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Junge Führungskräfte führen ältere Mitarbeiter. Vorurteile in der heutigen Arbeitswelt

Die Potenziale älterer Mitarbeiter

Titel: Junge Führungskräfte führen ältere Mitarbeiter. Vorurteile in der heutigen Arbeitswelt

Hausarbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sascha Heller (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit gibt einen Überblick über den Stand der Forschung in Sachen Vorurteilen ist und nimmt dabei einen sozialpsychologischen Standpunkt ein. Diese Erkenntnisse sollen des Weiteren auf die Mitarbeiterführung angewendet werden, wobei der Fokus auf jungen Führungskräften und älterem Personal liegt.

Im Jahre 2012 gab es in Deutschland eine immense Veränderung innerhalb des deutschen Rentensystems. Um die Rentenkassen zu stabilisieren, wurde das Renteneintrittsalter für Bürger, die nach 1947 geboren wurden, schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Man konnte damals häufig von Altersarmut oder anderen Problemen lesen, die als Konsequenzen der neuen Gesetzeslage auftauchten. Nun müssen sich nicht nur die zukünftigen Rentner auf diese Veränderung einstellen, sondern auch die Unternehmen. Ein wichtiger Aspekt ist das Führen der älteren Personen (50 Jahre und älter). Die Führungskräfte, die häufig in den Universitäten ausgebildet werden, sind auch durch die Einführung des kürzeren Abiturs oft jünger als ihre Mitarbeiter.

Dadurch kommt es immer häufiger zu dem Fall, dass junge Führungskräfte ältere Mitarbeiter führen müssen. Nun haben die verschiedenen Generationen unterschiedliche Vorurteile gegen einander, was verstärkt zu Konflikten führen kann. Zu bedenken ist auch, dass solche Konflikte innerhalb eines Unternehmens zu weitreichenden Konsequenzen führen können. Zum Beispiel können die Arbeitsleistung sowie die Arbeitsmotivation darunter leiden. Sollten solche Konflikte weiter nach außen gelangen, wäre es auch möglich, dass das Unternehmen dadurch eine Rufschädigung erleidet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Hintergründe

2.1 Automatisierte und kontrollierte Prozesse

2.1.1 Stereotype, Schemata und Heuristiken

2.1.2 Die Grundlagen und Entstehung von automatischen Prozessen

2.2 Vorurteile – Die theoretischen Hintergründe

2.2.1 Begriffsdefinierung Vorurteile

2.2.2 Aufbau von Vorurteilen

2.2.3 Ursachen von Vorurteilen

2.3 Zusammenfassung der vorgestellten Theorien

3 Auswirkungen von Vorurteilen beim Führen älterer Mitarbeiter

3.1 Die selbsterfüllende Prophezeiung (Beispiel 1)

3.2 Die kognitive Filterfunktion von Vorurteilen (Beispiel 2)

3.3 Die Ambiguitätsintoleranz (Beispiel 3)

4. Maßnahmen zum Abbau von Vorurteilen

4.1 Individualisierende Verarbeitung von Personen und Informationen

4.2 Modelle zur Individualisierenden Verarbeitung von Personen

4.2.1 Das Kontinuummodell

4.2.2 Das Dissoziationsmodell

4.3 Prävention und Verringerung von Vorurteilen

4.3.1 Die Kontakthypothese

4.3.2 Das Buchführungsmodell

4.3.3 Das Konversionsmodell

4.3.4 Das Subtypisierungsmodell

5. Wie kann man das Potenzial älterer Mitarbeiter besser nutzen?

5.1 Potenziale älterer Mitarbeiter

5.2 Maßnahmen zur Erhaltung und Nutzung der Potenziale

6. Kritische Diskussion

6.1 Vorurteile und ihre Entstehung

6.2 Auswirkungen der Führungskonstellation „jung führt alt“

6.3 Maßnahmen zum Abbau von Vorurteilen

6.4 Interpretation der Ergebnisse

6.5 Theorie-Praxis Transfer

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus einer sozialpsychologischen Perspektive die Auswirkungen von Vorurteilen in der Führungskonstellation "Junge Führungskräfte führen ältere Mitarbeiter" und erarbeitet Strategien zum Abbau dieser Vorurteile, um die Potenziale älterer Arbeitnehmer in Unternehmen effektiv nutzbar zu machen.

