In dieser Facharbeit wird das Werbewirkungsmodell von Rossiter und Percy (1997) für das Konzept Bring Your Own Device verwendet. Das Werbewirkungsmodell hilft Unternehmen, Gestaltungsempfehlungen für die Einführung zu generieren und auf aufkommende Fragen, wie z.B. das Thema Datenschutz und IT-Sicherheit Antworten zu finden. Zum Schluss wird kritisch hinterfragt, ob der Zusammenhang dieses Werbewirkungsmodells mit dem Konzept zielführend ist.
In vielen Branchen und Bereichen setzen Menschen Smartphones und Tablets für mobiles Arbeiten ein. Die meisten Menschen haben bereits ein mobiles Endgerät für den privaten Gebrauch. Das Konzept Bring Your Own Device ermöglicht, dass das private Endgerät für dienstliche Tätigkeiten eingesetzt werden kann. Unternehmen können mit Kosteneinsparungen davon profitieren, da der administrative Aufwand, wie zum Beispiel die Bestellung und Wartung der Geräte vom Mitarbeiter selbst durchgeführt werden.
Vorteile für die Belegschaft können darin liegen, dass die Mitarbeiter ihre bevorzugten Geräte nutzen können und nicht mehr ausschließlich auf die Angebote des Unternehmens angewiesen sind. Für die Einführung dieses Konzeptes sollte bei den Mitarbeitern und Interessenvertretungen geworben werden, damit die Vorzüge ersichtlich werden und Akzeptanz für die Implementierung erzeugt wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionserklärungen
2.1 Definition Bring Your Own Device
2.2 Definition Werbewirkungsmodell von Rossiter und Percy (1997)
3 Anwendung des Rossiter-und-Percy-Modells am Konzept BYOD
3.1 Kategoriebedürfnis für BYOD wecken
3.2 Bekanntheit von BYOD erzeugen
3.3 Einstellung zu BYOD aktivieren
3.4 Absichtsentscheidung zu BYOD treffen
3.5 Umsetzungserleichterungen
4 Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht, wie das Werbewirkungsmodell von Rossiter und Percy (1997) genutzt werden kann, um das Konzept "Bring Your Own Device" (BYOD) erfolgreich in Unternehmen einzuführen und die Akzeptanz bei Mitarbeitern sowie Interessenvertretungen zu fördern.
- Grundlagen des Konzepts Bring Your Own Device
- Analyse des Werbewirkungsmodells von Rossiter und Percy
- Methodik zur Steigerung der Akzeptanz für BYOD
- Bedeutung von Datenschutz und IT-Sicherheit
- Kritische Diskussion von Kosten-Nutzen-Aspekten
Auszug aus dem Buch
3.3 Einstellung zu BYOD aktivieren
Das Konzept Bring Your Own Device könnte für viele Mitarbeiter noch unbekannt sein. Deshalb gilt es, eine Aufmerksamkeit für eine Akzeptanzerzielung dieses Konzept und seine Auswirkungen deutlich zu machen. Die Werbung soll durch Aufmerksamkeit Emotionen bei den Mitarbeitern wecken, z.B. dass sie jetzt endlich ihre bevorzugten Geräte für berufliche Tätigkeiten nutzen dürfen. Gleichzeitig sollte die Werbung das Auslösen von negativen Gefühlen bei den Mitarbeitern vermeiden, z.B. dass die Mitarbeiter jetzt bei der Beschaffung und Administration der Geräte allein gelassen werden.
