Die vorliegende Areit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern das sogenannte "Diversity Management" der Entstehung von Diskriminierung innerhalb eines Unternehmens entgegenwirken kann. Um diese Frage zu beantworten, wird zunächst ein Überblick über die Entwicklung und das Konzept des Diversity Managements geschaffen. Außerdem werden Vor- und Nachteile von Diversity Management erläutert, die Umsetzung im Unternehmen aufgeführt und der aktuelle Stand in Deutschland aufgegriffen. Die Arbeit befasst sich mit Diskriminierung und Rassismus und wie damit in deutschen Unternehmen umgegangen wird. Darauf folgt der Zusammenhang mit Diversity Management. Hierfür werden Unternehmen dargestellt, welche sich mit Problemen auseinandersetzen und versuchen mit Diversity Management eine Lösung zu finden. Zum Schluss folgt eine Zusammenfassung, welche Rückschluss auf die Frage gibt, ob und inwiefern Diversity Management eine Lösung für Diskriminierung und Rassismus am Arbeitsplatz darstellt.
Das Konzept des Diversity Management ist vielfältig und hat für ein Unternehmen verschiedene Folgen, Herausforderungen und Auswirkungen. Laut Aretz und Hansen (2003) besteht das Konzept dann, wenn eine Vielfalt in der Belegschaft vorhanden ist und diese mithilfe der Strategie vom Unternehmen effektiv und erfolgreich genutzt wird. Das Diversity Management Konzept wird vor allem angewendet, um Wettbewerbsvorteile zu erreichen und die Leistung innerhalb des Unternehmen zu steigern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2 Diversity Management
2.1 Entwicklung von „Diversitiy Management“
2.2 Das Konzept des „Diversity Management“
2.3 Vorteile und Nachteile des Diversity Managements
2.4 Umsetzung im Unternehmen
2.5 Aktuelle Situation in Deutschland
3. Diskriminierung und Rassismus
3.1 Definition Diskriminierung
3.2 Definition Rassismus
3.3 Rassismus in deutschen Unternehmen
4. Diversity Management und Diskriminierungen in der Praxis
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern Diversity Management in deutschen Unternehmen als wirksame Strategie eingesetzt werden kann, um Diskriminierung und Rassismus am Arbeitsplatz vorzubeugen, abzubauen und eine integrative Unternehmenskultur zu fördern.
- Entwicklung und theoretische Fundierung des Diversity-Management-Ansatzes
- Analyse der Chancen und Risiken bei der Implementierung in Unternehmen
- Rechtliche Rahmenbedingungen wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
- Rolle der Unternehmensführung bei der Entstehung oder Vermeidung von Diskriminierung
- Praxisbeispiele zur Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit
Auszug aus dem Buch
3.2 Definition Rassismus
Rassismus ist eine spezielle Form der Diskriminierung. Von Rassismus spricht man, wenn ein Mensch aufgrund seiner rassischen Merkmale, wie zum Beispiel Herkunft oder Hautfarbe, diskriminiert wird. Rassismus kann so weit gehen, dass diese Menschen ausgeschlossen und in der Gesellschaft unterdrückt werden (Brinkmann & Marschke, 2015). Den ausgegrenzten Menschen bleiben materielle und symbolische Ressourcen verwehrt. Zum einen gibt es den strukturellen Rassismus, bei dem ein System innerhalb einer Gesellschaft bestimmte Rechte vertritt, welche zur Ausgrenzung von Personengruppen führt (Drews-Sylla & Makarska, 2015). Zum anderen gibt es den institutionellen Rassismus, bei dem alle Mitglieder derselben Gruppe gegenüber Mitgliedern anderer Gruppen bevorzugt werden. Diese Art von Rassismus findet man zum Beispiel in Unternehmen oder Schulen (Drews-Sylla & Makarska, 2015).
