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Der assistierte Suizid aus philosophischer Sicht. Kann es eine ärztliche Pflicht sein, dem Patienten beim Sterben zu helfen?

Titel: Der assistierte Suizid aus philosophischer Sicht. Kann es eine ärztliche Pflicht sein, dem Patienten beim Sterben zu helfen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 18 Seiten , Note: 13,0

Autor:in: Talia Baskaya (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem assistierten Suizid aus philosophischer Sicht. Der hippokratische Eid zugunsten des Selbstbestimmungsrechts der Patienten wird immer mehr infrage gestellt. Einer der Streitpunkte diesbezüglich, der in den letzten Jahren am meisten zur Debatte stand, ist die Frage, ob und wie Mediziner auf einen möglichen Suizidwunsch ihrer Patienten reagieren müssen, sollte dieser an Schmerzen oder einer unheilbaren Krankheit leiden. Diese Arbeit soll die Frage beantworten, ob ein Arzt nicht nur die Erlaubnis, sondern sogar die Pflicht haben kann, einem Patienten beim Sterben behilflich zu sein.

Zunächst werden hierfür die Pflichten des Arztes und die Arzt-Patientenbeziehung sowie das Selbstbestimmungsrecht des Patienten geschildert. Damit die Untersuchung des Dilemmas gründlich durchgeführt werden kann, wird zunächst der Begriff "Sterbehilfe" in seinen Facetten elaboriert und die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten voneinander unterschieden. Zudem wird der rechtliche Handlungsspielraum erörtert, wobei der Fokus auf der Rechtslage in der Bundesrepublik Deutschland liegt. Im Anschluss wird herausgearbeitet, inwiefern sich Ärzte in einem moralischen Dilemma befinden, das sowohl ihre berufliche, als auch ihre persönliche Lebenswelt beeinflusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ärztliche Pflichten und die Arzt-Patientenbeziehung

2.1 Aktualisierung des Genfer Gelöbnisses

2.2 Medizinische Prinzipien und Patientenrechte

3. Arten der Sterbehilfe

3.1 Aktive Sterbehilfe

3.2 Passive Sterbehilfe

3.3 Indirekte Sterbehilfe

3.4 Der assistierte Suizid

4. Moralisches Dilemma der Mediziner

4.1 Die Stimmen gegen den assistierten Suizid

4.2 Stimmen für den assistierten Suizid

4.3 Möglichkeiten für den kontrollierten assistierten Suizid

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das moralische Dilemma, in dem sich Mediziner bei der Anfrage nach assistiertem Suizid befinden, und prüft, ob hierbei eine ärztliche Pflicht zur Beihilfe bestehen kann.

  • Rechtliche und ethische Grundlagen der Arzt-Patientenbeziehung
  • Systematische Differenzierung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe
  • Analyse kontroverser Positionen zur Suizidbeihilfe in der Medizin
  • Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Patientenautonomie und ärztlicher Ethik
  • Bewertung der Möglichkeiten für einen kontrollierten assistierten Suizid

Auszug aus dem Buch

3.4 Der assistierte Suizid

Abzugrenzen von den Vorgehensweisen des Sterbenlassens und der Therapien am Lebensende ist der sogenannte assistierte Suizid. Von einem einsamen und vollendeten Suizid wird gesprochen, wenn der Suizident allein und ohne Mithilfe bewusst eine Handlung durchführt, auf welche mit Sicherheit sein eigener Tod folgt, diese stellen auch die Mehrheit der Suizide dar (vgl. Neitzke 2015, S. 167).

Ein assistierter Suizid liegt dann vor, wenn der Sterbewillige mindestens eine der folgenden Hilfen wünscht: Beratung über Suizidmethoden, psychiatrische/ärztliche Begutachtung vor einem begleiteten Suizid, Verordnung/Beschaffung von Medikamenten zum Suizid, Zubereitung und Anreichung von Medikamenten zum Suizid, Begleitung während des Suizids, Nicht-Verhindern der Suizidhandlung, Nicht-Rettung, Verzicht auf Reanimation/Notruf nach dem Suizidversuch (Neitzke 2015, S. 167-168)

