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Die frühen Papst- und Prälatenporträts Gianlorenzo Berninis

Title: Die frühen Papst- und Prälatenporträts Gianlorenzo Berninis

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Vera Mamerow (Author)

Art - Painting

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Einleitung

Die vorliegende Arbeit behandelt eine Auswahl der zahlreichen Papst- und Prälatenporträts Gian Lorenzo Berninis, die zwischen den Jahren 1617 und 1632 in Rom entstanden sind. Anhand der Bildnisse Pauls V., Gregor XV. und Urbans VIII. sollen typologische Veränderung in der Entwicklung des skulptierten Papstporträts aufgezeigt und die Genese eines in der Skulptur erstmalig auftretenden Typus erörtert werden. In der älteren Forschung war die Betrachtung der Papstbüsten Berninis vorwiegend von kennerschaftlichen Fragen bestimmt, wobei vor allem die Händescheidung und Datierung der Objekte im Vordergrund stand.

Durch die in der neuesten Forschung zum Thema erhobene These Zitzlspergers1 die Darstellung des Papstes in seinem Alltagsgewand, also mit Camauro und Mozzetta, sei ein öffentliches Bildnis im Sinne eines Staatsporträts2, kann das Papstbildnis über seine Porträtaufgabe hinaus als ein Medium der Vermittlung politischer Inhalte gelesen werden. Besonders die Büste Urbans VIII. wird hervorzuheben sein, da sich an ihr der Übergang zu einer neuen Darstellungsform exemplarisch nachvollziehen lässt. Diese „neue“ Repräsentation des Papstes ist hauptsächlich auf profane, rechtspolitische Inhalte ausgerichtet und ergibt sich aus der politischen Lage in der sich Urban VIII. in den Jahren des Dreißigjährigen Krieges wiederfand. Ein wichtiger Aspekt hinsichtlich der Interpretation der Porträtbüsten ist die Gewänderkunde, die Zitzelsberger für das skulptierte Papstporträt fruchtbar macht. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit wird in der vergleichenden Betrachtung des Porträts Urbans VIII. und des Kardinals Scipione Borghese liegen, wobei die von Zitzelsperger aufgestellte „Doppelporträt-These“ zu diskutieren sein wird. Eine Gegenüberstellung soll zeigen, dass die Porträts Urbans VIII. und Scipione Borgheses als komplementäre Werke zu verstehen sind und unterschiedliche, soziale Rollen widerspiegeln.
---
1 Zitzlsperger, Die Papst- und Herrscherporträts, 2001.

2 Ebd., S. 15 ff.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Papstbüsten

2.1 Die Entwicklung des Papstporträts

2.2 Paul V.

2.3 Gregor XV.

2.4 Urban VIII.

3. Berninis Einführung eines neuen Typus

3.1 Der historische Kontext

3.2 Urban VIII. in Camauro und Mozzetta

3.3 Die Bedeutung des Gewandes für die päpstliche Repräsentation

4. Die Büsten Urbans VIII. und Scipione Borgheses als komplentäre Werke

4.1 Scipione Borghese

4.2 Ein Doppelporträt?

4.3 Kardinal Francesco Barberini

5. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die typologische Entwicklung des skulptierten Papstporträts zwischen 1617 und 1632 am Beispiel von Gian Lorenzo Berninis Werken für Paul V., Gregor XV. und Urban VIII., um die Genese eines neuen, staatspolitisch orientierten Repräsentationstypus vor dem Hintergrund der damaligen politischen Krise zu analysieren und das Verhältnis zwischen Papst- und Kardinalsporträts zu erörtern.

  • Entwicklung des skulptierten Papstporträts unter Bernini
  • Etablierung des "Camaurotypus" als Ausdruck päpstlicher Souveränität
  • Die Rolle der Gewandsymbolik in der barocken Porträtikonographie
  • Vergleichende Analyse der Büsten Urbans VIII. und Scipione Borgheses
  • Diskussion der "Doppelporträt-These" und sozialer Rollenbilder