Allgemein lässt sich feststellen, dass es viele verschiedene Definitionen von Rassismus gibt. Jede von ihnen besagt, es handelt sich bei Rassismus um diskriminierende Handlungen und Vorurteilen gegenüber Ausländern. Birgit Rommelspacher (2009) unterscheidet ebenso zwischen dem intentionalen und nicht intendierten Rassismus. Bei dem intentionalen Rassismus werden andere Personen bewusst unterdrückt und ausgeschlossen, während dieser Effekt bei dem nicht intendierten Rassismus ungewollt auftritt (Rommelspacher, 2009). Eine rassistische Aussage kann zum Beispiel in Form eines Lobs auftreten, wenn dieses für den Gelobten anders aufgenommen wird. Während die Person eine positive Anerkennung ausdrücken will, führt das Lob bei der anderen Person zur Zurückweisung aus der Gesellschaft. Als Beispielsituation nennt Rommelspacher (2009) eine Person, die dem Normdeutschen optisch nicht entspricht und dafür gelobt wird, wie gut sie deutsch spricht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die zunehmende Heterogenität in der Belegschaft, woraus sich die Notwendigkeit und Forschungsfrage nach dem Nutzen von Diversity Management zur Minderung von Rassismus ergibt.
2 Diversity Management: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Konzepts, stellt das theoretische Konstrukt sowie die Vor- und Nachteile dar und analysiert die Implementierungsmöglichkeiten sowie den aktuellen Verbreitungsstand in Deutschland.
3. Diskriminierung und Rassismus: Es werden zentrale Begrifflichkeiten definiert und die Problematik von strukturellem sowie institutionellem Rassismus insbesondere im Kontext des deutschen Arbeitsmarktes kritisch beleuchtet.
4. Diversity Management und Diskriminierungen in der Praxis: Anhand von Unternehmensbeispielen werden Lösungsansätze und Umsetzungspraktiken diskutiert, wobei auch problematische Effekte wie unbeabsichtigte Ausgrenzung durch Kategorisierungen aufgezeigt werden.
5. Zusammenfassung: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit von Diversity Management, wobei betont wird, dass der Fokus stärker auf den Antidiskriminierungsansatz als auf rein ökonomische Aspekte gelegt werden sollte.
Schlüsselwörter
Diversity Management, Diskriminierung, Rassismus, Unternehmenskultur, Chancengleichheit, AGG, Vielfalt, Integration, Personalmanagement, Antidiskriminierung, Führungsebene, Vorurteile, Strukturwandel, Arbeitswelt, Inklusion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, inwieweit Diversity Management in deutschen Unternehmen dazu beitragen kann, Diskriminierung und Rassismus abzubauen und ein integratives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Diversity Managements, die Definitionen von Rassismus und Diskriminierung sowie die praktische Umsetzung und Evaluation von Vielfaltsmaßnahmen in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern Diversity Management eine effektive Lösung für bestehende Diskriminierung und Rassismus am Arbeitsplatz darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung von Praxisbeispielen sowie Studien renommierter Organisationen zur Situation in Deutschland.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Diversity-Begriffs, die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Definition der Problemfelder sowie die Analyse von konkreten Unternehmensbeispielen und deren Erfolgen bzw. Fallstricken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Diversity Management, Diskriminierung, Rassismus, Chancengleichheit, Unternehmenskultur und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
Welche Rolle spielt die Führungsebene laut der Autorin?
Die Autorin betont, dass eine homogene Führungsebene zur Gruppenbildung und unbeabsichtigten Diskriminierung beitragen kann, weshalb Vielfalt auf allen Hierarchieebenen entscheidend ist.
Wie werden Flüchtlinge im Kontext von Unternehmen thematisiert?
Es wird aufgezeigt, dass Unternehmen zwar grundsätzlich integrationsbereit sind, jedoch Hürden wie fehlende Qualifikationen, Sprachbarrieren und rechtliche Probleme den Prozess erschweren.
Warum wird das ökonomische Interesse bei Diversity-Maßnahmen kritisch hinterfragt?
Die Autorin argumentiert, dass eine rein marktorientierte Sichtweise nicht ausreicht; für eine echte Minderung von Rassismus sei die Fokussierung auf den ethischen Antidiskriminierungsansatz notwendig.
- Arbeit zitieren
- Johanna Giere (Autor:in), 2019, Diversity Management in deutschen Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/513161