Diese Arbeit stellt eine exegetische Auseinandersetzung mit dem Psalm 23 dar. Um ein umfassendes Textverständnis zu erlangen und die zentralen Probleme und Aussagen des Psalms verstehen zu können, muss dieser zunächst aus seinem historischen Umfeld heraus betrachtet und interpretiert werden.
Einführend wird der Text nach der Lutherübersetzung wiedergegeben und im weiteren Verlauf im Hinblick auf seine Gattung und seine kennzeichnenden Strukturen untersucht. Im Psalm 23 werden zwei zentrale Motive behandelt: Das Motiv des Hirten und das Motiv des Gastgebers. Beide Motive werden anschließend im Kontext des Alten und Neuen Testaments analysiert und die Bedeutung der im Psalm verwendeten Begriffe auf ihren Ursprung und ihre Anwendung untersucht. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wird der Psalm im weiteren Verlauf interpretiert, indem zunächst die Problemstellung, Argumentation und Aussageabsicht des Psalmisten herausgearbeitet und schließlich ein Gegenwartsbezug hergestellt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Abschrift des zugrunde gelegten Textes (Psalm 23)
3. Analyse des Textes
3.1 Gattungsbestimmung
3.2 Strukturanalyse
3.3 Begriffsbestimmung
3.3.1 Der Hirte
3.3.2 Der Gastgeber
4. Interpretation
4.1 Problemstellung, Argumentation und Aussageabsicht
4.2 Gegenwartsbezug vom Psalm 23
5. Zusammenfassung und Bündelung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, Psalm 23 durch eine exegetische Auseinandersetzung in seinem historischen Kontext zu verstehen und die zentrale Aussageabsicht sowie deren Bedeutung für die Gegenwart herauszuarbeiten.
- Exegese und historische Einordnung des Psalms 23
- Analyse der zentralen Metaphern des Hirten und des Gastgebers
- Untersuchung der Struktur und poetischen Form (Parallelismus membrorum)
- Interpretation der Gottesbeziehung und des Vertrauensbekenntnisses
- Transfer der Erkenntnisse in einen Gegenwartsbezug
Auszug aus dem Buch
3.2 Strukturanalyse
Die Struktur der Psalmen kann nur hinreichend analysiert und verstanden werden, wenn berücksichtigt wird, dass die Psalmen als poetische Texte bestimmte formale Kennzeichen aufweisen, an denen sich ihre Verfasser orientierten: Die Psalmen setzen sich grundlegend aus einzelnen Verszeilen zusammen. So wird eine einzelne Verszeile im Hebräischen als Stichos (Mehrzahl: Stichen), ein Vers, der sich aus zwei Verszeilen zusammensetzt als Distichon und ein aus drei Verszeilen zusammengesetzter Vers als Tristichon bezeichnet. Diese einzelnen Glieder werden in den Psalmen – und auch in den anderen poetischen Texten des Alten Testamens – nach einem bestimmten Schema miteinander verbunden. Die Grundform der hebräischen Poesie bildet der sogenannte Parallelismus membrorum, was bedeutet, dass die einzelnen Stichen eines Verses so parallel zusammengeordnet werden, dass „sich die wesentlichen Elemente der Glieder eines Verses formal und inhaltlich entsprechen“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert das methodische Vorgehen und die Zielsetzung der exegetischen Untersuchung des Psalms 23 unter Berücksichtigung des historischen Umfelds.
2. Abschrift des zugrunde gelegten Textes (Psalm 23): In diesem Kapitel wird der biblische Text des Psalms 23 nach der Lutherübersetzung vollständig wiedergegeben.
3. Analyse des Textes: Dieser Abschnitt umfasst die Gattungsbestimmung, die Analyse der Struktur sowie die Definition der zentralen Begriffe Hirte und Gastgeber.
4. Interpretation: Das Kapitel interpretiert die Aussageabsicht des Psalms, das Gottesbild und stellt eine Verbindung zur heutigen Lebenswirklichkeit her.
5. Zusammenfassung und Bündelung: Die Ergebnisse der Exegese werden hier zusammengeführt, um die zentrale Bedeutung des Vertrauens auf Gottes Schutz und Begleitung zu bekräftigen.
Schlüsselwörter
Psalm 23, Exegese, Altes Testament, Hirte, Gastgeber, Gottvertrauen, Parallelismus membrorum, Gastfreundschaft, JHWH, Glaube, Geborgenheit, Trost, Bibel, Schafherde, Hebräische Poesie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit bietet eine fundierte exegetische Ausarbeitung des 23. Psalms, indem sie dessen historische Bedeutung und theologischen Gehalt analysiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Hirten- und Gastgebermetaphern, der poetischen Struktur des Textes sowie der theologischen Aussageabsicht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Ziel ist es, den Psalm 23 in seinem ursprünglichen Kontext zu erschließen und aufzuzeigen, wie das darin ausgedrückte Vertrauen in Gott als Hirte und Gastgeber auch heute Trost spenden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es werden klassische exegetische Methoden wie die Gattungsbestimmung, die Strukturanalyse und die Begriffsbestimmung angewandt.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturale und begriffliche Analyse der zentralen Motive sowie eine tiefgehende Interpretation der Gottesbeziehung und deren Gegenwartsbezug.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Exegese, Psalm 23, Hirtenmetapher, Gottesvertrauen und Gastfreundschaft.
Wie unterscheidet sich die Rolle des Hirten von der des Gastgebers im Psalm?
Während der Hirte das Bild der stetigen Versorgung, Leitung und des Schutzes auf den Wegen vermittelt, betont der Gastgeber Aspekte der Ehre, des Überflusses und der dauerhaften Tischgemeinschaft.
Warum spielt der Name JHWH eine besondere Rolle für das Gottesvertrauen im Psalm?
Der Name JHWH verweist auf das Versprechen Gottes, als Mit-Seiender und Mit-Gehender treu bei den Menschen zu sein, was dem Beter in jeder Lebenslage Sicherheit schenkt.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Eine Exegese zum Psalm 23. Analyse der Motive des Hirten und des Gastgebers, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/512906