Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Linguistics

Interkulturelle Zeitkonzepte. Vergleich der Zeitkonzepte der Hopi-Indianer und der Aymara-Indianer

Title: Interkulturelle Zeitkonzepte. Vergleich der Zeitkonzepte der Hopi-Indianer und der Aymara-Indianer

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Steffen Kutzner (Author)

German Studies - Linguistics

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden die Zeitbegriffe der westlichen Welt verglichen mit den Zeitkonzepten der Hopi und der in Bolivien und Peru lebenden Aymara. Dabei werden pragmatisch-linguistische wie auch kulturphilosophische Aspekte berührt und veranschaulicht, um folgende Fragen zu beantworten: Was verstehen wir unter "Zeit"? Und wie kann Zeit noch anders betrachtet werden? Wie kann es sein, dass die Hopi-Indianer ein vollständig anderes Konzept von Zeit und Raum haben als wir? Und weshalb liegt die lange zurückliegende Vergangenheit bei den Aymara-Indianern in unmittelbarer Zukunft?

Es gab wohl nur bei den wenigstens von uns, und mit "uns" meine ich die Menschheit insgesamt, einen Augenblick in der Kindheit, in der jemand uns erklärt hätte, was genau "Zeit" ist. Das Verständnis dieses Begriffs und des dahinterstehenden Konzepts hat sich von allein erschlossen, so wenig greifbar es auch war und ist. Zeit ist nicht greifbar, lässt sich nicht berühren oder gar festhalten, und dennoch hat jeder Mensch scheinbar intuitiv ein Gespür dafür, dass sie existiert und in irgendeiner Art und Weise vergeht, verrinnt, fortläuft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen – oder: Merkmale von Zeit

3. Verschiedene Zeitkonzepte im Überblick

3.1 Westliche Welt

3.2 Das Zeitkonzept der Hopi-Indianer

3.3 Das Zeitkonzept der Quechua und Aymara

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht interkulturelle Zeitkonzeptionen durch einen sprachpragmatischen Vergleich westlicher Zeitvorstellungen mit den Konzepten der Hopi-Indianer sowie der Quechua und Aymara. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Kulturen Zeit als Konzept erklären und welche Rolle dabei räumliche Metaphern sowie die Manifestation von Seinszuständen spielen.

  • Kritische Analyse des westlichen, linear geprägten Zeitverständnisses.
  • Untersuchung der sprachlichen und philosophischen Grundlagen bei den Hopi-Indianern.
  • Betrachtung der raum-zeitlichen Konzepte der Quechua und Aymara im Andenraum.
  • Vergleich der Konzepte in Bezug auf Manifestationsstatus und Zyklizität.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Zeitkonzept der Hopi-Indianer

Dieses Denken in Substantiven ist einer von vielen Punkten, den die etwa 8.000 verbliebenen Hopi-Indianer mit ihrem philosophischen Zeitbegriff anders handhaben als die Westliche Welt, denn ihre metaphysischen Begriffe sind überwiegend Verben. Aber beginnen wir beim wesentlichsten Unterschied, den Benjamin Whorf bei seinen Untersuchungen in den 1930er Jahren festzustellen glaubte. Die Hopi-Sprache, so Whorf, hat keine Worte, grammatische Formen, Konstruktionen oder Ausdrücke, …

…die sich direkt auf das beziehen, was wir ‚Zeit‘ nennen. Sie beziehen sich auch weder auf Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft noch auf Dauern oder Bleiben (...). Ja, sie beziehen sich nicht einmal in einer solchen Weise auf den Raum, dass dabei jenes Element der Extension und der Existenz, das wir ‚Zeit‘ nennen, ausgeschlossen wäre, so dass die Zeit indirekt, in der Form eines negativen Residuums, berücksichtigt würde. Kurz - die Hopisprache enthält weder ausdrücklich noch unausdrücklich eine Bezugnahme auf ‚Zeit‘.

Ohne weitere Erklärungen würde dies eine Menge Fragen aufwerfen: Wie erklärt ein Hopi, wo er gestern bei Sonnenuntergang war? Wie verabreden sich Hopi für den nächsten Tag? Und wie erklären sie die zeitliche Abfolge ihrer Mythologie der ‚vier Welten‘, die vergleichbar ist mit der christlichen Vorstellung der Sintflut, und die auf ein Vorher und Nachher referiert?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Komplexität des Zeitbegriffs ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, verschiedene kulturelle Erklärungsansätze für Zeit jenseits physikalischer Definitionen zu untersuchen.

