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Vergangenheitsbewältigung im Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Title: Vergangenheitsbewältigung im Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Pre-University Paper , 2019 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Die Facharbeit setzt sich mit der Vergangenheitsbewältigung im Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink auseinander. Bernhard Schlink, geboren 1944, versucht dies am Beispiel zweier Generationen deutlich zu machen: Wie kann eine mittelbar betroffene Generation mit der unmittelbaren Schuld der Eltern, Angehörigen, Bekannten umgehen? Wo lassen sich Trennlinien in diesem komplexen System festmachen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hintergrund

2.1 Historisch

2.2 Juristisch

3. Vergangenheitsbewältigung im Roman

3.1 Die „Betäubung“

3.2 „Generationsabhängige“ Bewältigung: die Disparität zweier Generation

3.3 Die erste Generation

3.3.1 Täter und Mitläufer – die Betroffenheit eines Jeden

3.3.2 Hanna – das Musterbeispiel der „Perversion bürgerlicher Kultur“

3.4 Vergangenheitsbewältigung der zweiten Generation

3.4.1 Die „Avantgarde der Aufklärung“ - die Studentengeneration

3.4.2 Michael - der Abkehrer

4. Die „Banalität des Bösen“- verkörpert durch Hanna Schmitz

5. Rezensionen und Umfrage

6. Die Gegenwart der Vergangenheit -oder wie die Vergangenheit dem Präsens auflauert

6.1 Die therapeutische Kraft des Schreibens

6.2 Wiederholungstäter?

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht, wie Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ die komplexe und oft widersprüchliche Auseinandersetzung der Nachkriegsgeneration mit der Schuld der Elterngeneration und der NS-Vergangenheit thematisiert.

  • Die psychologische Dimension von Vergangenheitsbewältigung und Verdrängung.
  • Die Spannung zwischen moralischer Verurteilung und persönlicher Bindung an Täter.
  • Die Rolle des Analphabetismus als zentraler Faktor für das Handeln der Hauptfigur Hanna Schmitz.
  • Kontroversen um die „Banalität des Bösen“ im literarischen und historischen Kontext.
  • Der Generationskonflikt zwischen Tätern/Mitläufern und der zweiten, kritischen Generation.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „Betäubung“

Anstelle dessen findet eine Betäubung statt: Michael, der keinen Prozesstag versäumt, stellt im Verlauf der Urteilsfindung ein „Betäubt sein“ aller Beteiligten fest. Die „Betäubung“ ist ein Abwehrmechanismus, der Versuch, den Schmerz welcher auf der Seele haftet, zu verdrängen.

„Der Einbruch des Schrecklichen in den Alltag“ 22 belaste die neuen Zuschauer des Prozesses und auch bei den Richtern stellt Michael ein Bestürzt sein fest - doch stumpfen diese im Verlauf der Verhandlung ihre Gefühle ab - bis das Gericht gegen Ende sogar genug habe und schon wieder in der Gegenwart nach langen Wochen der Vergangenheit sei.23 Besonders die ehemaligen Wächterinnen seien versteinert in der Betäubung, unfähig, dieser zu entkommen. Der Protagonist stellt den Vergleich auf, dass diese Betäubung nicht nur bei denjenigen, die „später damit zu tun hatten“24 auffällig sei - auch bei den Häftlingen sowie den Tätern ließe sich diese Stumpfheit vorfinden. Die Funktionen des Lebens seien so sehr reduziert, dass die Vergasung als etwas Alltägliches wahrgenommen werde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zur Thematik der Vergangenheitsschuld und Darstellung der ambivalenten Beziehung zwischen Michael Berg und Hanna Schmitz.

2. Hintergrund: Historische und juristische Einordnung der Entnazifizierung und der Schwierigkeiten bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in der BRD.

3. Vergangenheitsbewältigung im Roman: Analyse der psychologischen Abwehrmechanismen, der familiären Belastungen und der unterschiedlichen Bewältigungsstrategien von erster und zweiter Generation.

4. Die „Banalität des Bösen“- verkörpert durch Hanna Schmitz: Untersuchung von Hannas Handlungen im Lichte der Arendt’schen Theorie und ihres Versagens in moralischer Hinsicht.

5. Rezensionen und Umfrage: Diskussion der kontroversen Rezeption des Romans und Vorstellung einer schulinternen Umfrage zur Wahrnehmung der Täterfigur.

6. Die Gegenwart der Vergangenheit -oder wie die Vergangenheit dem Präsens auflauert: Reflexion über die therapeutische Kraft des Schreibens und die bleibende Relevanz der Auseinandersetzung mit der Geschichte.

Schlüsselwörter

Der Vorleser, Bernhard Schlink, Vergangenheitsbewältigung, Vergangenheitsschuld, Banalität des Bösen, Hanna Schmitz, Michael Berg, NS-Zeit, Generationenkonflikt, Holocaust, Schuld, Verdrängung, Erinnerungskultur, Juristische Aufarbeitung, Analphabetismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert anhand des Romans „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink, wie verschiedene Generationen mit der NS-Vergangenheit, individueller und kollektiver Schuld umgehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die psychologische „Betäubung“ als Abwehrmechanismus, die juristische Aufarbeitung, die moralische Verantwortung der zweiten Generation und die Frage nach der Vergleichbarkeit von Täterschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie Schlink das Scheitern an der Bewältigung der Vergangenheit darstellt und wie die Protagonisten mit dem Konflikt zwischen Verständnis und Verurteilung ihrer Angehörigen ringen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Neben einer tiefgehenden literaturwissenschaftlichen Analyse des Romans stützt sich die Arbeit auf Fachliteratur zu historisch-politischen Diskursen sowie eine eigene empirische Umfrage innerhalb einer Lerngruppe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der „Betäubung“, die Darstellung des Generationskonflikts, die Analyse der Täterfiguren sowie die Einordnung der „Banalität des Bösen“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Vergangenheitsbewältigung, Schuld, Banalität des Bösen, Verdrängung, Generationenkonflikt und Erinnerungskultur.

Warum wird Hannas Analphabetismus als so entscheidend für ihre Rolle im Roman angesehen?

Der Analphabetismus dient als Erklärung für ihre Unfähigkeit, ihr Handeln zu reflektieren, und stellt ein zentrales „Defizit“ dar, das den Prozess und ihre Selbsteinschätzung massiv beeinflusst.

Welche Rolle spielt die Studentengeneration in der Aufarbeitung?

Die Arbeit beschreibt sie als „Avantgarde der Aufklärung“, die moralischen Druck auf die Elterngeneration ausübt, jedoch gleichzeitig Gefahr läuft, durch Selbstgerechtigkeit und pauschale Verurteilung die eigene Verstrickung zu übersehen.

Wie reagieren die Mitschüler auf die moralischen Fragen zum Roman?

Die Umfrage zeigt ein differenziertes Bild: Die Mehrheit lehnt eine Verharmlosung der Nazizeit ab, ist sich jedoch unsicher in der Bewertung, ob der Roman die Täterin zu sehr entlastet.

Excerpt out of 24 pages  - scroll top

Details

Title
Vergangenheitsbewältigung im Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
24
Catalog Number
V508346
ISBN (eBook)
9783346073143
Language
German
Tags
vergangenheitsbewältigung roman vorleser bernhard schlink
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Vergangenheitsbewältigung im Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/508346
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