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Herders Sprachphilosophie. Sprechen Menschen, weil sie der Besonnenheit fähig sind, oder sind sie besonnen, weil sie der Sprache fähig sind?

Titel: Herders Sprachphilosophie. Sprechen Menschen, weil sie der Besonnenheit fähig sind, oder sind sie besonnen, weil sie der Sprache fähig sind?

Hausarbeit , 2019 , 12 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Herders Gedanken zur Sprache werden in dieser Arbeit analysiert und interpretiert, wobei die menschliche Fähigkeit des Sprechens im Vordergrund stehen wird. Da Herder in seinem Buch den Begriff der Besonnenheit mit unserem Sprachvermögen verknüpft, wird diese Arbeit die Wichtigkeit dessen analysieren und hinterfragen, ob diese Besonnenheit letztendlich für unser Sprachvermögen verantwortlich ist, oder lediglich aufgrund unserer Sprechfähigkeit entwickelt wurde. Dafür wird erst die Anthropologie Herders näher erläutert werden, um festzustellen, ob der Mensch einer besonnenen Denkweise überhaupt fähig ist. Als nächstes wird der besagte Begriff nach Herders Verständnis erklärt und in Zusammenhang mit dem Sprachvermögen gebracht. Dann werden beide Positionen gegenübergestellt, hauptsächlich, um uns darüber im Klaren zu werden, was es bedeutet, die Sprache durch Besinnung zu erklären und die Besinnung durch Sprache zu erklären. Das Fazit wird zusammenfassend klären, ob Herder überhaupt einen Vorrang von beiden argumentiert oder nicht vielleicht sogar eine dritte Position anbietet.

Was ist Sprache? Wieso sprechen wir? Kaum einer würde sich heute diese Frage stellen, denn unsere Sprache ist für viele so natürlich wie das Atmen. Wieso sich Gedanken um etwas machen, das uns wohl angeboren wurde? Doch wird erst gründlicher darüber nachgedacht, merken wir, dass die Sprache doch einen tieferen Sinn haben könnte, als wir zunächst meinen. Wieso sonst sind die Menschen die einzigen Geschöpfe auf der Erde, die es schaffen, sich mündlich auszudrücken? Menschen kommunizieren nicht nur miteinander, sondern entwickeln auch verschiedene Varianten der Sprache und bestimmen ihre Grammatik und Rechtschreibung.

Die Philosophen der sogenannten Sprachphilosophie haben es sich zur Aufgabe gemacht, einem (für uns vollkommen natürlichen) Prozess wie der Sprachentwicklung einen neuen Sinn zu geben und uns neue Sichtweisen zu eröffnen. Es war deswegen auch kein Zufall, dass die königliche Akademie der Wissenschaften zu Berlin im Jahr 1769 gerade diese Preisfrage stellte: "Haben die Menschen ihren Naturfähigkeiten überlassen, sich selbst Sprache erfinden zu können und auf welchem Wege wären sie am füglichsten dazu gelangt." Johann Gottfried Herder schrieb dazu seine "Abhandlung über den Ursprung der Sprache" und sorgte nicht nur für neue Sichtweisen in der damaligen Zeit, sondern sein Text spielt auch bis heute eine große Rolle in der Sprachphilosophie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anthropologie Herders

2.1 Freiheit

3. Besonnenheit

3.1 Selbstreflexion

3.2 Besonnenheit in Bezug zur Sprache

4. Sprache als göttlicher Ursprung?

5. Besonnenheit durch Sprache

6. Sprache durch Besonnenheit

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis zwischen menschlicher Besonnenheit und Sprachfähigkeit auf Basis der Sprachphilosophie von Johann Gottfried Herder, um zu klären, ob Sprache primär aus der Besonnenheit erwächst oder das Sprechen selbst die Bedingung für besonnenes Denken darstellt.

  • Anthropologische Grundlagen des Menschen nach Herder
  • Die Rolle der Freiheit und Selbstreflexion in der Sprachentwicklung
  • Kritik an der Vorstellung eines göttlichen Ursprungs der Sprache
  • Analyse der gegenseitigen Bedingtheit von Besinnung und Sprachvermögen

Auszug aus dem Buch

3.1 Selbstreflexion

Nach Herder beweise der Mensch dann Reflexion „[…] wenn die Kraft seiner Seele so frei würket, dass sie in dem ganzen Ozean von Empfindungen, der sich durch, alle Sinne durchrauschet […] absondern, sie anhalten, die Aufmerksamkeit auf sie richten […]“13. Der Mensch sei dieser fähig, weil er selbst als reflektierendes Geschöpf bezeichnet werden könne. Die Anlage zur Besinnung ermögliche es ihm „Reflexion“ zu beweisen und die Empfindungen der seine „Sinne durchrauscht“ selektiv zu verhalten. Das heißt der Mensch, beweise dann Reflexion, wenn er es schaffe den Bewusstseinsstrom „anzuhalten“ und die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Phänomen zu richten. Dieser Vorgang müsse sich bewusst gehalten werden, wobei Aufmerken und Selbstreflexion aufeinander bezogen seien. Es ginge dabei darum nicht alle Eigenschaften lebhaft und klar zu erkennen, sondern unterschiedliche Eigenschaften rauszulesen. Diese Anerkennung geschehe durch ein Merkmal, welches von uns abgesondert werde. Die distanzierte Betrachtung und trotzdem deutliche Wahrnehmung dessen sei das wesentliche Merkmal der Besonnenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Sprachphilosophie ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Wechselwirkung zwischen Herders Begriff der Besonnenheit und dem menschlichen Sprachvermögen.

