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Zur Shop-Startseite › Politik - Region: Afrika

Southern African Development Community und die Herausbildung einer politischen Gemeinschaft?

Eine Analyse förderlicher Bedingung nach Stanley Hoffmann

Titel: Southern African Development Community und die Herausbildung einer politischen Gemeinschaft?

Hausarbeit , 2018 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Vanessa Beyer (Autor:in)

Politik - Region: Afrika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bislang galt das Interesse in der sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung nur sekundär den regionalen Integrationsprozessen afrikanischer Staaten. Regionale Integrationsgemeinschaften afrikanischer Staaten unterscheiden sich zunächst historisch betrachtet in den Beweggründen ihrer Kooperation, da Regionalisierungsprozesse im südlichen Afrika anfänglich poltischen Charakter aufwiesen. Denn regionale Zusammenschlüsse sollten der Überwindung neokolonialer Abhängigkeiten und Strukturen dienen, indem auch erste Unabhängigkeitsbestrebungen in Form von Staatengründung koloniale territorialen Trennlinien auflösen sollten (Zeuner, 2005). Erst im zweiten Schritt wurde eine wirtschaftliche Kooperation angestrebt, um sich einerseits am globalisierten Weltmarkt behaupten und andererseits aktuelle Problematiken wie Nahrungsmittelsicherheit und Armut bekämpfen zu können.
Die Entwicklungsgemeinschaft Southern African Development Community weist einen solchen Regionalisierungsverlauf auf und wird als der Hoffnungsträger für die Entwicklung im südlichen Afrika bezeichnet. Der Gründungsvertrag dieser Gemeinschaft sowie die stetige Weiterentwicklung des institutionellen Gefüges induzieren erste wesentliche Indikatoren für die mögliche Entwicklung zu einer verstärkt politischen Gemeinschaft. Denn obwohl Vertrag der SADC die Errichtung einer politischen Union nicht explizit als Ziel der Entwicklungsgemeinschaft vorgesehen ist, besteht ein allgemeiner Konsens darüber, dass zur Erreichung der integrationspolitischen Ziele Schaffung politischer Komplementarität und gemeinsamer Werten grundlegend sind (Mair/Peters-Berries, 2001).
Ob der wirtschaftlich orientierte Zusammenschluss SADC zu einer politischen Gemeinschaft heranwachsen könnte, soll mit Hilfe der von Stanley Hoffmann aufgestellten förderlichen Bedingungen zur erfolgreichen Errichtung einer politischen Gemeinschaft analysiert werden. Somit kann auf Grundlage des klassischen Ansatzes des Intergouvernementalismus, sowie anhand einer geschichtlichen Analyse der Entwicklungsgemeinschaft SADC eine Aussage über die Weiterentwicklung dieser gemacht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Zielsetzung und Fragestellung

1.2. Aufbau und Gliederung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Intergouvernementalismus

2.2. Förderliche Bedingungen für den Aufbau einer politischen Gemeinschaft nach Stanley Hoffmann

3. Southern African Development Community (SADC)

3.1. Entwicklungsstand

3.2. Struktur und Organe

3.3. Grundlegende Ziele und Ausrichtung

4. Analyse der SADC auf der theoretischen Grundlage des Intergouvernementalismus

4.1. Förderliche Bedingungen für den Aufbau einer politischen Gemeinschaft

4.2. Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Integrationsprojekt der Southern African Development Community (SADC) mithilfe der klassischen Theorie des Intergouvernementalismus nach Stanley Hoffmann. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit die SADC die von Hoffmann aufgestellten Indikatoren für den Aufbau einer politischen Gemeinschaft erfüllt und welche Rolle dabei die nationalen Interessen der Mitgliedstaaten sowie deren Akteure spielen.

  • Analyse des Integrationsprozesses im südlichen Afrika auf Basis des Intergouvernementalismus.
  • Untersuchung der sechs Indikatoren für den Aufbau einer politischen Gemeinschaft nach Stanley Hoffmann.
  • Bewertung des Einflusses nationaler Machtinteressen und Souveränitätsbewahrung auf die regionale Integration.
  • Charakterisierung der SADC als Entwicklungsgemeinschaft und wirtschaftlich orientierte Kooperationsgemeinschaft.
  • Einschätzung des Potenzials einer vertieften politischen Integration in der Region.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Pluralistische Gesellschaftsstrukturen und ideologische Homogenität zwischen nationalen Eliten der Gemeinschaft

