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Erlebnispädagogik

Grundlagen, Ziele, Methoden und Kritk

Titel: Erlebnispädagogik

Hausarbeit , 2017 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maria Liebing (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dem Begriff Erlebnispädagogik begegnet man in der Praxis der Sozialen Arbeit immer häufiger. Zahlreiche Angebote und Konzepte werden durch den Zusatz erlebnispädagogisch von Bedeutung zu sein ergänzt bzw., so scheint es, aufgewertet. Aber ist tatsächlich alles wo Erlebnispädagogik draufsteht, auch Erlebnispädagogik drin. Wenn ja, dann stellt sich die Frage, warum dies so ist. Scheint die Situation eines/einer Systemsprenger*in ausweglos, wird oftmals die „Erlebnispädagogik-Karte“ gezückt. Eine Art Trumpf der Sozialpädagogik?
Diese Arbeit stellt die Erlebnispädagogik als Methode der Sozialen Arbeit vor und weist anhand der theoretischen Erkenntnisse auf Grenzen dieser Methode hin und kritisiert diese auf konstruktive Art und Weise.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Erlebnispädagogik

2.2 Erlebnis

2.3 Abenteuer

3. Geschichte und theoretische Grundlagen

4. Rechtliche Verankerung

5. Ansätze und Merkmale

6. Ziele und Zielgruppen

7. Methoden und Angebote

8. Kritik

9. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Erlebnispädagogik als Methode der Sozialen Arbeit theoretisch vorzustellen, kritisch zu reflektieren und dabei insbesondere die Grenzen dieser Methode sowie mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen.

  • Definition zentraler Begriffe: Erlebnis und Abenteuer
  • Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen nach Kurt Hahn
  • Rechtliche Verankerung innerhalb des SGB VIII
  • Analyse der Ansätze, Merkmale, Ziele und Zielgruppen
  • Kritische Reflexion bezüglich Transferproblemen und Angebotsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3. Geschichte und theoretische Grundlagen

Die Grundgedanken der Erlebnispädagogik gehen auf die Reformpädagogen J.-J. Rousseau und D. H. Thoreau zurück. So misst Rousseau dem Lernen über die Sinne eine enorme Bedeutung bei. Thoreau spezifiziert dies mit dem Lernen in der Natur und durch diese („Zurück zur Natur“ sowie „Leben ist Handeln“). (vgl. Kreft / Mielenz 2008, S. 253) Durch die Instrumentalisierung erlebnispädagogischer Angebote durch die Nationalsozialisten distanzierte man sich nach dem Nationalsozialismus von Angeboten, welche Jugendarbeit und Sport verknüpfen. Heute gibt es eine breite erlebnispädagogische Angebotspalette mit unterschiedlichen Ansätzen und von verschiedenen Trägern. (vgl. Galuske 2011, S. 251f.)

Dabei ist zu prüfen, ob dort wo Erlebnispädagogik drauf steht auch Erlebnispädagogik drin ist, denn oft hat es den Anschein, dass jedes besondere Angebot mit dem Begriff Erlebnispädagogik gerechtfertigt und überschrieben wird. Eine verbindliche Theorie der Erlebnispädagogik als solche existiert jedoch nicht. Grundlegend sind aber die theoretischen Überlegungen von Kurt Hahn. (vgl. Kreft / Mielenz 2008, S. 252)

Kurt Hahn gilt als Begründer der Erlebnispädagogik. Ausgangspunkt war seine Gesellschaftskritik. So beschrieb er vier Verfallserscheinungen bei den Menschen, insbesondere bei der Jugend. Diese waren charakterisiert durch „den Mangel an menschlicher Anteilnahme; den Mangel an Sorgsamkeit; den Verfall der körperlichen Leistungsfähigkeit und Tauglichkeit; den Mangel an Initiative und Spontaneität.“ (Galuske 2011, S. 252). Um diesen Verfallserscheinungen entgegenzuwirken, entwickelte Hahn als „Gegenmittel“ die Erlebnistherapie mit zwei Grundprinzipien: Erleben statt Belehrung sowie Erziehung durch Gemeinschaft (vgl. Sommerfeld 1993, S. 32f. zit. n. Galuske 2011, S. 252). Dabei sollte die Erlebnistherapie vier Elemente enthalten: der „Dienst am Nächsten“ durch gemeinnützige Arbeit (bspw. die Berg- oder Seenotrettung) im Sinne aktiver, sozialer Verantwortung, „körperliche[s] Training“, durch welches mittels Natursportarten motorische Fähigkeiten verbessert werden sollten und ein positives Körperbewusstsein erreicht werden sollte (bspw. Klettern), Durchführung einer mehrtägigen Expedition in der Natur inklusive der Vorbereitung sowie Realisierung eines handwerklichen oder künstlerischen Projekts, um die beschriebenen Ziele wie Anteilnahme und Leistungsfähigkeit zu erreichen (Galuske 2011, S. 252).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Verwendung des Begriffs Erlebnispädagogik in der Sozialen Arbeit ein und stellt die kritische Frage nach der fachlichen Substanz hinter diesen Angeboten.

