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ROKO I. - König von Hessen - Intention, Manipulation und Rezeption - Roland Koch und sein Image als politischer Spitzenakteur in der mediatisierten Öffentlichkeit

Title: ROKO I. - König von Hessen - Intention, Manipulation und Rezeption - Roland Koch und sein Image als politischer Spitzenakteur in der mediatisierten Öffentlichkeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 45 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Marc Petrovic (Author)

Politics - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Ende der neunziger Jahre befand sich die Inszenierungsthese auf ihrem Höhepunkt. Eine moderne Gesellschaft die durch die mediale Logik bestimmt und deren Strukturen (Organisationsformen, rechtliche Verfasstheit und ökonomische Ausrichtung) durchzogen ist, neige, so Befürworter der Inszenierungsthese, zur Theatralisierung aller sozialer Systeme.
Der Wandel hin zu einer Mediengesellschaft und dessen Auswirkungen auf das politische System sind unverkennbar. Eine nivellierende Ausrichtung hin zu einer kurzfristigen Medienresonanz auf Kosten eines sorgfältigen Arbeitens in den Parlamenten ist mit Bedauern systemübergreifend festzustellen, egal ob in einer parlamentarischen oder präsidentiellen Demokratie, in einem Zwei- oder Mehrparteiensystem oder in Systemen mit einem Mehrheits- oder Verhältniswahlrecht.
Vor allem aus legitimatorischen Gründen sind besonders politische Akteure darauf angewiesen, ihre Politik mit der Öffentlichkeit abzustimmen bzw. politische Vorstellungen und deren Umsetzung an die Bevölkerung zu kommunizieren. In einer Mediendemokratie ist es deshalb nicht verwunderlich, dass Spitzenakteure von Parteien intentionale Telepolitik betreiben, um so ihre Wählerschaft zu erreichen.
Im Zuge einer Ökonomisierung der Gesellschaft und nachlassender parteipolitischer Bindungen setzen politische Spitzenakteure vermehrt auf Techniken des politischen Marketings. Die Imagekonstruktion und –pflege parteipolitischer Spitzenmänner ist dabei nur eines von vielen Instrumenten, welches im modernen politischen System Einzug gehalten hat.
Im Zuge der vorliegenden Arbeit sollen nicht nur wissenschafts-theoretische Kenntnisse über die Theatralisierungsthese und die Image-Konstruktion politischer Spitzenaktuere vermittelt, sondern auch ein praktischer Bezug hergestellt werden. Im Zentrum der praktischen Analysen steht Roland Koch, neben Uwe Barschel der zweitjüngster Ministerpräsident eines Bundeslandes in der Bundesrepublik Deutschland. Anhand einer Inpunt-Output-Analyse findet eine Gegenüberstellung der Aktivitäten des politischen Spitzenaktuers, die Übermittlung der Handlungen von Roland Koch durch die Medien und die Rezeption dieser bei den Wählern statt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 Einführung in das Forschungsgebiet der Theatralisierungsthese

2.2 Zur Imagekonstruktion – Allgemeine Begriffsdefinitionen

2.3 Methodisches Vorgehen

3. ABSICHTEN BEI DER IMAGEKONSTRUKTION – DIE SENDERORIENTIERTE PERSPEKTIVE

3.1 Methodik und Grundlagen

3.2 Retrospektive – Das private und politische Leben des Roland Koch

3.2.1 Persönliche Vitae

3.2.2 Politische Vitae

3.3 „Inszenierst Du schon oder wirst Du inszeniert?“ Wie konstruiert Roland Koch sein Image?

3.3.1 Zur reflexiven Beurteilung von Roland Koch

3.3.2 Die Selbstinszenierung des Roland Koch

3.4 Zwischenfazit

4. „WER IST KOCH UND WER IST KELLNER?“ INWIEWEIT MANIPULIEREN MEDIEN BEI DER IMAGEKONSTRUKTION VON ROLAND KOCH?

