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Der Albigenserkreuzzug

Inwieweit untergrub der Katharismus die Autorität der römisch-katholischen Kirche und wie reagierte diese darauf?

Titel: Der Albigenserkreuzzug

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll die Frage geklärt werden, inwiefern der Katharismus mit seiner Ausbreitung und seinen Glaubensgrundsätzen eine Gefahr für die römisch-katholische Kirche darstellte und wie diese, erst mit nicht-militärischen und später militärischen Maßnahmen in Form eines Kreuzzuges von 1209 bis 1229, dagegen vorging. Die zur Verfügung stehenden Quellen der Zeitgenossen waren oft subjektiv und mit einer bestimmten Intention verknüpft; es waren zumeist religiös oder politisch konnotierte Darstellungen und Meinungsabbildungen dieser Zeit. Als primäre Quelle dient die „Historia Albigensis“ von Pierre de Vaux-de-Cernay, die exemplarisch vorgestellt und analysiert werden soll.

Der Katharismus war die größte christliche Sektenbewegung sowie eine der bedeutendsten spirituellen Strömungen des Mittelalters. Der Katharismus gehörte zur westlichen Ausprägung des Bogomilismus und breitete sich im 10. Jahrhundert im Abendland aus. Die Hauptverbreitungsgebiete waren vor allem Ober- und Norditalien,aber auch Südfrankreich, die Lombardei und Katalonien. In Okzitanien konzentrierte sich das häretische Zentrum vor allem auf Toulouse, Albi, Carcassonne und Foix. Die Anhängerzahl in Okzitanien ist nicht genau überliefert, jedoch sollen 600 „perfecti“, die Vollkommenen, beim Konzil 1205/1206 vertreten gewesen sein. Die wenigsten Gläubigen waren „perfecti“ und deren genaue Zahl ist nicht erfasst. Weitere Zahlen zu den Anhängern orientieren sich an den Opferzahlen des Scheiterhaufens.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Glaubensgrundsätze und Ausbreitung des Katharismus

3 Maßnahmen gegen die Katharer

3.1 Albigenserkreuzzug

3.2 Pierre des Vaux-de-Cernay

4 Ende des Katharismus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und den Einfluss des Katharismus als religiöse Gegenbewegung im Mittelalter sowie die darauffolgenden, eskalierenden Gegenmaßnahmen der römisch-katholischen Kirche, die schließlich in den Albigenserkreuzzug mündeten. Das primäre Ziel ist die Analyse der Konfliktdynamik zwischen dieser Häresie und der kirchlichen Autorität unter Verwendung zeitgenössischer Quellen.

  • Religiöse Dualitätslehre und Lebensführung der Katharer
  • Soziopolitische Ursachen für den Erfolg der Bewegung in Okzitanien
  • Die Entwicklung von friedlichen Missionierungsversuchen zum militärischen Kreuzzug
  • Analyse von Pierre de Vaux-de-Cernays Werk "Historia Albigensis" als Primärquelle
  • Der langfristige Prozess der Unterdrückung durch Inquisition und Gewalt

Auszug aus dem Buch

3.1 Albigenserkreuzzug

Als am 14.01.1208 Pierre de Castelnau durch einen Gefolgsmann des Grafen von Toulouse ermordet wurde – man legte es als Auftragsmord aus – sah die katholische Kirche nun einen Vorwand für den schon länger geplanten Kreuzzug gegen den Katharismus. Einige Historiker greifen den Begriff des Albigenserkreuzzuges oder -krieges auf, denn Katharer werden auch Albigenser genannt, da sie in der südfranzösischen Stadt Albi einen der ersten Bischhofssitze innehatten. Schon Zeitgenossen waren sich nicht einig über die Legitimität des Kreuzzuges und der Benennung der Bekämpfung der Ketzerbewegung als Kreuzzug, da ein Kreuzzug nach traditionellem Konsens eher die Verteidigung und den Schutz Jerusalems als Heilige Stadt bedeutete; der Begriff konnte jedoch schon damals sehr dehnbar ausgelegt werden. Die Kriterien, je nachdem, welchem historischen Ansatz man folgt, wurden jedoch größtenteils erfüllt, denn er wurde vom Papst ausgerufen und klar als Kreuzzug deklariert, er wurde als gerechter Krieg begründet, Ablass garantiert („remissio peccatorum“) und er wurde wegen religiöser Überzeugungen sozialer Gruppen geführt.

Papst Innozenz III. sah einen Kreuzzug als Krieg gegen Glaubensfeinde an und so rief er am 10.03.1208 zum Kreuzzug gegen die okzitanischen Katharer und den Grafen von Toulouse auf: „Voran Soldaten Christi! (…) Ihr sollt danach trachten, den ketzerischen Unglauben auf jede Art und Weise und mit allen Mitteln, die Gott euch offenbaren wird, zu vernichten. Und ihre Anhänger sollt ihr mit kraftvoller Hand und starkem Arm und auch mit größerer Unbesorgtheit bekämpfen als die Sarazenen, denn sie sind noch schlimmer als die Sarazenen!“ Mit dem letzten Satz wird deutlich, dass die Katharer als innere Feinde und als „eigentliche Christen“– wobei ihnen dies dann wiederum abgesprochen wurde – die vom Weg abgekommen waren, viel verachtenswerter waren als Feinde von Außerhalb, also Heiden. Raymond VI. unterwarf sich aus Angst vor dem Kreuzzug schließlich und das Urteil wurde aufgehoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der katholischen Kirche und die Herausforderung durch den Katharismus ein und skizziert die methodische Analyse der Primärquelle von Pierre de Vaux-de-Cernay.

