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Das Gottesbild des Thomas Mann

Title: Das Gottesbild des Thomas Mann

Seminar Paper , 2017 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Z. Can (Author)

German Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Unter Rückgriff auf die Ergebnisse der religionswissenschaftlichen Untersuchungen seiner Zeit schildert Thomas Mann in seiner Erzählung "Das Gesetz" den biblischen Stoff aus dem 2. Buch Mose (Exodus). In der vorliegenden Arbeit soll anhand der Analyse der Darstellung und Funktion des Göttlichen die Frage beantwortet werden, welche Gründe hinter der von Thomas Mann geänderten Darstellungsweise des 2. Buches Mose stecken. Im Fokus dieser Arbeit werden folglich wesentliche Diskrepanzen zwischen dem biblischen Stoff und Thomas Manns Nacherzählung stehen. Das Ziel dieser Untersuchungen wird es sein, zu zeigen, dass die Mose-Erzählung nicht nur eine politische Bedeutungsdimension aufweist, sondern darüber hinaus ein Werk ist, das die inneren Widersprüche des Autors spiegelt sowie die dialektische Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

2. Das veränderte Moses-Bild

2.1 Moses ein Ägypter

2. Das dialektische Potential

3. Das Gottesbild des Thomas Mann

3.1 Die Darstellung des Göttlichen

3.2 Die Intention Thomas Manns

3.3 Ästhetik und Ethik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gottesbild in Thomas Manns Erzählung „Das Gesetz“ und analysiert, wie der Autor durch die Entmystifizierung des biblischen Stoffes innere Widersprüche sowie die komplexe Beziehung zwischen Ethik und Ästhetik thematisiert.

  • Analyse der Abweichungen von der biblischen Vorlage (2. Buch Mose)
  • Untersuchung der Rolle Gottes als bloße Projektion von Moses' Willen
  • Einordnung der Erzählung als Parabel auf das politische Geschehen der Zeit
  • Diskussion des künstlerischen Selbstverständnisses von Thomas Mann
  • Verhältnisbestimmung von Ethik und Ästhetik im Kontext des Zweiten Weltkriegs

Auszug aus dem Buch

2.1 Moses ein Ägypter

Die in Das Gesetz beschriebene ägyptische Abstammung des Moses ist, so sehr sie auch befremdlich wirken mag und der biblischen Überlieferung widerspricht, keine Erfindung von Thomas Mann und auch keine aus der Luft gegriffene Überlegung, sondern eine Auslegung, die sowohl ernsthaft in Betracht gezogen als auch mit diversen Argumenten untermauert wurde. So versucht Freud in seinem Werk Der Mann Moses und die monotheistische Religion anhand der auffallenden Parallelitäten zwischen der „Atonreligion“ und des Judentums plausibel zu machen, dass Moses ein Ägypter war, der „den Juden nicht nur eine neue Religion gegeben, sondern auch „die Sitte der Beschneidung bei ihnen eingeführt hat“.7 Obwohl in der Erzählung von Thomas Mann keine Hinweise auf die Atonreligion zu finden sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass er mit dem Inhalt des freudschen Buches vertraut gewesen ist. Denn die zwei ersten Argumente, die Freud im Kapitel „1. Moses ein Ägypter“ nennt, finden sich auch in der Erzählung Manns wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte der Erzählung „Das Gesetz“ ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der geänderten Darstellungsweise des Göttlichen bei Thomas Mann.

2. Das veränderte Moses-Bild: In diesem Kapitel wird die Abkehr vom biblischen Stoff untersucht, insbesondere die Herkunft von Moses und deren Bedeutung für sein Streben nach Ordnung.

2.1 Moses ein Ägypter: Hier werden die Parallelen zwischen Thomas Manns Erzählung und den Thesen Sigmund Freuds zur ägyptischen Herkunft von Moses dargelegt.

2.2 Das dialektische Potential: Dieses Kapitel analysiert, wie Moses durch die Zerrissenheit zwischen seiner ägyptischen Herkunft und seinem Streben nach dem Geistigen zu einem Symbol menschlicher Ambivalenz wird.

3. Das Gottesbild des Thomas Mann: Hier wird der paradoxe Umgang mit Gott als literarisches Motiv hinterfragt und die Abweichung von der biblischen Urquelle thematisiert.

3.1 Die Darstellung des Göttlichen: In diesem Abschnitt wird aufgezeigt, wie Gott in der Erzählung zu einer Halluzination oder einem inneren Willen von Moses entmystifiziert wird.

3.2 Die Intention Thomas Manns: Dieses Kapitel erörtert, wie Gott aus dem Geschehen ausgeschlossen wird, um den Menschen als Schöpfer von Moral und Gesetz zu positionieren.

3.3 Ästhetik und Ethik: Abschließend wird das Verhältnis von Ästhetik und Ethik vor dem Hintergrund von Thomas Manns Selbstverständnis und der politischen Krise der Zeit untersucht.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Thomas Mann Religion und Kunsttheorie synthetisiert und die Bedeutung der Ethik nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs neu bewertet.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Das Gesetz, Mose, Gottesbild, Ethik, Ästhetik, Entmystifizierung, Judentum, Sigmung Freud, Nationalsozialismus, Ironie, Literaturanalyse, Geist und Leben, Biblische Nacherzählung, Humanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht Thomas Manns Erzählung „Das Gesetz“ und analysiert, warum und wie der Autor den biblischen Stoff des 2. Buches Mose verändert, um eine weltliche und psychologische Perspektive auf Gott und Ethik zu werfen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die Entmystifizierung des Göttlichen, das Spannungsfeld zwischen Sinnlichkeit und Geistigkeit sowie die Verbindung zwischen ästhetischem Anspruch und ethischer Verantwortung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Gründe hinter Thomas Manns geänderter Darstellungsweise des Göttlichen stehen und welche Funktion diese Anpassung für die inhaltliche Aussage des Werks hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung von Sekundärliteratur, insbesondere in Bezug auf die Thesen von Sigmund Freud und die politischen Kontexte der Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Moses-Bildes, die kritische Betrachtung des Gottesbildes im Werk sowie die philosophische Verortung des Verhältnisses von Ästhetik und Ethik im Schaffen Thomas Manns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Thomas Mann, Das Gesetz, Ethik, Ästhetik, Entmystifizierung und die moralische Verantwortung des Künstlers.

Wie deutet Thomas Mann in der Erzählung die Gotteserscheinungen?

Thomas Mann interpretiert das „flammende Außen-Gesicht“ Gottes nicht als objektive Realität, sondern als Metapher für Moses' innere Überlegungen, Triebe und dessen unbedingten Willen zur Gesetzgebung.

Inwiefern lässt sich „Das Gesetz“ als Parabel auf Nazideutschland lesen?

Viele Interpreten sehen in der Erzählung eine indirekte Kritik an Hitler und dem Nationalsozialismus, wobei die Erzählung den Gegensatz zwischen dem Gesetz des Geistes und der Barbarei des NS-Regimes thematisiert.

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Details

Title
Das Gottesbild des Thomas Mann
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Germanistik)
Grade
1,0
Author
Z. Can (Author)
Publication Year
2017
Pages
19
Catalog Number
V516701
ISBN (eBook)
9783346108494
ISBN (Book)
9783346108500
Language
German
Tags
gottesbild thomas mann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Z. Can (Author), 2017, Das Gottesbild des Thomas Mann, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/516701
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