4.1 Systematik und Auswertung

4.2 Dialektische Konstruktion von Roland Kochs Image durch die Medien – Jedoch: „Koch bleibt Koch.“

4.2.1 Die Darstellung des Privatmenschen Roland Koch in den Medien

4.2.2 Der „Lügner“ Koch – Skandale und Affären im politischen Leben des CDU-Spitzenkandidaten

4.2.3 Der brillante Politprofi Roland Koch – Positive Zuschreibungen und Charakterisierungen in den Medien

4.3 Zwischenresümee

5. „ROLAND KOCH DER KÖNIG VON HESSEN“ – PERZEPTION DES ÖFFENTLICHEN BILDES BEIM WÄHLER

5.1 Methodisches Vorgehen und Datenbasen

5.2 Authentizität vom Schein und Sein - entscheidende Relevanz zu Zeiten ökonomischer Knappheit?

5.3 Zwischenfazit

6. DISKUSSION

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Imagekonstruktion des Politikers Roland Koch im Kontext der Mediendemokratie. Das primäre Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der intendierten Selbstinszenierung durch den Politiker und der medialen Konstruktion sowie deren Wahrnehmung durch den Wähler zu analysieren.

  • Wirkungsmechanismen der Theatralisierung in der Mediengesellschaft
  • Instrumentalisierung von Medien durch politische Akteure
  • Dialektik zwischen privatem und öffentlichem Image
  • Einfluss des Kontextfaktors „wirtschaftliche Lage“ auf die Rezeption

Auszug aus dem Buch

3.3.2 DIE SELBSTINSZENIERUNG DES ROLAND KOCH

Bei seiner Selbstinszenierung legt Koch den Schwerpunkt seiner Bemühungen auf die Dispositionsdimensionen politische Fähigkeit und Persönlichkeit; explizit beim Image-Attribut Persönlichkeit auf die Eigenschaften Entscheidungskraft, geistige Fähigkeit, Konfliktfähigkeit und Interaktionskompetenz. Diese Persönlichkeitsdispositionen sind Eigenschaften, die in starkem Maße mit der Dimension politische Fähigkeit korrelieren und Kochs fachliche Kompetenz unterstreichen. Die selbstreflexive Beurteilung konvergiert somit mit der Selbstinszenierung des Politikers. Dieser Aspekt ist von hoher Relevanz und wird in der Diskussion zum Ende dieses Forschungsberichtes nochmals aufgegriffen.

Dagegen versuchte Koch vor allem zu Beginn seiner Amtszeit, sich als „Mensch“ zu inszenieren. Er beauftragte beispielsweise einen Maler, seine politischen Kompetenzen über einen Comic mit den Namen ROKO zu vermitteln und gab sehr häufig Interviews, die nicht politische sondern eher private Themen als Aufhänger hatten. Hier einige zusammengefasste Aussagen aus den Interviews, die den Politiker als „Mensch“ inszenieren sollen:

• „Familie, als Quelle der Kraft!“

• „Politikerdeutsch, nein Danke!“

• „Hobbykoch mit Auszeichnung!“

• „Geht nicht, gibt’s nicht!“ (Motto des Heerführers Hannibal)

• „Rotwein und Schokolade!“ (Seine großen Schwächen)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den Wandel hin zur Mediengesellschaft und die daraus resultierende Notwendigkeit für politische Akteure, Techniken des politischen Marketings anzuwenden.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Imagekonstruktion und Theatralisierungsthese und begründet das methodische Vorgehen der Untersuchung.

3. ABSICHTEN BEI DER IMAGEKONSTRUKTION – DIE SENDERORIENTIERTE PERSPEKTIVE: Hier werden die bewussten Inszenierungsstrategien von Roland Koch und dessen Beratern analysiert, inklusive seines Wandels von einer menschlichen zu einer professionellen Polit-Inszenierung.

4. „WER IST KOCH UND WER IST KELLNER?“ INWIEWEIT MANIPULIEREN MEDIEN BEI DER IMAGEKONSTRUKTION VON ROLAND KOCH?: Das Kapitel untersucht die Rolle der Medien als eigenständige Akteure und wie diese das Image von Roland Koch durch eine dialektische Darstellung (Skandale vs. Politprofi) konstruieren.

