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Die Phänomene der "Neuen Kriege" kontrovers diskutiert

Ist der Begriff wissenschaftlich legitim?

Title: Die Phänomene der "Neuen Kriege" kontrovers diskutiert

Term Paper , 2020 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Saskia Liehr (Author)

Earth Science / Geography - Geopolitics

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Als der Kalte Krieg 1989/1990 endete, verlor die bis zum damaligen Zeitpunkt behandelte These der Stellvertreterkriege in der Konfliktforschung an Bedeutung. Da die Zahl der bewaffneten Konflikte in den 1990er Jahren umgehend anstieg, wurden zahlreiche neue Thesen über Kriege und deren Entstehung entwickelt. In diesem Zusammenhang entstand auch die These der "Neuen Kriege", welche davon ausgeht, dass eine neue Art der Kriegsführung entstanden sei, die so vorher noch nicht existiert habe. Einige Kritiker verweisen darauf, dass der Begriff des "Neuen" grundsätzlich inhaltsleer und zeitlich begrenzt sei. Andere zweifeln die empirische Basis der befürwortenden Behauptungen an.

Diese Arbeit widmet sich daher der übergeordneten Fragestellung, ob der Begriff der "Neuen Kriege" wissenschaftlich legitim ist. Um dies zu beantworten, beschäftigt sie sich ausführlich mit den Fragen, wie sich "Neue Kriege" genau definieren und welche Kritiken es an dieser Bezeichnung gibt. Eine Definition von "alten" Kriegen soll den Unterschied zwischen zu den "Neuen Kriegen" verdeutlichen. Im Anschluss werden die verschiedenen Phänomene der "Neuen Kriege" aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „alten“ Kriege

3. Die Phänomene des „Neuen Kriegs“ kontrovers diskutiert

3.1 Gewalt

3.2 Ethnische Motive

3. 3 (Gewalt)Ökonomische Motive

3.4 Failed states

3. 5 Kommerzialisierung der Gewalt

3.6 Schattenglobalisierung

3.7 Gewaltökonomien

3.8 Veränderte Wahrnehmung

3.9 Der Begriff der Bürgerkriege

3.10 Einsatz von Kindersoldaten

3.11 Gewalt gegen Zivilisten

3.12 Terrorismus

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftliche Legitimität des Begriffs der „Neuen Kriege“. Dabei wird analysiert, inwiefern sich diese von den „alten“ Kriegen unterscheiden und ob die vorgeschlagenen Merkmale tatsächlich neue Phänomene darstellen oder lediglich veränderte Wahrnehmungen widerspiegeln.

  • Definition und Charakterisierung „alter“ Kriege
  • Phänomenologie „Neuer Kriege“ (Privatisierung, Ökonomisierung, Entzivilisierung)
  • Rolle nichtstaatlicher Gewaltakteure und Warlords
  • Kritische wissenschaftliche Debatte und Kontroversen
  • Hinterfragung der „Neuheit“ im Kontext globaler Entwicklungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Gewalt

Dabei sind die Gewaltmittel und Gewaltstrategien durch Privatisierung und Entzivilisierung, im Sinne des systematischen Regelbruchs charakterisiert (ebd.). Bei der Privatisierung von Gewalt kann laut Eppler zwischen der Privatisierung der Gewalt von unten und von oben unterschieden werden (Eppler 2009, S. 30). Bei der Privatisierung von unten, welche am ehesten den Merkmalen eines „Neuen Krieges“ entspricht, lehnen sich substaatliche Gewaltakteure gegen das staatliche Gewaltmonopol auf. Zu früheren Zeiten verfolgten diese substaatlichen Gewaltakteure durchaus politische Interessen und kämpften, oft in Bürgerkriegen, für Veränderungen in ihrem Staat (ebd. S. 30). Heutige substaatliche Gewaltakteure haben meistens jedoch keinerlei Verbindung zum Staat und haben kein Interesse an seiner Erhaltung, da sie diesen, in Anbetracht ihrer ökonomischen Interessen, nur als „hinderlich“ ansehen (ebd. S. 31). Bei der Privatisierung von oben spricht man von Gewalt, die von „oben“, also von Regierungen, Armeen und der besitzenden Oberschicht gegen die (restliche) Bevölkerung ausgeht (ebd. S. 42). Dabei wird diese jedoch meistens indirekt, durch Paramilitärs ausgeführt, von denen sich Regierungen beispielsweise distanzieren, sie insgeheim aber unterstützen und die „Drecksarbeit“ erledigen lassen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die wissenschaftliche Debatte über „Neue Kriege“ seit den 1990er Jahren und Vorstellung der zentralen Fragestellung zur Legitimität dieses Begriffs.

