Diese Arbeit behandelt das Thema "Führen von virtuellen Teams", da die Autorin selbst in einem international agierenden Informations- und Telekommunikationsunternehmen tätig ist und ihr dort immer häufiger virtuelle Teams begegnen.
Die Autorin möchte mit dieser Arbeit belegen, dass Führung von virtuellen Teams möglich ist. Diese Teams haben die gleichen Aufgaben an verschiedenen Standorten. Es stellt sich die Frage, wie Vertrauen auf Distanz aufgebaut werden kann, obwohl die Führungskraft nicht wie früher am gleichen Arbeitsort tätig ist und meist nur virtuell feststellen kann, was der Mitarbeiter tatsächlich leistet. Außerdem wird darauf eingegangen, wie Führungskräfte aus einem virtuellen Team ein richtiges Team machen und auch eine regelmäßige Kommunikation aufrechterhalten können und welche Lösungen es gibt, um mit Konflikten umzugehen.
Nachdem zunächst lokale Teams von "virtuellen Teams" abgegrenzt werden, wird anschließend die Abgrenzung von Führung zu "virtueller Führung" vorgenommen. Dabei wird deutlich, dass virtuelle Teams über wesentliche Vorteile verfügen, aber die Führung auch einige Herausforderungen mit sich bringt. Um darzustellen, dass die Führung virtueller Teams möglich ist, geht die Autorin im nächsten Kapitel auf die Führung ein.
Da die Distanz eine Herausforderung für alle Teammitglieder darstellt, schildert die Autorin, wie ein Vertrauensaufbau in virtuellen Teams funktionieren und die Teamentwicklung gestaltet werden kann. Anschließend wird in dieser Arbeit dargestellt, wie der Arbeitsalltag virtueller Teams geregelt werden sollte, welche Möglichkeiten der Kommunikation bestehen und wie mit Konflikten umgegangen werden kann.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Abgrenzung der Begriffe
2.1. Teams und „virtuelle Teams“
2.2. Führung und „Führung virtueller Teams“
3. Führung von virtuellen Teams
3.1. Distanz als Herausforderung
3.2. Wege zum Vertrauensaufbau
3.3. Förderung der Teamentwicklung
3.4. Der Arbeitsalltag
4. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, wie Führungskräfte virtuelle Teams effektiv leiten, Vertrauen trotz räumlicher Distanz aufbauen und eine funktionierende Kommunikation sowie Teamentwicklung sicherstellen können.
- Grundlegende Abgrenzung von virtuellen Teams zu lokalen Teams
- Herausforderungen der Führung auf Distanz
- Methoden zum Aufbau von Vertrauen und Teamkultur
- Regelung des Arbeitsalltags und gezielte Wahl von Kommunikationsmedien
- Umgang mit Konflikten und Bedeutung der Media-Richness-Theorie
Auszug aus dem Buch
3.1. Distanz als Herausforderung
Während es bei lokalen Teams die Möglichkeit gibt, häufig Face-to-Face zu kommunizieren, gibt es das bei räumlich verteilten Teams nicht. Es ist nicht möglich, einen Kaffee zusammen zu trinken oder beim Kollegen nebenan zur Tür hereinzuschauen. Dadurch gibt es selbstverständlich auch Einschränkungen in der Intensität der sozialen Interaktionen.
Führt man Mitarbeiter, welche an verschiedenen Standorten tätig sind, sind eine effiziente, in großen Teilen mediengestützte Kommunikation und ein gutes Ressourcenmanagement sehr wichtig. Mit zunehmender Entfernung der Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu dem der Führungskraft wird die Vermittlung von Werten und die Aufrechterhaltung sowie Steigerung der Ergebnisorientierung komplizierter. Dabei müssen verschiedenste Medien genutzt und kanalübergreifend kommuniziert werden.
Außerdem muss bei virtuellen Teams mehr Zeit für die Organisation der Meetings eingeplant werden. Sind dies Präsenzmeetings so müssen hier auch Kosten berücksichtigt werden, da die Reisezeiten erheblich höher sind als bei lokalen Teams.
Durch verteilte Arbeitsplätze kann es dazu kommen, dass die Mitarbeiter sich nicht so mit dem Unternehmen identifizieren, wie es bei lokalen Arbeitsplätzen der Fall ist. Außerdem müssen die Führungskräfte darauf achten, dass auch virtuellen Teammitgliedern die Werte und Normen des Unternehmens bekannt sind und danach gehandelt werden muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der digitalen Transformation und stellt die zentrale Fragestellung zur Führung von virtuellen Teams auf Distanz vor.
2. Abgrenzung der Begriffe: Hier werden lokale Teams von virtuellen Teams unterschieden und die grundlegenden Anforderungen an die Führung von virtuellen Teams definiert.
3. Führung von virtuellen Teams: Dieses Kapitel behandelt die praktischen Herausforderungen wie Distanz, Vertrauensaufbau, Teamentwicklung und die Gestaltung des Arbeitsalltags.
4. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf potenzielle weiterführende Forschungsaspekte.
Schlüsselwörter
Führung, Virtuelle Teams, Distanz, Vertrauensaufbau, Teamentwicklung, Digitale Transformation, Kommunikation, Medienwahl, Media-Richness-Theorie, Konfliktmanagement, Arbeitsalltag, Führungskraft, virtuelle Führung, Teamkultur, Feedbackkultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den spezifischen Herausforderungen und Management-Strategien für Führungskräfte, die Teams leiten, deren Mitglieder an unterschiedlichen Orten arbeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören der Aufbau von Vertrauen, die Förderung des Teamzusammenhalts, die Gestaltung der virtuellen Kommunikation sowie der Umgang mit Konflikten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu belegen, dass die Führung virtueller Teams möglich ist und welche Werkzeuge sowie Verhaltensweisen Führungskräfte benötigen, um erfolgreich zu agieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Anwendung bewährter Führungsmodelle, wie der Media-Richness-Theorie, sowie praxisorientierten Empfehlungen für den Arbeitsalltag.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie trotz räumlicher Trennung eine Identifikation mit dem Unternehmen erreicht, Vertrauen geschaffen und eine effiziente Mediennutzung sichergestellt werden kann.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Virtuelle Führung, Vertrauensaufbau, Kommunikation, Teamkultur und digitale Zusammenarbeit definiert.
Warum ist das Kick-Off-Meeting für virtuelle Teams so wichtig?
Es dient dem ersten persönlichen Kennenlernen, dem Aufbau von Vertrauen und der gemeinsamen Festlegung von Regeln für die zukünftige Zusammenarbeit.
Was besagt die Media-Richness-Theorie in diesem Kontext?
Sie liefert eine Entscheidungsgrundlage dafür, welches Kommunikationsmedium (z.B. E-Mail, Telefon, Videokonferenz) in welcher Situation am besten geeignet ist, um Mehrdeutigkeiten zu vermeiden.
- Quote paper
- Kathleen Albrecht (Author), 2018, Führen von virtuellen Teams. Die Distanz als Herausforderung und Wege zum Vertrauensaufbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/509679