Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Untersuchung des aktuellen Leistungsstands eines Schülers, der aufgrund einer Rechenstörung eine Förderung im Fach Mathematik bekommt. Da der aktuelle Leistungsstand im Fach Mathematik untersucht werden soll, wurde der DEMAT 3+ als Testinstrument ausgewählt, da dieser laut den Autoren Roick , Gölitz und Hasselhorn zur Evaluierung des Leistungsstandes dient.
Nach der ICD10 der Weltgesundheitsorganisation wird eine Rechenstörung wie folgt beschrieben: Diese Störung bezeichnet die Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht alleine durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschuldigung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1.Persönliche Daten des Kindes
2. Ausgangslage und Klärung der Fragestellung
3. Relevante Vorinformationen
3.1 Anamnese und familiäre Situation
3.2 (Vor-) Schulischer Werdegang
3.3 Bisherige Förderung
3.4 Unterrichtliche Situation
3.5 Diaktisch-methodische Bedingungen des Mathematikunterrichts
3.6 Räumliche Bedingungen
3.7 Darstellung des Lern- und Leistungsverhaltens
3.7.1 Arbeits- und Sozialverhalten
3.7.2 Fachspezifischer Leistungsstand
4. Planung der diagnostischen Untersuchung
4.1 Auswahl und Begründung der Testverfahren
4.1.1 DEMAT 3+
4.1.2 RZD 2-6 Teststufe 3
4.2 Beschreibung der Untersuchunsbedingung und des Unterrichtsverlaufs
4.2.1 DEMAT 3+ am 29.05.2019
4.2.2 RZD 2-6 Teststufe 3
5. Ergebnisse der diagnostischen Untersuchung
5.1 DEMAT 3+
5.2 RZD 2-6
6. Integration der Einzelbefunde
7. Zusammenfassende Beantwortung der Fragestellung
8. Förderplanung
8.1 Förderung im mathematischen Bereich
8.1.1 Arithmetik
8.1.2 Sachrechnen
8.1.3 Geometrie
8.2 Förderung im persönlichen Bereich
8.2.1 Aufmerksamkeit und Konzentration steigern
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit widmet sich der sonderpädagogischen Leistungsdiagnostik einer Schülerin mit diagnostizierter Rechenstörung, um ihren aktuellen mathematischen Lernstand präzise zu ermitteln und darauf basierend gezielte Fördermaßnahmen abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie ist der aktuelle Leistungsstand von L. im Fach Mathematik?
- Durchführung einer umfassenden sonderpädagogischen Diagnostik im Fach Mathematik.
- Analyse mathematischer Basiskompetenzen und Identifikation spezifischer Fehlermuster.
- Untersuchung des Einflusses von Konzentration und Aufmerksamkeit auf die Leistungsfähigkeit.
- Erstellung einer individuellen, handlungsorientierten Förderplanung für die Schülerin.
Auszug aus dem Buch
3.5 Diaktisch-methodische Bedingungen des Mathematikunterrichts
Im Fach Mathematik arbeiten die SuS in zwei Gruppen, die eine Gruppe bleibt bei der Klassenlehrerin im Saal, die andere Gruppe ( mit leistungsschwächeren SuS ) arbeitet bei der Förderlehrerin in einem separaten Saal. L arbeitet bei der Förderlehrkraft zusammen mit 5 weiteren Kindern. Diese differenziert ihren Unterricht und jeder SuS arbeitet an verschiedenen Aufgaben. Es findet somit kein Frontalunterricht statt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Persönliche Daten des Kindes: Zusammenstellung grundlegender Informationen über die Schülerin sowie den formalen Rahmen der diagnostischen Untersuchung.
2. Ausgangslage und Klärung der Fragestellung: Definition des Schwerpunkts der Untersuchung im Hinblick auf die bestehende Rechenstörung und Festlegung der zentralen Forschungsfrage.
3. Relevante Vorinformationen: Erhebung anamnestischer Daten, der schulischen Biografie sowie des bisherigen Lern- und Sozialverhaltens der Schülerin.
4. Planung der diagnostischen Untersuchung: Auswahl und Begründung der eingesetzten standardisierten Testverfahren sowie Beschreibung der konkreten Durchführung unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen.
5. Ergebnisse der diagnostischen Untersuchung: Dokumentation und Auswertung der Testergebnisse der durchgeführten Verfahren (DEMAT 3+ und RZD 2-6).
6. Integration der Einzelbefunde: Synoptische Auswertung und Interpretation der Testergebnisse im Kontext der beobachteten Lernsituation, um Ursachen für Fehlermuster zu identifizieren.
7. Zusammenfassende Beantwortung der Fragestellung: Synthese aller Erkenntnisse zur Beantwortung der zentralen Frage nach dem mathematischen Leistungsstand der Schülerin.
8. Förderplanung: Konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung der Schülerin in den Bereichen Arithmetik, Sachrechnen, Geometrie sowie der persönlichen Lernvoraussetzungen.
Schlüsselwörter
Sonderpädagogik, Rechenstörung, Dyskalkulie, Leistungsdiagnostik, DEMAT 3+, RZD 2-6, Förderplanung, Arithmetik, Mathematikunterricht, Konzentrationsstörung, Inklusion, Schulleistung, Diagnostik, Mathematikförderung, Lernverlauf.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem sonderpädagogischen Gutachten?
Das Gutachten erstellt eine fundierte Leistungsdiagnose für eine Schülerin mit Rechenstörung, um ihre mathematischen Kompetenzen zu erfassen und passende Fördermaßnahmen festzulegen.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Analyse arithmetischer Basiskompetenzen, die diagnostische Auswertung der Subtraktion und Addition sowie der Einfluss der Konzentrationsfähigkeit auf die Lernleistung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die präzise Beantwortung der Forschungsfrage nach dem aktuellen Leistungsstand der Schülerin im Fach Mathematik, um den Förderbedarf zielgerichtet zu planen.
Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewendet?
Es wurden standardisierte Mathematiktests (DEMAT 3+ und RZD 2-6) sowie qualitative Unterrichtsbeobachtungen und Anamnesegespräche kombiniert.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Durchführung der Tests, die Auswertung der Fehlerprofile (insbesondere im Bereich der Subtraktion) und die Integration dieser Daten in eine fachliche Gesamtschau.
Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?
Die Arbeit ist durch eine enge Verzahnung von diagnostischen Befunden und daraus abgeleiteten, hochspezifischen Förderstrategien im mathematischen Bereich geprägt.
Warum spielt die Subtraktion eine so große Rolle für die Schülerin?
Die Testergebnisse und Beobachtungen zeigen, dass das Prinzip des Wegnehmens bei der Schülerin noch nicht automatisiert ist, was zu systematischen Fehlern in der Arithmetik führt.
Wie wirkt sich die Konzentration auf die Ergebnisse aus?
Es wird festgestellt, dass die Schülerin in Testsituationen oft impulsiv reagiert und aufgrund mangelnder Konzentration Aufgaben falsch löst, die sie im entspannten Unterrichtssetting korrekt beherrscht.
Was wird für die zukünftige Förderung empfohlen?
Die Förderplanung schlägt unter anderem spielerische Übungen wie "Eckenrechnen" und den Einsatz von haptischem Veranschaulichungsmaterial vor, um mathematische Prozesse besser zu automatisieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Sonderpädagogisches Übungsgutachten im Bereich Lernen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/534976