Diese Hausarbeit befasst sich mit Coaching und Supervision in der Sozialen Arbeit im Bereich der Suchtberatung. Die bearbeitete Aufgabe behandelt den Fall einer jungen Frau, die durch die Selbständigkeit und Überarbeitung in eine akute Überforderungssituation gebracht wurde. Diese äußert sich in erhöhtem Alkoholkonsum. Die Arbeit versucht eine allumfassenden Lösungsansatz zu entwickeln, der neben der Behandlung der Alkoholsucht auch eine Mediation beinhaltet, der dem entstandenen Konflikt mit Familienangehörigen entgegenwirken soll. Auch eine gute Schuldnerberatung ist unerlässlich, da auch die finanzielle Situation geklärt werden muss.
Inhaltsverzeichnis
1. Fallbearbeitung
1.1 Krisenfall zu Aufgabe 1
1.2 Krisenmodell – Krisenverlauf – Krisenintervention
2. Coaching und Supervision in der Sozialen Arbeit
2.1 Coaching und Supervision Möglichkeiten und Grenzen
2.2 Kompetenzen nach Hildrud von Spiegel eines Sozialarbeiters im Kontext von Supervision und Coaching
3. „Coaching zielt immer auf das bessere Funktionieren von sozialen Systemen ab, lässt aber nie die Frage nach der menschlichen Qualität dieses Funktionierens außer acht“ (Pohl/Fallner 2010)
4. Mediation
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit setzt sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der Krisenintervention, Supervision, Coaching und Mediation im Kontext der Sozialen Arbeit auseinander. Ziel ist es, anhand einer Fallbeispielanalyse Handlungskompetenzen für Fachkräfte zu erarbeiten und die professionellen Rahmenbedingungen dieser Methoden zu beleuchten.
- Analyse eines komplexen Krisenfalls unter Berücksichtigung von Suchtproblematik und familiären Spannungsfeldern.
- Erläuterung der professionellen Interventionsmethoden bei akuten Lebenskrisen.
- Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen von Coaching und Supervision.
- Darstellung notwendiger fachlicher und persönlicher Kompetenzen von Sozialarbeitern.
- Grundlagen und Prinzipien der Mediation in der professionellen Beratung.
Auszug aus dem Buch
1.1 Krisenfall zu Aufgabe 1
Sarah eröffnete im Januar 2017 einen Kiosk in ihrer Heimatstadt. Ihre finanzielle Lage ist sehr angespannt. Das Geld für die Eröffnung hat sie von ihrem Vater bekommen, welcher als stiller Teilhaber fungiert.
Sie verkauft dort hauptsächlich Tabakwaren, Zeitungen, Zeitschriften Grußkarten sowie Geschenkartikel. Erfahrungen in diesem Bereich, konnte sie noch keine sammeln in der Vergangenheit, auch war ihr nicht bewusst welche Herausforderungen auf sie zukommen würden.
Ihre Öffnungszeiten sind: Mo-Fr von 07:00Uhr – 18:00 Uhr, Sa. 09:00 – 18:00 Uhr und Sonntag von 09:00- 16:00 Uhr.
Ihr Vater gestattet ihr es nicht noch jemanden einzustellen um sie zu unterstützen. Da er der Geldgeber ist, beugt sie sich seinen Anweisungen.
Mit der Zeit merkt sie wie ihr alles über den Kopf wächst und sie greift immer öfter zum Alkohol. Anfangs nur hin und wieder abends nach Geschäftsschluss mit Freunden in einer Gaststätte auf ihrem Heimweg, später auch während der Geschäftszeiten und während des laufenden Betriebs. Sie steht immer öfter betrunken in ihrem Geschäft. Dies fällt auch allmählich den Kunden auf und hat zur Folge, dass diese fernbleiben. Der Umsatz geht zurück und die Probleme werden immer schwerwiegender. Sie hat immer öfter Streit mit ihrer Familie. Diese bedrängt sie und sieht auch nicht wie sie immer mehr dem Alkohol zugewandt ist und unter der Last, die vielen Aufgaben nicht bewältigen können zusammen zu brechen scheint.
Sarah sucht sich nach langer Zeit Hilfe bei einer Suchtberatungsstell, da ihr Leidensdruck der vergangenen Monate zu groß geworden ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Fallbearbeitung: Dieses Kapitel präsentiert einen konkreten Fall einer Geschäftsgründerin in einer persönlichen Krise und analysiert den Verlauf sowie die notwendige Krisenintervention.
2. Coaching und Supervision in der Sozialen Arbeit: Hier werden die professionellen Methoden Coaching und Supervision als Instrumente der beruflichen Weiterentwicklung sowie zur Entlastung in belastenden Arbeitsfeldern erörtert.
3. „Coaching zielt immer auf das bessere Funktionieren von sozialen Systemen ab, lässt aber nie die Frage nach der menschlichen Qualität dieses Funktionierens außer acht“ (Pohl/Fallner 2010): Dieses Kapitel beleuchtet Coaching als personen- und systemorientierten Lernprozess, der Effizienz mit Humanität verbindet.
4. Mediation: Hier werden die Grundlagen und strukturierten Prinzipien der Mediation als konstruktives Konfliktlösungsverfahren innerhalb der sozialen Beratung vorgestellt.
Schlüsselwörter
Krisenintervention, Supervision, Coaching, Mediation, Soziale Arbeit, Suchtberatung, Fallarbeit, Handlungskompetenz, professionelle Haltung, Konfliktlösung, Beratungssetting, systemische Arbeit, Selbstfürsorge, Fachkraft, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Beratungs- und Interventionsmethoden in der Sozialen Arbeit, angewandt auf praktische und theoretische Szenarien.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind Krisenintervention, die Anwendung von Coaching und Supervision im Berufsalltag sowie das Verfahren der Mediation.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung von Fallbeispielen mit theoretischem Wissen ein Verständnis für die professionelle Unterstützung in komplexen Problemlagen zu entwickeln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf der Literaturanalyse relevanter Fachquellen und der theoretischen Anwendung von Methoden auf ein konkretes Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Fallanalyse, die Definition und Anwendung von Supervision/Coaching, das systemische Verständnis von Coaching sowie die Prinzipien der Mediation.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Charakteristische Begriffe sind unter anderem Krisenintervention, Soziale Arbeit, professionelle Haltung, Coaching, Mediation und Handlungskompetenz.
Warum ist im Fallbeispiel die Einbeziehung des Vaters für die Krisenintervention so wichtig?
Der Vater spielt als Geldgeber und Teilhaber eine zentrale Rolle in der aktuellen Lebens- und Arbeitssituation der Klientin, weshalb er als eine wichtige Ressource für die Klärung der Konflikte betrachtet werden muss.
Welchen Stellenwert nimmt die "menschliche Qualität" im Coaching nach Pohl/Fallner ein?
Sie betont, dass Coaching nicht nur rein mechanisch zur Effizienzsteigerung dienen darf, sondern stets die Bedürfnisse und die Menschlichkeit der Individuen im sozialen System berücksichtigen muss.
- Arbeit zitieren
- Christina Stahr (Autor:in), 2019, Suchtberatung. Coaching und Supervision in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/507098