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Die Märtyrer von Lugdunum und das plinisch-trajanische Verfahren

Title: Die Märtyrer von Lugdunum und das plinisch-trajanische Verfahren

Term Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Julia Kramer (Author)

History - Miscellaneous

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Der Kirchenvater Eusebius beschreibt in seinem fünften Buch seiner Historia Ecclesiastica nicht nur die Art und Weise der Folterungen der Christen in Lugdunum um 177 n. Chr. , sondern auch die Zurschaustellung der Schuldigen um diese Zeit.
Es stellt sich die Frage, wie sich das Verfahren seit Plinius gegen die Christen verändert hat und welchem Verfahren die Märtyrer von Lugdunum zum Opfer gefallen sind, um auf diesem Hintergrund beurteilen zu können, auf welche Art und Weise sich die Verfolgung der Christen verändert und entwickelt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Märtyrer von Lugdunum und das plinisch-trajanische Verfahren

2.1 Das plinisch-trajanische Verfahren

2.2 Das Vorgehen gegen die Märtyrer von Lugdunum

2.2.1 Martern am Beispiel von Attalus

2.3 Hadrians Christenreskript als Schlüsselrolle?

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Entwicklung der Christenverfolgung im Römischen Reich durch einen Vergleich des plinisch-trajanischen Verfahrens mit den Ereignissen um die Märtyrer von Lugdunum im Jahr 177 n. Chr. Dabei soll geklärt werden, welche Rolle das Christenreskript Hadrians im Gesamtzusammenhang der rechtlichen Behandlung von Christen einnahm und inwieweit die Verfahren auf willkürlichen statt auf rechtmäßigen Grundlagen basierten.

  • Das plinisch-trajanische Verfahren als Grundlage der Christenverfolgung
  • Die Verfolgung der Märtyrer von Lugdunum im Jahr 177 n. Chr.
  • Analyse der Rolle des Christenreskripts von Kaiser Hadrian
  • Vergleich rechtlicher Standards und willkürlicher Verfolgungspraxis
  • Die Bedeutung des römischen Bürgerstatus im Kontext religiöser Verfolgung

Auszug aus dem Buch

2.1 Das plinisch-trajanische Verfahren

Das plinisch-trajanische Verfahren ist auf den Briefwechsel zwischen Plinius und Trajan zurückzuführen, in dem die Gerichtsverhandlungen und damit verbundenen Strafen gegen Christen geschildert und festgesetzt werden.

Plinius, zwischen 111 und 113 von Kaiser Trajan nach Bithynien-Pontus als legatus Augusti pro praetore entsandt, schildert in seinem Brief X 96, adressiert an Kaiser Trajan, sein Verfahren gegen Christen und fragt außerdem nach der richtigen Vorgehensweise, einer Bestätigung des Kaisers: Vorläufig habe ich bei denen, die mir als Christen angezeigt wurden, folgendes Verfahren angewandt: Ich habe sie gefragt, ob sie Christen seien. Die es bejahten, habe ich ein zweites und drittes Mal gefragt, wobei ich ihnen die Todesstrafe androhte; die dabei blieben, habe ich befohlen abzuführen. […] Es gab andere, in dem gleichen Wahn Befangene, die ich, weil sie römische Bürger waren, zur Überführung nach Rom vorgemerkt habe.

Außerdem schildert Plinius zwei weitere Vorgehensweisen: Die Zweite unterschied sich nur wenig von der Ersten, denn nach der Glaubensfrage hatte man die Möglichkeit, während der Confessio den Glauben zu leugnen und im Anschluss einen Beweis zu liefern, dass man kein Christ war und man wurde mit der Freiheit belohnt. Der einzige Unterschied lag darin, dass man entweder Christ oder kein Christ war. Das dritte Verfahren jedoch war eine Art Sonderfall, da man sich während der Confessio in der Glaubensfrage noch umentscheiden konnte, ob man tatsächlich Christ war und mit den anderen Christen hingerichtet wurde, oder ob man gesetzestreu war und somit seinen Glauben leugnete, unter Vorbringung von Beweisen. Plinius beendet seinen Brief wie folgt: Die Angelegenheit scheint mir nämlich der Beratung zu bedürfen, vor allem wegen der großen Zahl der Angeklagten; denn vielen jeden Alters, jeden Standes, auch beider Geschlechter wird der Prozeß gemacht und vielen wird er in Zukunft noch gemacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage zur Entwicklung der Christenverfolgung von der Zeit des Plinius bis 177 n. Chr. und skizziert die methodische Vorgehensweise mittels Quellenanalyse.

2. Die Märtyrer von Lugdunum und das plinisch-trajanische Verfahren: Dieses Kapitel analysiert das plinisch-trajanische Verfahren, die konkrete Christenverfolgung in Lugdunum sowie die Rolle des Christenreskripts Hadrians und beleuchtet anhand des Falls Attalus die Bedeutung des römischen Bürgerstatus.

3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert, dass alle untersuchten Verfahren auf willkürlichen Anschuldigungen basierten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeit oftmals umgangen wurden.

Schlüsselwörter

Christenverfolgung, Plinius, Trajan, Hadrian, Märtyrer von Lugdunum, Eusebius, Religionsfrevel, Rechtsverfahren, Römische Geschichte, Christenreskript, Attalus, Antike, Glaubensfrage, Rechtsgeschichte, Römisches Reich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die rechtliche und praktische Behandlung von Christen im Römischen Reich anhand zweier historischer Fallbeispiele: des plinisch-trajanischen Verfahrens und der Märtyrer von Lugdunum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Christenverfolgung, die rechtlichen Grundlagen des römischen Religionsfrevels sowie die Bedeutung kaiserlicher Reskripte für das Vorgehen gegen religiöse Minderheiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie sich die Verfolgungspraxis gegenüber Christen von der Zeit des Plinius bis zum Jahr 177 n. Chr. entwickelt hat und welche Rolle Hadrians Christenreskript in diesem Prozess spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenorientierten Analyse antiker Texte, insbesondere der Kirchengeschichte des Eusebius sowie der Korrespondenz zwischen Plinius dem Jüngeren und Kaiser Trajan.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das plinisch-trajanische Verfahren, die Christenverfolgung in Lugdunum (unter Einbeziehung des Beispiels Attalus) und die inhaltliche sowie rechtliche Bedeutung des Christenreskripts Hadrians.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Christenverfolgung, Plinius, Trajan, Hadrian, Märtyrer von Lugdunum und Religionsfrevel.

Welche Rolle spielt der Status als römischer Bürger im Fall Attalus?

Der Status als römischer Bürger bewahrte den Christen zwar nicht vor dem Tod, führte jedoch zu einer anderen Art der Hinrichtung (Enthauptung statt Folter bzw. Tiere), was verdeutlicht, dass das „Vergehen“, Christ zu sein, rechtlich schwerer wog als das Bürgerrecht.

Welches Fazit zieht die Autorin zu den drei untersuchten Verfahren?

Das Fazit lautet, dass die Verfahren nicht aufeinander aufbauten, sondern in der Praxis oft auf willkürlichen Beschuldigungen beruhten und das römische Recht zur Rechtfertigung religiöser Verfolgung instrumentalisiert wurde.

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Details

Title
Die Märtyrer von Lugdunum und das plinisch-trajanische Verfahren
College
University of Paderborn
Grade
3,0
Author
Julia Kramer (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V536310
ISBN (eBook)
9783346132291
ISBN (Book)
9783346132307
Language
German
Tags
märtyrer lugdunum verfahren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Kramer (Author), 2013, Die Märtyrer von Lugdunum und das plinisch-trajanische Verfahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/536310
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