Auszug aus dem Buch

3.2 Urban VIII. in Camauro und Mozzetta

Nach dem öffentlichen Borgia-Protest zog sich der Papst, von dessen Rücktritt schon die Rede war und dessen Ruf erheblichen Schaden genommen hatte, in seine Sommerresidenz bei Castel Gandolfo zurück. Von dort aus beauftragte er Bernini noch im gleichen Jahr, sowohl von ihm, als auch von Kardinal Scipione Borghese [Abb. 14] eine Porträtbüste zu fertigen. Bis zu diesem Zeitpunkt existierte lediglich das schon erwähnte Porträt Urbans VIII. in San Lorenzo in Fonte [Abb. 9], welches als Prototyp wahrscheinlich zur Anfertigung von weiteren Repliken diente, wie es für die älteren Papstbüsten Berninis bekannt ist. Lelio Guidiccioni, ein enger Vertrauter Berninis, der die Arbeiten an den beiden Büsten verfolgte, verfaßte am 4. Juni 1633 einen an Bernini gerichteten öffentlichen Brief, in dem er sein künstlerisches Talent in höchstem Maße lobte. Aus diesem Dokument wird ersichtlich, dass die in Auftrag gegebene Büste Urbans VIII. das erste Papstporträt Berninis seit sechs oder sieben Jahren war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Untersuchungsfeld der Papst- und Prälatenporträts Berninis zwischen 1617 und 1632 und führt die zentralen Forschungsfragen zur typologischen Entwicklung und politischen Repräsentation ein.

2. Die Papstbüsten: Hier wird die Genese des skulptierten Papstporträts, ausgehend vom gegenreformatorischen "Humilitastypus", anhand der Beispiele Paul V., Gregor XV. und der frühen Arbeiten für Urban VIII. nachgezeichnet.

3. Berninis Einführung eines neuen Typus: Das Kapitel analysiert den historischen Kontext des Pontifikats Urbans VIII. und die Einführung des sogenannten "Camaurotypus", der durch Gewandsymbolik die weltliche Macht des Papstes als Souverän betont.

4. Die Büsten Urbans VIII. und Scipione Borgheses als komplentäre Werke: Eine vergleichende Untersuchung beleuchtet die These vom Doppelporträt und diskutiert die unterschiedliche Repräsentation von Macht (Papst) und höfischem Habitus (Kardinal).

5. Schluß: Die Schlussfolgerung resümiert die Entwicklung hin zu einem säkularen Staatsporträt und bestätigt die Bedeutung der Gewänderkunde für das Verständnis der päpstlichen Repräsentation.

Schlüsselwörter

Bernini, Papstporträt, Urban VIII., Paul V., Gregor XV., Scipione Borghese, Skulptur, Barock, Humilitastypus, Camaurotypus, Staatsporträt, Gewandsymbolik, Repräsentation, Idealisierung, Römische Kurie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die stilistische und ikonographische Entwicklung der Papstbüsten Gian Lorenzo Berninis im frühen 17. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Porträtikonographie, der symbolischen Bedeutung päpstlicher Amtsgewänder und der politischen Instrumentalisierung von Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll aufgezeigt werden, wie Bernini den Typus des Papstporträts wandelte, um den Papst als souveränen, politisch handelnden Fürsten darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert kunsthistorische Bildanalyse mit der Untersuchung zeitgenössischer Quellen, Kleiderordnungen und politischer Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Porträts Pauls V., Gregors XV. und Urbans VIII. sowie den vergleichenden Aspekt der Büsten Urbans VIII. und Scipione Borgheses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Staatsporträt, Humilitastypus, Camaurotypus, barocke Skulptur und Gewandsymbolik.

Welche Bedeutung kommt dem "Camaurotypus" zu?

Er dient als Ausdruck weltlicher Macht und richterlicher Jurisdiktionsgewalt des Papstes, im Gegensatz zur liturgischen Prachtdarstellung früherer Porträts.

Wie unterscheidet sich die Darstellung Scipione Borgheses von der Urbans VIII.?

Während der Papst durch eine erhabene, ruhige Präsenz gekennzeichnet ist, verkörpert der Kardinal durch eine lebendige, extrovertierte Darstellung und "sprezzatura" die Rolle eines höfischen Hofmanns.

Wird die These eines "Doppelporträts" bestätigt?

Die Arbeit diskutiert diese These kritisch und kommt zu dem Schluss, dass die Büsten primär für unterschiedliche Funktionszusammenhänge gedacht waren, auch wenn sie komplementäre Aspekte aufweisen.

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Details

Title
Die frühen Papst- und Prälatenporträts Gianlorenzo Berninis
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,0
Author
M.A. Vera Mamerow (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V51462
ISBN (eBook)
9783638474290
ISBN (Book)
9783656805656
Language
German
Tags
Papst- Prälatenporträts Gianlorenzo Berninis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Vera Mamerow (Author), 2002, Die frühen Papst- und Prälatenporträts Gianlorenzo Berninis, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/51462
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