Die vorliegende Seminararbeit ist im betriebswirtschaftlichen Marketing angesiedelt und liefert einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über das Multi-Channel Verhalten von Konsumenten. Die wissenschaftliche Untersuchung gibt einen Überblick über die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Channel Adoption durch Konsumenten. Es wird der Frage nachgegangen, aus welchen Gründen die Kunden einen bestimmten Beschaffungskanal adoptieren. Diese Ausarbeitung widmet sich der erfolgreichen Beantwortung dieser Forschungsfrage. Als theoretischer Bezugsrahmen dient hierfür das Adoptionsmodell nach Rogers. Ziel ist es, die Einflussfaktoren auf die Channel Adoption im Multi-Channel Kontext darzustellen und die Besonderheiten der einzelnen Beschaffungskanäle zu beschreiben. Dabei soll auf den Onlinehandel, sowie auf den stationären Einzelhandel besonderer Fokus gerichtet werden. Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung, um Implikationen sowohl für die Wissenschaft, als auch für die unternehmerische Praxis ableiten zu können.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass sowohl Produkt- und Kanaleigenschaften als auch konsumentenbezogene und situationsbedingte Variablen die Kanalwahl von Multi-Channel Konsumenten beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsabgrenzung „Channel“
2.2 Begriffsbestimmung „Channel Adoption“
2.3 Adoptionsmodell nach Rogers
3. Methode
3.1 Identifizierung relevanter Literatur
3.2 Modell zur Identifizierung der Motive
4. Ergebnisse
4.1 Kundenspezifische Determinanten
4.2 Situative Determinanten
4.3 Unternehmensbezogene Determinanten
4.4 Produktbezogene Determinanten
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Wissenschaftliche Implikationen
5.3 Praktische Implikationen
5.4 Limitationen und Empfehlungen für zukünftige Forschung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Channel Adoption durch Konsumenten im Multi-Channel-Kontext, um zu verstehen, warum Kunden bestimmte Beschaffungskanäle für Information und Kauf wählen und welche Variablen dieses Verhalten steuern.
- Analyse von konsumenten- und produktbezogenen Determinanten der Kanalwahl.
- Untersuchung der Rolle situativer und unternehmensbezogener Einflussgrößen.
- Vergleich zwischen Onlinehandel und stationärem Einzelhandel.
- Ableitung von Implikationen für die wissenschaftliche Forschung und das unternehmerische Praxis-Management.
Auszug aus dem Buch
2.3 Adoptionsmodell nach Rogers
Im Folgenden wird der theoretische Bezugsrahmen dieser wissenschaftlichen Untersuchung dargelegt. Dabei wird auf das aus der Adoptionsforschung stammende Adoptionsmodell nach Rogers zurückgegriffen. Die Ausarbeitung von Everett M. Rogers (1962) stellt den Ursprung aller zahlreichen Konzepte dar und leistet einen bedeutenden Beitrag in Bezug auf die Modellentwicklung dieser Arbeit.
Die Adoptionstheorie zeigt auf, welche Faktoren die Adoption fördern oder behindern. Laut Weiber (1992) analysiert das Adoptionsmodell nach Rogers die Faktoren, die den Verlauf des Adoptionsprozesses beeinflussen.
Diese Determinanten der Übernahmeentscheidung wurden in verschiedenen Arbeiten untersucht und mehrmals überarbeitet. Weiber (1992) konnte weiter zeigen, dass in der Literatur eine Unterteilung in produktspezifische, adopterspezifische, sowie umweltspezifische Faktoren erfolgt. Die produktspezifischen Einflussfaktoren sind als Rogers-Kriterien bekannt und werden anhand von fünf Eigenschaften dargestellt. Rogers (2003) unterteilt die produktbezogenen Determinanten in die Kriterien Relativer Vorteil, Kompatibilität, Komplexität, Erprobbarkeit und Wahrnehmbarkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Wandels im Konsumentenverhalten durch Digitalisierung dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit sowie deren Aufbau.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe „Channel“ und „Channel Adoption“ geklärt und das Adoptionsmodell nach Rogers als theoretischer Bezugsrahmen eingeführt.
3. Methode: Das Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche und die Entwicklung eines Klassifikationsmodells zur Strukturierung der Einflussfaktoren.
4. Ergebnisse: Es werden die zentralen Einflussfaktoren – unterteilt in kundenspezifische, situative, unternehmensbezogene und produktbezogene Determinanten – detailliert dargelegt.
5. Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext bestehender Forschung diskutiert, und es werden wissenschaftliche sowie praktische Implikationen für das Management abgeleitet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussage zusammen, dass eine Kombination aus verschiedenen Merkmalen die Kanalwahl des Multi-Channel-Konsumenten maßgeblich beeinflusst.
Schlüsselwörter
Channel Adoption, Multi-Channel, Konsumentenverhalten, Beschaffungskanal, Onlinehandel, stationärer Einzelhandel, Adoptionsmodell, Rogers, Konsumentenmerkmale, Marketing, soziale Einflüsse, Social Contagion, Kaufprozess, Kundenzufriedenheit, Kanalwahl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Einflussfaktoren, die darüber entscheiden, welchen Beschaffungskanal (online oder stationär) Konsumenten zur Information und zum Kauf wählen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Adoptionsforschung, das Multi-Channel-Verhalten, die Wirkung von Marketingaktivitäten sowie die psychographischen und demographischen Merkmale von Konsumenten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Gründe für die Kanalwahl von Konsumenten zu identifizieren und ein Klassifikationsschema zu erstellen, das die Einflussfaktoren strukturiert darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer systematischen Auswertung wissenschaftlicher Studien, um ein eigenes Klassifikationsschema für die Kanalwahl zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Determinanten der Channel Adoption in vier Kategorien unterteilt: kundenspezifische, situative, unternehmensbezogene und produktbezogene Faktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Channel Adoption, Multi-Channel-Marketing, Rogers-Kriterien, Konsumentenentscheidung und Online- versus stationärer Handel.
Wie definiert die Autorin den Begriff „Channel“?
In Anlehnung an Schröder (2005) wird „Channel“ synonym als Kanal verwendet, definiert als die Art und Weise, wie ein Kunde eine Leistung bei einem Anbieter erwerben kann.
Welche Rolle spielt „Social Contagion“ bei der Kanalwahl?
Social Contagion bezeichnet den Einfluss eines Konsumentennetzwerks bei der Adoption eines neuen Kanals und spielt laut der Arbeit bei der Übernahme des Onlinekanals eine größere Rolle als beim stationären Handel.
Was sind die „Rogers-Kriterien“ und wofür werden sie genutzt?
Die Rogers-Kriterien (relativer Vorteil, Kompatibilität, Komplexität, Erprobbarkeit, Wahrnehmbarkeit) werden genutzt, um produktbezogene Determinanten des Adoptionsprozesses zu erklären.
Welche praktische Empfehlung gibt die Arbeit für Handelsmanager?
Handelsmanager sollten den Kundenstamm segmentieren und das Leistungsangebot in den verschiedenen Kanälen optimal auf die spezifischen Präferenzen der Kunden ausrichten, um die Adoptionsrate zu erhöhen.
- Quote paper
- Theresa Bauer (Author), 2016, Einflussfaktoren auf die Channel Adoption durch Konsumenten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/509040