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Public Private Partnership (PPP) und kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Rahmenbedingungen des PPP-Konzeptes für KMU unter Berücksichtigung eines Beispiels aus der Siedlungswasserwirtschaft

Titel: Public Private Partnership (PPP) und kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Diplomarbeit , 2006 , 95 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Mag. Andreas Zöller (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

PPP und KMU sind Schlagwörter, die in den Medien immer wieder und besonders in letzter Zeit immer sehr präsent sind. PPP bedeutet Public Private Partnership und ist u.a. ein Konzept zur Entlastung der öffentlichen Haushalte. Es handelt sich um eine Kooperation zwischen der öffentlichen Hand und einem oder mehreren privaten Akteuren, die auf dem Grundgedanken einer Win-win Situation aufbaut. Bieten sich Vorteile für die öffentliche Hand so „sollten“ sich auch Chancen für die Privatwirtschaft ergeben. Genau hier setzt die vorliegende Diplomarbeit an und rückt den Sektor der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Privatwirtschaft in den Mittelpunkt der Überlegungen.
Neben Hintergrundinformationen über Public Private Partnerships und kleine und mittlere Unternehmen soll die spezielle Eignung dieser Kooperationsform für KMU untersucht werden. Dabei wird sich herausstellen, dass nicht nur die „Großen unter den Kleinen“ Zugang zu den Potentialen dieses Konzeptes haben können, sondern dass und unter welchen Voraussetzungen auch kleine Unternehmen die Möglichkeit zur Partizipation haben. Forschung und Politik haben seit einigen Jahrzehnten ihr besonderes Interesse am Mittelstand kundgetan. Oft wird er deshalb auch als „Rückgrad der Wirtschaft“ bezeichnet. Aktionsgemeinschaften, Forschungsinstitute, Lehrstühle und spezielle Förderprogramme sind Ausdruck dafür, dass der Mittelstand gesellschaftliche, wirtschaftliche und damit auch politische Potentiale hat, die es zu unterstützen gilt. Diese Arbeit geht auf die Rahmenbedingungen ein, die erforderlich sind, um dem Mittelstand eine verstärkte Partizipation am PPP-Markt zu ermöglichen. Ein Expertengespräch zeigt aber auch Barrieren und Hindernisse auf, die von Politik und Wirtschaft ernst genommen und auf die eingegangen werden muss. Die Beschreibung eines PPP-Projektes zeigt ein aktuelles und erfolgreiches Beispiel aus der Praxis.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gang der Arbeit