  • Theoretische Grundlagen von Stereotypen, Vorurteilen und automatisierten Prozessen
  • Sozialpsychologische Mechanismen wie die selbsterfüllende Prophezeiung und kognitive Filter
  • Modelle zur individualisierenden Informationsverarbeitung
  • Maßnahmen und Interventionsansätze zum Abbau von Vorurteilen im beruflichen Kontext
  • Nutzung und Förderung der Potenziale erfahrener Mitarbeiter

Auszug aus dem Buch

3.2 Die kognitive Filterfunktion von Vorurteilen (Beispiel 2)

Automatische Prozesse sowie auch Vorurteile haben unter anderem die Funktion, uns den Alltag zu erleichtern. Sie filtern die Flut an Informationen, damit nicht alle einzeln verarbeitet werden müssen. Bei der Aktivierung von Vorurteilen kommt es häufig zu Fehlurteilen, da hier kein detailliertes Bild einer Person oder Gruppe erstellt wird, sondern aufgrund der Vorurteile bestimmte Informationen einfach ausgeblendet werden. Wird eine Person wahrgenommen, und aktiviert damit ein Schema oder ein Vorurteil, kommt es zu einem vorurteilsbehafteten Denkmuster, und zwar der Assimilation. Das bedeutet, dass wir z. B. eine Person mit grauen Haaren als „älter“ und vielleicht weniger leistungsfähig einstufen, weil es so in dem Vorurteil hinterlegt ist. Natürlich sind nicht alle Personen mit grauen Haaren weniger leistungsfähig. Hierbei handelt es sich um eine Assimilation, die Personen innerhalb des Schemas „ältere Menschen“ werden alle über einen Kamm geschert und als gebrechlich eingestuft. (Kaunzner 2008, 57 - 58) Das Phänomen der kognitiven Filterfunktion von Vorurteilen soll nun anhand eines Beispiels dargestellt werden.

Das Beispiel dreht sich um Herrn Schiebel, der eine junge Führungskraft ist. Er hat den Arbeitsauftrag seine Mitarbeiter zu bewerten. Diese Bewertung stellt die Grundlage für verschiedene Bonuszahlungen sowie die Gehaltserhöhungen im nächsten Jahr dar. Dazu schaut er sich die Personalakten seiner Mitarbeiter an. Frau Seidler ist eine ältere Dame mit 52 Jahren. Er sieht in ihrer Akte, dass sie dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen einige Male gefehlt hat. Nun wird sein Stereotyp über ältere Mitarbeiter aktiv und er geht davon aus, dass sie über eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit verfügt. Aufgrund seines Stereotyps bekommt nun die Krankheitszeit dieser Person einen erhöhten Stellenwert für ihn. Er konzentriert sich also primär auf die Information, die zu seinem Vorurteil passt. In ihrer Akte steht zwar auch, dass sie jederzeit pünktlich ist und ihre Arbeit sehr gut verrichtet. Außerdem ist Frau Seidler bereits über 30 Jahre für das Unternehmen tätig. Jedoch werden diese Informationen von ihm weitgehend ausgeblendet, da diese nicht zu seinen Vorurteilen passen und daher im Konflikt damit stehen. Das angesprochene Vorurteil hat seine Wahrnehmung nun in Richtung der Informationen geleitet, die für ihn relevant erscheinen. Frau Seidler wurde nun schlechter bewertet als ein junger Mitarbeiter, der häufiger krank war, weil das Vorurteil von Herrn Schiebel seine Wahrnehmung demensprechend beeinflusst hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und die damit verbundene Herausforderung für Unternehmen, wenn junge Führungskräfte ältere Mitarbeiter leiten müssen, was aufgrund von Vorurteilen zu Konflikten führen kann.

2 Theoretische Hintergründe: Dieses Kapitel definiert automatisierte und kontrollierte Prozesse und erläutert die Entstehung sowie den Aufbau von Vorurteilen, wobei Stereotype, Schemata und Heuristiken als kognitive Strukturen zur Informationsverarbeitung betrachtet werden.

