Für die Führungskräfte ergeben sich sowohl Anforderungen aus dem externen Umfeld, dass sich infolge der Digitalisierung verändert hat, als auch aus dem internen Umfeld, dass sich als Reaktion der Organisation auf die Digitalisierung verändert hat. Daher ist richtige Führung im Zuge der Digitalisierung wichtiger denn je, da ansonsten das Risiko besteht, abgehängt zu werden.
Welche Führungskompetenzen brauchen die Führungskräfte von morgen, um die Herausforderungen, die sich in der Verwaltung 4.0 und der VUCA-Welt ergeben, bewältigen zu können? Diese Frage soll diese Arbeit bearbeiten und diskutieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Ziele und Inhalt dieser Arbeit
2. Wichtige Führungskompetenzen für die VUCA-Welt
2.1 Ein inspirierendes Führungsklima und Arbeitsklima schaffen
2.2 Kulturregeln in der Organisation einführen
2.3 Alternativen Führungsformen zulassen
2.4 Die richtige Mitarbeiter auswählen
3. Krisenmanagement als Teil der Verwaltung 4.0
4. Eine Fallstudie zu den Führungskompetenzen der VUCA-Welt
4.1 Ein inspirierendes Führungsklima und Arbeitsklima schaffen
4.2 Kulturregeln in der Organisation einführen
4.3 Alternativen Führungsformen zulassen
4.4 Die richtigen Mitarbeiter auswählen und binden
4.5 Innovations- und Krisenmanagements integrieren
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, welche Führungskompetenzen in der öffentlichen Verwaltung angesichts der Digitalisierung und der Herausforderungen der sogenannten VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit) erforderlich sind. Ziel ist es, den notwendigen Wandel zu einer modernen Verwaltung 4.0 zu diskutieren und die theoretischen Anforderungen an Führungskräfte mit der praktischen Umsetzung in einer Mittelbehörde zu vergleichen.
- Führungskompetenzen im digitalen Zeitalter
- Die VUCA-Welt und ihre Auswirkungen auf öffentliche Verwaltungen
- Transformationale Führung und agile Arbeitsformen
- Krisenmanagement in der modernen Verwaltung
- Praxisnahe Fallstudie zur Organisationsentwicklung
Auszug aus dem Buch
2. Wichtige Führungskompetenzen für die VUCA-Welt
Kompetenzen sind laut Duden der Sachverstand und die Fähigkeiten einer Person, „Führungskompetenzen sind demzufolge die fachliche, methodische, sozialen und personalen Fähigkeiten, die Menschen in die Lage versetzen, sich bei der Bewältigung von Führungsaufgaben (also in offenen und unüberschaubaren, komplexen und dynamischen Situationen) selbstorganisiert, das heißt ohne äußeren Anstoß und ohne Hilfe von Dritten, zurechtzufinden.“
Prof. Dr. Heike Bruch und Stefan Berger von der Universität St. Gallen haben in Ihrer Studie „Future Work and Leadership“ vier zentrale Führungshebel bzw. Führungskompetenzen für die neue Arbeitswelt 4.0 identifiziert. Führungskompetenzen für die VUCA-Welt sind demnach eine inspirierendes Führungs- und Arbeitsklima, die Entwicklung von klar definierten Werten und Kulturregeln in der Organisation, das Zulassen von alternativen Führungsformen, und die richtige Mitarbeiterauswahl. Diese Erfolgsvoraussetzungen für einen Übergang in die neue Arbeitswelt 4.0 werden unter anderem auch durch Jung und Casper in dem Artikel „Iterative Anforderungen der VUCA-Welt begegnen, Fraport auf dem Weg zu Leadership 4.0“ (Personalführung, 6/2016, 24-31) am Beispiel der Fraport AG aufgegriffen und durch weitere, im Folgenden ebenfalls berücksichtigten Quellen, ebenfalls bestätigt und ergänzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ziele und Inhalt dieser Arbeit: Einführung in die Thematik der Digitalisierung in der Verwaltung und Definition des VUCA-Begriffs als Kontext für moderne Führungsanforderungen.
2. Wichtige Führungskompetenzen für die VUCA-Welt: Vorstellung von vier zentralen Führungshebeln, die für den Übergang in die Arbeitswelt 4.0 als essenziell erachtet werden.
3. Krisenmanagement als Teil der Verwaltung 4.0: Analyse der zunehmenden Krisenanfälligkeit durch Digitalisierung und die Notwendigkeit, das Krisenmanagement stärker in die Verwaltung zu integrieren.
4. Eine Fallstudie zu den Führungskompetenzen der VUCA-Welt: Praktische Anwendung der Theorie anhand einer Fallstudie aus einer Mittelbehörde, inklusive Reflexion der eigenen Führungstätigkeit.
5. Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Herausforderungen und Fazit zur Diskrepanz zwischen modernen Konzepten und der gelebten Verwaltungspraxis.
Schlüsselwörter
Verwaltung 4.0, Leadership 4.0, VUCA-Welt, Führungskompetenzen, Digitalisierung, Öffentliche Verwaltung, Krisenmanagement, Organisationskultur, Transformationale Führung, Personalentwicklung, Agile Führung, Projektmanagement, Arbeitswelt 4.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der öffentlichen Verwaltung in eine "Verwaltung 4.0" und untersucht, welche spezifischen Kompetenzen Führungskräfte benötigen, um in einer durch die Digitalisierung geprägten, instabilen Umwelt zu agieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören moderne Führungsstile, die Etablierung einer konstruktiven Organisationskultur, der Umgang mit Krisensituationen sowie die Bedeutung der richtigen Mitarbeiterauswahl und -bindung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, theoretische Anforderungen an Führungskräfte in der VUCA-Welt zu identifizieren und diese anhand einer Fallstudie im persönlichen beruflichen Kontext auf ihre praktische Umsetzbarkeit in einer Behörde hin zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Herleitung zentraler Führungshebel und verknüpft diese mit einer qualitativen Fallstudie, die auf persönlichen Erfahrungen der Autorin in einer Mittelbehörde basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Führungskompetenzen, eine Auseinandersetzung mit Krisenmanagement in der digitalen Verwaltung sowie eine detaillierte Fallstudie zu den Themen Führungsklima, Unternehmenskultur und Digitalisierungsgrad.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Verwaltung 4.0, Leadership 4.0, VUCA-Welt, Führungskompetenzen, Digitalisierung, Organisationskultur und Krisenmanagement bestimmt.
Wie bewertet die Autorin die derzeitige Verwaltungspraxis?
Sie stellt eine signifikante Diskrepanz zwischen modernen, zukunftsorientierten Führungskonzepten und der tatsächlich erlebten, starren Verwaltungskultur fest, in der digitale Ansätze oft vom Engagement Einzelner abhängen.
Welche Rolle spielt das Krisenmanagement in der modernen Verwaltung?
Laut der Arbeit ist das Krisenmanagement bisher unterentwickelt. Angesichts der zunehmenden Abhängigkeit von IT-Systemen wird jedoch gefordert, dass Verwaltungen künftig schneller vom Normal- in den Krisenmodus umschalten können.
Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Arbeitsweise in der Fallstudie?
Die Fallstudie zeigt, dass die Digitalisierung (z.B. durch gemeinsame digitale Datenablagen) zwar Flexibilität und Wissenszugang verbessert, aber die strukturellen Hürden (Hierarchien) weiterhin bestehen bleiben.
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- Nadine Anders (Author), 2017, Leadership 4.0 in der Verwaltung 4.0. Führungskompetenzen für die VUCA-Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/520675