Eine ideologische Homogenität der SADC-Staaten lässt sich zunächst anhand der von den Gründungsstaaten der SADC festgelegten gemeinsamen Ziele und politischen Werte nachvollziehen. Diese sind in Artikel 5 des SADC-Vertrages (2001) festgesetzt und sind Impulsgeber der Integrationsprozesse. Im Vertrag über die SADC haben sich die Staaten des südlichen Afrikas auf die Herausbildung gemeinsamer politischer Werte, Institutionen und Systeme geeinigt (SADC, 2015, Art. 5(1)). Somit wurde die Grundlage für eine Wertegemeinschaft und ferner für ein ideologisches Selbstverständnis der Staaten geschaffen. Dennoch finden sich immer wieder Widersprüchlichkeiten zum politischen Handeln der Mitglieder, welches weder gemeinsame politische Standpunkte noch ein Handeln im Einklang mit den Werten demonstriert. Vor allem da der Normenkanon der Integrationsgemeinschaft ohne festgelegte Konditionalitäten besteht (SADC, 2015, Art. 4). Dieser Interessenspluralismus spaltet die SADC beispielsweise im Verhandlungsprozess mit der Europäischen Union in verschiedene Verhandlungsgruppen auf, da jeder Staat seine nationalen Interessen durchsetzen und somit die Verhandlungen zu seinem Vorteil auslegen will (vgl. 4.; European Commission, 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Hintergrund der SADC und definiert die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die Theorie des Intergouvernementalismus nach Stanley Hoffmann ein und erläutert die Indikatoren für den Aufbau einer politischen Gemeinschaft.

3. Southern African Development Community (SADC): Hier werden der Entwicklungsstand, die Organstruktur sowie die Ziele und die Ausrichtung der SADC detailliert beschrieben.

4. Analyse der SADC auf der theoretischen Grundlage des Intergouvernementalismus: Dieser Abschnitt wendet die theoretischen Konzepte auf die SADC an und bewertet die förderlichen Bedingungen sowie die Ergebnisse.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Schritte für eine vertiefte Integration.

Schlüsselwörter

SADC, Intergouvernementalismus, Politische Gemeinschaft, Stanley Hoffmann, Regionale Integration, Wirtschaftsintegration, Souveränität, Südliches Afrika, Entwicklungsgemeinschaft, Politische Kooperation, Institutionen, Integrationsprozess, Handelsprotokoll.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den regionalen Integrationsprozess der Southern African Development Community (SADC) aus der Perspektive der klassischen Integrationstheorie des Intergouvernementalismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Struktur und Ziele der SADC, die Anwendung theoretischer Indikatoren zur Bestimmung der Entwicklung einer politischen Gemeinschaft sowie der Einfluss nationalstaatlicher Interessen auf die regionale Zusammenarbeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und inwieweit die SADC als Entwicklungsgemeinschaft die Kriterien für eine politische Gemeinschaft erfüllt, die nach Stanley Hoffmann für einen Integrationsschub notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, bei der die sechs Indikatoren für eine politische Gemeinschaft nach Stanley Hoffmann auf das Fallbeispiel SADC angewendet werden, um den Grad der Integration zu messen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die Beschreibung der SADC-Organisation sowie eine detaillierte Überprüfung von sechs Erfolgsindikatoren, darunter ideologische Homogenität, politische Führung und formale politische Einheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie SADC, Intergouvernementalismus, regionale Integration, Souveränität und politische Gemeinschaft.

Wie bewertet die Autorin die Rolle Südafrikas innerhalb der SADC?

Südafrika wird als regionale Macht mit einer dominanten wirtschaftlichen Stellung beschrieben, deren nationaler Egoismus und die historische Belastung als ehemaliges Apartheidregime das Gemeinschaftsgefühl und die Integration innerhalb der SADC eher behindern als fördern.

Warum ist die formale politische Einheit innerhalb der SADC schwierig zu erreichen?

Die Einheit wird durch die mangelnde Komplementarität der politischen Systeme, die fehlende Bereitschaft zur Abgabe nationaler Souveränität sowie eine schleppende Ratifizierung der Abkommen durch die Mitgliedstaaten erschwert.

Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft im Integrationsprozess der SADC?

Obwohl eine Zivilgesellschaft existiert, hat sie laut der Analyse bisher nur einen sehr geringen Einfluss auf den Integrationsverlauf, da der Prozess stark bürokratisch und als "Top-down"-Ansatz gestaltet ist.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Southern African Development Community und die Herausbildung einer politischen Gemeinschaft?
Untertitel
Eine Analyse förderlicher Bedingung nach Stanley Hoffmann
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,7
Autor
Vanessa Beyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
30
Katalognummer
V511520
ISBN (eBook)
9783346091598
ISBN (Buch)
9783346091604
Sprache
Deutsch
Schlagworte
SADC Africa Afrika Southern Africa South Africa Devleopment Entwicklung Politik Wirtschaftsbündnis Politische Gemeinschaft Supranationalismus Integrationsprozesse Regionale Integration Internationale Politik Wirtschaftsgemeinschaft Ökonomie Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vanessa Beyer (Autor:in), 2018, Southern African Development Community und die Herausbildung einer politischen Gemeinschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/511520
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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