3 Auswirkungen von Vorurteilen beim Führen älterer Mitarbeiter: Hier wird anhand der Beispiele selbsterfüllende Prophezeiung, kognitive Filter und Ambiguitätsintoleranz aufgezeigt, wie sich Vorurteile negativ auf das Führungsverhalten gegenüber älteren Mitarbeitern auswirken können.

4. Maßnahmen zum Abbau von Vorurteilen: Dieses Kapitel stellt Modelle zur individualisierenden Verarbeitung vor und diskutiert verschiedene Ansätze, wie durch kognitive Kontrolle und Kontaktstrategien Vorurteile abgebaut oder präventiv gemindert werden können.

5. Wie kann man das Potenzial älterer Mitarbeiter besser nutzen?: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen Stärken älterer Arbeitnehmer sowie konkreten Maßnahmen, um diese Potenziale durch lebenslanges Lernen und Wertschätzung nachhaltig im Unternehmen zu erhalten.

6. Kritische Diskussion: Die Diskussion fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, hinterfragt die praktische Anwendbarkeit der vorgestellten Theorien und reflektiert den Theorie-Praxis-Transfer hinsichtlich der Führungskonstellation „jung führt alt“.

7. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit von Offenheit und Weiterbildung in der modernen Arbeitswelt und betont die Bedeutung, Führungskräfte für den Umgang mit Vorurteilen zu sensibilisieren.

Schlüsselwörter

Vorurteile, Stereotype, Führung, Altersdiskriminierung, Sozialpsychologie, selbsterfüllende Prophezeiung, Ambiguitätsintoleranz, Mitarbeiterführung, Individualisierende Verarbeitung, Kontinuummodell, Buchführungsmodell, demografischer Wandel, Potenzial älterer Mitarbeiter, kognitive Filterfunktion, Arbeitsmotivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialpsychologischen Analyse von Vorurteilen, insbesondere in der modernen Führungskonstellation, in der jüngere Führungskräfte ältere Mitarbeiter leiten.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die zentralen Felder sind die Theorie der Vorurteilsbildung, die Auswirkungen dieser Vorurteile auf das Führungsverhalten im Unternehmenskontext sowie Maßnahmen zu deren Abbau und zur Nutzung der Potenziale erfahrener Mitarbeiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die sozialpsychologischen Prozesse hinter Vorurteilen zu schaffen und Handlungsempfehlungen für ein vorurteilsfreies Führungsverhalten zu generieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse sozialpsychologischer Theorien, die durch praxisnahe Fallbeispiele auf die Führungssituation angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung theoretischer Grundlagen, die Analyse konkreter Auswirkungen von Vorurteilen (wie kognitive Filter oder selbsterfüllende Prophezeiung) sowie die Aufarbeitung von Modellen zum Vorurteilsabbau.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Vorurteile, Altersdiskriminierung, Führungskonstellation, kognitive Filterfunktion und die verschiedenen Interventionsmodelle zum Vorurteilsabbau.

Wie beeinflusst die "kognitive Filterfunktion" die Bewertung von Mitarbeitern?

Durch diese Funktion werden Informationen, die nicht zum bestehenden Vorurteil passen, ausgeblendet, während bestätigende Informationen überbetont werden, was zu verzerrten und ungerechten Leistungsbewertungen führen kann.

Warum wird das Buchführungsmodell als besonders praktisch hervorgehoben?

Es wird als besonders praktikabel angesehen, da es auf einer schrittweisen Anhäufung von Gegeninformationen basiert, was in der Praxis oft leichter umzusetzen ist als eine radikale Änderung des Weltbildes durch eine einzige Information.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Junge Führungskräfte führen ältere Mitarbeiter. Vorurteile in der heutigen Arbeitswelt
Untertitel
Die Potenziale älterer Mitarbeiter
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
1,0
Autor
Sascha Heller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V513948
ISBN (eBook)
9783346106025
ISBN (Buch)
9783346106032
Sprache
Deutsch
Schlagworte
junge führungskräfte mitarbeiter vorurteile arbeitswelt potenziale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sascha Heller (Autor:in), 2019, Junge Führungskräfte führen ältere Mitarbeiter. Vorurteile in der heutigen Arbeitswelt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/513948
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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