Diese Arbeit befasst sich mit dem Kapitel "Eine verrückte Teegesellschaft" aus "Alice im Wunderland", einer deutschen Übersetzung des Originalwerkes von Lewis Carroll. Ziel ist es, die Dialogsituation zu verstehen und sich dem Wirkungsgrad der Absurdität bewusst zu werden, um auf den Ergebnissen basierend eine kreative Schreibaufgabe aufzustellen, welche für Grundschulkinder geeignet ist.
Seit über einem Jahrhundert begleitet uns die Kindergeschichte "Alice im Wunderland" mehr oder weniger bewusst durch das alltägliche Leben. Der bekannte Film "The Matrix" basiert beispielsweise auf dieser Idee. Dort wird die uns als Realität bekannte Welt als Traum dargestellt, welcher uns davor schützen soll, von der tatsächlichen realen Wirklichkeit zu erfahren, während das kleine Mädchen Alice in den Büchern in ihre Traumwelt flüchtet. Selbst in der Medizin finden wir das Phänomen "Alice" wieder, das sogenannte "Alice-im-Wunderland-Syndrom". Es bezeichnet ein Syndrom, bei dem die Betroffenen sich selbst oder ihre Umgebung auf halluzinatorische Weise verändert wahrnehmen.
In diesem besonderen Werk der Kinder- und Jugendliteratur aus dem Genre des literarischen Nonsens werden die Regeln der Gesellschaft und die des Verstandes thematisiert. Es handelt um ein junges Mädchen, welches die für sie konfuse Welt der Erwachsenen wahrnimmt, sie nicht zu durchblicken scheint und während den Abenteuern zur jungen Frau heranwächst. Sie agiert in einer Welt der Regeln und Logik geradezu unterworfen sein scheint.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Dialoganalyse
Übersicht
Sprechsituation
Inhalt
Form und Strukturen
Bildlichkeit
3. Herleitung für den Unterricht in der Grundschule
4. Umsetzung der Schreibaufgabe
5. Fazit
6. Literatur
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Dialogsituation des Kapitels „Eine verrückte Teegesellschaft“ aus Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ zu analysieren, um das Verständnis für literarische Absurdität zu fördern und daraus eine kreative, grundschulgerechte Schreibaufgabe abzuleiten.
- Analyse der dialogischen Strukturen und der Sprechsituation im Nonsens-Genre.
- Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen kindlicher Perspektive und absurder Erwachsenenwelt.
- Didaktische Aufbereitung für den Deutschunterricht in der Grundschule (Jahrgangsstufe 4).
- Förderung der Schreibkompetenz durch die Erstellung eigener, absurder Dialoge in einer Fantasiewelt.
Auszug aus dem Buch
Umsetzung der Schreibaufgabe
Zeitzonenmanager: „Ja, wer bist du denn? Was schaust du uns beim Schlafen zu? Willst du etwa unsere Träume stehlen? Ooooryx! Schuppentier! Aufwachen! Sonst sind eure süßen Träume gleich Geschichte!“
Saimon: „Tut mir leid euren Schlaf gestört zu haben. Ich bin Saimon und bin auf der Suche nach einem sicheren Unterschlupf für die Nacht. Eure Träume will ich sicherlich nicht stören und ähm ich wüsste auch gar nicht wie so etwas gehen soll!“
Zeitzonenmanager: „Na gut, dann will ich dir meinen Glauben schenken. Du könntest dir übrigens Mal frische Klamotten anziehen. Du riechst ja ganz fürchterlich!“
Schuppentier (im Halbschlaf): „Was? Meine Träume mag ich behalten, die sind so so ähm kunterbunt und schuppig. So kunterbuntigschuppig. Kunterbuntigschuppig.“
Oryx: „Ohje, der Himmel ist schon grün! Wir sollten alles für den morgigen Tag vorbereitet haben!“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Werk in den kulturellen Kontext ein und definiert die Zielsetzung der Analyse von Absurdität als Grundlage für eine kreative Schreibaufgabe.
2. Dialoganalyse: In diesem Kapitel wird der Dialog mittels der Vierfarb-Methode nach Friedmann-Harzer und dramentheoretischen Aspekten hinsichtlich Sprechsituation, Inhalt, Form und Bildlichkeit untersucht.
3. Herleitung für den Unterricht in der Grundschule: Dieses Kapitel skizziert eine 6-stündige Unterrichtseinheit, die Schüler an das Thema „Absurdität“ heranführt und zur Erstellung eigener nonsens-basierter Dialoge motiviert.
4. Umsetzung der Schreibaufgabe: Das Kapitel präsentiert ein konkretes Beispiel für einen absurden Dialog, der als Vorbild für die Schreibaufgabe in der Grundschule dient.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Eignung des Themas für die kindliche Auseinandersetzung mit dem Prozess des Erwachsenwerdens durch nonsens-basierte Literatur.
6. Literatur: Das Kapitel führt sämtliche verwendeten Quellen und die literaturtheoretische Basis der Arbeit auf.
Schlüsselwörter
Alice im Wunderland, Dialoganalyse, Nonsens, Literaturdidaktik, Grundschule, Schreibaufgabe, Absurdität, Sprechsituation, Vierfarb-Methode, Kinderliteratur, Sprachverständnis, Fantasiewelt, Erwachsenwerden, Dramenanalyse, Kreatives Schreiben.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Kapitel „Eine verrückte Teegesellschaft“ aus Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ mit dem Ziel, die im Text enthaltenen absurden Dialoge didaktisch für den Deutschunterricht in der Grundschule aufzuarbeiten.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch das Verständnis der Absurdität im Originaltext eine kreative Schreibaufgabe für Grundschüler der 4. Klasse zu entwickeln, die sie dazu befähigt, eigene nonsens-basierte Dialoge zu verfassen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind der nonsens-geprägte Dialog, die Spannung zwischen Kindheits- und Erwachsenenwelt, die Analyse dramentheoretischer Aspekte sowie die didaktische Umsetzung von Literatur im Grundschulkontext.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Analyse des Dramentextes erfolgt primär nach dem Schema der „Vierfarb-Methode“ (nach Friedmann-Harzer) sowie unter Berücksichtigung allgemeiner Aspekte der Dramen-Analyse.
Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Dialoganalyse, die Herleitung der Unterrichtskonzeption sowie eine konkrete Umsetzung der Schreibaufgabe in Form eines eigenen, fiktiven Dialogs.
Was charakterisiert die Arbeit in Bezug auf ihre Schlüsselwörter?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Literaturdidaktik, Nonsens, Alice im Wunderland und kreatives Schreiben charakterisiert, welche die Verbindung zwischen literaturwissenschaftlicher Analyse und pädagogischer Praxis unterstreichen.
Welche Rolle spielt die „Vierfarb-Methode“ in der Analyse?
Sie dient als strukturelles Werkzeug, um den Dialog nach Sprechsituation, Inhalt, Form, Struktur und Bildlichkeit systematisch zu untersuchen und so die Nonsens-Elemente für den Leser greifbar zu machen.
Wie wird die „absurde“ Komponente für Grundschüler greifbar gemacht?
Indem das Thema „Absurdität“ durch eine gemeinsame Erarbeitung der Begrifflichkeiten und eine einführende Gesprächsrunde im Unterricht von einer abstrakten zu einer praktischen, spielerischen Form transformiert wird.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Absurdität in "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/520056