Eine Information über das Konzept allein reicht nicht aus. Es müssen mehrere Wiederholungen durchgeführt werden. Positive Eigenschaften eines Produktes werden durch Werbung, die wohlwollende Reize ansprechen, gefördert (Kloos, 2003). Die Werbung an die Mitarbeiter gerichtet soll eine Verbesserung der aktuellen Situation aufzeigen. Mit BYOD können die Mitarbeiter ihre präferierten mobilen Endgeräte und ihr bevorzugtes Betriebssystem nutzen, ohne dass dies von ihrem Arbeitgeber vorgegeben wird. Durch Wiederholungen der Werbung werden die Mitarbeiter immer wieder mit diesem Konzept vertraut gemacht. Dadurch können sie sich mit den Veränderungen auseinandersetzen und verlieren mögliche negative Motive.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung mobiler Endgeräte im Arbeitsalltag und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Akzeptanz und Einführung von BYOD in Unternehmen.
2 Definitionserklärungen: Dieses Kapitel definiert das Konzept BYOD sowie das Werbewirkungsmodell von Rossiter und Percy als theoretische Grundlage für die Untersuchung.
3 Anwendung des Rossiter-und-Percy-Modells am Konzept BYOD: Hier wird das theoretische Modell praxisorientiert auf die schrittweise Einführung von BYOD übertragen, von der Weckung eines Kategoriebedürfnisses bis hin zur praktischen Umsetzung.
4 Diskussion: Das Kapitel reflektiert kritisch die Anwendung des Werbewirkungsmodells auf ein organisatorisches Konzept und hinterfragt die tatsächlichen Vorteile sowie die Zukunftsfähigkeit von BYOD gegenüber Alternativen.
Schlüsselwörter
Bring Your Own Device, BYOD, Werbewirkungsmodell, Rossiter und Percy, Akzeptanz, mobiles Arbeiten, IT-Sicherheit, Datenschutz, Enterprise Mobility Management, EMM, Mitarbeiterzufriedenheit, Change-Management, Kommunikationseffekte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Facharbeit beschäftigt sich mit der Einführung des BYOD-Konzepts in Unternehmen und der Frage, wie diese durch markt- und werbepsychologische Ansätze psychologisch unterstützt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der internen Kommunikation von IT-Konzepten, der Akzeptanzsteigerung bei Mitarbeitern, technischen Sicherheitslösungen wie EMM und der betriebswirtschaftlichen Analyse von BYOD.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Leitfaden zu entwickeln, wie Unternehmen das Werbewirkungsmodell von Rossiter und Percy nutzen können, um Vorbehalte abzubauen und eine erfolgreiche Implementierung von BYOD zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der konzeptionellen Anwendung eines psychologischen Werbewirkungsmodells auf ein organisatorisches Change-Management-Szenario.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert schrittweise die fünf Kommunikationseffekte des Rossiter-und-Percy-Modells, angewandt auf die spezifischen Phasen einer BYOD-Einführung von der Bedarfsweckung bis zur Umsetzung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie BYOD, Akzeptanz, Werbewirkungsmodell, Datenschutz und Change-Management charakterisiert.
Warum ist die Einbindung des Betriebsrats laut Autor so wichtig?
Da BYOD datenschutzrechtliche Aspekte und mögliche Leistungsüberwachungen berührt, ist der Betriebsrat ein entscheidender Akteur, der frühzeitig in den Prozess eingebunden werden muss, um rechtliche Hürden zu vermeiden.
Welche Rolle spielt Enterprise Mobility Management (EMM) im Kontext von BYOD?
EMM dient als technische Lösung, um private und geschäftliche Daten strikt zu trennen und damit die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen, was wiederum das Vertrauen der Mitarbeiter stärkt.
Wie kritisch bewertet der Autor die Zukunftsfähigkeit von BYOD?
Der Autor verweist auf konkurrierende Konzepte wie "Choose Your Own Device" (CYOD) und stellt in Frage, ob der ursprüngliche "Heilsbringer-Status" von BYOD angesichts technischer und administrativer Herausforderungen noch zeitgemäß ist.
- Quote paper
- Benjamin Rudholzer (Author), 2019, Das Konzept "Bring Your Own Device". Eine Betrachtung mit dem Werbewirkungsmodell von Rossiter und Percy (1997), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/517312