Der sehr ausführliche Unterrichtsentwurf behandelt das aquatische Ökosystem und die Anwendung autökologischer, synökologischer und populationsökologischer Aspekte auf das Ökosystem See. Der Bodensee 1970 dient als Beispiel für die Eutrophierung eines Sees.
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich mithilfe eines Mysterys grundlegende Unterschiede zwischen eutrophen und oligotrophen Seen und können die Eutrophierung eines Sees als Resultat von antrophogener Einleitung verschiedener Nährstoffe erklären, die sich auf Stoffwechselprozesse und Individuenanzahl in den Seen auswirkt
Inhaltsverzeichnis
- Darstellung der langfristigen Unterrichtszusammenhänge
- Tabellarische Auflistung der Stundenthemen
- Curriculare Legitimation
- Erläuterung der Intentionen und der Struktur des Vorhabens
- Überprüfung des Lern- und Kompetenzzuwachses
- Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
- Beitrag der Stunde zum intendierten Kompetenzzuwachs
- Darstellung der didaktisch-methodischen Schwerpunkte der Stunde
- Sachanalyse
- Verlaufsplan
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Unterrichtsstunde zielt darauf ab, dass Schülerinnen und Schüler grundlegende Unterschiede zwischen eutrophen und oligotrophen Seen verstehen und die Eutrophierung eines Sees als Folge anthropogener Einleitungen verschiedener Nährstoffe erklären können. Sie sollen dabei die Auswirkungen dieser Einleitungen auf Stoffwechselprozesse und die Individuenanzahl in Seen analysieren.
- Anwenden von autökologischen, synökologischen und populationsökologischen Aspekten auf das Ökosystem See
- Unterschiede zwischen oligotrophen und eutrophen Seen im Hinblick auf Mineralstoffgehalt, Stoffwechselprozesse und Individuenanzahl
- Eutrophierung als Folge anthropogener Mineralstoffeinträge und darauf folgender Prozesse
- Analyse der Auswirkungen der Eutrophierung am Beispiel des Bodensees in den 1970er Jahren
- Bewertung anthropogener Ursachen für die Belastung des Ökosystems See und Formulierung von Sanierungsmaßnahmen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Darstellung der langfristigen Unterrichtszusammenhänge
Dieser Abschnitt behandelt die Einordnung der Unterrichtsstunde in den Gesamtkontext des Unterrichtsvorhabens „Aquatisches Ökosystem“. Es wird eine tabellarische Auflistung der Stundenthemen inklusive Kompetenzen und Lern- und Erwerbssituationen präsentiert. Außerdem werden die curriculare Legitimation des Vorhabens und die Intentionen sowie die Struktur des Unterrichtsvorhabens erläutert. Schließlich wird die Überprüfung des Lern- und Kompetenzzuwachses thematisiert.
2. Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
Dieser Abschnitt befasst sich mit der Planung der Unterrichtsstunde. Er beschreibt den Beitrag der Stunde zum intendierten Kompetenzzuwachs, die didaktisch-methodischen Schwerpunkte, die Sachanalyse und den Verlaufsplan.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieser Unterrichtsstunde sind: Aquatisches Ökosystem, Eutrophierung, Bodensee, Oligotrophe Seen, Eutrophe Seen, Anthropogene Einleitungen, Nährstoffe, Stoffwechselprozesse, Individuenanzahl, Sanierungsmaßnahmen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem oligotrophen und einem eutrophen See?
Ein oligotropher See ist nährstoffarm und sauerstoffreich, während ein eutropher See reich an Nährstoffen (v.a. Phosphat und Nitrat) ist, was zu starkem Algenwachstum und Sauerstoffmangel in der Tiefe führen kann.
Was versteht man unter Eutrophierung?
Eutrophierung bezeichnet die Anreicherung von Nährstoffen in einem Gewässer, oft durch menschliche Einflüsse (Abwässer, Dünger), was das ökologische Gleichgewicht stört.
Warum war der Bodensee in den 1970er Jahren ein Beispiel für Eutrophierung?
Durch hohe Phosphat-Einträge aus Waschmitteln und Landwirtschaft drohte der Bodensee "umzukippen". Er wurde zum klassischen Beispiel für die Belastung und spätere erfolgreiche Sanierung eines großen Ökosystems.
Welche Rolle spielen Mineralstoffe beim Algenwachstum?
Mineralstoffe wie Phosphat wirken als Minimumfaktoren. Steigt ihre Konzentration durch anthropogene Einleitung, explodiert die Individuenanzahl von Algen (Algenblüte).
Was passiert, wenn ein See "umkippt"?
Abgestorbene Algen werden von Bakterien unter hohem Sauerstoffverbrauch zersetzt. Wenn der Sauerstoff im Tiefenwasser aufgebraucht ist, sterben Fische und andere Lebewesen, und es entstehen giftige Faulgase.
Welche Sanierungsmaßnahmen gibt es für belastete Seen?
Wichtige Maßnahmen sind der Bau von Kläranlagen mit Phosphatfällung, das Verbot phosphathaltiger Waschmittel und eine reduzierte Düngung in der ufernahen Landwirtschaft.
- Quote paper
- Anna Baer (Author), 2019, Eutrophierung. Bodensee, oligotropher und eutropher See im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/510933