2. Anthropologie Herders: Dieses Kapitel erörtert Herders neues Menschenbild, das den Menschen durch seine Mängel und die daraus resultierende Vernunft und Freiheit vom Tier abgrenzt.

2.1 Freiheit: Hier wird der Freiheitsbegriff als essentielle Voraussetzung für das menschliche Denken und die Fähigkeit zur Charakterbildung identifiziert.

3. Besonnenheit: Das Kapitel analysiert die Besonnenheit als angeborene menschliche Eigenschaft, die bereits im Kindesalter mit den Seelenkräften wächst.

3.1 Selbstreflexion: Diese Unterkapitel definiert Reflexion als bewusste Steuerung der Aufmerksamkeit innerhalb der sinnlichen Wahrnehmung.

3.2 Besonnenheit in Bezug zur Sprache: Hier wird dargelegt, wie die menschliche Fähigkeit, Merkmale aus der Umwelt durch Besonnenheit zu isolieren, zur Erfindung von Sprache führt.

4. Sprache als göttlicher Ursprung?: Dieses Kapitel widerlegt die Theorie eines göttlichen Sprachursprungs und betont die menschliche Eigenleistung beim Sprachenlernen.

5. Besonnenheit durch Sprache: Der Text hinterfragt, ob Sprache eine bloße äußere Prägung darstellt oder ob sie notwendige Bedingung für vernunftbegabtes Handeln ist.

6. Sprache durch Besonnenheit: Hier wird Herders Position gestärkt, dass erst die Vernunft dem Menschen ermöglicht, Sprache überhaupt als Werkzeug zu entwickeln und anzuwenden.

7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Besonnenheit und Sprache untrennbar miteinander verbunden sind und der Mensch durch seine menschliche Natur zum Sprechen bestimmt ist.

Schlüsselwörter

Johann Gottfried Herder, Sprachphilosophie, Besonnenheit, Anthropologie, Sprachentwicklung, Selbstreflexion, Vernunft, Freiheit, Denken, Menschwerdung, Ursprung der Sprache, menschliche Natur, geistige Entwicklung, Reflexion, Sprachvermögen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das sprachphilosophische Werk von Johann Gottfried Herder, insbesondere seine Theorie über den Ursprung der Sprache und deren Verbindung zur menschlichen Besonnenheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Anthropologie Herders, der Begriff der Besonnenheit, die Rolle der Selbstreflexion sowie die kritische Auseinandersetzung mit der göttlichen Herkunft der Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu analysieren, ob die Besonnenheit die Grundlage für das Sprachvermögen bildet oder ob erst die Sprache die Entwicklung besonnenen Denkens ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophische Analyse und Interpretation von Herders Hauptwerk „Abhandlung über den Ursprung der Sprache“ sowie ergänzender Schriften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine anthropologische Bestimmung des Menschen, die Erläuterung der Besonnenheit durch Selbstreflexion und die detaillierte Debatte über die Entstehung von Sprache aus menschlicher Kraft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Herder, Besonnenheit, Sprache, Reflexion, Vernunft, Freiheit und die menschliche Sonderstellung in der Welt.

Warum lehnt Herder einen göttlichen Ursprung der Sprache ab?

Herder argumentiert, dass der Mensch ohne Vernunft nicht in der Lage wäre, eine von Gott gegebene Sprache überhaupt zu verstehen oder anzuwenden; Sprache erfordert einen aktiven Eigengebrauch der Vernunft.

Wie unterscheidet sich der Mensch laut Herder vom Tier?

Der Unterschied liegt laut Herder nicht in der Instinkt-Sicherheit, sondern in der Freiheit des Menschen, die es ihm ermöglicht, aus dem „Ozean der Empfindungen“ Merkmale durch Besonnenheit herauszugreifen.

Was bedeutet der Begriff „Selbstreflexion“ in diesem Kontext?

Selbstreflexion beschreibt die Fähigkeit des Menschen, seinen Bewusstseinsstrom anzuhalten, um einzelne Phänomene gezielt aufmerksam zu betrachten und gedanklich zu ordnen.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Herders Sprachphilosophie. Sprechen Menschen, weil sie der Besonnenheit fähig sind, oder sind sie besonnen, weil sie der Sprache fähig sind?
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V506844
ISBN (eBook)
9783346053831
ISBN (Buch)
9783346053848
Sprache
Deutsch
Schlagworte
herders sprachphilosophie sprechen menschen besonnenheit sprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Herders Sprachphilosophie. Sprechen Menschen, weil sie der Besonnenheit fähig sind, oder sind sie besonnen, weil sie der Sprache fähig sind?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/506844
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Leseprobe aus  12  Seiten
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