Diese Einsendeaufgabe thematisiert die Selbstwirksamkeit im Zusammenhang mit sportlicher Aktivität. Weiter wird auf das Ernährungs- bzw. Suchtverhalten bei Magersucht (Anorexia nervosa) eingangen. Abschließend wird ein Fallbeispiel anhand eines Modells des Gesundheitsverhaltens analysiert.
Unter dem Begriff "Selbstwirksamkeitserwartung", der einen wichtigen Bestandteil der Lerntheorie des amerikanischen Psychologen Albert Banduras (1986-1992) darstellt, versteht man die Fähigkeit beziehungsweise Überzeugung einer Person, in einer auch schwierigen Situation ein passendes Verhalten ausüben und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können.
Dieses Verhalten beruht auf bestehenden, beziehungsweise nicht bestehenden Handlungsstrategien und wird dementsprechend ausgeführt. Besteht eine hohe Selbstwirksamkeitserwartung in Verbindung mit einer Handlung, die absolviert werden möchte oder muss, ist die Person entsprechend motiviert, diese auszuführen.
Inhaltsverzeichnis
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition
1.2 Umfrage: Selbstwirksamkeit zur sportlichen Aktivität
1.3 Vergleich zweier wissenschaftlicher Studien zum Thema Selbstwirksamkeitserwartung
2 ERNÄHRUNGSVERHALTEN
2.1 Definition
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Daten und Fakten
2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3 BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Fallbeispiel: Frau M.
3.2 Rolle des Beraters
3.3 Gesprächsverlauf
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Analyse gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen und die praktische Anwendung von Beratungsmethoden. Basierend auf dem Konzept der Selbstwirksamkeitserwartung und Modellen zur Verhaltensänderung wird untersucht, wie eine gezielte Unterstützung den Erfolg bei der individuellen Gesundheitsförderung maßgeblich beeinflussen kann.
- Selbstwirksamkeitserwartung im Kontext sportlicher Aktivität
- Vergleichende Analyse wissenschaftlicher Rehabilitationsstudien
- Pathophysiologie und psychosoziale Aspekte von Anorexia nervosa
- Interventionsansätze bei Essstörungen und gesundheitlichen Risiken
- Anwendung des transtheoretischen Modells (TTM) in der Beratung
Auszug aus dem Buch
3.3 Gesprächsverlauf
Nachfolgend wird der Gesprächsverlauf zwischen dem Berater (B) und der Kundin, Frau M. (K), dargestellt.
Vor Gesprächsbeginn stellt sich der Berater organisatorisch und mental auf den Kunden ein. Eine offene und freundliche Ansprache zu Beginn des Gespräches schafft eine vertrauensvolle Beziehungsebene.
B: „Guten Tag, mein Name ist Rebecca Lengeling! Wie kann ich dir helfen?“
K: „Guten Tag! Ich bin hergekommen, um abzunehmen und mich wieder wohl zu fühlen in meiner Haut!“
B: „Kannst du dein Ziel präziser ausdrücken? An wie viele Kilos hast du gedacht?“
K: „Ich würde mich freuen, wenn ich um die zehn Kilo schaffen würde!“
B: „Was hältst du für realistisch, in welcher Zeitspanne du dementsprechend viele Kilos verlieren könntest?“
K: „Ich habe mir vorgenommen, bis Mitte August die ersten Erfolge zu sehen!“
B: „Bis Mitte August wären das also circa fünf Monate! Was glaubst du, was für positive Veränderungen eintreten, wenn du dein Ziel erreicht hast?“
K: „Ich hoffe auf mehrere positive Veränderungen. Zum einen würde ich mich wieder wohler fühlen in meinem Körper und außerdem würde ich gerne Ende September wieder in mein Trauzeugen-Kleid passen!“
B: „Okay, dass ist auf jeden Fall schon mal eine gute Motivation! Wie sieht dein beruflicher Alltag aus?“
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel definiert das psychologische Konstrukt nach Bandura und beleuchtet dessen Relevanz anhand einer Umfrage zum Sportverhalten sowie eines wissenschaftlichen Studienvergleichs.
2 ERNÄHRUNGSVERHALTEN: Hier werden die theoretischen Grundlagen, Entstehungsfaktoren und Interventionsmöglichkeiten bei Anorexia nervosa sowie die Anforderungen an eine gesundheitsorientierte Beratung thematisiert.
3 BERATUNGSGESPRÄCH: Dieses Kapitel analysiert ein praktisches Fallbeispiel anhand des transtheoretischen Modells und illustriert durch einen konkreten Dialog die Rolle und methodische Vorgehensweise des Beraters.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Gesundheitsmanagement, Anorexia nervosa, Verhaltensänderung, Transtheoretisches Modell, SMART-Formel, Ernährungsverhalten, Sportaktivität, Beratungsprozess, Rehabilitationsmaßnahmen, Schmerzbewältigung, Gesundheitsrisiken.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Psychologie des Gesundheitsverhaltens, insbesondere mit den Themen Selbstwirksamkeitserwartung und den therapeutischen Anforderungen bei Essstörungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die psychologische Analyse von Eigenwirksamkeit, die medizinischen und psychischen Aspekte von Magersucht sowie die praktische Beratungskompetenz.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die theoretische Fundierung und die Analyse eines Fallbeispiels aufzuzeigen, wie Klienten erfolgreich zu einer dauerhaften gesundheitsorientierten Lebensweise motiviert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung sowie die Fallstudienmethode zur praktischen Anwendung und Überprüfung von Beratungsmodellen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil erstreckt sich von der Bedeutung der Selbstwirksamkeit für sportliche Aktivitäten bis hin zur detaillierten Aufarbeitung eines Beratungsgesprächs mit einer Klientin (Frau M.).
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Selbstwirksamkeitserwartung, Anorexia nervosa, TTM-Modell und Gesundheitsberatung definieren.
Warum ist das transtheoretische Modell für Frau M. relevant?
Das Modell hilft, den aktuellen psychologischen Stand der Klientin (Absichtsbildung) zu identifizieren, um darauf basierend passende Beratungsstrategien zur Verhaltensänderung zu entwickeln.
Welche Rolle spielt die SMART-Formel in diesem Kontext?
Sie dient als methodisches Instrument, um mit der Klientin spezifische, messbare und realistische Ziele zu vereinbaren, die die Motivation zur Umsetzung des Trainingsplans erhöhen.
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- Rebecca Lengeling (Author), 2018, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeit zur sportlichen Aktivität, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/516789