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Organisation und Macht - Der Ansatz von Crozier und Friedberg

Titel: Organisation und Macht - Der Ansatz von Crozier und Friedberg

Seminararbeit , 1998 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dipl.-Soz. Susanne Dera (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In ihrem Werk "Die Zwänge kollektiven Handelns: Über Macht und Organisation" versuchen die Autoren Crozier und Friedberg) nicht, eine neue Theorie über Organisationen zu entwickeln. Es stellt vielmehr einzig und allein den Versuch dar, eine neue Sichtweise aufzuzeigen, bei der nicht die Organisation im Mittelpunkt steht, sondern das organisierte Handeln der Menschen an sich. Letztlich soll man dieses verstehen als eine "Reflexion über die Beziehungen zwischen sozialem Akteur und System").
Die zentrale Frage des Buches ist, "unter welchen Bedingungen und verbunden mit welchen Zwängen (..) kollektives, das heißt organisiertes Handeln der Menschen möglich") ist. Dafür ist es unbedingt notwendig, auf die von Crozier und Friedberg behandelten Konzepte Strategie, Macht und Spiel näher einzugehen und diese in ihrem Zusammenhang zu analysieren.

Die Autoren entwerfen hier eine Bürokratiekritik, mit der sie sich sowohl "gegen die Fiktion des (quasi) rationalen Entscheiders, wie auch gegen die totale Determination durch das System") wenden. Aufgrund dessen wird von ihnen der Begriff des Spiels als regulierendes Instrument kollektiven Handelns eingeführt.
Crozier und Friedberg betonen in ihrem Buch vor allem die Dialektik von Freiheit und Zwang innerhalb sozialer Konstrukte. Das bedeutet für sie, dass Freiheit nur in und gegen Zwänge und Strukturen bestehen kann, da Strukturen die individuelle Autonomie des einzelnen zwar beschränken, jedoch auch eine zwingende Voraussetzung für deren Existenz darstellen. Somit können sozialer Akteur und System nicht getrennt voneinander untersucht werden, da sie einander bedingen.
Die nun folgenden Ausführungen stützen sich vordringlich auf den ersten Teil des oben genannten Buches und versuchen, die darin angeführten strukturellen Zusammenhänge organisatorischen Handelns aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Kollektives Handeln als soziales Konstrukt

3 Die strategischen Konzepte

3.1 Strategie

3.1.1 Der Freiraum des Akteurs

3.1.2 Das strategische Vorgehen

3.2 Macht

3.2.1 Die Macht des Akteurs

3.2.2 Macht und Organisation

3.3 Spiel

3.3.1 Die Rolle der Formalstruktur

3.3.2. Das Spiel als Instrument organisierten Handelns

4 Schlußbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den organisationssoziologischen Ansatz von Michel Crozier und Erhard Friedberg. Das primäre Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel von individuellem Handeln und systemischen Zwängen zu analysieren, wobei Organisationen nicht als starre Gebilde, sondern als dynamische soziale Konstrukte verstanden werden.

  • Die Dialektik von Freiheit und Zwang in Organisationen
  • Die Analyse von Handlungsstrategien autonomer Akteure
  • Macht als Regulierungsmechanismus in sozialen Systemen
  • Das Spiel als Instrument zur Koordination kollektiven Handelns
  • Die Bedeutung von Ungewissheitszonen für die Machtausübung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Der Freiraum des Akteurs

Wie bereits erwähnt, ist der Begriff der Strategie bei Crozier und Friedberg ein sehr elementarer. Ihrer Ansicht nach wird allgemein die Rationalität der Funktionsweise von Organisationen überbewertet. Es wurde bereits erwähnt, dass hier weder das Prinzip der reinen Determination durch das System, noch das des allein rationalen Entscheiders zur Erklärung des Phänomens des kollektiven Handelns ausreichen. Eine Organisation wird erst durch die ihr angehörenden Menschen gebildet und zum Leben erweckt. Diese Akteure behalten jedoch trotz einer festgelegten Grundstruktur des sozialen Konstruktes immer einen gewissen eigenen Entscheidungsfreiraum, den sie für sich zu nutzen versuchen.