2. Definitionen – oder: Merkmale von Zeit: Dieses Kapitel hinterfragt die Universalität von Zeitdefinitionen und verdeutlicht anhand verschiedener Kalendersysteme, wie kulturelle und religiöse Faktoren die Einteilung von Zeitabschnitten prägen.

3. Verschiedene Zeitkonzepte im Überblick: Dieses Hauptkapitel bietet eine vergleichende Analyse: Es kontrastiert das westlich-lineare Zeitverständnis mit der prozessorientierten Philosophie der Hopi sowie dem ganzheitlichen Verständnis der Quechua und Aymara.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse des Vergleichs zusammen und betont die Relativität der Zeitbegriffe sowie deren tiefe Verwurzelung in der jeweiligen Kultur und Sprache.

Schlüsselwörter

Zeit, Zeitkonzeptionen, Hopi, Quechua, Aymara, Pacha, Tunátya, Linguistische Relativitätstheorie, Sapir-Whorf-Hypothese, Raum-Zeit-Verständnis, Manifestation, Interkultureller Vergleich, Sprachpragmatik, Philosophie, Indigene Kulturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Hausarbeit befasst sich mit einem interkulturellen Vergleich verschiedener Zeitkonzeptionen, insbesondere der westlichen Sichtweise gegenüber den indigenen Konzepten der Hopi, Quechua und Aymara.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die sprachpragmatische Einordnung von Zeitbegriffen, die Unterscheidung zwischen linearen und zyklischen Zeitmodellen sowie die philosophische Verknüpfung von Zeit und Raum.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie kulturell geprägte Erklärungsansätze für Zeit variieren und inwiefern diese Konzepte weit über physikalische oder bloß lineare Vorstellungen hinausgehen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es wird eine vergleichende, kulturwissenschaftliche und sprachanalytische Methode genutzt, die sich primär auf historische Untersuchungen und linguistische Theorien stützt.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Begriffe pacha (Quechua/Aymara) und tunátya (Hopi) sowie deren Rolle als Indikatoren für eine Weltanschauung, die Zeit nicht als abstraktes Substantiv betrachtet.

Was charakterisiert die Arbeit in Bezug auf Schlüsselwörter?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie interkultureller Vergleich, linguistische Relativitätstheorie und die spezielle Analyse indigener Raum-Zeit-Konzepte charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich das Zeitverständnis der Hopi von dem westlichen?

Während im Westen die Zeit oft als linear fließendes Kontinuum begriffen wird, unterscheiden die Hopi zwischen einem manifestierten (objektiven) und einem sich manifestierenden (subjektiven) Zustand, wobei Zeit als solches kein eigenständiges Substantiv ist.

Was bedeutet der Begriff "pacha" im Kontext der Andenkulturen?

Pacha ist eine Vokabel, die sowohl Raum als auch Zeit umfasst und darüber hinaus Sinneinheiten wie Welt, Ganzheit, Ort und Geschichte miteinander auf eine Bedeutungsebene bringt.

Wie gehen Quechua und Aymara mit Geschichtsschreibung um?

Im Gegensatz zur westlichen Auffassung, Geschichte als fixierte Vergangenheit zu betrachten, gehen diese Kulturen davon aus, dass Zeit zyklisch ist, wodurch Geschichte vom Erzähler in der Gegenwart geschöpft und angepasst wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur "Illusion" der Zeit?

Der Autor schließt, dass Zeit unabhängig von der gewählten kulturellen Perspektive eine hartnäckige, aber letztlich relative Kategorie bleibt, der sich keine Kultur entziehen kann.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Interkulturelle Zeitkonzepte. Vergleich der Zeitkonzepte der Hopi-Indianer und der Aymara-Indianer
College
University of Leipzig  (Philologisches Institut)
Course
Linguistische Pragmatik
Grade
2,3
Author
Steffen Kutzner (Author)
Publication Year
2019
Pages
17
Catalog Number
V512475
ISBN (eBook)
9783346094094
ISBN (Book)
9783346094100
Language
German
Tags
Sprachpragmatik linguistische Pragmatik Pragmalinguistik Sprachforschung Linguistik Zeitbegriff Zeitkonzept Zeit Germanistik Indianer Hopi Aymara Hopi-Indianer Quechua Quechua-Indianer Aymara-Indianer Peru Bolivien Ureinwohner transkulturelle Linguistik Interkulturalität Zeitverständnis Verständnis von Zeit Raum und Zeit Raumzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffen Kutzner (Author), 2019, Interkulturelle Zeitkonzepte. Vergleich der Zeitkonzepte der Hopi-Indianer und der Aymara-Indianer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/512475
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint