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Die Morphologie des Lernens in Abgrenzung zu Ideologie und Dogmatismus

Title: Die Morphologie des Lernens in Abgrenzung zu Ideologie und Dogmatismus

Term Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Michael Roos (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology

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Historisch betrachtet, lassen sich viele Beispiele benennen, welche die katastrophalen Folgen, die von ideologischen und dogmatischen Systemen ausgehen können, aufzeigen. Der Begriff Ideologie wird hier als eine Weltanschauung aufgefasst, die interessengeleitete Werturteile, Glaubenssätze, Wesensbestimmungen und Normen enthält. Sie wird von dem Interesse geleitet, ihren Fortbestand zu sichern. In der Regel haben ideologische Aussagen einen dogmatischen Charakter. Dennoch sind nicht alle dogmatischen Aussagen einer Ideologie zuzuordnen. Die Begriffe können nicht synonym verwendet werden. Wie jedoch schon aus dem Titel dieser Arbeit ersichtlich ist, stellen diese beiden Begriffe eine gemeinsame Abgrenzungskategorie dar. Diese gemeinsame Kategorie erschließt sich aus der, den beiden Aussagesystemen gemeinsame Behauptung, dass sie Aussagen über die Wahrheit bzw. über die Wirklichkeit machen. Sie erheben den Anschein gesicherte Erkenntnisse zu liefern. Da es sich bei der Gewinnung von Erkenntnissen über die Wirklichkeit um die ureigenste Aufgabe der Wissenschaft handelt, geben sie sich gleichsam als eine solche aus. In dieser Vermengung bzw. Verwechslung von Wissenschaft und pseudo- wissenschaftlichen ideologischen und dogmatischen Satzsystemen kumuliert die Gefahr des Missbrauchs. Dies wird von totalitären politischen Systemen und fundamentalistischen Gruppierungen immer wieder bewiesen. Da diese Systeme nach Fortbestand und Erweiterung streben, ist eine Abgrenzung besonders zur Erziehungswissenschaft unerlässlich.
Gegenstand dieser Hausarbeit ist die Abgrenzung der >Morphologie des Lernens< von Horst Dräger zu Ideologie und Dogmatismus. In dem ersten Teil der Arbeit wird eine metatheoretische Perspektive eingenommen. Orientiert an den Werken von Karl Raimund Popper, Rudolf Lochner und Wolfgang Brezinka wird eine Folie herausgearbeitet, die als Abgrenzungsgrundlage zwischen wissenschaftlichen und nicht- wissenschaftlichen Systemen dient. Anhand dieser Folie wird überprüft, ob es sich bei der Morphologie des Lernens um eine Erziehungswissenschaftliche Arbeit handelt.
Im folgenden Kapitel ändert sich der Blickwinkel von der metatheoretischen auf die inhaltliche Ebene, die >Interne Perspektive<.
Es wird der Frage nachgegangen, ob Dräger Prinzipien und Methoden beschreibt, die den Lerner vor einer dogmatischen und ideologischen Fixierung bzw. Manipulierung seines Gedankenkreises bewahren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Metatheoretische Perspektive

II.1 Der Missbrauch der Wissenschaft

II.2 Popper und der kritische Rationalismus

II.2.1 Das Induktionsproblem

II.2.2 Die Kritische Prüfung

II.2.2.1 Der Entdeckungs- und Begründungszusammenhang

II.2.2.2 Das Abgrenzungskriterium

II.2.2.3 Anforderungen an die Sprache

II.3 Die Differenzierung der Satzsysteme

II.4 Zusammenfassende Abgrenzungsfolie

II.5 Die Überprüfung, Abgrenzung und Einordnung der Morphologie des Lernens

III. Interne Perspektive

III.1 Aus der Sicht des Lernenden

III.1.1 Die Stufen des Lernprozesses

III.2 Prinzipien, die den Lerner vor einer dogmatischen Fixierung bewahren

III.2.1 Die prinzipielle Offenheit

III.2.2 Das Erlernen und Anwenden von wissenschaftlichen Verfahren

III.2.3 Die Bedeutung der gebildeten Geselligkeit

III.3 Aus der Perspektive des Lehrenden

III.3.1 Die mentalen Aktivitäten von Lernen Denken und Erkennen als Modi der Aneignung

III.3.1.1 Lehrinitiiertes Lernen: lernend machen

III.3.1.2 Lehrinitiiertes Erkennen: erkennend machen

III.3.1.3 Lehrinitiiertes Denken -> denkend machen

III.3.2 Die Bewahrung der Lehre vor Ideologie und Dogmatismus

III.3.2.1 Die Unverfügbarkeit des Individuums/ Schutz der Autonomie

III.3.2.2 Überwindung von Traditionsgehorsam und Egozentrismus durch Paradigmentransformation

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die "Morphologie des Lernens" von Horst Dräger als erziehungswissenschaftliche Disziplin von ideologischen und dogmatischen Systemen abgegrenzt werden kann, und identifiziert dabei Prinzipien sowie Methoden, die den Lernprozess vor einer ideologischen Instrumentalisierung schützen.

