Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bilanzierung von Eigenkapital nach International Accounting Standards/ International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS). Hierbei wird das Eigenkapitals nach internationaler Rechnungslegung gewürdigt.Außerdem wird die Bilanzierung des Eigenkapitals nach IAS/IFRS von der Bilanzierung nach HGB abgegrenzt. Es folgt eine Erläuterung der ausgewiesen Bilanzpositionen, sowie der Besonderheiten innerhalb der Bilanzierung.
Die weltweiten Exporte im Warenhandel haben sich in den vergangenen Jahren drastisch erhöht. Diese Entwicklung lässt sich mit der voranschreitenden Globalisierung begründen. Auch am Kapitalmarkt ist zu erkennen, dass große Volumina von Direktinvestitionen ins Ausland flossen. Aufgrund dieser Faktoren ist eine einheitliche Berichtsform erforderlich, um Lieferantenrisiken, Forderungsausfallrisiken und den Risikogehalt einer Investition beurteilen zu können. Aufgrund dessen gewinnt der IFRS immer mehr an Bedeutung.
Da Eigenkapitalgeber im Falle einer Insolvenz eines Unternehmens immer erst Auszahlungen aus der Insolvenzmasse erhalten, nachdem sämtliche Lieferantenverbindlichkeiten, Kreditverbindlichkeiten und sonstiges Fremdkapital bedient wurden, ist für die Beurteilung der Risikotragfähigkeit eines Unternehmens eine einheitliche Beurteilung von Eigenkapital unabdingbar aus Sicht von Lieferanten und Kreditgebern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
3. Darstellung des Eigenkapitals einer Kapitalgesellschaft nach IAS/IFRS und HGB
3.1. Darstellung des Eigenkapitals einer Kapitalgesellschaft nach IAS/IFRS
3.2. Darstellung des Eigenkapitals einer Kapitalgesellschaft nach HGB
4. Posten des Eigenkapitals bei Kapitalgesellschaften inkl. Vorgänge und Besonderheiten bei der Bilanzierung
4.1. Eingezahltes Eigenkapital
4.1.1. Gezeichnetes Kapital
4.1.2. Kapitalrücklagen
4.2. Erwirtschaftetes Eigenkapital bzw. Rücklagen
4.2.1. Gewinnrücklagen
4.2.2. Sonstige Rücklagen
4.3. Besonderheiten bei der Bilanzierung von Eigenkapital
4.3.1. Bilanzierung von eigenen Anteilen
4.3.2. Ausstehende Einlagen
4.3.3. Kosten für Eigenkapitaltransaktionen
4.3.4. Nicht-beherrschende Anteile
5. Die EK-Veränderungsrechnung
6. Fallbeispiele zu Veränderung des Eigenkapitals einer Kapitalgesellschaft anhand des Bauer Konzerns
6.1. Berichtsjahr 2016
6.2. Berichtsjahr 2017
6.3. Berichtsjahr 2018
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bilanzierung des Eigenkapitals nach IAS/IFRS im Vergleich zum HGB, um eine einheitliche Beurteilungsgrundlage für Kreditgeber und Lieferanten zu schaffen und die Dynamik des Eigenkapitals anhand eines Praxisbeispiels zu erläutern.
- Bilanzierung des Eigenkapitals nach IAS/IFRS
- Abgrenzung der Eigenkapital-Bilanzierung zwischen IAS/IFRS und HGB
- Detaillierte Analyse der Eigenkapital-Bestandteile und Rücklagen
- Spezielle Bilanzierungsvorgänge (eigene Anteile, Transaktionskosten)
- Praxisanalyse der Eigenkapitalveränderungsrechnung am Bauer Konzern
Auszug aus dem Buch
4.1.2. Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklage beschreibt den Differenzbetrag zwischen Nennbetrag und Ausgabepreis einer Aktie. Der Differenzbetrag kann auch als Agio bezeichnet werden. Der bilanzierte Wert der Kapitalrücklagen ermittelt sich daher folgt: Ausgegebene Aktien * Agio der Einzelaktien. Die Kapitalrücklagen sind somit Rücklagen, welche nie Ergebnisbestandteil waren.