5. „ROLAND KOCH DER KÖNIG VON HESSEN“ – PERZEPTION DES ÖFFENTLICHEN BILDES BEIM WÄHLER: Hier wird der Erfolg der Inszenierung durch den Vergleich mit Wählerdaten und dem Kontextfaktor der wirtschaftlichen Lage bewertet.

6. DISKUSSION: Die Diskussion fasst die Ergebnisse kritisch zusammen und ordnet das Phänomen in den weiteren demokratietheoretischen Kontext der Mediokratie ein.

Schlüsselwörter

Imagekonstruktion, Roland Koch, Mediendemokratie, Theatralisierung, Politische Kommunikation, Selbstinszenierung, Medienlogik, Politmarketing, Schein und Sein, Wählerperzeption, Politische Agenda, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Politprofi, Skandalmanagement, Mediokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien und Erfolge der Imagekonstruktion des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch im Spannungsfeld zwischen Politik und Medien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Theatralisierungsthese, die Instrumentalisierung der Medien durch Politiker, das Spannungsverhältnis zwischen Darstellungspolitik und Entscheidungspolitik sowie die mediale Wirkung beim Rezipienten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern es einem politischen Spitzenakteur gelingt, durch gezielte Inszenierung sein Image in der Öffentlichkeit nach eigenen Intentionen zu steuern und welche Rolle dabei die Medien und externe Kontextfaktoren spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Das Team führt eine qualitative Inhaltsanalyse von Zeitungsartikeln durch, kombiniert diese mit dem Vergleich von Persönlichkeitsprofilen und zieht statistische Umfragedaten der Forschungsgruppe Wahlen hinzu.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die senderorientierte Perspektive der Imagegestaltung, die Analyse der medialen Berichterstattung (inklusive des Umgangs mit Skandalen) sowie die Überprüfung der tatsächlichen Perzeption beim Wähler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Imagekonstruktion, Mediendemokratie, Theatralisierung, Politmarketing, Schein und Sein sowie die Rolle des Politikers als Politprofi.

Inwiefern beeinflusste die wirtschaftliche Lage die Image-Rezeption?

Die Arbeit stellt fest, dass die wirtschaftliche Situation in Hessen und der Nation eine intervenierende Variable darstellt; Koch konnte sein Image als Politprofi besonders erfolgreich vermitteln, da er als fähig wahrgenommen wurde, politische Versprechen im Kontext dieser ökonomischen Gegebenheiten umzusetzen.

Welche Bedeutung hat der „Schwenk“ von der Inszenierung als „Mensch“ zum „Politprofi“?

Der Autor zeigt auf, dass Roland Koch erkannte, dass sein Versuch, sympathisch als „Mensch“ zu wirken, weniger erfolgreich war, weshalb er seine Strategie auf die Inszenierung seiner fachlichen politischen Kompetenzen verlagerte, was letztlich zu einer höheren Akzeptanz führte.

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Details

Title
ROKO I. - König von Hessen - Intention, Manipulation und Rezeption - Roland Koch und sein Image als politischer Spitzenakteur in der mediatisierten Öffentlichkeit
College
University of Duisburg-Essen
Course
Hauptseminar: 'Versöhner', 'Macher' und 'Eiserne Ladies' - Zur Imagekonstruktion politischer Spitzenakteure
Grade
1,0
Author
Marc Petrovic (Author)
Publication Year
2005
Pages
45
Catalog Number
V52851
ISBN (eBook)
9783638484510
ISBN (Book)
9783640126774
Language
German
Tags
ROKO König Hessen Intention Manipulation Rezeption Roland Koch Image Spitzenakteur Hauptseminar Ladies“ Imagekonstruktion Spitzenakteure
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Petrovic (Author), 2005, ROKO I. - König von Hessen - Intention, Manipulation und Rezeption - Roland Koch und sein Image als politischer Spitzenakteur in der mediatisierten Öffentlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/52851
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