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Feministische Sprachkritik. Ein theoretischer Überblick

Titel: Feministische Sprachkritik. Ein theoretischer Überblick

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Verena Binder (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die feministisch motivierte Sprachkritik geht davon aus, dass Frauen in der deutschen Sprache benachteiligt werden. Dies geschieht unter anderem durch die Verwendung des generischen Maskulinums, bei dem die maskuline Form einer Personenbezeichnung sich auf Männer und Frauen beziehen soll. Die Kritik richtet sich darauf, dass Frauen dadurch "unsichtbar" gemacht werden und somit nicht berücksichtigt und in der Folge benachteiligt werden. Aus diesem Grund wird die sprachliche Gleichstellung der Geschlechter im öffentlichen Leben, zum Beispiel in Parlamenten und Behörden, diskutiert. Seit den 1980er-Jahren haben Institutionen verschiedenster Art zahlreiche Leitfäden zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch herausgegeben. Diese soll einen Überblick über die Kritikpunkte am deutschen Sprachsystem und -gebrauch sowie über Lösungsvorschläge und entsprechende Studien dazu bieten.

Zuerst werden die Gegebenheiten im deutschen Sprachsystem sowie im Sprachgebrauch vorgestellt, durch die Frauen möglicherweise benachteiligt werden. Dazu wird auf den Zusammenhang zwischen Genus und Sexus und das umstrittene generische Maskulinum eingegangen. Zudem wird dargestellt, wie Bezeichnungen für weibliche Personen abgeleitet werden und auf weitere Formen der sprachlichen Benachteiligung eingegabgen, zum Beispiel durch Asymmetrien in der Lexik und der Phraseologie. Darauf aufbauend werden Vorschläge vorgestellt, die Frauen in der deutschen Sprache sichtbarer machen sollen, darunter Formen der Beidnennung, neutrale Bezeichnungen und weitere Ideen, die besonders radikale Änderungen des Sprachsystems beinhalten. Drei Studien, die die Auswirkungen verschiedener Sprachformen auf die Mann-Frau-Assoziation untersuchen, werden schließlich vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Feministische Sprachkritik

2.1 Formen der Benachteiligung von Frauen in der deutschen Sprache

2.1.1 Zusammenhang von Genus und Sexus

2.1.2 Generisches Maskulinum

2.1.3 Bildung der femininen Formen

2.1.4 Weitere Arten der sprachlichen Benachteiligung von Frauen

2.2 Vorschläge zur Vermeidung von sprachlichen Benachteiligungen

2.2.1 Beidnennung

2.2.2 Neutralformen

2.2.3 Weitere Vorschläge

2.3 Studien zur Benachteiligung von Frauen in der deutschen Sprache

2.3.1 Klein 1988

2.3.2 Braun/Sczesny/Stahlberg 2002

2.3.3 Kusterle 2011

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen theoretischen Überblick über die feministische Sprachkritik, untersucht die Mechanismen der sprachlichen Benachteiligung von Frauen im Deutschen und bewertet verschiedene Lösungsvorschläge sowie empirische Studien zur Wirksamkeit geschlechtergerechter Sprachformen.

  • Grundlagen der feministisch motivierten Sprachkritik und das sprachliche Relativitätsprinzip.
  • Analyse des generischen Maskulinums und dessen Auswirkungen auf die Sichtbarkeit von Frauen.
  • Diskussion verschiedener Strategien wie Beidnennung, Neutralformen und radikale Sprachsystemänderungen.
  • Kritische Würdigung empirischer Studien zur Geschlechterassoziation in Abhängigkeit von Sprachformen.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Generisches Maskulinum

Ein generisches Maskulinum liegt dann vor, wenn eine maskuline Form sich sowohl auf Männer als auch auf Frauen bezieht. Frauen sind bei der maskulinen Form also mitgemeint (vgl. Elsen 2014, 83). Das generische Maskulinum wird in der Regel verwendet, wenn das Geschlecht der bezeichneten Person irrelevant oder unbekannt ist oder wenn auf eine gemischtgeschlechtliche Gruppe referiert wird (vgl. Klann-Delius 2005, 26). Dabei ist es unerheblich, ob die Gruppe mehr Frauen als Männer oder umgekehrt umfasst (vgl. Kusterle 2011, 47). „Generisch wird somit in der Bedeutung von geschlechtsübergreifend oder -inklusiv, geschlechtsneu-tral, -indifferent oder -abstrahierend gefasst“ (Kotthoff/Nübling 2018, 92, Kursivierung im Original).

