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Gerechtigkeit in der Wirtschaftspolitik und -ethik. Implikationen lokaler und globaler Trends

Titel: Gerechtigkeit in der Wirtschaftspolitik und -ethik. Implikationen lokaler und globaler Trends

Seminararbeit , 2020 , 52 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marcel Spiegelhalter (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Komplexität der inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit aufzuzeigen und die Bedeutung der daraus resultierenden notwendigen wirtschaftspolitischen und -ethischen Entscheidungen zu untermauern. Auf allzu philosophische sowie mikroökonomische Begründungsansätze wird hingegen weitestgehend verzichtet.

Auch diverse soziologische Gesichtspunkte sind von den hiesigen Betrachtungen abzugrenzen. Dazu gehören der Status-quo hinsichtlich der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern sowie verschieden Rassen oder Religionen. Unabhängig aller Komplexität wird die Motivation und Faszination der Thematik durch Rousseau sehr einfach auf den Punkt gebracht: "Es liegt tief in unserer Seele ein angeborenes Prinzip der Gerechtigkeit und der Tugend, nach dem wir unsere Handlungen und die der anderen beurteilen, ob sie gut oder böse sind".

Diese Arbeit zielt jedoch weniger auf eine bipolare Ergebnisfindung- und Interpretation ab. Vielmehr wird in Kapitel zwei zunächst eine theoretische Fundierung vorgenommen, welche sowohl erste begriffliche Definitionen des Gerechtigkeitsbegriffs als auch eine Erläuterung ausgewählter Theorien umfasst. Außerdem fließen hier bereits Deutungen mit ein, welche den Bezug zum intertemporalen Kontext herstellen.

Konkrete prädispositive Trends, welche ethische und ökonomische Entscheidungen aktuell und in der Zukunft beeinflussen, werden im dritten Kapitel aufgezeigt. Die Evidenz für die Betrachtung dieser Entwicklungen wird anhand belastbarer Daten, Studien und sonstigen Sekundarquellen festgestellt. Die Forschungsfrage für den praktischen Teil in Kapitel vier stellt sich somit darin, in wie fern Menschen am Wohle zukünftiger Generationen interessiert sind und welche Gerechtigkeitsparadigmen hierbei vorherrschend sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation und Zielsetzung

1.2 Methodik und Forschungsplan

2. Gerechtigkeitstheorie in der Literatur

2.1 Begriffsdefinition und Einführung

2.2 Übersicht über ausgewählte Gerechtigkeitstheorien

2.2.1 Die Anspruchstheorie Robert Nozicks

2.2.2 Die liberale Gesellschaft nach Hayek

2.2.3 Verwirklichungschancen nach Amartya Sen

2.2.4 John Rawls` Schleier des Nichtwissens

3. Implikationen lokaler und globaler Trends

3.1 Demografische Entwicklungen

3.1.1 Konsequenzen für den Arbeitsmarkt

3.1.2 Beurteilung von Rentensystemen im Kontext der Demografie

3.2 Zunehmende Ressourcenknappheit und Klimawandel

3.3 Globalisierung

3.4 Wachsende materielle Ungleichheit

4. Empirische Primärforschung

4.1 Erhebungsmethodik

4.2 Auswertungsmethodik

4.3 Ergebnisse und Deutung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Komplexität der inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit und hinterfragt die ethischen sowie ökonomischen Rahmenbedingungen vor dem Hintergrund aktueller globaler Trends. Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen kurzfristigen politischen Entscheidungen und den Interessen zukünftiger Generationen zu beleuchten, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, inwiefern ein Bewusstsein für das Wohlergehen nachfolgender Generationen bei aktuellen Individuen existiert und welche Gerechtigkeitsparadigmen dabei dominieren.

  • Intertemporale Gerechtigkeit und ihre theoretische Fundierung
  • Implikationen globaler Trends wie demografischer Wandel und Klimawandel
  • Rolle wirtschaftspolitischer Renten- und Verteilungssysteme
  • Empirische Analyse individueller Einstellungen zur Generationengerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die Anspruchstheorie Robert Nozicks