  • Abgrenzung zwischen Wissenschaft und Ideologie/Dogmatismus
  • Kritischer Rationalismus nach Popper als theoretische Basis
  • Analyse der Stufen und Prinzipien des Lernprozesses
  • Lehrende und lernende Perspektiven auf Wissensaneignung
  • Transformation des Lernerparadigmas zur Bewahrung der Autonomie

Auszug aus dem Buch

II.1 Der Missbrauch der Wissenschaft

"Das Wichtigste ist, allen jenen großen Propheten zu misstrauen, die eine Patentlösung in der Tasche haben…“2 In diesem Misstrauen gegen Patentlösungen, sprich gegen dogmatische Sätze, wurzelt der Rationalismus. Popper trifft für sich die moralische Entscheidung sich an die Vernunft zu binden, um sich so vom Irrationalismus zu distanzieren.

Der Irrationalismus findet Ausdruck in romantischer Hysterie und im Radikalismus. Popper zeigt dies in seinem Doppelband: „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“ zunächst an Platon, anschließend in Band II an Hegel, Marx und, wenn auch nicht namentlich erwähnt, an Hitler und deren Konsequenzen auf. Hier wird das Individuum zum Werkzeug von Ideologien instrumentalisiert.

„Im Gegensatz zur intellektuellen Unverantwortlichkeit eines Mystizismus, der sich in Träume flüchtet, und im Gegensatz zu einer orakelnden Philosophie, die im Wortschwall ihr Heil sucht, zwingt die moderne Wissenschaft unserem Geiste die Disziplin praktischer Prüfung auf.“3 Poppers Waffe gegen die „falschen Propheten“ ist folglich die rationale Kritik. Sowohl Popper, sowie später auch Brezinka, sprechen den Ideologien nicht deren Wert für die Wissenschaft ab. „Die Wissenschaft muß mit Mythen beginnen und mit der Kritik an Mythen.“4 Wichtig ist jedoch, eindeutig zwischen ideologischen bzw. dogmatischen Aussagen und wissenschaftlichen Theorien zu unterscheiden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung definiert Ideologie und Dogmatismus als abzugrenzende Kategorien und führt in den Gegenstand der Untersuchung ein.

II. Metatheoretische Perspektive: Dieses Kapitel erarbeitet auf Basis des kritischen Rationalismus Kriterien zur Unterscheidung von Wissenschaft und Nicht-Wissenschaft.

III. Interne Perspektive: Hier wird untersucht, wie die Morphologie des Lernens Prinzipien anwendet, die den Lerner vor ideologischer Beeinflussung schützen.

IV. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Einordnung der Morphologie des Lernens als Erziehungswissenschaft.

Schlüsselwörter

Morphologie des Lernens, Erziehungswissenschaft, Ideologie, Dogmatismus, Kritischer Rationalismus, Karl Raimund Popper, Falsifizierbarkeit, Gedankenkreis, Paradigmentransformation, Sokratische Methode, Pädagogik, Lernprozess, Autonomie, Werturteilsfreiheit, Erkenntnisarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Abgrenzung der „Morphologie des Lernens“ nach Horst Dräger von nichtwissenschaftlichen, ideologischen und dogmatischen Systemen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die metatheoretische Fundierung durch den kritischen Rationalismus, die Stufen des Lernprozesses und die Methoden zur Bewahrung der lernenden Autonomie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die „Morphologie des Lernens“ eine legitime erziehungswissenschaftliche Arbeit darstellt und keine ideologische Instrumentalisierung betreibt.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Kriterien des kritischen Rationalismus, insbesondere das Abgrenzungskriterium der Falsifizierbarkeit nach Popper, um wissenschaftliche von pseudowissenschaftlichen Aussagen zu trennen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst die metatheoretische Basis gelegt und anschließend die interne Perspektive des Lernens und Lehrens analysiert, um spezifische Schutzmechanismen gegen Dogmatismus zu identifizieren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erziehungswissenschaft, Falsifizierbarkeit, Gedankenkreiserweiterung, Paradigmentransformation und die Sokratische Methode.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Lehrenden und Lernenden?

Die Arbeit beleuchtet beide Seiten: Aus Sicht des Lernenden steht die Entwicklung des Gedankenkreises im Fokus, während aus Sicht des Lehrenden die intentionalen Modi des „lernend, erkennend und denkend Machens“ zur Vermeidung von Dogmatismus untersucht werden.

Was bedeutet der Begriff „Paradigmentransformation“ in diesem Kontext?

Dies beschreibt den Prozess, bei dem ein festgefahrener, dogmatischer Gedankenkreis durch Zweifel oder Krisen aufgebrochen wird, um den Lerner wieder für selbstständiges, kritisches Denken zu öffnen.

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Details

Title
Die Morphologie des Lernens in Abgrenzung zu Ideologie und Dogmatismus
College
University of Trier
Grade
sehr gut
Author
Michael Roos (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V53744
ISBN (eBook)
9783638491099
ISBN (Book)
9783638693233
Language
German
Tags
Morphologie Lernens Abgrenzung Ideologie Dogmatismus Bildung Lehren Lernen methode lehrmethoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Roos (Author), 2006, Die Morphologie des Lernens in Abgrenzung zu Ideologie und Dogmatismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/53744
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