3 Public Private Partnership

3.1 Determinanten, Definitionen und Charakteristika von PPP

3.2 Entwicklung des PPP-Konzeptes

3.3 Abgrenzungen

3.3.1 Abgrenzung zu anderen Konzepten

PPP versus Outsourcing

PPP versus Privatisierung

PPP versus inhaltliche Kooperationsmodelle

PPP versus PSP

PPP versus PFI

PPP versus Generalunternehmerschaft

3.3.2 Internationaler Vergleich

3.4 Formen und Ausprägungen

3.4.1 Organisationsmodelle

Betriebsführungsmodell

Betriebsüberlassungsmodell

Kooperationsmodell

Konzessionsmodell

Baukonzession

Dienstleistungskonzession

Betreibermodell

Zusammenfassung der Organisationsmodelle

3.4.2 Finanzierungsmodelle

3.4.3 Vor- und Nachteile verschiedener Modelle

3.4.4 Anwendungsbereiche

3.5 Kritische Erfolgsfaktoren für PPP-Projekte

3.6 Leitfaden für PPP-Projekte

3.7 Situation der PPP in Österreich

3.8 Ausblick

4 Kleine und mittlere Unternehmen

4.1 Einleitung und Grundlagen

4.1.1 Bedeutung von KMU

4.1.2 Hemmnisse und Herausforderungen

4.1.3 Strukturnachteile von KMU

4.1.4 Globalisierung versus Regionalisierung

4.1.5 KMU und EU-Osterweiterung

4.1.6 Verteilung von KMU in Europa

4.2 Definitionen für KMU

4.2.1 Qualitative Abgrenzung

4.2.2 Quantitative Abgrenzung

4.3 Zusammenfassung

5 Potential des PPP-Konzeptes für KMU

5.1 Einleitung

5.2 Prinzipielle Eignung von PPP für KMU

5.3 Rechtliche Grundlagen

5.3.1 Verträge

5.3.2 Vergaberecht

5.3.3 Bietergemeinschaften

5.4 Chancen für KMU

5.4.1 KMU als Generalpartner

5.4.2 Bietergemeinschaften mehrerer KMU

5.4.3 KMU als Subunternehmer

5.5 Praxiskonnex

5.5.1 Interview DI Wolfgang Viehauser

5.5.2 Beispiel Abwasserentsorgung der Gemeinde Ernsthofen

6 Resümee

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Rahmenbedingungen für die Partizipation von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an Public Private Partnership (PPP)-Modellen, um Potenziale für eine stärkere Einbindung dieser Unternehmensgruppe in die öffentliche Auftragsvergabe unter Berücksichtigung eines Praxisbeispiels aus der Siedlungswasserwirtschaft aufzuzeigen.

  • Grundlagen, Definitionen und Organisationsmodelle von Public Private Partnerships.
  • Die wirtschaftliche Rolle, Herausforderungen und Strukturnachteile von KMU.
  • Analyse der Eignung und potenzieller Chancen von PPP-Konzepten für den Mittelstand.
  • Rechtliche Aspekte und Möglichkeiten der Partizipation durch Bietergemeinschaften und Subunternehmerverhältnisse.
  • Praxisnahe Evaluation durch Experteninterviews und ein Fallbeispiel zur Abwasserentsorgung.

Auszug aus dem Buch

3 Public Private Partnership

Im öffentlichen Diskurs erfreut sich der Begriff Public Private Partnership zunehmender Verwendung. Budgetengpässe, fehlendes Know-how sowie ineffiziente Arbeitsmethoden der öffentlichen Hand sind die wesentlichen Faktoren, die dieses Thema so attraktiv werden ließen.

PPP beinhaltet ein weites Spektrum an Kooperationsformen zwischen öffentlichen und privaten Partnern. Oft wird der Begriff fälschlicherweise für Projekte benutzt, die zwar Merkmale von PPP aufweisen, aber im Grunde die Strukturvorgaben eines PPP-Projektes nicht erfüllen; allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass PPP nicht eindeutig definiert werden kann. Bei der Einstufung von PPP-Projekten als solche muss also auf eine, mit den Kriterien des PPP-Konzeptes übereinstimmende Charakteristik geachtet werden. Bei PPP geht es nicht um einen vollständigen Eigentums- und Verantwortungsübergang öffentlicher Aufgabenbereiche an Private, wie dies beispielsweise bei der klassischen Privatisierung der Fall ist, sondern primär um die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Akteuren – also die Kombination von öffentlichen und privatwirtschaftlichen Denk- und Handlungsweisen – um eine effektivere und effizientere Aufgabenerfüllung zu gewährleisten.

Die Erkenntnis über die Vorteile von PPP auf Seiten der öffentlichen Hand führt zu einer steigenden Anzahl von PPP-Projekten in Österreich. Jedoch sind bürokratische Hürden im Vergleich zu anderen Ländern Europas noch relativ groß. Auch die bisher noch geringe Erfahrung mit dieser Themenstellung trägt nicht zu einer verstärkten Nutzung der Potentiale dieses Konzeptes bei. Auf Seiten der Privatwirtschaft wurden die Vorteile von PPP längst erkannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert die Relevanz von PPP und KMU als zentrale Schlagwörter und legt die Problemstellung für die Integration kleinerer Unternehmen in öffentliche Kooperationsmodelle fest.