Dem deontologischen Dogma folgend führt Nozick in seinem Hauptwerk „Anarchy, State, and Utopia“ aus, dass nur gerecht sein kann, was rechtmäßige Grundlage hat .(vgl. Shearmur 2006, S.33) Dabei liegt Nozick mit seiner Argumentation nicht weit entfernt von John Locke und dem Schöpfer der als Prototyp für deontologische Ethik geltenden Schriften, Immanuel Kant. (vgl. Breyer/Kolmar 2014, S. 31) Die Ansichten von Nozick sind sehr liberalistisch, da sie den Pluralismus betonen und das Recht eines jeden Individuums in den Vordergrund stellen, die eigenen Zielen zu folgen. Interessant sind auch die Konsequenzen dieser Postulate. Wenn eine gerechtfertigte Transaktion nur im Falle einer rechtmäßigen Aneignung von Gütern (Gerechtigkeit beim Erwerb) oder eines freiwilligen Tausches (Gerechtigkeit beim Überlassen) vorliegt, sind beispielsweise unfreiwillige Transferzahlungen illegitim. (vgl. Gregori 1979, S. 18) Daraus folgt Nozicks Plädoyer für einen Nachtwächterstaat, der sich, außer bei der Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit, nicht in die Belange seiner Bürger einzumischen hat. Aus intertemporaler Sicht ist besonders interessant, dass durch die genannten Prämissen auch eine Steuer auf vererbtes Vermögen nicht gerechtfertigt ist. Dieses Thema wird in der Arbeit später noch aufgegriffen werden. Die Schwäche des Ansatzes liegt in dessen Unvollständigkeit hinsichtlich der initialen Aneignung der Güter, was schlussendlich einen infiniten Regress induziert. (vgl. Breyer/Kolmar 2014, S. 39) Eine interessante Tatsache stellt die räumliche und zeitliche Verbindung zum ebenfalls in Harvard wirkenden John Ralws dar. (vgl. Shearmur 2006, S. 34) Das Werk Nozicks lässt sich hinsichtlich der Rawls`schen Theorie und dessen Fiktion vom Schleier des Nichtwissens mindestens als kritisch, wenn nicht gar in einigen Punkten als diametral opponierend interpretieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die ubiquitäre, aber polymorphe Thematik der Gerechtigkeit ein und definiert die Motivation sowie das Ziel der Arbeit, intertemporale Gerechtigkeitsaspekte im Kontext gegenwärtiger Trends zu untersuchen.

2. Gerechtigkeitstheorie in der Literatur: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch die Definition grundlegender Begriffe und eine Übersicht über ausgewählte Gerechtigkeitstheorien von Philosophen wie Nozick, Hayek, Sen und Rawls.

3. Implikationen lokaler und globaler Trends: Hier werden zentrale Herausforderungen wie demografischer Wandel, Ressourcenknappheit, Klimawandel, Globalisierung und materielle Ungleichheit auf ihre intertemporale Gerechtigkeitswirkung hin analysiert.

4. Empirische Primärforschung: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise einer Online-Umfrage und präsentiert die quantitativen und qualitativen Ergebnisse, die das Bewusstsein der Befragten für zukünftige Generationen erfassen.

5. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion der Ergebnisse, wobei die Komplexität einer gerechten intertemporalen Allokation und die Notwendigkeit weiterer Forschung betont werden.

Schlüsselwörter

Intertemporale Gerechtigkeit, Generationengerechtigkeit, Wirtschaftsethik, Demografie, Klimawandel, Globalisierung, Verteilungsgerechtigkeit, Rawls, Nozick, Hayek, Amartya Sen, materielle Ungleichheit, Wohlfahrtsökonomik, Rentensysteme, empirische Sozialforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Feld der intertemporalen Gerechtigkeit, also die Frage, wie heutige Entscheidungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf zukünftige Generationen ethisch und ökonomisch zu bewerten sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Kernbereichen gehören Gerechtigkeitstheorien, demografische Entwicklungen, die Auswirkungen von Klimawandel und Ressourcenknappheit sowie die globale materielle Ungleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die inter- und intragenerationellen Gerechtigkeitsaspekte aufzuzeigen und zu untermauern, wie wirtschaftspolitische Entscheidungen die Startbedingungen für kommende Generationen beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine eingehende Literaturrecherche und -analyse mit einer quantitativen und qualitativen Primärforschung in Form einer Online-Umfrage.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben einer theoretischen Einordnung durch bekannte Gerechtigkeitstheorien werden empirische Daten zu gesellschaftlichen Trends sowie die Ergebnisse einer Umfrage unter Individuen hinsichtlich ihres Interesses an nachfolgenden Generationen präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Generationengerechtigkeit, intertemporale Allokation, wirtschaftsethische Prinzipien und sozioökonomische Faktoren der Ungleichheit.

Welche Bedeutung hat die Coronakrise für die Umfrageergebnisse?

Der Autor vermutet, dass die zum Zeitpunkt der Umfrage präsente Coronakrise die starke Priorisierung von individuellen Freiheitsrechten unter den Befragten beeinflusst haben könnte.

Welche Rolle spielt die Theorie von John Rawls in dieser Arbeit?

Rawls' Konzept des „Schleiers des Nichtwissens“ dient als wichtige Argumentationsgrundlage, insbesondere um zu verdeutlichen, wie Rahmenbedingungen gestaltet sein müssten, um für alle Generationen gleichermaßen gerecht zu sein.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gerechtigkeit in der Wirtschaftspolitik und -ethik. Implikationen lokaler und globaler Trends
Hochschule
(IU Internationale Hochschule)
Note
1,3
Autor
Marcel Spiegelhalter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
52
Katalognummer
V540672
ISBN (eBook)
9783346170330
ISBN (Buch)
9783346170347
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gerechtigkeit implikationen trends wirtschaftspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Spiegelhalter (Autor:in), 2020, Gerechtigkeit in der Wirtschaftspolitik und -ethik. Implikationen lokaler und globaler Trends, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/540672
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Leseprobe aus  52  Seiten
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