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Der Herero-Krieg und seine Folgen

Titel: Der Herero-Krieg und seine Folgen

Hausarbeit , 2019 , 28 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Pawel Bornstedt (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Herero-Krieg, der 1904–1908 in Deutsch-Südwest tobte, fand der erste Genozid des 20. Jahrhunderts statt. Wegen diesem brutalen Vorgehen wurde das Deutsche Kaiserreich schon während des Krieges von manchen scharf kritisiert. Über seine Folgen und potenzielle Zusammenhänge mit dem Holocaust wurde in der Forschung seit dem Fall des Dritten Reichs immer wieder diskutiert. 2003 veröffentlichte Jürgen Zimmerer mehrere Aufsätze bezüglich des Verhältnisses vom Holocaust und Kolonialismus, was in einer erneuten wissenschaftlichen Diskussion resultierte. Trotz der jahrelangen Debatte, sind diese Überlegungen vermutlich auch nicht die letzten.

Diese Arbeit hat nicht den Anspruch, den Herero-Krieg und seinen Einfluss auf den Holocaust zu untersuchen, auch wenn es unumgänglich ist, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Vielmehr wird sich hier mit den Fragen beschäftigt, ob der Krieg überhaupt Einflüsse ausüben konnte und welche Wirkung die Kolonie auf die Metropole ausgelöst hat.

Um dies zu erreichen, wird zuerst der Krieg zusammengefasst und die Aspekte des Vernichtungskrieges genauer erläutert (II.). Ferner wird untersucht, wie die Geschehnisse von Zeitgenossen aufgenommen wurden (III.) und inwiefern überhaupt die Möglichkeit bestand, dass der Krieg und/oder seine Folgen Einfluss auf zukünftige Ereignisse nehmen konnten (IV.). Erst nachdem die Voraussetzungen geklärt wurden, werde ich auf die vorher erwähnte wissenschaftliche Diskussion zurückgreifen und einige exemplarische Thesen in aller Kürze schildern (V.). Darauffolgend wird an einigen ausgewählten Aspekten die Wechselwirkung zwischen Kolonie und Metropole geschildert (VI.). Abschließend folgt ein Fazit (VII.)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Herero-Krieg

III. Zeitgenössische Rezeption

1. Rezeption im Kaiserreich

2. Rezeption im Ausland

IV. Einflussmöglichkeiten

1. Literatur

2. Vereine

3. Kollektives Gedächtnis

V. Forschungsdebatte

VI. Wechselwirkung zwischen Kolonie und Metropole

1. Rassismus

2. Radikalisierung

3. Kolonialisierung

VII. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise der Herero-Krieg (1904–1908) als einflussnehmendes Ereignis fungierte und welche Auswirkungen die Kolonie auf die deutsche Metropole hatte. Ziel ist es, die Kontinuitäten zwischen kolonialer Gewalt und späteren nationalsozialistischen Verbrechen unter Berücksichtigung der zeitgenössischen Wahrnehmung sowie des kollektiven Gedächtnisses wissenschaftlich einzuordnen.

  • Analyse der Rezeption des Herero-Krieges in Deutschland und im Ausland.
  • Untersuchung von Einflussfaktoren wie Literatur, Vereine und das kollektive Gedächtnis.
  • Darstellung der wissenschaftlichen Forschungsdebatte zur Kontinuität des Kolonialismus im Holocaust.
  • Betrachtung der Wechselwirkungen zwischen Kolonie und Metropole hinsichtlich Rassismus und Radikalisierung.
  • Diskussion über die Auswirkungen kolonialer Erfahrungen auf die Ideologien des Dritten Reichs.

Auszug aus dem Buch

II. Der Herero-Krieg

Der deutsche Einfluss im Südwest-Afrika begann 1883 mit dem Erwerb von Land, welches im April des nächsten Jahres zum deutschen Schutzgebiet erklärt wurde. Deutsch-Südwest wurde damit zu einer der ersten deutschen Kolonien. Für das Kaiserreich war dieser späte Einstieg wichtig, da der Besitz von Kolonien für das nationale Prestige der europäischen Nationen war. Im betroffenen Gebiet bildete das Hirtenvolk der Hereros zwar die stärkste Bevölkerungsgruppe, jedoch nicht die einzige. Nama, Khoikhoi und Buren machten ihnen das Land streitig, weswegen in den 1880ern Verträge zwischen den Herero und Deutschen unterzeichnet wurden, in denen die Herero von den Deutschen Schutz bekommen sollten.

1896 brach dann die Rinderpest aus, bei der teilweise bis zu 95% der Herden starben. Hinzu kam ein „ausgesprochenes »Herrenmenschentum«“ der neuen Kolonisten und das „duale Rechtsystem“ bei dem den afrikanischen Autoritäten nicht erlaubt wurde über die Weißen zu richten, die deutschen Autoritäten jedoch Verbrechen an Afrikanern kaum ahndeten. Bedingt durch die Rinderpest kam es zu Epidemien und zum Zusammenbruch des traditionellen Wirtschaftssystems der Herero – durch die allgemeine Verarmung wurden Herero gezwungen ihre Arbeitskraft an weiße Farmer und Unternehmer zu verkaufen. Parallel dazu stiegen die Forderungen der Siedler nach Land und die Rücklosigkeit bei der Eintreibung der Schulden.