2. Definitionen: Dieses Kapitel definiert die für das Arbeitsfeld essenziellen Begriffe Erlebnispädagogik, Erlebnis und Abenteuer, um ein gemeinsames Verständnis als Basis für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Geschichte und theoretische Grundlagen: Hier werden die historischen Wurzeln bei Rousseau und Thoreau sowie die zentralen theoretischen Überlegungen des Begründers Kurt Hahn dargelegt.

4. Rechtliche Verankerung: Das Kapitel verortet die Erlebnispädagogik innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in verschiedenen Paragraphen des SGB VIII.

5. Ansätze und Merkmale: Hier werden die wesentlichen Kennzeichen wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und Lernen in Situationen mit Ernstcharakter erläutert.

6. Ziele und Zielgruppen: Dieses Kapitel differenziert die verschiedenen Zieldimensionen – sachlich, sozial, ökologisch und individuell – und skizziert die breit gefächerte Zielgruppe.

7. Methoden und Angebote: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung, von sportlichen Aktivitäten bis hin zu Einzelfallhilfen, sowie der Bedeutung der Reflexion.

8. Kritik: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methode, wobei Themen wie das Transferproblem, Geschlechtsspezifik und der Zwangscharakter in der Hilfe zur Erziehung beleuchtet werden.

9. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und plädiert für eine Einbettung der Erlebnispädagogik in einen größeren Methodenpool mit Fokus auf alltagsnahe Transferleistungen.

Schlüsselwörter

Erlebnispädagogik, Soziale Arbeit, Erlebnis, Abenteuer, Kurt Hahn, Erlebnistherapie, Jugendhilfe, Handlungsorientierung, Transferproblem, Ressourcenaktivierung, Reflexion, Selbstwirksamkeit, Natursport, Pädagogik, Zielgruppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Erlebnispädagogik als Methode der Sozialen Arbeit, ihrer theoretischen Fundierung sowie einer konstruktiven Kritik ihrer Anwendung in der Praxis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen (Kurt Hahn), rechtliche Aspekte im SGB VIII, die methodische Ausgestaltung sowie eine kritische Reflexion hinsichtlich Transfer und Wirkung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Erlebnispädagogik vorzustellen, ihre theoretische Einordnung zu prüfen und aufzuzeigen, wie sie konstruktiv kritisiert und sinnvoll in der Sozialen Arbeit eingesetzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Literaturanalyse des erlebnispädagogischen Diskurses und der einschlägigen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst Definitionen, historische und theoretische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, methodische Ansätze sowie eine detaillierte kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Erlebnispädagogik, Soziale Arbeit, Erlebnis, Abenteuer, Handlungsorientierung, Transferproblem und Ressourcenaktivierung.

Welche Kritikpunkte werden in Bezug auf den Zwangscharakter genannt?

Die Arbeit kritisiert, dass erlebnispädagogische Angebote bei Einzelfallhilfen oft als „letzte Chance“ verordnet werden, was den Prinzipien von Freiwilligkeit und Eigenverantwortung entgegensteht.

Warum ist die Reflexion so wichtig?

Die Reflexion wird als wichtigster Teil bezeichnet, da sie sicherstellt, dass die erlebnispädagogischen Erfahrungen nicht bloße Freizeitangebote bleiben, sondern pädagogisch wirksam in den Alltag transferiert werden.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erlebnispädagogik
Untertitel
Grundlagen, Ziele, Methoden und Kritk
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Note
1,0
Autor
Maria Liebing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V537650
ISBN (eBook)
9783346142689
ISBN (Buch)
9783346142696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erlebnispädagogik Erlebnis Abenteuer Systemsprenger
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Liebing (Autor:in), 2017, Erlebnispädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/537650
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Leseprobe aus  8  Seiten
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