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Goethes Werther als ambivalente Figur. Selbstinszenierung oder Fiktion?

Title: Goethes Werther als ambivalente Figur. Selbstinszenierung oder Fiktion?

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 25 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Selina Steinich (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

In vorliegender Arbeit geht es um die Zeit des Sturm und Drangs und der damit verbundenen Zeit des Genies. Der junge Goethe verfasste und veröffentlichte Ende des 18. Jahrhunderts, in einer rebellischen und aufklärerischen Zeit, seinen Briefroman "Die Leiden des jungen Werther". In der Seminararbeit wird ein Überblick über das Genre des Briefromans gegeben, Goethes Werther beispielhaft herangezogen und ein autobiographischer Bezug hergestellt. In einem Fazit wird das Ergebnis des Vergleichs von Goethe mit seiner Hauptfigur Wether vorgestellt.

Der junge Johann Wolfgang Goethe lebte in einer Zeit von Transformationen. Das 18. Jahrhundert war durch aufklärerische Gedanken und Prozesse geprägt, die auf unterschiedlichste Weise in den verschiedenen Lebensbereichen deutlich wurden. Verschiedene Strömungen wie das Rokoko, die Empfindsamkeit und schließlich die Zeit des Sturmes und Dranges brachen das Emanzipationsprogramm, das sich durch autonome und losgelöste Denkweisen auszeichnete, nicht ab, sondern setzten es andersartig fort.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Briefroman im 18. Jahrhundert

2.1. Literaturhistorischer Hintergrund

2.2. Der Briefroman

2.3. Goethes Werther

3. Goethe in Werther

3.1. Goethes Umfeld

3.2. Einflüsse für die Wertherfigur

3.3. Goethe-Werther-Vergleich

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die ambivalente Natur der Werther-Figur in Johann Wolfgang Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“. Das Hauptziel besteht darin, die Forschungsfrage zu klären, ob es sich bei der Figur des Werthers um eine bewusste Selbstinszenierung Goethes oder um eine rein fiktive Ausgestaltung handelt, wobei insbesondere der Einfluss realer biographischer Ereignisse, wie die Erlebnisse in Wetzlar und der Suizid von Karl Wilhelm Jerusalem, analysiert wird.

  • Analyse der Gattung des Briefromans im 18. Jahrhundert und dessen Wirkung auf den Rezipienten.
  • Untersuchung von Goethes persönlichem Umfeld in Wetzlar und dessen Reflexion im Roman.
  • Vergleich von biographischen Elementen des Autors mit den Erlebnissen und Charakterzügen der Werther-Figur.
  • Diskussion der Genieästhetik und des Künstlertums im Kontext der Werther-Figur.
  • Beurteilung der Ambivalenz zwischen fiktionalem Charakter und autobiographischer Verarbeitung.

Auszug aus dem Buch

3. Goethe in Werther

Der junge Johann Wolfgang Goethe wurde im Mai 1772 ans Reichskammergericht nach Wetzlar geschickt. Goethe fasste schnell Fuß in der Stadt und wurde als Studierender der alten Schriften wie Homer und Ossian bekannt und nicht, im Sinne des Vaters, durch sein juristisches Praxisinteresse.

Christian Kestner, Sekretär der hannöverschen Gesellschaft, ein ernster Mann, der im Hause des Amtmanns Buff gern gesehen war, begegnete Goethe das erste Mal in Garbenheim. Er bewegte sich nicht in philosophischen Kreisen und kam deshalb nicht vorher in den Geschmack eines Treffens mit dem beliebten Goethe. Sein erster Anblick des jungen Mannes war auf einer Wiese. Goethe hielt sich unter einem Baum in der freien Natur auf und philosophierte mit Bekannten. Bereits hier spürte Kestner, dass Goethe des Genies bewachsen war. Später beschrieb Kestner Goethe als wahres Genie, das sich in Bildern und Gleichnissen ausdrücke. So zum Beispiel sein Gleichnis, das er Wilhelm im Brief des 26. Mais präsentiert, bei dem er vom Leben und der Zeiteinteilung sowie der Liebe spricht.