2. Die „alten“ Kriege: Analyse des historischen Modells des zwischenstaatlichen Krieges mit Fokus auf das staatliche Gewaltmonopol und die Clausewitz’sche Kriegstheorie.

3. Die Phänomene des „Neuen Kriegs“ kontrovers diskutiert: Detaillierte Untersuchung verschiedener Merkmale wie Ökonomisierung, Failed States, Schattenglobalisierung und Gewalt gegen Zivilisten unter kritischer Betrachtung.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, welche die wissenschaftliche Legitimität des Begriffs „Neue Kriege“ aufgrund der mangelnden Abgrenzbarkeit und kontroverser Thesen infrage stellt.

Schlüsselwörter

Neue Kriege, Alte Kriege, Gewaltmonopol, Privatisierung von Gewalt, Gewaltökonomien, Failed States, Schattenglobalisierung, Bürgerkrieg, Kindersoldaten, Terrorismus, Konfliktforschung, Entzivilisierung, Kriegstheorie, Politische Ökonomie, Legitimität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die wissenschaftliche Debatte über das Konzept der „Neuen Kriege“, die seit den 1990er Jahren als Reaktion auf veränderte Konfliktmuster nach dem Kalten Krieg entstanden ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung von „alten“ und „neuen“ Kriegen, die Privatisierung von Gewalt, ökonomische Kriegsgründe und die kritische Hinterfragung, ob diese Phänomene tatsächlich „neu“ oder nur anders wahrgenommen sind.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob der Begriff der „Neuen Kriege“ wissenschaftlich legitim ist oder ob es sich eher um eine veränderte Wahrnehmung bestehender Phänomene handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und Diskussion, in der verschiedene Thesen renommierter Autoren wie Mary Kaldor, Herfried Münkler und Erhard Eppler gegenübergestellt und kritisch bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition der „alten“ Kriege als Kontrastfolie und eine detaillierte Diskussion spezifischer Phänomene „Neuer Kriege“, wie etwa Gewaltökonomien, Schattenglobalisierung und den Einsatz von Kindersoldaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören unter anderem Gewaltmonopol, Privatisierung von Gewalt, Failed States, Schattenglobalisierung und der Begriff der Legitimität in der Konfliktforschung.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Privatisierung der Gewalt von oben und unten?

Bei der Privatisierung von unten lehnen sich substaatliche Akteure gegen den Staat auf, während bei der Privatisierung von oben Regierungen indirekt über Paramilitärs Gewalt gegen die eigene Bevölkerung ausüben.

Warum wird der Begriff „Bürgerkrieg“ im Zusammenhang mit „Neuen Kriegen“ hinterfragt?

Die Arbeit thematisiert die Kritik von Herfried Münkler, der davor warnt, moderne Konflikte als „Bürgerkriege“ zu bezeichnen, da ihnen oft die politisch-ideologische Motivation fehlt und stattdessen rein ökonomische Profite im Vordergrund stehen.

Was ist das Fazit der Arbeit zur Legitimität des Begriffs?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Begriff der „Neuen Kriege“ wissenschaftlich nicht legitim ist, da die zugrunde liegenden Phänomene oft historisch nicht neu sind und der Begriff zu unpräzise gefasst ist.

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Details

Title
Die Phänomene der "Neuen Kriege" kontrovers diskutiert
Subtitle
Ist der Begriff wissenschaftlich legitim?
College
University of Hamburg  (Geographie)
Course
Seminar Anthropogeographie B: Internationale Sicherheit und Politische Geographie
Grade
2,0
Author
Saskia Liehr (Author)
Publication Year
2020
Pages
14
Catalog Number
V538861
ISBN (eBook)
9783346166593
ISBN (Book)
9783346166609
Language
German
Tags
Neue Kriege Alte Kriege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Liehr (Author), 2020, Die Phänomene der "Neuen Kriege" kontrovers diskutiert, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/538861
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