Wenn eine Aktiengesellschaft z.B. insgesamt 100.000 neue Aktien zu einem Ausgabepreis von 25 Euro je Aktie emittiert und den Nennwert je Aktie sich auf fünf Euro beläuft, ergeben sich folgende Änderungen innerhalb der Bilanz der emittierenden Gesellschaft: Auf der Aktivseite der Bilanz ist der Zufluss des Ausgabepreises innerhalb der liquiden Mittel erkennbar, welcher in diesem Beispiel 2.500.000 Euro beträgt. Auf der Passivseite erkennt man die Mittelherkunft. In diesem Beispiel würde sich das gezeichnete Kapital oder auch Grundkapital um 500.000 Euro erhöhen und die Kapitalrücklagen um 2.000.000 Euro.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung einer einheitlichen Bilanzierung des Eigenkapitals im internationalen Kontext für die Risikobeurteilung durch Gläubiger.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Eigenkapitals als Haftungsmasse definiert und die Abgrenzung zum Fremdkapital gemäß IAS 32 erläutert.
3. Darstellung des Eigenkapitals einer Kapitalgesellschaft nach IAS/IFRS und HGB: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Darstellungspflichten und Gliederungsvorgaben zwischen IAS/IFRS und HGB.
4. Posten des Eigenkapitals bei Kapitalgesellschaften inkl. Vorgänge und Besonderheiten bei der Bilanzierung: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der Bilanzposten wie gezeichnetes Kapital, Gewinnrücklagen sowie spezieller Vorgänge wie der Bilanzierung eigener Anteile.
5. Die EK-Veränderungsrechnung: Das Kapitel beschreibt Zweck und Pflichtinhalt der Eigenkapitalveränderungsrechnung gemäß IAS 1.
6. Fallbeispiele zu Veränderung des Eigenkapitals einer Kapitalgesellschaft anhand des Bauer Konzerns: Anhand konkreter Daten der Jahre 2016 bis 2018 wird die Veränderung des Eigenkapitals bei der Bauer Gruppe praxisnah dargestellt.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert die Relevanz der Eigenkapitalbetrachtung für Kreditentscheidungen und betont die Notwendigkeit einer korrekten Interpretation der Eigenkapitalausstattung.
Schlüsselwörter
Eigenkapital, IAS, IFRS, HGB, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Bilanzierung, Kreditrisiko, gezeichnetes Kapital, eigene Anteile, Haftungsmasse, Konzernabschluss, Bauer Konzern, Finanzberichterstattung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anforderungen und der Praxis der Eigenkapitalbilanzierung bei Kapitalgesellschaften nach den internationalen Standards (IAS/IFRS) im Vergleich zum deutschen Handelsrecht (HGB).
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung von Eigenkapital, die Struktur der Bilanzposten, die Erstellung der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie die Analyse von Veränderungsereignissen in der Unternehmenspraxis.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Bilanzierung und Darstellung von Eigenkapital zu vermitteln, damit dieses als fundierte Basis für die Risikobeurteilung durch externe Adressaten wie Kreditgeber genutzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse der relevanten Standards (IAS/IFRS, HGB) und eine fallstudienbasierte empirische Analyse der Geschäftsberichte des Bauer Konzerns über drei Berichtsjahre.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Bilanzierungsvorschriften, eine detaillierte Erläuterung der Eigenkapital-Positionen und eine praktische Anwendung durch die Untersuchung realer Bilanzveränderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Eigenkapital, IAS/IFRS, Bilanzierung, Haftungsmasse, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernabschluss treffend beschreiben.
Wie unterscheidet sich die Behandlung eigener Anteile zwischen den Methoden?
Die Arbeit erläutert verschiedene Bewertungsansätze, wie die Anschaffungskostenmethode und die Nennwertmethode, die im Umgang mit eigenen Anteilen zur Anwendung kommen können.
Welche Rolle spielt die Eigenkapitalveränderungsrechnung im IAS-Kontext?
Nach IAS 1 ist sie ein zwingender Bestandteil eines vollständigen Abschlusses und dient dazu, Bewegungen und Veränderungen der verschiedenen Eigenkapitalkomponenten über die Zeit transparent darzustellen.
- Arbeit zitieren
- Philipp Augustin (Autor:in), 2019, Das Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft nach International Accounting Standards/ International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/511656