Das Ziel des vorliegenden Beitrages besteht darin, anhand einer ökonomischen Querschnittsstudie die Auswirkungen der Faktoren Geschlecht, Alter, Bildungsgrad, Kategorie der Sportart sowie dem Leistungsniveau auf das sportspezifische Leistungsmotiv zu untersuchen.
Hierfür wurden fünf zentrale Hypothesen formuliert: Männliche Sportler weisen mehr HE auf als weibliche Athletinnen. Die jüngeren Athleten/-innen haben weniger FM als die ältere. Teilnehmer höheren Bildungsgrades weisen mehr HE auf als Teilnehmer niedrigeren Bildungsniveaus. Leistungssportler zeigen einen höheren Wert auf der Skala NH als Freizeitsportler. Mannschaftssportler/-innen fühlen sich durch ihr Team mehr angespornt als Individualsportler
Inhaltsverzeichnis der empirischen Studie
1. Problemlage
2. Methodik
2.1 Stichprobe
2.2 Erfassung
2.3 Messung
3. Ergebnisse
3.1 Deskriptive Statistiken
3.2 Zusammenhänge
4. Diskussion
Zielsetzung & Themen der Untersuchung
Die Arbeit untersucht in einer ökonomischen Querschnittsstudie den Einfluss von Faktoren wie Geschlecht, Alter, Bildungsgrad, Sportartkategorie und Leistungsniveau auf das sportspezifische Leistungsmotiv von Athletinnen und Athleten.
- Analyse von Leistungsmotivkomponenten (Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg)
- Einfluss sozio-demografischer Faktoren auf sportliche Motivation
- Vergleich von Mannschafts- und Individualsportlern hinsichtlich ihres Ansporns
- Messung der Nettohoffnung und des Gesamtleistungsmotivs im Sport
- Kritische Reflexion der Stabilität des Leistungsmotivs als Persönlichkeitsmerkmal
Auszug aus dem Buch
PROBLEMLAGE
Motivation spielt in allen Bereichen unseres Lebens eine herausragende Rolle. Oft hängt von ihr ab, ob und wie intensiv wir eine Tätigkeit ausführen. So ist das Leistungsmotiv auch und besonders im Sport von zentraler Bedeutung. Gibt es keinen Unterschied in den physischen Fähigkeiten, die einen erfolgreichen von einem weniger erfolgreicher Sportler unterscheiden, lassen sich schnell auf die psychischen Eigenschaften schließen. Es ist anzunehmen, dass motivationale Prozesse, vorrangig die Leistungsmotivation, wichtige Faktoren für das sportliche Gelingen sind. Obwohl in der Sportpsychologie im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass das Leistungsmotiv eher ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal ist, welches sich bereits in jungen Jahren manifestiert, ist es nicht ausgeschlossen, dass es durch weitere Faktoren beeinflussbar ist. Zum Beispiel muss zwischen Sportlern/-innen im Erwachsenen und im Kinder-/Jugendalter differenziert werden. Die Kausalzusammenhänge von Leistungsmotivation und den Faktoren Geschlecht, Niveau, auf dem die Athletinnen und Athleten ihren Sport ausüben, sowie die Kategorie der Sportart – ob Mannschafts- oder Individualsportart – sind bisher nicht geklärt (Holst, 2012).
Zusammenfassung der Kapitel
Problemlage: Dieses Kapitel führt in die theoretische Relevanz der Leistungsmotivation im Sport ein und identifiziert offene Forschungsfragen zu potenziellen Einflussfaktoren.
Methodik: Hier werden die Zusammensetzung der Stichprobe (N=46), das eingesetzte Fragebogenverfahren sowie die verwendeten Messinstrumente zur Erfassung der Motivationsskalen detailliert erläutert.
Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die deskriptiven statistischen Daten sowie die Korrelationsanalysen, um die Auswirkungen der verschiedenen Einflussfaktoren auf das Leistungsmotiv zu prüfen.
Diskussion: Das Kapitel reflektiert die erhobenen Daten, vergleicht sie mit den aufgestellten Hypothesen und ordnet die Ergebnisse in den sportpsychologischen Gesamtkontext ein.
Schlüsselwörter
Leistungsmotiv, Sportpsychologie, Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg, Nettohoffnung, Gesamtleistungsmotiv, AMS-Sport, Sportler, Einflussfaktoren, Querschnittsstudie, Motivation, Leistungsniveau, Mannschaftssport, Individualsport, Persönlichkeitsmerkmal
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob das sportspezifische Leistungsmotiv ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal ist oder durch sozio-demografische Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Leistungsniveau beeinflusst wird.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind die Leistungsmotivation im Sport, die psychologischen Unterschiede zwischen Mannschafts- und Individualsportlern sowie der Einfluss des Bildungsgrads auf die Erfolgszuversicht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist die Überprüfung von fünf Hypothesen zu verschiedenen Einflussfaktoren auf das Leistungsmotiv mittels einer empirischen Querschnittsstudie bei Sportlern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine ökonomische Querschnittsstudie durchgeführt, bei der 46 Sportlerinnen und Sportler mittels eines modifizierten AMS-Fragebogens schriftlich befragt wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Stichprobenbeschreibung, der Messmethodik der Leistungsmotivskalen (HE, FM, NH, GLM) sowie der statistischen Auswertung und Korrelationsprüfung der erhobenen Daten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Schlagworte sind Leistungsmotiv, Sportpsychologie, Hoffnung auf Erfolg, Furcht vor Misserfolg, Nettohoffnung und empirische Leistungsdiagnostik.
Konnte ein signifikanter Einfluss des Geschlechts nachgewiesen werden?
Nein, die statistischen Analysen (Varianzanalyse und Mann-Withney-U-Test) ergaben keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Geschlecht und der Ausprägung der Hoffnung auf Erfolg.
Wie bewertet der Autor den Zusammenhang zum Bildungsgrad?
Der Autor konnte einen signifikanten Zusammenhang zwischen einem höheren Bildungsabschluss und einer stärkeren Hoffnung auf Erfolg feststellen, mahnt jedoch aufgrund der geringen Gruppengrößen zu einer kritischen Betrachtung.
Fühlen sich Individualsportler weniger durch ihr Team angespornt?
Nein, die Ergebnisse zeigen, dass auch Individualsportler durch ihre Teamumgebung motiviert werden und sich hierin nicht signifikant von Mannschaftssportlern unterscheiden.
- Arbeit zitieren
- Lea Kornemann (Autor:in), 2018, Das sportspezifische Leistungsmotiv. Persönlichkeitsmerkmal oder doch abhängig von Einflussfaktoren?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/535803