Die Entscheidung zur Vorgehensweise des Sterbenlassens oder der palliativen Sedierung sind nicht gleichzusetzen mit einem Suizidwunsch (vgl. ebd.). Auch juristisch ist der assistierte Suizid in Deutschland von anderen Sterbehilfemethoden zu unterscheiden. Zwar ergibt sich aus der Tatsache, dass der Suizidversuch selbst nicht strafbar ist, bei einer sogenannten „Beihilfe“ auch keine Straftat, jedoch tritt hier das Paradox auf, dass Ärzte dafür zur Verantwortung gezogen werden können, nicht weil sie den Patienten bei dem Suizidversuch unterstützt oder begleitet haben, wohl aber weil sie ebendiesen Patienten nach seiner Bewusstlosigkeit nicht reanimieren (vgl. Birnbacher 2006, S. 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das moralische Dilemma des ärztlich assistierten Suizids ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich einer möglichen ärztlichen Pflicht zur Sterbehilfe.

2. Ärztliche Pflichten und die Arzt-Patientenbeziehung: Das Kapitel beleuchtet den Wandel der ärztlichen Rolle, insbesondere durch die Stärkung der Patientenautonomie und des Prinzips des „informed consent“.

3. Arten der Sterbehilfe: Hier werden verschiedene Kategorien wie aktive, passive und indirekte Sterbehilfe sowie der assistierte Suizid definiert und voneinander abgegrenzt.

4. Moralisches Dilemma der Mediziner: Es werden sowohl die kritischen Stimmen gegen als auch die unterstützenden Positionen für den assistierten Suizid analysiert, ergänzt durch Überlegungen zu einer kontrollierten Umsetzung.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass keine universelle Lösung für den Konflikt existiert, betont jedoch die Notwendigkeit, Patienten bei einem Suizidwunsch nicht allein zu lassen.

Schlüsselwörter

Assistierter Suizid, Sterbehilfe, Patientenautonomie, Arzt-Patientenbeziehung, medizinische Ethik, Hippokratischer Eid, Lebensende, Selbstbestimmungsrecht, Palliative Sedierung, Suizidprävention, Ärztliche Pflicht, Informed Consent, Standesethik, Moralische Dilemmata, Sterbenlassen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ethischen und rechtlichen Problematik des assistierten Suizids aus der Sicht von Medizinern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Patientenautonomie, ärztliche Standesethik, die Differenzierung verschiedener Sterbehilfearten und das daraus resultierende moralische Dilemma für Ärzte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob es eine ärztliche Pflicht geben kann, einem Patienten beim Sterben behilflich zu sein.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophisch-ethische Analyse, die auf medizinischen Fachpublikationen, ethischen Richtlinien und der aktuellen Rechtslage basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche Grundlagen, Begriffe der Sterbehilfe, ethische Argumente von Befürwortern und Gegnern sowie Konzepte für einen kontrollierten Suizid analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Patientenautonomie, assistierter Suizid, ärztliches Ethos und das Spannungsfeld zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung.

Warum ist das Thema des assistierten Suizids juristisch in Deutschland so paradox?

Da der Suizidversuch selbst straffrei ist, ist auch die Beihilfe meist nicht strafbar, jedoch können Ärzte aufgrund ihrer allgemeinen Hilfeleistungspflicht rechtlich problematisch belangt werden, wenn sie nach einem Suizidversuch nicht reanimieren.

Inwiefern hat sich die Rolle des Patienten in den letzten Jahren gewandelt?

Vom ehemals passiven Beteiligten hat sich der Patient hin zu einem aktiven Entscheidungsträger entwickelt, der gemäß dem „shared decision making“-Prinzip in medizinische Entscheidungen einbezogen wird.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der assistierte Suizid aus philosophischer Sicht. Kann es eine ärztliche Pflicht sein, dem Patienten beim Sterben zu helfen?
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
13,0
Autor
Talia Baskaya (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V513415
ISBN (eBook)
9783346100306
ISBN (Buch)
9783346100313
Sprache
Deutsch
Schlagworte
suizid sicht kann pflicht patienten sterben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Talia Baskaya (Autor:in), 2018, Der assistierte Suizid aus philosophischer Sicht. Kann es eine ärztliche Pflicht sein, dem Patienten beim Sterben zu helfen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/513415
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Leseprobe aus  18  Seiten
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