2 Gang der Arbeit: Gibt einen strukturierten Überblick über den inhaltlichen Aufbau der Diplomarbeit, von den PPP-Grundlagen über die KMU-Thematik bis hin zur Synthese und dem Praxiskonnex.

3 Public Private Partnership: Erläutert das Konzept, die verschiedenen Organisations- und Finanzierungsmodelle sowie die spezifischen Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für PPP-Projekte.

4 Kleine und mittlere Unternehmen: Beleuchtet die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der KMU, deren strukturelle Nachteile und die Auswirkungen aktueller ökonomischer Entwicklungen.

5 Potential des PPP-Konzeptes für KMU: Analysiert die prinzipielle Eignung und rechtliche Einbettung von PPPs für KMU und zeigt spezifische Partizipationsmöglichkeiten anhand von Praxisbeispielen auf.

6 Resümee: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit standardisierter Prozesse, um den Mittelstand stärker an PPP-Projekten zu beteiligen.

Schlüsselwörter

Public Private Partnership, PPP, KMU, kleine und mittlere Unternehmen, öffentliche Hand, Kooperationsmodell, Vergaberecht, Bietergemeinschaft, Infrastruktur, Siedlungswasserwirtschaft, Wirtschaftlichkeit, Risikoallokation, Mittelstand, Projektvorlaufkosten, Effizienzsteigerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Public Private Partnership (PPP)-Modelle, um die strukturellen Hürden bei der Teilnahme an öffentlichen Projekten zu verstehen und Lösungswege aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Schwerpunkte liegen auf den PPP-Grundlagen, der Definition und ökonomischen Situation von KMU, rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Vergaberecht sowie strategischen Kooperationsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen KMU erfolgreich an PPP-Projekten partizipieren können, trotz der oft hohen Anforderungen und Vorlaufkosten, die meist auf Großkonzerne zugeschnitten sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse mit empirischen Erkenntnissen aus einem Experteninterview sowie einer detaillierten Fallstudie aus der österreichischen Siedlungswasserwirtschaft.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Organisationsmodelle von PPPs, die wirtschaftliche Lage der KMU und verknüpft diese in einem praktischen Kontext, inklusive der Darstellung der Chancen als Generalpartner oder Subunternehmer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Public Private Partnership, KMU, Vergaberecht, Bietergemeinschaften, Risikoallokation sowie die wirtschaftliche Bedeutung des Mittelstands.

Inwiefern spielen Bietergemeinschaften für KMU eine Rolle?

Bietergemeinschaften werden als theoretisch notwendiges Instrument gesehen, um bei großvolumigen Ausschreibungen die Kapazitäten zu bündeln und rechtliche sowie finanzielle Zugangshürden zu überwinden.

Wie unterscheidet sich PPP von einer klassischen Privatisierung?

Im Gegensatz zur Privatisierung, bei der Eigentum und Verantwortung vollständig übertragen werden, bleibt bei PPP die öffentliche Hand in die Zieldefinition und Qualitätskontrolle eingebunden; es handelt sich um eine kooperative Aufgabenerfüllung.

Welche Bedeutung hat das Fallbeispiel Ernsthofen?

Das Projekt der Abwasserentsorgung in Ernsthofen dient als erfolgreiches Praxisbeispiel, an dem aufgezeigt wird, wie eine Gemeinde und private Unternehmen durch ein Kooperationsmodell Synergien und Kosteneinsparungen realisieren können.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Public Private Partnership (PPP) und kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
Untertitel
Rahmenbedingungen des PPP-Konzeptes für KMU unter Berücksichtigung eines Beispiels aus der Siedlungswasserwirtschaft
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien
Note
Gut
Autor
Mag. Andreas Zöller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
95
Katalognummer
V52369
ISBN (eBook)
9783638481045
ISBN (Buch)
9783638693080
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Public Private Partnership Unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Andreas Zöller (Autor:in), 2006, Public Private Partnership (PPP) und kleine und mittlere Unternehmen (KMU), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/52369
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Leseprobe aus  95  Seiten
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