Die folgende Arbeit setzt sich aus vier Einsendeaufgaben zusammen. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Frage, wie betriebliche Weiterbildung genau zu definieren ist und inwiefern sie sich von der beruflichen Weiterbildung unterscheidet. Die zweite Aufgabe thematisiert verschiedene Lernformen im Betrieb, genauer formales, non-formales und informelles Lernen.
Anschließend wird auf die Organisationsvorschläge des Tavistock Institutes for Human Relations von vor 50 Jahren eingegangen, die heute besonders relevant sind. Zuletzt wird untersucht, inwiefern jeder Mitarbeiter eines Unternehmens für seine eigene Entwicklung verantwortlich ist, wobei die Professionalisierungsgleichung nach Becker Anwendung findet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einsendeaufgabe 1
2. Einsendeaufgabe 2
3. Einsendeaufgabe 3
4. Einsendeaufgabe 4
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert zentrale Konzepte der betrieblichen Weiterbildung, verschiedene Lernformen sowie Ansätze der Organisationsentwicklung und deren Professionalisierung. Dabei steht die theoretische Fundierung betrieblicher Lern- und Veränderungsprozesse im Vordergrund.
- Betriebliche Weiterbildung und ihre Zielsetzungen
- Abgrenzung von formalem, non-formalem und informellem Lernen
- Soziotechnische Systemansätze in der Organisationsentwicklung
- Professionalisierungsgleichung nach Becker für Organisationsentwickler
- Zusammenhang von individueller und organisationaler Entwicklung
Auszug aus dem Buch
Einsendeaufgabe 2
Lernen findet in Betrieben wie auch im Privatleben in vielen unterschiedlichen Formen statt. Es ist undenkbar, dass es Betriebe gibt, in denen überhaupt kein Lernen stattfindet. Um verschiedene Lernformen zu unterscheiden, werden die Begrifflichkeiten formales, non-formales und informelles Lernen verwendet.
Formales Lernen findet in einem „organisierten und strukturierten Kontext“ statt. Die Struktur beinhaltet zum Beispiel definierte Lernziele, eine Zeiteinteilung oder eine Lernkonzept. Formales Lernen wird ausdrücklich als Lernen betitelt und wird häufig zertifiziert. Das Lernen ist aus Sicht der Lernenden gezielt beabsichtigt. Es deckt nur einen sehr geringen Teil des betrieblichen Lernens ab. Ein Beispiel hierfür ist ein Excel-Kurs, den alle Mitarbeiter mit Schulungsbedarf besuchen.
Non-formales Lernen dagegen ist zwar in eine geplante Tätigkeit eingebettet, wird aber nicht explizit als Lernen bezeichnet, auch die typischen Strukturen, wie Lernziele, finden sich hier nicht. Das Lernen ist auch hier aus Sicht der Lernenden beabsichtigt. Die Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters ist ein Beispiel hierfür.
Informelles Lernen findet im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit statt. Es ist weder organisiert noch strukturiert und in den meisten Fällen unbeabsichtigt aus Sicht der Lernenden (vgl. Severing et al 2014: 46f.). Auf Grund dieser Eigenschaften ist es sehr schwierig informelles Lernen zu bewerten oder zu untersuchen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einsendeaufgabe 1: Dieses Kapitel definiert betriebliche Weiterbildung und unterscheidet diese von der allgemeinen beruflichen Weiterbildung, wobei vier spezifische Zielfelder erläutert werden.
Einsendeaufgabe 2: Hier werden die Formen des Lernens in formales, non-formales und informelles Lernen unterteilt und anhand praxisnaher Beispiele voneinander abgegrenzt.
Einsendeaufgabe 3: Das Kapitel behandelt den soziotechnischen Systemansatz und diskutiert das Konzept teilautonomer Arbeitsgruppen als Mittel der modernen Organisationsentwicklung.
Einsendeaufgabe 4: Der Fokus liegt auf der Professionalisierung von Organisationsentwicklern, dargestellt durch eine mathematische Gleichung aus den Faktoren Begabung, Lernen, Erfahrung und Anerkennung.
Schlüsselwörter
Betriebliche Weiterbildung, Anpassungsweiterbildung, Formales Lernen, Informelles Lernen, Soziotechnischer Systemansatz, Teilautonome Arbeitsgruppen, Organisationsentwicklung, Professionalisierung, Begabung, Erfahrung, Anerkennung, Management by Objectives, Personalführung, Lernformen, Personalentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen theoretischen Aspekten der betrieblichen Weiterbildung, der Differenzierung von Lernformen im beruflichen Umfeld sowie mit Ansätzen und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Organisationsentwicklung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Kernpunkten gehören die Definition und Zielsetzung betrieblicher Weiterbildung, die Abgrenzung von Lernprozessen, das Modell soziotechnischer Systeme sowie die Faktoren, die zur Professionalität in der Organisationsentwicklung beitragen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die theoretische Durchdringung betrieblicher Lern- und Organisationsstrukturen, um deren Komplexität und die Anforderungen an handelnde Personen verständlich darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erläuterung der Inhalte verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Definition gängiger Begriffe sowie die Anwendung von Modellen (z. B. der Professionalisierungsgleichung nach Becker) auf betriebliche Praxisbeispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Aufgaben, die von der Einordnung betrieblicher Weiterbildungsformen über die Unterscheidung von Lernen bis hin zur soziotechnischen Systemtheorie und der Professionalisierung von Personalentwicklern reichen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind betriebliche Weiterbildung, Organisationsentwicklung, Professionalisierung, informelles Lernen sowie soziotechnische Systeme.
Wie unterscheidet sich formales von non-formalem Lernen?
Formales Lernen ist strukturiert, zielorientiert und oft zertifiziert, während non-formales Lernen zwar geplant in Tätigkeiten eingebettet ist, aber nicht explizit als solches benannt wird oder typische Lernstrukturen wie Lernziele vermissen lässt.
Warum ist laut der Autorin Anerkennung für Organisationsentwickler wichtig?
Anerkennung durch das Management und die Organisationsmitglieder ist eine notwendige Voraussetzung, um bei Veränderungsprozessen die Rolle erfolgreich auszuüben und eine vertrauensvolle, professionelle Arbeitsbeziehung zu den Beteiligten aufzubauen.
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- Judith Schmitt (Author), 2020, Aspekte der betrieblichen Weiterbildung und Organisationsentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/540359