des strategischen Einsatzes von Handelsvertretern und Online-Marketing.
7. Zukunftsaussichten: Es wird der Fokus auf Wertzuwachs durch Produkt- und Markterweiterungen, insbesondere hinsichtlich Voice-over-IP, gelegt.
8. Personalplanung: Das Kapitel beschreibt eine schlanke Personalstruktur, die flexibel auf das Kundenaufkommen reagiert, um Fixkosten niedrig zu halten.
9. Finanzplanung: Hier werden der notwendige Investitionsbedarf, die Liquiditätsplanung sowie der resultierende Finanzierungsbedarf für den Start der Geschäftstätigkeit aufbereitet.
10. Anhänge: Dieses Kapitel liefert ergänzende Erläuterungen zu Fachbegriffen wie Carrier und Reseller.
Schlüsselwörter
Businessplan, Mobillig GmbH, Telekommunikationsmarkt, Pre-Selection, Reseller, Niedrig-Preisstrategie, Marktchancen, Kundenservice, Finanzplanung, Liquiditätsplanung, Braunschweig, Kundengewinnung, Telekommunikationsdienstleistungen, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensgründung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit erstellt einen vollständigen Businessplan für die Gründung eines regionalen Telekommunikationsunternehmens namens Mobillig GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Marktanalyse, die Strategieentwicklung als Reseller, die operative Marketing- und Vertriebsplanung sowie die detaillierte Finanzplanung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Darlegung eines tragfähigen Konzepts, um als kleiner, regionaler Anbieter durch Kostenführerschaft im Markt zu bestehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer betriebswirtschaftlichen Analyse, Marktbeobachtung, dem Vergleich von Kostenstrukturen und der Erstellung einer detaillierten Finanzplanung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst das Unternehmenskonzept, die Marktchancen, die Marketing- und Vertriebsstrategie, die Personal- sowie die umfangreiche Finanzplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselwörter sind Businessplan, Reseller, Telekommunikation, Pre-Selection, Niedrig-Preisstrategie und Liquiditätsplanung.
Wie unterscheidet sich Mobillig von Wettbewerbern wie der Deutschen Telekom?
Mobillig agiert als Reseller ohne eigene Netzinfrastruktur, was die Gemeinkosten senkt, und positioniert sich durch regionale Nähe sowie eine einfache, transparente Tarifstruktur für den Kunden.
Wie wird das Ausfallrisiko bei den Kunden adressiert?
Das Ausfallrisiko wird durch eine tägliche Kündigungsfrist, die schnelle Sperrung bei Nichtzahlung sowie eine entsprechende Kalkulation der Verkaufspreise minimiert.
- Quote paper
- Marcel Daum (Author), 2004, Businessplan Mobillig GmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/54076