Nachdem der Amtsmann Buff seine Frau verlor, sprang seine zweitälteste Tochter Charlotte in die Rolle der Mutter und sorgte für ihre jüngeren Geschwister. Die junge Frau war von einnehmenden Gesichtszügen und einer Fröhlichkeit geprägt, die Goethe vereinnahmten. Er lernte sie im Juni 1772 auf einem ländlichen Ball näher kennen. Ab diesem Treffen schaute Goethe täglich bei den Buffs vorbei, um der lieben Lotte und ihren Geschwistern mit Erzählungen und Unterhaltungsprogramm zur Seite zu stehen. Auch die Kenntnis über ihren zukünftigen Verlobten, Christian Kestner, änderte nichts an Goethes Verhalten. Kestner hegte keinerlei Sorge, dass Goethe ihm als Konkurrent gefährlich werden könne, da er vor allem seiner lieben Lotte großes Vertrauen schenkte. Goethe aber wurden seine eigenen Gefühle irgendwann des Überdrusses, sodass er Wetzlar verlassen musste. Das geschah unmittelbar und ohne lange Reden. In Werther schreibt er, dass er es Lotte ansieht, dass sie ihn ungern verlieren würde. Trotzdem fasst er den Entschluss, Lotte und Albert zu verlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Epoche der Aufklärung und des Sturm und Drangs ein und stellt die Relevanz von Goethes Briefroman im Kontext zeitgenössischer gesellschaftlicher und literarischer Strömungen dar.

2. Der Briefroman im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel erläutert die literarhistorische Entwicklung des Briefromans, beleuchtet Einflüsse durch Richardson und Rousseau und analysiert, wie diese Form die Subjektivität des Individuums artikuliert.

3. Goethe in Werther: Hier werden Goethes Aufenthalt in Wetzlar, seine Begegnungen mit Charlotte Buff und Christian Kestner sowie der Suizid von Karl Wilhelm Jerusalem detailliert auf die Werther-Figur bezogen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Werther weder ein reiner Schlüsselroman noch eine rein fiktive Figur ist, sondern eine komplexe Vermischung von biographischen Elementen und künstlerischer Gestaltung darstellt.

Schlüsselwörter

Goethe, Werther, Briefroman, Aufklärung, Sturm und Drang, Wetzlar, Charlotte Buff, Karl Wilhelm Jerusalem, Suizid, Genieästhetik, Autobiographie, Fiktion, Literaturwissenschaft, Empfindsamkeit, Subjektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen Johann Wolfgang Goethes eigenem Leben und seiner Romanfigur Werther, um zu klären, ob es sich um eine biographische Aufarbeitung oder eine freie Fiktion handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Gattung des Briefromans, die Einflüsse von realen Personen (Lotte, Kestner, Jerusalem) auf den Roman und das Konzept der Genieästhetik im 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Ambivalenz zwischen Goethes realer Lebensgeschichte und der fiktionalen Darstellung des Werthers kritisch zu hinterfragen und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den Romantext mit zeitgenössischen literaturhistorischen Studien und Goethes eigenen Aufzeichnungen vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Hintergründe des Briefromans, das Umfeld des jungen Goethe in Wetzlar und die spezifischen Einflüsse auf die Konstruktion der Werther-Figur analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Goethe, Werther, Briefroman, Empfindsamkeit, Genieästhetik und die Analyse von Realität versus Fiktion.

Welche Rolle spielt der Brief des 26. Mais?

Der Brief dient als Beispiel dafür, wie Werther sein Leben und seine Liebe in unmittelbarer Beziehung zur Ästhetik und zur Kunst wahrnimmt, was ihn als Künstler ohne eigentliche Kunst kennzeichnet.

Warum wird Karl Wilhelm Jerusalem im Text erwähnt?

Jerusalems Suizid lieferte eine reale Vorlage für den dramatischen Ausgang des Romans, wobei Goethe diese Geschichte in seinem Werk mit eigenen Erfahrungen verschmolz, um die Werther-Figur zu formen.

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Details

Title
Goethes Werther als ambivalente Figur. Selbstinszenierung oder Fiktion?
College
University of Constance
Grade
2,3
Author
Selina Steinich (Author)
Publication Year
2019
Pages
25
Catalog Number
V537131
ISBN (eBook)
9783346170095
ISBN (Book)
9783346170101
Language
German
Tags
figur fiktion goethes selbstinszenierung werther
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Selina Steinich (Author), 2019, Goethes Werther als ambivalente Figur. Selbstinszenierung oder Fiktion?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/537131
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