Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob sich gesellschaftliche Partizipation und Ehrenamtsausübung auf die subjektive Gesundheit auswirken. Dabei werden eventuelle vorhandene Unterschiede zwischen Nationen mit unterschiedlichen Gesundheitssystemen innerhalb Europas untersucht.
Zu Beginn werden die Begriffe freiwilliges Engagement bzw. Ehrenamt, gesellschaftliche Partizipation im Alter und subjektive Gesundheit definiert und näher erläutert. Besonders Engagement und soziale Partizipation sind unter Synonymen benannt, werden teilweise verwechselt und bestehen uns mehrdimensionalen Aspekten. Subjektive Gesundheit als Konzept ist nicht leicht zu operationalisieren und wird ebenfalls unterschiedlich definiert und verstanden. Aus diesem Grund ist eine ausführliche Begriffserläuterung und die Art deren Verwendung in der vorliegenden Arbeit notwendig. Für Deutschland, Großbritannien und Schweden erfolgt ein internationaler Überblick der Gesundheitssysteme, welche zwar nicht gänzlich kontrastieren, aber doch Unterschiede aufweisen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Freiwilliges Engagement und Ehrenamt
2.2 Gesellschaftliche Partizipation im Alter
2.3 Subjektive Gesundheit
2.4 Internationaler Vergleich
2.5 Fragestellung
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Datenaufbereitung
3.2 Statistisches Vorgehen
4 Ergebnisse
5 Diskussion
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von sozialer Teilhabe, konkret durch freiwilliges Engagement und gesellschaftliche Partizipation, auf die subjektive Gesundheit von Menschen im Rentenalter (ab 65 Jahren), wobei nationale Unterschiede in Deutschland, Großbritannien und Schweden analysiert werden.
- Analyse des Konzepts "Aktives Altern" im europäischen Vergleich
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Ehrenamt und subjektivem Wohlbefinden
- Vergleich der Auswirkungen gesellschaftlicher Partizipation auf die Gesundheit
- Evaluation von Gesundheits- und Teilhabesystemen in drei europäischen Nationen
- Statistische Auswertung von Daten der European Values Study
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die Folgen des demografischen Wandels in Europa sind zwischen den Ländern, oft sogar zwischen Regionen ungleich verteilt. Eine Gemeinsamkeit besteht in der Alterung der Gesellschaft sowie der zunehmenden Stagnation der Bevölkerung. Infolge ökonomischer, sozialer und medizinischer Fortschritte steigt die Lebenserwartung seit einigen Jahrzehnten an und damit auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung. Die Todesursachen der Zukunft sind nicht mehr Infektionen, Unfälle, Krebs oder Herz-/Kreislauferkrankungen, sondern alterskorrelierte Erkrankungen wie Herzversagen oder Demenz in allen europäischen Ländern.
Gesetzliche Kranken- und die soziale Pflegeversicherung sind vom demografischen Wandel durch Kostenanstiege langfristig betroffen, was neben dem niedrigen Alterseinkommen auch an sich verschlechternder Gesundheit im Alter liegt. Direkte und indirekte Krankheitskosten aufgrund der zukünftigen Demografie könnten durch verbesserte Gesundheit gesenkt werden. Vor allem der indirekte Anteil könnte kostentreibend wirken, da die Erwerbsbevölkerung abnimmt. Durch bessere Gesundheit lassen sich im Vergleich zu gleichbleibender Gesundheit in der Zukunft Kosten einsparen. In vorliegender Arbeit soll analysiert werden, ob Ehrenamt und gesellschaftliche Partizipation einen Einfluss auf die subjektive Gesundheit haben und somit einen Beitrag leisten können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Das Kapitel führt in die demografische Alterung Europas ein und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung von sozialer Teilhabe für die subjektive Gesundheit älterer Menschen.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden zentrale Begriffe wie freiwilliges Engagement, gesellschaftliche Partizipation und subjektive Gesundheit theoretisch definiert und in den Kontext des „Aktiven Alterns“ eingebettet.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt die Nutzung der European Values Study, die Datenaufbereitung sowie die Anwendung logistischer Regressionsmodelle für die Ländervergleiche.
4 Ergebnisse: Die statistischen Befunde zeigen, dass freiwilliges Engagement und gesellschaftliche Partizipation überwiegend positiv mit der subjektiven Gesundheit im Rentenalter korrelieren.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mit der bestehenden Literatur abgeglichen und Limitationen bezüglich der Stichprobengrößen und Kausalitätsannahmen diskutiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Förderung ehrenamtlicher Strukturen als gesundheitsfördernde Ressource für die alternde Gesellschaft zusammen.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Rentenalter, Ehrenamt, Freiwilliges Engagement, Gesellschaftliche Partizipation, Subjektive Gesundheit, Aktives Altern, Europäischer Vergleich, Sozialkapital, Gesundheitsforschung, Lebensqualität, Soziale Integration, Statistik, Stata, European Values Study.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob soziale Teilhabe in Form von freiwilligem Engagement und gesellschaftlicher Partizipation einen messbaren Einfluss auf das subjektive Gesundheitsempfinden von Menschen ab 65 Jahren hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstelle zwischen Gerontologie, Gesundheitssoziologie und internationaler vergleichender Sozialforschung unter Einbeziehung des Konzepts "Aktives Altern".
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist zu klären, inwiefern sich ehrenamtliche Tätigkeiten und die Zugehörigkeit zu sozialen Organisationen positiv auf die Gesundheit im Rentenalter auswirken, differenziert nach den Ländern Deutschland, Großbritannien und Schweden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden Querschnittsdaten der vierten Erhebungswelle der European Values Study genutzt, die mittels logistischer Regressionsmodelle und Spearman-Rangkorrelationen in Stata ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Variablen, die methodische Beschreibung der Datennutzung und die anschließende empirische Analyse der Korrelationen sowie logistischer Regressionsergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Ehrenamt, subjektive Gesundheit, Aktives Altern, Partizipation und der internationale Ländervergleich innerhalb Europas.
Wie unterscheidet sich die Situation in Schweden von der in Deutschland?
Schweden weist in der Analyse das jüngste Durchschnittsalter und eine höhere Partizipationsrate auf, zeigt jedoch in einigen logistischen Regressionsmodellen abweichende Signifikanzgrade im Vergleich zu Deutschland.
Welchen Einfluss hat das Bildungsniveau auf die Ergebnisse?
Das Bildungsniveau dient als Kovariate und zeigt insbesondere für Großbritannien spezifische Einflüsse, wobei die Arbeit feststellt, dass die unterschiedliche Verteilung der Bildungsgrade die Vergleichbarkeit der Länder beeinflussen kann.
- Arbeit zitieren
- Rubi Mauer (Autor:in), 2019, Einfluss von Ehrenamt und sozialer Integration auf die subjektive Gesundheit im Rentenalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/509758