Nach der strukturalistischen Markiertheitstheorie ist die maskuline Form die unmarkierte und somit als generische Form für beide Geschlechter verwendbar. Das markierte Femininum ist dagegen nur beschränkt nutzbar, denn es kann sich ausschließlich auf Frauen beziehen (vgl. Hajnal/Zipser 2017, 130). Klein (2004, 293) spricht vom bifunktionalen Maskulinum im Unterschied zum unifunktionalen Femininum. Hier liegt also eine Asymmetrie des Sprachsystems vor (vgl. Hajnal/Zipser 2017, 130). Problematisch daran ist, dass das Maskulinum entweder beide Geschlechter meinen oder nur auf Männer referieren kann. Frauen können sich somit nicht sicher sein, ob sie eingeschlossen sind oder nicht (vgl. Elsen 2014, 83f.). Dies kann zu Missverständnissen führen, die für Frauen ungünstig ausfallen. Denn bei der Interpretation einer maskulinen Bezeichnung für eine Personengruppe als ´männlich` liegt die Leserin oder der Leser in jedem Fall richtig, da eine so bezeichnete Gruppe mindestens einen Mann beinhalten muss. Ob auch Frauen in der Gruppe sind, bleibt hingegen je nach Kontext unklar (vgl. Kusterle 2011, 47).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Grundannahmen der feministischen Sprachkritik, problematisiert das generische Maskulinum und steckt das Ziel der Arbeit sowie die verwendete Literatur ab.

2 Feministische Sprachkritik: Dieses Hauptkapitel analysiert linguistische Formen der Benachteiligung, diskutiert Strategien zur Vermeidung (z.B. Beidnennung, Neutralformen) und reflektiert Ergebnisse einschlägiger empirischer Studien.

3 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Wirksamkeit alternativer Sprachformen und identifiziert den Bedarf für weitere, methodisch fundierte Studien.

Schlüsselwörter

Feministische Sprachkritik, Genus, Sexus, Generisches Maskulinum, Beidnennung, Neutralformen, Sprachgebrauch, Geschlechterassoziation, Genderlinguistik, Sprachliche Benachteiligung, Sprachsystemkritik, Sprachgebrauchskritik, Markiertheitstheorie, Sprachökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der feministischen Sprachkritik im Deutschen und untersucht, wie die Sprache Frauen benachteiligt und wie durch geschlechtergerechte Formen mehr Sichtbarkeit erreicht werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen Genus und Sexus, die Verwendung des generischen Maskulinums, Strategien der Beidnennung und Neutralisierung sowie die empirische Überprüfung der Wirkung dieser Sprachformen auf die Geschlechterassoziation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, einen theoretischen Überblick über Kritikpunkte am deutschen Sprachsystem zu bieten, Lösungsvorschläge darzustellen und diese durch eine Analyse bestehender Studien kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse linguistischer Fachliteratur sowie einer kritischen Auswertung und Synthese existierender empirischer Studien aus der Genderlinguistik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert sprachliche Asymmetrien, stellt diverse Vorschläge zur Vermeidung von Benachteiligung (von Beidnennung bis hin zu radikalen Systemänderungen) vor und diskutiert detailliert drei exemplarische Studien von Klein, Braun/Sczesny/Stahlberg und Kusterle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie feministische Sprachkritik, generisches Maskulinum, Geschlechterassoziation und Genderlinguistik charakterisiert.

Was ist das Hauptproblem beim generischen Maskulinum laut der Arbeit?

Das Hauptproblem liegt in der Asymmetrie des Sprachsystems, die dazu führt, dass Frauen bei Verwendung der maskulinen Form unsichtbar werden oder sich nicht sicher sein können, ob sie mitgemeint sind.

Wie bewertet die Autorin die Effektivität von Neutralformen?

Die Autorin stellt fest, dass Neutralformen zwar Sprachökonomie bieten, jedoch oft die explizite Sichtbarmachung von Frauen vernachlässigen und teilweise nur im Plural befriedigend funktionieren.

Welche Rolle spielt der Kontext bei den Studien?

Die Autorin betont, dass der Situationskontext (z.B. Sport vs. Universität) massiven Einfluss auf die Geschlechterassoziation hat und dies bei der Bewertung der Studien zwingend berücksichtigt werden muss.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Feministische Sprachkritik. Ein theoretischer Überblick
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,7
Autor
Verena Binder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V512378
ISBN (eBook)
9783346092465
ISBN (Buch)
9783346092472
Sprache
Deutsch
Schlagworte
feministische sprachkritik überblick
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena Binder (Autor:in), 2019, Feministische Sprachkritik. Ein theoretischer Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/512378
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Leseprobe aus  24  Seiten
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