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Die Teufelsvor- und Darstellung im "Anegenge"

Titel: Die Teufelsvor- und Darstellung im "Anegenge"

Seminararbeit , 2001 , 22 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Bartosz Nowak (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Anegenge ist wahrscheinlich im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts im österreichischen Raum entstanden. Es wird in die Zeit zwischen 1160 und 1170 datiert. In der heutigen Zeit existiert nur eine einzige Überlieferung des Werkes, welche wohl am Anfang des 14. Jahrhunderts in einer Wiener Handschrift verfasst wurde. Bei dem Werk handelt es sich vermutlich um eines der ersten Lehrgedichte dieser Zeitperiode. Ehrismann urteilt über die besondere Stellung dieses Werkes in der Literatur des 11. – 12. Jahrhunderts, „dass es in umfassender Weise und mit scholastischer Methode den Glaubensinhalt auseinandersetzen will, wodurch es mehr als irgend eine andere Dichtung dieser Zeit einen theologischen Charakter trägt“. (Ehrismann, Gustav: Geschichte der deutschen Literatur bis zum Ausgang des Mittelalters. München 1922)
An markanten Stellen des Gedichtes wird hier der Aspekt der Teufelsvor- und -darstellung im Mittelalter untersucht. Von der Schöpfungsgeschichte und dem Fall der Engel über den Sündenfall bis zur Erlösung spielt der Teufel eine herausragende Rolle.
Um die Grundlage der Teufelsdarstellung im Anegenge zu prüfen, soll der Lehrgehalt des Gedichts einbezogen werden, sowie der Vergleich mit anderen biblischen Texten anstrebt werden. Der theologische Gehalt wird auf die Abgrenzung der teuflischen Mächte zum göttlichen Licht, aber auch auf ihre gegenseitige Abhängigkeit untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung – Formales zum Werk und Dichter

Der Prolog

Die Schöpfungsgeschichte und der Fall der Engel

Der Sündenfall

Die Erlösung

Die Bibel und das Anegenge

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Konzeption des Teufels im mittelhochdeutschen Lehrgedicht Anegenge. Dabei wird analysiert, wie das Werk den gefallenen Engel in den Kontext der christlichen Heilsgeschichte einbettet und welche theologischen Vorbilder sowie zeitgenössischen Vorstellungen diese Figur prägen.

  • Teufelsvorstellung im frühmittelhochdeutschen Lehrgedicht
  • Analyse der Teufelsdarstellung im Verhältnis zur Heilsgeschichte
  • Vergleich mit biblischen Vorlagen und theologischen Quellen
  • Untersuchung der Motive von Hochmut, List und Rechtmäßigkeit
  • Das Spannungsfeld zwischen engelhaftem Ursprung und böser Symbolik

Auszug aus dem Buch

Die Schöpfungsgeschichte und der Fall der Engel

Nach dem Prolog kommt der Dichter mit folgenden Worten zum Thema:

„Ir sult wizzen, von wannen dem tievel chom die hohvart, dur die er verstozzen wart“

Bevor aber auf das Thema der Teufelstaten näher eingegangen wird, fasst der Dichter noch einmal das bisher über Gott Gesagte in einigen Versen zusammen (2, 60 – 2, 65). Dann folgt eine Schilderung der Erschaffung der Engel. Diese werden als freie Wesen erschaffen, was im Verlauf der Heilsgeschichte eine wesentliche Rolle spielt. Gott ist sich darüber im Klaren, dass ein Teil dieser Wesen die ihnen geschenkte Freiheit missbrauchen wird, und dennoch stattet er sie mit diesem Attribut aus. Dieses Vorgehen hat einen guten Grund: Durch ihre Freiheit haben die Engel (die dazu erschaffen worden sind, den Schöpfer zu loben) ein um so größeres „recht“ auf das Reich Gottes. Dieser nimmt alle Mühen auf sich, geht sogar das Risiko des eigenen Todes ein, nur um die Liebe und Verehrung der Engel nicht zu erzwingen. Hätte Gott diese Gefühle erzwungen, so wäre er zwar seines Reiches sicher, er wäre umlobt und vergöttert gewesen, jedoch wären die Engel Sklaven, unfreiwillige Lobsänger, was gegen Gottes Grundsätze im höchstem Maße verstoßen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung – Formales zum Werk und Dichter: Das Kapitel bietet eine zeitliche Einordnung des Werkes in das 12. Jahrhundert und erläutert dessen didaktische Funktion sowie die theologische Abhängigkeit von Autoren wie Hugo von St. Viktor.

Der Prolog: Hier wird das Hauptthema der Heilsgeschichte eingeführt und eine Abgrenzung zwischen dem gelehrten Autor und den Laien vorgenommen.

Die Schöpfungsgeschichte und der Fall der Engel: Der Abschnitt thematisiert die Erschaffung der freien Engel und begründet den Sturz Luzifers durch seinen Hochmut.

Der Sündenfall: Das Kapitel analysiert die List des Teufels bei der Versuchung von Eva und Adam sowie den daraus resultierenden Verlust der göttlichen Gnade.

Die Erlösung: Hier wird das Rechtsprinzip der Erlösung durch Christus diskutiert, durch das der Teufel seine rechtmäßigen Ansprüche auf die Menschheit verliert.

Die Bibel und das Anegenge: Ein Vergleich zwischen den biblischen Textpassagen und der Anegenge-Interpretation verdeutlicht die Kontinuität des Teufelsbildes.

Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der Teufel im Anegenge zwar als Symbol des Bösen dient, jedoch seine engelhafte Herkunft stets mitschwingt.

Schlüsselwörter

Anegenge, Teufel, Heilsgeschichte, Luzifer, Sündenfall, Erlösung, Mittelalter, Lehrgedicht, Theologie, Engel, Hochmut, List, Christus, Bibelinterpretation, Scholastik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie das mittelalterliche Lehrgedicht Anegenge den Teufel konzipiert und darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Schöpfungsgeschichte, der Fall der Engel, die Versuchung Adams und Evas sowie die Erlösung durch Christus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische Charakterisierung des Teufels im Anegenge zu analysieren und ihn von späteren, monströseren Teufelsbildern abzugrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die den Vergleich mit biblischen und theologischen Quellen einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch entlang der Heilsgeschichte: von der Erschaffung der Engel über den Sündenfall bis hin zur Erlösung und Höllenfahrt Christi.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Anegenge, Teufel, Heilsgeschichte, Hochmut, List und Erlösung.

Warum wird im Anegenge der Sündenfall als "Prüfung" bezeichnet?

Der Autor interpretiert den Sündenfall als eine von Gott zugelassene Probe, um die Beständigkeit und Freiheit des Menschen zu beweisen.

Wie unterscheidet sich das Teufelsbild des Anegenge von späteren Darstellungen?

Das Anegenge stellt den Teufel als ausgestoßenen Engel dar, der seine Klugheit und Schönheit bewahrt hat, im Gegensatz zu späteren barocken Schreckgestalten.

Welche Rolle spielt das Rechtsbewusstsein bei der Erlösung?

Das Werk verwendet eine juristische Argumentation, in der Christus den Teufel durch dessen eigene Ungerechtigkeit überlistet und so die Menschheit befreit.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Teufelsvor- und Darstellung im "Anegenge"
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2,7
Autor
Bartosz Nowak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
22
Katalognummer
V52746
ISBN (eBook)
9783638483742
ISBN (Buch)
9783638662338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Teufelsvor- Darstellung Anegenge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bartosz Nowak (Autor:in), 2001, Die Teufelsvor- und Darstellung im "Anegenge", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/52746
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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