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Theoretische Vorstellung und didaktisches Vorgehen bei der Groß- und Kleinschreibung

Groß und klein, das ist fein

Titel: Theoretische Vorstellung und didaktisches Vorgehen bei der Groß- und Kleinschreibung

Hausarbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Roman Helzle (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit soll der Eigenheit der deutschen Sprache nachgegangen werden, Groß- und Kleinschreibung zu unterscheiden. Hierzu wird zunächst einmal ein Überblick über die theoretischen Grundlagen gegeben. Außerdem steht die historische Entwicklung der deutschen Orthografie im Hinblick auf Groß- und Kleinschreibung im Fokus. Im Anschluss bietet sich auch die Betrachtung von "Lösungswegen" anderer Sprachen an.

Ist die theoretische Situation dargestellt, geht der Fokus der Arbeit in die Praxis über: Wie lernen Kinder in Deutschland zwischen Groß- und Kleinschreibung zu unterscheiden? Gibt es etablierte didaktische Konzepte? Vermittle ich als Lehrkraft die Groß- und Kleinschreibung am einfachsten systematisch, integrativ, formal oder situativ? Welche Hindernisse müssen überwunden werden, um zwischen beiden Schreibungen sicher unterscheiden zu können? Wie helfen dabei ausgewählte Unterrichtsmaterialien und Arbeitsmittel? Der analysierende Teil der Arbeit schließt mit einem Exkurs mit der Fragestellung, wie präsent und bedeutungstragend die Groß- und Kleinschreibung im Zeitalter von Digitalisierung und sozialen Netzwerken noch ist.

Deutsch zu lernen gilt als eine der größten sprachlichen Herausforderungen. Hierzulande wird Deutsch als Fremdsprache in erster Linie in Schulen angeboten, an denen ein hoher Migrationsanteil unter den Schülerinnen und Schülern vorliegt. Im Ausland wird Deutsch vor allem noch in den Niederlanden gelehrt, freiwillig gewählt wird das Unterrichtsfach dort aber mittlerweile auch mit sinkender Beliebtheit. Seit wann die Redewendung "Deutsche Sprache, schwere Sprache" geläufig ist, lässt sich nicht ergründen, bekannt ist sie aber beinahe jedem, der mit ebendieser Sprache in irgendeiner Weise umgehen muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Groß- und Kleinschreibung in Theorie und Praxis

2.1 Groß- und Kleinschreibung in der Theorie

2.1.1 Regeln der Groß- und Kleinschreibung

2.1.2 Historie der Groß- und Kleinschreibung

2.1.3 Großschreibung in anderen Sprachen

2.1.4 Bedeutung der Großschreibung

2.2 Groß- und Kleinschreibung in der Praxis

2.2.1 Schwierigkeiten auf dem Weg zu sicherer Groß- und Kleinschreibung

2.2.2 Didaktische Ansätze zu sicherer Groß- und Kleinschreibung

2.3 Materialanalyse

2.3.1 Material zur Erarbeitung von Groß- und Kleinschreibung

2.3.2 Material zur Übung von Groß- und Kleinschreibung

2.4 Exkurs: Groß- und Kleinschreibung im 21. Jahrhundert

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Besonderheiten und didaktischen Herausforderungen der deutschen Groß- und Kleinschreibung, analysiert bestehende Lehrmethoden sowie Unterrichtsmaterialien und beleuchtet die Relevanz der orthografischen Regelungen im digitalen Zeitalter.

  • Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung der Groß- und Kleinschreibung.
  • Didaktische Ansätze zur Vermittlung im Grundschulunterricht.
  • Analyse von Lehr- und Übungsmaterialien zur Orthografie.
  • Bedeutung der Großschreibung für die Lesegeschwindigkeit und Internetkultur.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Historie der Groß- und Kleinschreibung

Bereits etwa im Jahre 1300 traten in der deutschen Sprache erstmals Großbuchstaben mit eigener Bedeutung auf, damals markierten sie den Beginn eines neuen Absatzes, in manchen Fällen sogar schon – wie heute – den eines neuen Satzes (vgl. Schneider, 1). Ab dem 16. Jahrhundert wurde ein Großbuchstabe dann auch standardmäßig als Markierung für einen Satzanfang genutzt. Kurz darauf wird ein Großschreiben von Eigennamen gefordert, gegen Ende desselben Jahrhunderts führten die Drucker dann auch die generelle Großschreibung von Substantiven ein (vgl. ebd., 2). J. C. Adelung hält 1788 die verbindliche Großschreibung von Substantiven in seiner Vollständige[n] Anordnung zur Deutschen Orthographie auch erstmals schriftlich fest (vgl. ebd., 3). 1854 fordert hingegen Jacob Grimm im Vorwort des von ihm und seinem Bruder Wilhelm Grimm veröffentlichten Deutsche[n] Wörterbuch[s] die konsequente Kleinschreibung, auch von Substantiven (vgl. ebd., 4). Auch Konrad Duden spricht sich 1872 für eine Kleinschreibung aus (vgl. ebd., 5). An der Debatte um eine Inkonsequenz ändern auch die II. Orthographische Konferenz von 1901 (vgl. ebd., 7) und die Kritik Oskar Kosogs von 1912 nicht viel (vgl. ebd., 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Stellenwert der deutschen Sprache und führt in die spezifische orthografische Herausforderung der Groß- und Kleinschreibung ein.