2 Glaubensgrundsätze und Ausbreitung des Katharismus: Das Kapitel erläutert die dualistische Lehre der Katharer, ihre soziale Struktur und die Gründe, warum sie insbesondere in Okzitanien als Gegenmodell zur kirchlichen Institution an Popularität gewannen.

3 Maßnahmen gegen die Katharer: Hier wird der allmähliche Übergang von predigenden Missionsreisen hin zu einer militärischen und rechtlichen Bekämpfung der Häresie durch die Kirche beschrieben.

3.1 Albigenserkreuzzug: Dieses Unterkapitel analysiert den Ausbruch und Verlauf des kriegerischen Konflikts, der durch die Ermordung Castelnäus legitimiert wurde und sich zu einem Eroberungskrieg gegen Okzitanien entwickelte.

3.2 Pierre des Vaux-de-Cernay: Dieser Abschnitt bietet eine kritische Würdigung der „Historia Albigensis“ als bedeutendste, wenn auch subjektive zeitgenössische Quelle aus kirchlicher Perspektive.

4 Ende des Katharismus: Dieses Kapitel beschreibt den Niedergang der Bewegung durch die Inquisition, die Vertreibung der Anhänger und die letztendliche Auslöschung der Lehre gegen Ende des 13. Jahrhunderts.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, wie die Kirche den Katharismus erfolgreich ausschaltete, während gleichzeitig die politische Unabhängigkeit Okzitaniens durch den Kreuzzug endgültig verloren ging.

Schlüsselwörter

Katharismus, Albigenserkreuzzug, römisch-katholische Kirche, Häresie, Okzitanien, Innozenz III., Inquisition, Pierre de Vaux-de-Cernay, Dualismus, Perfecti, Historia Albigensis, Raymond VI., Kreuzzug, Mittelalter, Glaubensbewegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der Bedrohung, die der Katharismus im 12. und 13. Jahrhundert für die römisch-katholische Kirche darstellte, sowie den massiven Maßnahmen, die zur Vernichtung dieser Bewegung ergriffen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die religiösen Glaubensgrundsätze der Katharer, die soziopolitische Situation im mittelalterlichen Okzitanien und die Transformation eines religiösen Konflikts in einen militärischen Kreuzzug.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, inwiefern der Katharismus die kirchliche Autorität untergrub und wie die Kirche mit einer Eskalation von der Missionierung über militärische Gewalt bis hin zur Inquisition auf diese Herausforderung reagierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin oder der Autor nutzt eine historische Analyse, wobei insbesondere die Quellenauswertung der „Historia Albigensis“ von Pierre de Vaux-de-Cernay zur exemplarischen Untersuchung der kirchlichen Sichtweise dient.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der katharischen Lehre, die chronologische Aufarbeitung der Gegenmaßnahmen der Kirche, eine detaillierte Betrachtung des Albigenserkreuzzuges und eine Analyse der zeitgenössischen Historiographie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Katharismus, Albigenserkreuzzug, Häresie, Inquisition, Okzitanien, Dualismus und kirchengeschichtliche Machtansprüche.

Welche Rolle spielte der Adel in diesem Konflikt?

Der okzitanische Adel, insbesondere Graf Raymond VI. von Toulouse, sah im Katharismus oft einen strategischen Verbündeten, um den Einfluss der römisch-katholischen Kirche in der Region zu begrenzen und kirchliche Besitztümer für sich zu beanspruchen.

Warum war das „Kranken-Consolamentum“ so anziehend für die Bevölkerung?

Es versprach den Gläubigen die Sündenvergebung auf dem Totenbett, ohne dass sie sich an die strengen Regeln und finanziellen Belastungen (wie den Kirchenzehnten) der etablierten katholischen Kirche binden mussten.

Warum wird die „Historia Albigensis“ als Hetzschrift bezeichnet?

Obwohl sie eine wertvolle Primärquelle ist, wurde sie aus einer parteiischen, kirchennahen Perspektive verfasst, die den Kreuzzug als notwendigen Kampf zwischen Gut (Gott/Kirche) und Böse (Satan/Ketzer) inszeniert.

Was bedeutete das Ende des Kreuzzuges für die Region Okzitanien?

Das Ende des Kreuzzuges bedeutete nicht nur das schleichende Ende des Katharismus, sondern auch den Verlust der politischen Unabhängigkeit Okzitaniens und dessen Eingliederung in das französische Kronland.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Albigenserkreuzzug
Untertitel
Inwieweit untergrub der Katharismus die Autorität der römisch-katholischen Kirche und wie reagierte diese darauf?
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V513702
ISBN (eBook)
9783346113412
ISBN (Buch)
9783346113429
Sprache
Deutsch
Schlagworte
albigenserkreuzzug inwieweit katharismus autorität kirche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Der Albigenserkreuzzug, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/513702
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Leseprobe aus  19  Seiten
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