Das bedeutet, sie können autonom entscheiden, welche der sich eröffnenden Handlungsstrategien sie verfolgen möchten. Die möglichen Strategien ergeben sich immer aus dem für jeden Akteur individuellen Freiraum, der aus den persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen des einzelnen entsteht. Zu betonen ist hierbei, dass es stets mehrere Möglichkeiten des Agierens gibt, wobei die Wahl des Handelnden in der Regel auf die Strategie fällt, die ihm zur Verfolgung seiner Ziele am erfolgreichsten erscheint. Man darf allerdings nicht vergessen, dass Handelnde immer "Gefangene der Mittel [bleiben], die sie benutzen", auch wenn sie durch ihren ganz speziellen eigenen Freiraum relativ autonom agieren können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel erläutert, dass Crozier und Friedberg keine neue Organisationstheorie entwerfen, sondern den Fokus auf das organisierte Handeln und die Reflexion der Beziehung zwischen Akteur und System legen.

2 Kollektives Handeln als soziales Konstrukt: Hier wird definiert, dass Organisationen keine natürlichen Gegebenheiten sind, sondern künstliche Konstrukte, die durch Handlungsstrategien autonomer Akteure innerhalb struktureller Zwänge entstehen.

3 Die strategischen Konzepte: Das Hauptkapitel analysiert die zentralen Begriffe Strategie, Macht und Spiel, um die Dynamiken innerhalb organisierter Handlungsfelder zu durchdringen.

4 Schlußbemerkung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei betont wird, dass Handeln stets ein sinnvolles Agieren in einem Kontext ist, der durch Machtstrukturen und das Spiel reguliert wird.

Schlüsselwörter

Organisation, Macht, Strategie, Spiel, kollektives Handeln, soziales Konstrukt, Akteur, System, Freiraum, Ungewissheitszonen, Handlungsstrategien, Dialektik, Struktur, Rationalität, Mikropolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den organisationssoziologischen Ansatz von Crozier und Friedberg und untersucht, wie soziales Handeln innerhalb von Organisationen durch Macht und Regeln geformt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Strategie, Macht und Spiel sowie die dialektische Beziehung zwischen individueller Freiheit und systemischen Zwängen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen kollektives Handeln möglich ist und wie sich Akteure durch eigene Strategien innerhalb von Organisationsstrukturen bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Systemanalyse von Crozier und Friedberg sowie auf die Anwendung dieser Konzepte auf organisatorische Phänomene.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Strategien (inklusive des Handlungsfreiraums), die Machtanalyse (als Mechanismus zur Stabilisierung) und das Konzept des Spiels als Integrationsmechanismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Macht, Strategie, Spiel, Freiraum, kollektives Handeln, Ungewissheitszonen und die Organisation als soziales Konstrukt.

Was verstehen die Autoren unter dem Spiel?

Das Spiel ist ein Instrument, das Akteure nutzen, um ihr Handeln zu koordinieren, ohne ihre individuelle Freiheit vollständig aufzugeben; es vereint Freiheit und Zwang.

Wie definieren Crozier und Friedberg Macht?

Macht ist keine Eigenschaft, sondern eine Austauschbeziehung zwischen Akteuren, die durch die Kontrolle von Ungewissheitszonen entsteht.

Warum ist das "Monopole industriel" wichtig für die Analyse?

Es dient als Demonstrationsbeispiel, um zu zeigen, wie unterschiedliche Personalgruppen innerhalb einer technisch organisierten Struktur durch Spezialwissen und Machtbeziehungen miteinander interagieren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Organisation und Macht - Der Ansatz von Crozier und Friedberg
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Einführung in die Organisationssoziologie
Note
1,3
Autor
Dipl.-Soz. Susanne Dera (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
17
Katalognummer
V52257
ISBN (eBook)
9783638480178
ISBN (Buch)
9783656810797
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Organisation Macht Ansatz Crozier Friedberg Einführung Organisationssoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Soz. Susanne Dera (Autor:in), 1998, Organisation und Macht - Der Ansatz von Crozier und Friedberg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/52257
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Leseprobe aus  17  Seiten
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