2. Die Groß- und Kleinschreibung in Theorie und Praxis: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe, historische Entwicklung und die didaktischen Herausforderungen bei der Vermittlung der Schreibregeln.

2.1 Groß- und Kleinschreibung in der Theorie: Es werden die Regeln, die historische Genese, internationale Vergleiche sowie die Bedeutung der Großschreibung als Orientierungshilfe dargelegt.

2.1.1 Regeln der Groß- und Kleinschreibung: Fokus auf die offiziellen Regelwerke und die Abgrenzung von Substantiven und Eigennamen.

2.1.2 Historie der Groß- und Kleinschreibung: Darstellung der Entwicklung von den ersten Großbuchstaben bis zu den Reformdebatten des 20. Jahrhunderts.

2.1.3 Großschreibung in anderen Sprachen: Vergleich mit anderen Sprachen und Erläuterung der gemäßigten Kleinschreibung.

2.1.4 Bedeutung der Großschreibung: Analyse des Nutzens der Großschreibung für die optische Strukturierung und Lesbarkeit von Texten.

2.2 Groß- und Kleinschreibung in der Praxis: Betrachtung der Umsetzung im Unterricht, insbesondere der Schwierigkeiten für Lernende.

2.2.1 Schwierigkeiten auf dem Weg zu sicherer Groß- und Kleinschreibung: Identifikation des Erkennens von Substantiven und Substantivierungen als zentrale Fehlerquelle.

2.2.2 Didaktische Ansätze zu sicherer Groß- und Kleinschreibung: Vorstellung und Diskussion formaler, situativer, integrativer und funktionaler Unterrichtsansätze.

2.3 Materialanalyse: Untersuchung von Unterrichtsmaterialien hinsichtlich ihrer Eignung zur Erarbeitung und Übung.

2.3.1 Material zur Erarbeitung von Groß- und Kleinschreibung: Evaluation eines konkreten Werks zur Einführung der Wortarten.

2.3.2 Material zur Übung von Groß- und Kleinschreibung: Analyse eines Übungskartensystems für die Grundschule.

2.4 Exkurs: Groß- und Kleinschreibung im 21. Jahrhundert: Reflexion über die Rolle der Großschreibung im digitalen Zeitalter und in sozialen Netzwerken.

3. Fazit: Zusammenführende Beantwortung der Ausgangsfragen und Diskussion über die Zukunft der Groß- und Kleinschreibung.

Schlüsselwörter

Groß- und Kleinschreibung, Orthografie, Sprachdidaktik, Substantivierung, Grundschule, Deutsch als Fremdsprache, Rechtschreibreform, Unterrichtsmaterial, Grammatikunterricht, Schrifterwerb, Sprachwissen, Lesegeschwindigkeit, Schriftsprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die orthografische Besonderheit der Groß- und Kleinschreibung im Deutschen, ihre theoretischen Hintergründe und wie diese effektiv im Unterricht vermittelt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit gliedert sich in die Bereiche Theorie, didaktische Vermittlungskonzepte, Materialanalyse und einen Exkurs zur Bedeutung im digitalen Zeitalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die didaktischen Herausforderungen bei der Groß- und Kleinschreibung aufzuzeigen und zu evaluieren, welche Materialien und Ansätze für Lernende am besten geeignet sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die theoretische Grundlagen aus der Literatur mit der Prüfung von Unterrichtsmaterialien kombiniert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schwierigkeiten beim Erkennen von Substantiven, vergleicht didaktische Unterrichtsansätze und bewertet konkrete Arbeitsmaterialien für Grundschulen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Groß- und Kleinschreibung, Sprachdidaktik, Rechtschreibunterricht, Substantivierung und Materialanalyse beschreiben.

Warum stellt gerade die Substantivierung eine große Hürde dar?

Substantivierungen sind strukturell schwer zu identifizieren, da sie ihre Herkunft aus anderen Wortarten verschleiern und somit keine einfachen morphologischen Merkmale für die Großschreibung besitzen.

Welchen Stellenwert hat die Großschreibung in sozialen Netzwerken?

Im Internet wird die bewusste Verwendung von Großbuchstaben (Versalschrift) oft als Ersatz für Klangfarbe genutzt, um Emotionen wie Wut oder Betonung auszudrücken.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theoretische Vorstellung und didaktisches Vorgehen bei der Groß- und Kleinschreibung
Untertitel
Groß und klein, das ist fein
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,7
Autor
Roman Helzle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V508788
ISBN (eBook)
9783346072955
ISBN (Buch)
9783346072962
Sprache
Deutsch
Schlagworte
groß- und kleinschreibung sprachdidaktik großschreibung rechtschreibung grammatik linguistik orthografie hausarbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Roman Helzle (Autor:in), 2019, Theoretische Vorstellung und didaktisches Vorgehen bei der Groß- und Kleinschreibung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/508788
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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