Kurz vor Kriegsausbruch wurden die Reservate Okahandja und Waterberg für die Herero beschlossen, ohne ihre Zustimmung. Der dafür zuständige Distriktchef Leutnant Zürn setzte diese dennoch mit Drohung und Fälschung durch. Durch die so immer schlimmeren Lebensumstände der Hereros und die immer stärker werdenden Spannungen war ein Aufstand unausweichlich. Eine Gelegenheit für die Hereros bat sich Anfang 1904 an, als wegen einer Befriedigungsaktion nur wenige Schutztruppen in der Kolonie blieben und die (falsche) Meldung herumging, der Gouverneur der Kolonie, Theodor Leutwein, sei gestorben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Genozids im Herero-Krieg ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dessen Auswirkungen auf die Metropole und möglichen Kontinuitäten zum Holocaust.

II. Der Herero-Krieg: Dieses Kapitel fasst die Ursachen, den Verlauf sowie die Eskalation des Konflikts zusammen, inklusive der Etablierung von Konzentrationslagern und der totalen Vernichtungsstrategie.

III. Zeitgenössische Rezeption: Hier wird die Aufnahme der Kriegsereignisse sowohl durch die deutsche Bevölkerung und Politik im Kaiserreich als auch durch das Ausland, insbesondere Großbritannien, analysiert.

IV. Einflussmöglichkeiten: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Literatur, kolonial orientierte Vereine und das kollektive Gedächtnis dazu beitrugen, den Krieg im Bewusstsein der deutschen Gesellschaft zu verankern.

V. Forschungsdebatte: Eine Darstellung der wissenschaftlichen Kontroversen um die Kontinuitätsthese, insbesondere der Debatte, inwieweit der Herero-Krieg als Vorläufer des Holocausts betrachtet werden kann.

VI. Wechselwirkung zwischen Kolonie und Metropole: Dieses Kapitel untersucht die Übertragung kolonialer Praktiken und Ideologien auf die Metropole, unterteilt in die Schwerpunkte Rassismus, Radikalisierung und Kolonialisierung.

VII. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die starke Rückwirkung der kolonialen Erfahrungen auf die Entwicklung gesellschaftlicher Strukturen in der Metropole.

Schlüsselwörter

Herero-Krieg, Deutsch-Südwestafrika, Kolonialismus, Holocaust, Genozid, Rassismus, Metropole, Kontinuität, Vernichtungskrieg, Konzentrationslager, Radikalisierung, Kolonialgeschichte, Rassenhygiene, Nationalsozialismus, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem Herero-Krieg als erstem Genozid des 20. Jahrhunderts und untersucht, inwieweit die dortigen kolonialen Erfahrungen und die rassistische Ideologie die deutsche Metropole beeinflussten und Kontinuitäten zu späteren Ereignissen wie dem Holocaust aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert die Rezeption des Krieges, die Rolle von Literatur und Vereinen bei der Verbreitung kolonialer Ideen sowie die spezifischen Wechselwirkungen zwischen den Kolonien und der deutschen Metropole in den Bereichen Rassismus und Radikalisierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der Herero-Krieg Einflüsse auf die Metropole ausüben konnte und wie sich die dortigen Ereignisse in das kollektive Gedächtnis einschrieben, um daraus Rückschlüsse auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Quellen, Literatur und historischen Debatten. Sie verknüpft dabei die historische Aufarbeitung des Krieges mit aktuellen Forschungsthesen zur Kontinuität kolonialer Gewalt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung des Krieges, die Analyse der zeitgenössischen Rezeption, die Erörterung der Einflussfaktoren (Literatur, Vereine, Gedächtnis) sowie eine detaillierte Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Kolonie und Metropole durch rassistische und radikalisierende Prozesse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kolonialismus, Genozid, Rassismus, Kontinuität und die Wechselwirkung zwischen Kolonie und Metropole charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Konzeption der Konzentrationslager im Herero-Krieg von denen im Dritten Reich?

Während im Herero-Krieg die Lager unter anderem der Inhaftierung ganzer Stammesgemeinschaften und der Umerziehung zur Zwangsarbeit dienten, war das System im Dritten Reich stärker durch eine bürokratisierte, industrielle Vernichtungslogik geprägt, bei der das Individuum vollständig entmenschlicht wurde.

Welche Rolle spielte die zeitgenössische Literatur bei der Akzeptanz des Vernichtungskrieges?

Die Literatur rechtfertigte den Krieg oft als zivilisatorische Notwendigkeit oder als Recht des Stärkeren. Durch die Verbreitung solcher Narrative in der breiten Bevölkerung und als Schullektüre wurde der Widerstand gegen gewaltsame Ausrottungsmaßnahmen geschwächt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Herero-Krieg und seine Folgen
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
2,3
Autor
Pawel Bornstedt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V538670
ISBN (eBook)
9783346147950
ISBN (Buch)
9783346147967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wechselwirkung Kolonie Metropole Herero Holocaust Kolonialisierung Imperialsimus Deutsches Kaiserreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pawel Bornstedt (Autor:in), 2019, Der Herero-Krieg und seine Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/538670
Blick ins Buch
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